Wechseljahre: Archiv

Archiv zu Wechseljahre, 5.11.2007 bis 1.2.2012

Pille gegen Magensäure schwächt Knochen

Medikamente, die im Magen die Bildung von Säure hemmen, können bei Frauen das Risiko für Knochenbrüche am Hüftgelenk um etwa ein Drittel steigern. Das zeigt eine Studie mit achtzigtausend Frauen ab den Wechseljahren. Sie hatten die Medikamente jahrelang genommen. Wie stark Männer von einer schnelleren Osteoporose betroffen sind, ist bisher nicht untersucht worden. Die Medikamente gegen Magensäure, Protonenpumpenhemmer, kenntlich an der Endung -prazol des Präparatnamens, werden meist gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre verschrieben. Sie sind teilweise auch rezeptfrei erhältlich. [3035]

1. Februar 2012  –  Telegraph

Äpfel senken Cholesterin

Täglich 75 Gramm getrocknete Äpfel senken innerhalb eines halben Jahres das «schlechte» LDL-Cholesterin um 23 Prozent. Das «gute» HDL-Cholesterin steigt um vier Prozent. Das zeigt eine Studie an hundertsechzig Frauen in den Wechseljahren. 75 Gramm getrocknete entsprechen etwa zwei bis drei frischen Äpfeln. Ob auch diese das Cholesterin senken, ist zwar plausibel, aber in der Studie nicht untersucht worden. [2846]

13. April 2011  –  Focus

Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz

Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]

2. August 2010  –  Spiegel

Keine Wechseljahre beim Mann

Die angeblichen Wechseljahre des Mannes sind eine Erfindung der Pharmaindustrie. Angeblich sei ein Mangel an Testosteron schuld an vielen Beschwerden, von Erektionsstörungen über Müdigkeit, nachlassende Leistung bis zu Depression. Doch die oft verschriebenen teuren Hormonpräparate nützen nichts, wie eine Studie an über dreitausend Männern in acht europäischen Ländern zeigt: Die Beschwerden alternder Männer haben nichts mit dem Testosteronspiegel zu tun. Nur gerade zwei Prozent der untersuchten Männer haben eine Unterfunktion der Hoden und zu tiefe Hormonwerte. Beschwerden mit Hormonpräparaten zu behandeln, könne sogar gefährlich sein, warnen die Forscher. [2647]

18. Juni 2010  –  Tages-Anzeiger

Stillen schützt vor Brustkrebs

Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]

24. März 2010  –  Ärztezeitung

Macht amerikanischer Ginseng schneller alt?

Frauen nach den Wechseljahren haben in ihrem Blut mehr Substanzen, die auf erhöhte Oxidation hinweisen, wenn sie täglich zwei Kapseln mit einem Präparat aus amerikanischem Ginseng nehmen. Oxidation, zum Beispiel durch freie Radikale, bedeutet für den Körper Stress und äussert sich unter anderem in einem schnelleren Altern. Diese Wirkung des Ginseng ist an 25 Frauen in den USA untersucht worden. Diese Zahl ist zu klein, um endgültige Schlüsse ziehen zu können. Doch Vorsicht könnte sich in diesem Fall lohnen. [2153]

13. November 2009  –  PubMed PMID: 19828907

Sport wenn schwanger, fitter im Alter

Frauen, die auch in der Schwangerschaft weiter sportlich aktiv bleiben, sind in den Wechseljahren fitter und haben ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag als Schwangere, die mit dem Sport aufhören. Dies zeigt eine Studie an 39 Frauen in Vermont.  [1953]

6. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18667190

Stress fördert Hitzewallungen in der Menopause

Wenn Frauen in den Wechseljahren unter Zeitdruck knifflige Aufgaben lösen müssen, neigen sie viel eher zu Hitzewallungen als in vergleichbaren Aufgaben ohne Stress. Auf die Leistung wirken sich die Wallungen jedoch nicht negativ aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an zwölf Frauen in Japan. [1889]

17. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18544887

Dickere Frauen besser dran mit ihren Lungen

Die Lungen von Frauen mit einem Body Mass Index (BMI) von 25 bleiben nach den Wechseljahren stärker als jene von Frauen mit BMI 23 oder darunter. Das zeigt eine Studie an über viertausend Frauen in Norwegen. BMI 25 ist laut WHO die Grenze zum Übergewicht. [1746]

22. November 2007  –  PubMed PMID: 18028993

Alkohol, Hormone und Brustkrebs

Frauen, die täglich Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren - aber nur dann, wenn sie Hormone nehmen. Ohne Hormone erhöht Alkohol das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Frauen in Kopenhagen. [1733]

5. November 2007  –  PubMed PMID: 17966122

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