Gesundheitstelegramm: Wechseljahre

News zu Wechseljahre

Pille gegen Magensäure schwächt Knochen

Medikamente, die im Magen die Bildung von Säure hemmen, können bei Frauen das Risiko für Knochenbrüche am Hüftgelenk um etwa ein Drittel steigern. Das zeigt eine Studie mit achtzigtausend Frauen ab den Wechseljahren. Sie hatten die Medikamente jahrelang genommen. Wie stark Männer von einer schnelleren Osteoporose betroffen sind, ist bisher nicht untersucht worden. Die Medikamente gegen Magensäure, Protonenpumpenhemmer, kenntlich an der Endung -prazol des Präparatnamens, werden meist gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre verschrieben. Sie sind teilweise auch rezeptfrei erhältlich. [3035]

1. Februar 2012  –  Telegraph

Äpfel senken Cholesterin

Täglich 75 Gramm getrocknete Äpfel senken innerhalb eines halben Jahres das «schlechte» LDL-Cholesterin um 23 Prozent. Das «gute» HDL-Cholesterin steigt um vier Prozent. Das zeigt eine Studie an hundertsechzig Frauen in den Wechseljahren. 75 Gramm getrocknete entsprechen etwa zwei bis drei frischen Äpfeln. Ob auch diese das Cholesterin senken, ist zwar plausibel, aber in der Studie nicht untersucht worden. [2846]

13. April 2011  –  Focus

Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz

Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]

2. August 2010  –  Spiegel

Keine Wechseljahre beim Mann

Die angeblichen Wechseljahre des Mannes sind eine Erfindung der Pharmaindustrie. Angeblich sei ein Mangel an Testosteron schuld an vielen Beschwerden, von Erektionsstörungen über Müdigkeit, nachlassende Leistung bis zu Depression. Doch die oft verschriebenen teuren Hormonpräparate nützen nichts, wie eine Studie an über dreitausend Männern in acht europäischen Ländern zeigt: Die Beschwerden alternder Männer haben nichts mit dem Testosteronspiegel zu tun. Nur gerade zwei Prozent der untersuchten Männer haben eine Unterfunktion der Hoden und zu tiefe Hormonwerte. Beschwerden mit Hormonpräparaten zu behandeln, könne sogar gefährlich sein, warnen die Forscher. [2647]

18. Juni 2010  –  Tages-Anzeiger

Stillen schützt vor Brustkrebs

Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]

24. März 2010  –  Ärztezeitung

Macht amerikanischer Ginseng schneller alt?

Frauen nach den Wechseljahren haben in ihrem Blut mehr Substanzen, die auf erhöhte Oxidation hinweisen, wenn sie täglich zwei Kapseln mit einem Präparat aus amerikanischem Ginseng nehmen. Oxidation, zum Beispiel durch freie Radikale, bedeutet für den Körper Stress und äussert sich unter anderem in einem schnelleren Altern. Diese Wirkung des Ginseng ist an 25 Frauen in den USA untersucht worden. Diese Zahl ist zu klein, um endgültige Schlüsse ziehen zu können. Doch Vorsicht könnte sich in diesem Fall lohnen. [2153]

13. November 2009  –  PubMed PMID: 19828907

Sport wenn schwanger, fitter im Alter

Frauen, die auch in der Schwangerschaft weiter sportlich aktiv bleiben, sind in den Wechseljahren fitter und haben ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag als Schwangere, die mit dem Sport aufhören. Dies zeigt eine Studie an 39 Frauen in Vermont.  [1953]

6. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18667190

Stress fördert Hitzewallungen in der Menopause

Wenn Frauen in den Wechseljahren unter Zeitdruck knifflige Aufgaben lösen müssen, neigen sie viel eher zu Hitzewallungen als in vergleichbaren Aufgaben ohne Stress. Auf die Leistung wirken sich die Wallungen jedoch nicht negativ aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an zwölf Frauen in Japan. [1889]

17. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18544887

Dickere Frauen besser dran mit ihren Lungen

Die Lungen von Frauen mit einem Body Mass Index (BMI) von 25 bleiben nach den Wechseljahren stärker als jene von Frauen mit BMI 23 oder darunter. Das zeigt eine Studie an über viertausend Frauen in Norwegen. BMI 25 ist laut WHO die Grenze zum Übergewicht. [1746]

22. November 2007  –  PubMed PMID: 18028993

Alkohol, Hormone und Brustkrebs

Frauen, die täglich Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren - aber nur dann, wenn sie Hormone nehmen. Ohne Hormone erhöht Alkohol das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Frauen in Kopenhagen. [1733]

5. November 2007  –  PubMed PMID: 17966122

Kalzium und Vitamin D reduzieren Krebsrisiko

Bei Frauen nach den Wechseljahren sind Kalzium und Vitamin D zu mehr gut als für die Knochen: Sie senken auch das Risiko für verschiedene Arten von Krebs. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Nebraska. [1637]

21. Juni 2007  –  PubMed PMID: 17556697

Hormon: Pflaster sicherer als Tabletten?

Östrogen-Tabletten für Frauen nach den Wechseljahren sind in Verruf geraten, unter anderem weil sie die Neigung zu Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Venen fördern. Hormone als Pflaster statt als Pillen sind möglicherweise sicherer. Dies lässt eine Studie an einigen Hundert Frauen in Frankreich vermuten. Um das zu erhärten, sind nun weitere Studien nötig. [1547]

1. März 2007  –  Circulation 2007;115:840

Frauen: Mehr Asthma wegen Hormonbehandlung

Die Behandlung mit Hormonen in und nach den Wechseljahren bringt für Frauen ein größeres Risiko für Asthma mit sich. Bei schlanken Frauen kann sich das Risiko mehr als verdoppeln, während die Hormone bei übergewichtigen Frauen keinen Unterschied machen. Übergewicht, ohne Hormonbehandlung, fördert Asthma auch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an über 8000 Frauen in fünf nordischen Ländern. [1233]

3. Februar 2006  –  Thorax 2006;61:34

Frauen: Hormone fördern Brustkrebs

Frauen die nach den Wechseljahren Hormone nehmen, erkranken eher an Brustkrebs als Frauen ohne eine solche Behandlung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zwanzigtausend Frauen in Dänemark, im Einklang mit früheren Studien in anderen Ländern. [803]

11. Juni 2004  –  Neurology 2004;62:1794

Frauen: Hormone nicht fürs Herz

Die neuste Studie macht es endgültig klar: Die Hormone Östrogen und Progestin schützen Frauen nach den Wechseljahren nicht vor Herzinfarkt, wie man früher dachte. Im Gegenteil: Sie erhöhen das Risiko. [551]

7. August 2003  –  N Engl J Medicine 2003;349:523

Knochen brüchiger, dafür dicker

Die schlechte Nachricht: Frauen nach den Wechseljahren verlieren Knochenmasse, der Knochen wird dadurch brüchiger (Osteoporose). Die gute Nachricht: die Knochen werden dafür dicker, was den Verlust teilweise wieder ausgleicht. Das zeigt eine Studie in Schweden. [539]

25. Juli 2003  –  N Engl J Medicine 2003;349:327

Frauenhormon fördert Sodbrennen

An Sodbrennen und saurem Aufstoßen leiden vor allem Menschen mit Übergewicht. Frauen vor den Wechseljahren sind stärker betroffen als Männer und als Frauen nach den Wechseljahren. Auch Frauen, die Präparate mit Östrogen nehmen, sind stärker betroffen. [517]

3. Juli 2003  –  JAMA 2003;290:66

Späte Wechseljahre, längeres Leben

Frauen, die spät in die Wechseljahre kommen, haben bessere Chancen, alt zu werden. Das zeigt eine Studie an fast 20'000 Frauen in Norwegen. [483]

30. Mai 2003  –  Am J Epidemiology 2003;157:923

Hormone schlecht für das Hirn

Frauen, die nach den Wechseljahren die Hormone Östrogen und Progestin nehmen, haben ein höheres Risiko für geistigen Abbau und für Hirnschlag. [482]

29. Mai 2003  –  JAMA 2003;289:2651+2673

Frauen: Hormone halten nicht, was sie versprechen

Frauen, die nach den Wechseljahren Hormone nehmen, sind nicht gesünder, fühlen sich nicht vitaler, geistig nicht regsamer, seelisch nicht ausgeglichener und sexuell nicht zufriedener als Frauen, die keine Hormone nehmen. Das zeigt eine Studie an mehreren tausend Frauen. [461]

8. Mai 2003  –  N Engl J Medicine 2003;348:1839

Walking genügt zum Schutz vor Herzinfarkt

Sport schützt Frauen nach den Wechseljahren (Menopause) vor Herzinfarkt. Walking in flottem Tempo nützt ebenso gut wie intensiverer Sport. Das Risiko, verglichen mit sitzender Lebensweise, sinkt auf etwa die Hälfte. [243]

6. September 2002  –  N Engl J Medicine 2002;347:716

Frauen: Mehr Krebs durch Hormone

Frauen, die nach den Wechseljahren Hormone nehmen, haben ein höheres Risiko für Krebs der Eierstöcke. [195]

18. Juli 2002  –  JAMA 2002;288:334

Frauen: Hormone schaden mehr, als sie nützen

In den USA ist eine große Studie vorzeitig gestoppt worden, die bei gesunden Frauen den Nutzen und Schaden einer Behandlung mit Hormonen nach den Wechseljahren untersucht hatte. Der Nutzen war fraglich, und das Risiko für Brustkrebs, Herzkrankheiten und Hirnschlag hat deutlich zugenommen. [194]

17. Juli 2002  –  JAMA 2002;288:321

Hormone reduzieren Risiko für Herz nicht auf Dauer

Bei Frauen nach den Wechseljahren, die Östrogen und Progesteron nehmen, steigt das Risiko für Herzinfarkt im ersten Jahr, sinkt dann bis zum fünften Jahr und steigt dann wieder. Das Risiko für Venenkrankheiten steigt, für andere Krankheiten ist es unverändert. Der Nutzen der Hormone ist somit fraglich. [181]

4. Juli 2002  –  JAMA 2002;288:49,58

Hormone helfen Frauen nur bei Wallungen

Frauen nach den Wechseljahren reagieren verschieden: Bei Wallungen helfen Hormone gegen Depressionen, aber ohne Wallungen können sie das allgemeine Wohlbefinden sogar beeinträchtigen! [41]

14. Februar 2002  –  JAMA 2002;287:591

Zum Suchwort «wechseljahre» gibt es mehr als 25 Kurznachrichten. Mit einem zusätzlichen Suchwort können Sie die Zahl der Treffer eingrenzen.

Mehr News



 
Suche einschränken:
mehr als ein Suchwort eingeben.
 

Ernährung

Icon

Tagesbedarf an Vitaminen, Flüssigkeitt, Energie, Fett, Salz usw. Bausteine und ihre Wirkungen.

mehr

Fitness

Icon

Kleines Fitness-1x1 für Training und Erholung. Selbsttest: Wie fit sind Sie? Fitnessfaktoren …

mehr

Lebenserwartung

Icon

Wagen Sie einen Blick in Ihre Zukunft – rechnen Sie aus, wie lange Sie etwa noch zu leben haben …

mehr

Mehr von Gesundheit TV

Titelbild

Wie Laktose-Intoleranz entsteht, in welchen Formen sie auftritt und wie der Arzt sie diagnostiziert. Was man beachten muss und wie man Laktose vermeidet.

zur Sendung

Ton: Lautsprechersymbol klicken