Gesundheitstelegramm: Verhalten

News zu Verhalten

Sexy Frau weniger interessiert als es scheint

Ein Mann, der eine Frau attraktiv findet, neigt dazu, ihr Interesse an einer Beziehung zu überschätzen. Das haben amerikanische Psychologen beim Auswerten von etwa hundert Speed-Datings mit Studenten herausgefunden. Frauen sollen sich klar und eindeutig verhalten, und Männer sich von ihrer Begeisterung nicht übertölpeln lassen, raten die Psychologen. [3003]

15. Dezember 2011  –  UPI Health News

Demenz: Unruhe und Wut können Schmerz bedeuten

Wenn Demenzkranke sich gegen Pflege sträuben oder durch unruhiges Verhalten auffallen, sind oft Schmerzen der Grund. Das sagt der deutsche Schmerzexperte Norbert Griessinger: Durch Demenz leide auch die Fähigkeit, Schmerzen durch Worte äussern zu können. Verdächtige Zeichen von Schmerz sind deutlich hörbarer Atem, Stöhnen, Grimassen, ängstlicher Gesichtsausdruck, starre Haltung, geballte Fäuste und das Ablehnen von körperlicher Nähe. [2848]

19. April 2011  –  Ärztezeitung

Macht Nachtlicht depressiv?

Nachtruhe im Dämmerlicht bekommt sibirischen Zwerghamstern nicht gut: Nach einigen Wochen zeigen sie ein deutlich depressiveres Verhalten als Artgenossen, die in völliger Dunkelheit schlafen. Schuld daran sei ein Mangel an Melatonin - ein Stoff, den das Gehirn in der Dunkelheit bildet, erklären die Forscher. Menschen scheinen ähnlich zu reagieren. So fördert Fernsehkonsum bis spät in die Nacht die Neigung zu Depression. [2753]

18. November 2010  –  Telegraph

Alzheimer: Frühe Behandlung entscheidend für Erfolg

Bei Alzheimer sind eine frühe Diagnose und Behandlung entscheidend: Der Verlauf der Krankheit lässt sich dann deutlich verlangsamen, und die Patienten leiden seltener an Halluzinationen, Depressionen, Aggressionen und Verhaltensstörungen. Der Aufwand für Betreuung halbiert sich, und früh behandelte Patienten können im Durchschnitt zwei Jahre länger zu Hause bleiben als wenn die Therapie erst im späten Stadium der Krankheit beginnt. [2704]

6. September 2010  –  Ärztezeitung

Autismus-Diagnose durch Hirn-Scanner

Nach einer 15-minütigen Untersuchung des Gehirns im MRI-Scanner und anschliessender Analyse der Daten im Computer lassen sich 90 Prozent aller Fälle von Autismus erkennen. Diese Störung des Verhaltens zeigen bis zu einem Prozent der Bevölkerung. Die Software zur Diagnose ist in Grossbritannien entwickelt worden - durch Anaylse der Hirnstrukturen bei zahlreichen Autisten und gesunden Personen. [2688]

13. August 2010  –  Focus

Verhaltenstherapie hilft gut gegen Depression

Um mehr als 50 Prozent sind die depressiven Symptome zurückgegangen bei einer Mehrheit von 61 Prozent der Patienten, die mit Verhaltenstherapie behandelt worden sind. Diesen Erfolg meldet die Uni Mainz. Dort haben sich in acht Jahren über zweihundert Menschen gegen Depressionen behandeln lassen, im Durchschnitt in 35 Therapiesitzungen. Drei Viertel der Patienten haben die Behandlung bisher nach Plan abgeschlossen. [2619]

28. Mai 2010  –  Ärztezeitung

Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar

Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen. [2498]

25. März 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Werbung verführt Junge zum Rauchen

Je öfter junge Menschen Zigarettenwerbung sehen, desto eher neigen sie zum Rauchen. Das zeigt eine Studie der deutschen Krankenkasse DAK. Sie hatte bei über dreitausend Schülern die Bekanntheit von Tabakwerbung getestet und mit dem Rauchverhalten verglichen. Die Studie widerspricht falschen Behauptungen der Tabakindustrie, wonach Werbung angeblich nur Marktanteile einzelner Marken verschiebe, nicht aber den Einstieg fördere. [2451]

3. März 2010  –  Die Zeit

Bei Epilepsie richtig reagieren

Erleidet ein Epileptiker einen Anfall, ist es am wichtigsten, gefährliche Gegenstände aus dem nahen Umkreis zu entfernen. Falsch ist es, den zuckenden Menschen festzuhalten oder gar zu versuchen, ihm etwas in den Mund zu schieben. Einen Arzt zu rufen ist nur bei länger anhaltenden Krämpfen (Status epilepticus) nötig. Beliebte Arztserien wie «Grey's Anatomy», «Dr. House» oder «Emergency Room» zeigen oft das falsche Verhalten, wie amerikanische Neurologen kritisieren. [2419]

17. Februar 2010  –  Ärztezeitung

Nur schwerste Depressionen bessern durch Medikamente

Der überwiegenden Mehrheit von Menschen, die wegen Depression einen Psychiater aufsuchen, können Antidepressiva nicht helfen. Zu diesem deprimierenden Schluss kommt eine Auswertung von sechs klinischen Studien mit insgesamt über siebenhundert Patienten. Bei mässigen bis starken Depressionen wirken die Mittel nicht oder kaum besser als Placebo. Bei leichten Depressionen sind sie erst recht nicht angezeigt, da der mögliche Schaden durch Nebenwirkungen grösser ist als der mögliche Nutzen. Bessere Chancen bieten in solchen Fällen Entspannungstechniken und eine Änderung der Einstellung durch kognitive Verhaltenstherapie. [2268]

7. Januar 2010  –  Ärzteblatt

Meditation halbiert Depression

Eine Behandlung mit Meditation, kognitiver Verhaltenstherapie und Yoga, speziell für Depressive entwickelt, kann die Zahl und Dauer künftiger depressiver Phasen um die Hälfte senken. Zu diesem Schluss kommt die britische Mental Health Foundation. Die Vereinigung beklagt, das Angebot für diese Behandlung sei zu gering, obwohl sie besser wirke als Antidepressiva. Sie zielt darauf ab, die Patienten einerseits zu entspannen, Stress abzubauen und sie andererseits zu ermuntern, ihre eigenen Gefühle und Gedanken besser zu akzeptieren. [2258]

5. Januar 2010  –  BBC

Alkohol: Wann ist es Genuss, wann Sucht?

Ob Alkohol zum Problem wird, hängt neben der Menge vor allem davon ab, aus welchen Gründen man trinkt. Genusstrinker greifen zum Glas, weil sie das Getränk gern riechen und schmecken - nicht weil sie damit ihre Stimmung oder gar ihr Verhalten ändern wollen. Der Übergang zur Sucht ist fliessend. Problematisch wird das Trinken aus den folgenden Gründen: Ärger herunterspülen, Schüchternheit überwinden, Stress abbauen, Langeweile überbrücken, Trauer erträglicher machen. Die Gefahr, in Sucht abzugleiten, ist besonders hoch bei Übergängen und Brüchen im Leben: Erwachsen werden, Berufseinstieg, Pensionierung, Kinder bekommen, Trennung, Scheidung, Tod von Angehörigen. [2158]

30. November 2009  –  Beobachter

Auch zu tiefes Cholesterin kann schaden

Zu hohe Werte von Cholesterin im Blut gelten als Risiko für Herz und Kreislauf. Doch zu tiefe Werte steigern auf der anderen Seite das Risiko für Selbstmord, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depression und Demenz. Dies ist in zahlreichen Studien bestätigt worden. Es lässt sich dadurch erklären, dass Cholesterin ein wichtiger Stoff für das Hirn ist. Um etwas Gutes für das Herz zu tun, ist viel Bewegung wahrscheinlich wichtiger als den Cholesterinspiegel zu senken. [2058]

10. März 2009  –  PubMed PMID: 19263395

Süchtig nach Junkfood

Neben Tabak, Alkohol, legalen und und illegalen Drogen haben jetzt Mediziner aus Houston, Texas, einen weiteren Suchtstoff identifiziert: industriell produzierte Lebensmitel mit einem hohen Gehalt an Zucker, Salz und Fett. Denn in Umfragen bei starken Konsumenten dieser Lebensmittel zeigen sich offenbar Verhaltensmuster, die auch für den Konsum von Suchtdrogen typisch sind. Die Mediziner schlagen deshalb vor, Junkfood in die Liste der Suchtmittel aufzunehmen. [2048]

24. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19223127

Mit virtueller Realität psychische Probleme überwinden

Um krankhafte Ängste zu überwinden, hat es sich oft als nützlich erwiesen, Patienten in jene Situationen zu bringen, die Angst auslösen. In einer solchen Verhaltenstherapie erleben dann, dass die Situation gar nicht gefährlich und die Angst somit unbegründet ist. Zu diesem Zweck eignen sich nicht nur wirkliche Situationen, sondern auch virtuelle am Bildschirm. Dank dem Computer ist es möglich, exakt auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt zu erzeugen. Eine Reihe von Studien zeigt, dass sich so mit einem geringeren Aufwand ebenso gute Ergebnisse erzielen lassen wie mit klassischer Verhaltenstherapie. [2017]

12. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19117268

Demente äussern weniger Schmerz

Personen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden, äussern deutlich seltener Schmerz als Personen mit intakten geistigen Fähigkeiten. In ihrem Verhalten ist dagegen kein solcher Unterschied festzustellen: Die typischen, Schmerz anzeigenden Bewegungen und Reflexe sind bei dementen und nicht dementen Personen in gleichem Masse vorhanden. Eine genaue Beobachtung ist deshalb wichtig.  [2001]

11. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19054191

Süchtig nach Sport

Vierzig Prozent der Kunden von Fitness-Studios sind sportsüchtig. Das hat eine Erhebung in Paris an den Tag gebracht. Sportsucht führt, ähnlich wie andere Süchte, zu Entzugserscheinungen. Sportsüchtige rauchen weniger als andere, trinken etwa gleichviel Alkohol, neigen aber deutlich mehr zu Kaufsucht und zu gestörtem Essverhalten. [1895]

25. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18555055

Depression: Frauen suchen Hilfe, Männer sterben

Depression komme bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern, sagt die Statistik. Nun kommen österreichische Psychiater zum Schluss, dies liege bloss daran, dass Frauen eher als Männer Hilfe suchen. Bei Männern ist nämlich Selbstmord deutlich häufiger als Frauen. Auch neigen Männer eher als Frauen dazu, das Leiden durch Sucht- und riskantes Verhalten zu überspielen. [1842]

10. April 2008  –  PubMed PMID: 18381057

Schlecht ernährt, Alzheimer beschleunigt

Bei ersten Anzeichen von Alzheimer ist es wichtig, unter anderem auch gut auf die Ernährung zu achten, denn schlechte Ernährung und ein schnelles Fortschreiten der Krankheit gehen Hand in Hand. Zum einen beeinträchtigt der geistige Abbau das Essverhalten. Doch umgekehrt dürfte eine schlechte Versorgung mit Nährstoffen auch den Zerfall des Hirns beschleunigen. [1823]

13. März 2008  –  PubMed PMID: 18317249

Geistig fit und gut genährt im Alter

Zwischen guter geistiger Fitness und guter Ernährung hat eine Studie bei koreanischen Senioren einen Zusammenhang gefunden. Sie lässt sich damit erklären, dass Demenz das Essverhalten negativ beeinflusst, aber umgekehrt kann auch das Hirn unter einer schlechten Ernährung leiden.
 [1785]

21. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18160145

Im Winter geboren, mehr Lust auf Risiko

Männer, die in Winter geboren worden sind, zeigen eher als andere ein Verhalten, das den Nervenkitzel sucht. Zu diesem Schluss kommt ein psychologischer Test an etwa zweihundert Personen in den USA. [1745]

21. November 2007  –  PubMed PMID: 18030347

Zuerst Essstörung, später Depression

Mädchen mit gestörtem Verhalten beim Essen, Anorexie oder Bulimie, sind oft auch depressiv. Essstörungen treten dabei meistens zuerst auf, und Depressionen sind eine typische spätere Folge. Das zeigt eine Studie an über siebenhundert amerikanischen Mädchen zwischen elf und siebzehn Jahren. [1744]

20. November 2007  –  PubMed PMID: 18008327

Aktive Kinder kommen mit Asthma besser klar

Eltern tun gut daran, ihr asthmatisches Kind zu einem aktiven Leben zu ermuntern und ihm beizubringen, wie es sich bei einem Anfall von Asthma zu verhalten hat. Solche Kinder leiden viel weniger unter ihrer Krankheit als die Kinder von Eltern, die alles meiden möchten, was eventuell einen Anfall auslösen könnte. Das zeigt eine Umfrage bei über achtzig Eltern und ihren Kindern im US-Bundesstaat Georgia. [1684]

28. August 2007  –  PubMed PMID: 17717005

Rauch beeinträchtigt Verhalten des Fetus

Schon im Alter von weniger als 37 Wochen schlägt das Herz des Fetus schneller, wenn es die Stimme seiner Mutter hört. Falls aber die schwangere Frau raucht, setzt dieses Verhalten erst mehrere Wochen später ein. Das zeigt eine Studie an über dreissig Schwangeren in Kanada. Die Reaktion des Fetus lässt vermuten, dass die ersten Schritte zum Erlernen der Sprache schon im Mutterleib beginnen. [1681]

23. August 2007  –  PubMed PMID: 17683752

Wer sich zu dick fühlt bewegt sich weniger

Schlimmer als das tatsächliche Gewicht wirkt sich das Gefühl, zu dick zu sein, negativ auf das Verhalten aus. So zeigt eine Studie an über sechzehntausend Australiern, dass sich Männer mit einem Body Mass Index (BMI) von über 25 in ihrer Freizeit genauso viel Sport treiben wie jene mit einem BMI unter 25. Deutlich träger sind dagegen jene, die sich zu dick finden - egal wie dick sie tatsächlich sind. Vor diesem Hintergrund scheinen all die Kampagnen gegen das Übergewicht, wie sie weltweit seit einigen Jahren in Mode gekommen sind, wenig sinnvoll zu sein. [1677]

17. August 2007  –  PubMed PMID: 17684508

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