Gesundheitstelegramm: Zwilling

News zu Zwilling

Es gibt keinen weiblichen G-Punkt

Punkt, Aus, Schluss für einen Mythos der weiblichen Sexualität: Den so genannten Gräfenberg-Punkt, kurz G-Punkt, gibt es gar nicht. Dies zeigen neue Untersuchungen an rund neunhundert weiblichen Zwillingspaaren am renommierten King's College in London. Millionen von Frauen können nun aufatmen. Statt verzweifelt nach dem angeblichen Punkt der Lust irgendwo auf der vorderen Seite der Vagina zu suchen, können sie sich auf den wirklichen Punkt konzentrieren: die Klitoris. [2263]

6. Januar 2010  –  Welt

Schizophrenie zeigt sich im Hirnscanner

Schizophrenie ist eine Krankheit des Gehirns, die sich im Magnetresonanz-Scanner (MRI) erkennen lässt. Während Menschen nachdenken oder Probleme lösen, zeigen sich im MRI-Bild typische Muster in den verschiedenen Regionen des Gehirns. Bei Schizophrenen funktionieren die grauen Zellen in den Bereichen der Stirn, der Schläfen und in tieferen Regionen nicht so wie bei Gesunden. Solche Veränderungen zeigen sich schon Jahre bevor die Krankheit ausbricht. Vergleiche bei Zwillingen zeigen, dass die Schizophrenie nicht angeboren ist, sondern im Lauf des Lebens entsteht. Die Neigung dazu kann aber auch genetisch bedingt sein. [2212]

17. Dezember 2009  –  Basler Zeitung

Freizeitsport stärkt die Knochen

Wer mindestens dreissig Jahre lang in seiner Freizeit Sport treibt, hat danach stärkere Knochen - am Schienbein gemessen im Durchschnitt um über zehn Prozent dicker und damit bruchfester als bei vergleichbaren Menschen, die keinen Sport treiben. Dies hat eine Studie an Zwillingspaaren in Finnland gezeigt. Sport empfiehlt sich auch für Menschen, die schon an Osteoporose erkrankt sind. Das macht den Abbau zwar nicht rückgängig, aber verlangsamt ihn wesentlich. [2206]

16. Dezember 2009  –  Ärztezeitung

Wer jünger aussieht, lebt länger

Offenbar kann man der biologischen Uhr beim Ticken zusehen. Wer älter aussieht, ist in der Regel auch biologisch älter und hat, statistisch gesehen, weniger lang zu leben als jemand, der jünger aussieht. Das Alter nach Aussehen spielt dabei eine grössere Rolle als das Alter nach Jahren. Zu diesem Ergebnis kommen dänische Forscher. Sie hatten das Alter von Zwillingen nach Fotos schätzen lassen und dann während sieben Jahren erfasst, welche zuerst starben. [2199]

15. Dezember 2009  –  Bild

Wer fit ist, kommt beruflich weiter

Eine Studie an über einer Million jungen Männern in Schweden zeigt: Männer mit starken Leistungen von Herz und Lunge sind in der Regel intelligenter, erreichen höhere Positionen im Beruf und verdienen besser als der Durchschnitt. Keine Rolle spielt dagegen die Stärke der Muskeln. Forscher vermuten, dass ein fitter Kreislauf wichtig ist, um das Hirn mit reichlich Sauerstoff zu versorgen. Dadurch vermag es mehr zu leisten. Die Fitness ist sogar noch wichtiger als die Erbanlagen, was Vergleiche an über dreitausend Zwillingspaaren zeigen. [2170]

8. Dezember 2009  –  Standard

Dicksein macht jünger

Ab einem Alter von vierzig bis fünfzig Jahren sehen Menschen mit einem vollen Gesicht jünger aus als solche mit einem mageren Gesicht. Bei jüngeren Menschen sehen umgekehrt die mageren jünger aus als die fülligen. Dies zeigt ein Vergleich der Fotos von fast zweihundert Paaren von eineiigen Zwillingen in den USA. [2079]

14. April 2009  –  PubMed PMID: 19337100

Sport schwächt Einfluss der Gene auf Statur

Ob eine Person dick oder schlank ist, hängt zum grossen Teil von den Genen ab. Die Gene sind jedoch kein Schicksal: Ihr Einfluss ist am stärksten bei Bewegungsmuffeln und wird deutlich kleiner, wenn man Sport treibt. Dies zeigt eine Studie an über zweitausend finnischen Zwillingspaaren. [2002]

12. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19048013

Was das Kind nicht isst, liegt in den Genen

Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Dieses Verhalten, eine Abneigung gegen alle neuen Speisen, ist nicht bei allen Menschen gleich stark ausgebildet: Laut einer Studie an über fünftausend Zwillingspaaren in London wird es zu rund drei Vierteln von den Genen bestimmt. [1674]

14. August 2007  –  PubMed PMID: 17684215

Sonne ist gesund für Kinder

Kinder, die oft im Freien an der Sonne spielen, haben ein weniger als halb so hohes Risiko, später an multipler Sklerose zu erkranken als Kinder, die sich die meiste Zeit drinnen aufhalten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebzig Paaren von eineiigen Zwillingen in Kalifornien. [1663]

27. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17646631

IQ: Kein Nachteil für Zwillinge

Zwillinge haben, was ihre Intelligenz betrifft, keinen Nachteil gegenüber einzeln geborenen Kindern. Auch ihre Chancen für eine akademische Karriere sind genau gleich gut. Zu diesem Schluss kommt eine neue dänische Studie an mehr als zehntausend Personen. Die Ergebnisse früherer Studien sind damit nicht bestätigt worden. Diese hatten einen Unterschied gefunden. [1472]

29. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:1095

Ist das Rauchen erblich?

Ob ein Chinese raucht oder nicht, hängt offenbar zu drei Vierteln von den Genen ab und nur zu einem Viertel von anderen Faktoren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als tausend Zwillingspaaren in China. Dort leben weltweit am meisten Raucher. [1454]

3. November 2006  –  Int J Epidemiology 2006;35:1278

Talent für Gleichgewicht fast zur Hälfte vererbt

Die Zirkuswelt kennt viele Dynastien von Seiltänzern. Das lässt vermuten, dass das Talent des Balancierens zum Teil schon in die Wiege gelegt ist. Nun hat man berechnet, dass dieser Anteil fast fünfzig Prozent ausmacht: Dazu sind in Australien je über achtzig Paare von ein- und zweieiigen Zwillingen getestet worden. [1397]

16. August 2006  –  Am J Epidemiology 2006;164:246

Vererbte Nierensteine

Ob ein Mensch je an Nierensteinen leidet, ist zu etwa 90 Prozent durch die Gene bestimmt und nur zu etwa 10 Prozent durch die Umwelt. Das zeigt eine Studie an zwölf eineiigen Zwillingspaaren in den USA. [1357]

29. Juni 2006  –  J Urology 2006;175:2125

Hoher Wuchs, tiefes Herzrisiko

Groß gewachsene Menschen haben ein tieferes Risiko für Herzinfarkt. Das liegt hauptsächlich an der Umwelt und nur zum kleineren Teil an den Genen, wie eine Studie an über dreißigtausend Zwillingspaaren in Dänemark, Finnland und Schweden zeigt. Am stärksten ist nämlich der Unterschied im Herzrisiko bei verschieden großen eineiigen Zwillingen, obwohl sie identische Gene haben. [1298]

1. Mai 2006  –  Am J Epidemiology 2006;163:615

Depression zu 60 bis 70 Prozent umweltbedingt

Die Ursachen einer schweren Depression liegen bei Frauen im Durchschnitt zu 60 Prozent in der sozialen Umwelt, bei Männern sogar zu 70 Prozent. Der Rest gilt als erblich bedingt, unabhängig von der Umwelt. Diese Zahlen stützen sich auf die größte Studie an Zwillingen, die je durchgeführt worden ist. Sie umfasst über 15000 Zwillingspaare in Schweden. [1227]

26. Januar 2006  –  Am J Psychiatry 2006;163:109

Depression: Soziales Netz schützt Frauen besser

Frauen neigen mehr als Männer zu Depression, und sie pflegen in der Regel mehr nahe persönliche Beziehungen als Männer. Beides hängt offenbar zusammen. Denn ein Mangel an Intimität und ein Zuviel an Einsamkeit schlägt Frauen viel stärker auf das Gemüt als Männern. Das zeigt eine Studie an über tausend Zwillingspaaren. [990]

1. März 2005  –  Am J Psychiatry 2005;162:250

Ein Glas ist ok auch für die Knochen

Ein Glas Alkoholisches pro Tag wirkt sich nicht negativ, sondern wahrscheinlich sogar positiv auf die Stärke der Knochen aus. Das zeigt eine Studie an 46 weiblichen Paaren von eineiigen Zwillingen in London. [977]

10. Februar 2005  –  Ann Rheumatic Diseases 2005;46:309

Parkinson: Ursachen wahrscheinlich in der Umwelt

Wie und warum entsteht Parkinson? Die Krankheit ist kaum erblich bedingt, denn sie kommt bei Personen, die einen erkrankten Zwilling haben, nicht häufiger vor als bei anderen. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Zwillingspaaren in Schweden. Die Suche nach den Ursachen wird sich also auf die Umwelt konzentrieren müssen. [853]

20. August 2004  –  Neurology 2004;63:305

Cannabis doch Einstiegsdroge

Jugendliche, die mit 17 Jahren schon Hanf geraucht haben, nehmen später 2- bis 5-mal häufiger andere (auch illegale) Drogen als ihre Zwillings-Geschwister, die mit 17 noch kein Hanf konsumiert haben. [365]

23. Januar 2003  –  JAMA 2003;289:427

Junge Mutter: Gefahr für Zwillinge

Für Zwillinge ist die Gefahr eines frühen Todes um so höher, je jünger die Mutter ist. Gute ärztliche Überwachung ist für solche Kinder also besonders ratsam. [329]

5. Dezember 2002  –  Pediatrics 2002;110:1163

Links- und rechtshändige Zwillinge

Bei eineiigen Zwillingen ist häufiger als erwartet der eine Links- und der andere Rechtshänder. Ursache: Zum Zeitpunkt der Teilung hatten sich die beiden Seiten des Embryos schon verschieden entwickelt. [314]

20. November 2002  –  Brain 2002;125:2710

Rheuma nicht vererbt

Rheumatische Gelenksentzündung (Arthritis) entwickelt sich unabhängig von den Genen. Das zeigt eine große Studie an Zwillingen. [31]

3. Februar 2002  –  British Medical Journal 2002;324:264

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Wer keine Brille tragen will, ist mit Kontaktlinsen meist gut beraten. Wichtig ist es, die Linse dem Auge, der Tränenbildung und der Traghäufigkeit anzupassen.

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