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Gesundheitstelegramm | Verhalten

Verhaltenstherapie hilft gut gegen Depression
28. Mai 2010 - Um mehr als 50 Prozent sind die depressiven Symptome zurückgegangen bei einer Mehrheit von 61 Prozent der Patienten, die mit Verhaltenstherapie behandelt worden sind. Diesen Erfolg meldet die Uni Mainz. Dort haben sich in acht Jahren über zweihundert Menschen gegen Depressionen behandeln lassen, im Durchschnitt in 35 Therapiesitzungen. Drei Viertel der Patienten haben die Behandlung bisher nach Plan abgeschlossen.  [2619]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar
25. März 2010 - Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen.  [2498]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Werbung verführt Junge zum Rauchen
03. März 2010 - Je öfter junge Menschen Zigarettenwerbung sehen, desto eher neigen sie zum Rauchen. Das zeigt eine Studie der deutschen Krankenkasse DAK. Sie hatte bei über dreitausend Schülern die Bekanntheit von Tabakwerbung getestet und mit dem Rauchverhalten verglichen. Die Studie widerspricht falschen Behauptungen der Tabakindustrie, wonach Werbung angeblich nur Marktanteile einzelner Marken verschiebe, nicht aber den Einstieg fördere.  [2451]
Quelle: Die Zeit  
 
Bei Epilepsie richtig reagieren
17. Februar 2010 - Erleidet ein Epileptiker einen Anfall, ist es am wichtigsten, gefährliche Gegenstände aus dem nahen Umkreis zu entfernen. Falsch ist es, den zuckenden Menschen festzuhalten oder gar zu versuchen, ihm etwas in den Mund zu schieben. Einen Arzt zu rufen ist nur bei länger anhaltenden Krämpfen (Status epilepticus) nötig. Beliebte Arztserien wie «Grey's Anatomy», «Dr. House» oder «Emergency Room» zeigen oft das falsche Verhalten, wie amerikanische Neurologen kritisieren.  [2419]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Nur schwerste Depressionen bessern durch Medikamente
07. Januar 2010 - Der überwiegenden Mehrheit von Menschen, die wegen Depression einen Psychiater aufsuchen, können Antidepressiva nicht helfen. Zu diesem deprimierenden Schluss kommt eine Auswertung von sechs klinischen Studien mit insgesamt über siebenhundert Patienten. Bei mässigen bis starken Depressionen wirken die Mittel nicht oder kaum besser als Placebo. Bei leichten Depressionen sind sie erst recht nicht angezeigt, da der mögliche Schaden durch Nebenwirkungen grösser ist als der mögliche Nutzen. Bessere Chancen bieten in solchen Fällen Entspannungstechniken und eine Änderung der Einstellung durch kognitive Verhaltenstherapie.  [2268]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Meditation halbiert Depression
05. Januar 2010 - Eine Behandlung mit Meditation, kognitiver Verhaltenstherapie und Yoga, speziell für Depressive entwickelt, kann die Zahl und Dauer künftiger depressiver Phasen um die Hälfte senken. Zu diesem Schluss kommt die britische Mental Health Foundation. Die Vereinigung beklagt, das Angebot für diese Behandlung sei zu gering, obwohl sie besser wirke als Antidepressiva. Sie zielt darauf ab, die Patienten einerseits zu entspannen, Stress abzubauen und sie andererseits zu ermuntern, ihre eigenen Gefühle und Gedanken besser zu akzeptieren.  [2258]
Quelle: BBC  
 
Alkohol: Wann ist es Genuss, wann Sucht?
30. November 2009 - Ob Alkohol zum Problem wird, hängt neben der Menge vor allem davon ab, aus welchen Gründen man trinkt. Genusstrinker greifen zum Glas, weil sie das Getränk gern riechen und schmecken - nicht weil sie damit ihre Stimmung oder gar ihr Verhalten ändern wollen. Der Übergang zur Sucht ist fliessend. Problematisch wird das Trinken aus den folgenden Gründen: Ärger herunterspülen, Schüchternheit überwinden, Stress abbauen, Langeweile überbrücken, Trauer erträglicher machen. Die Gefahr, in Sucht abzugleiten, ist besonders hoch bei Übergängen und Brüchen im Leben: Erwachsen werden, Berufseinstieg, Pensionierung, Kinder bekommen, Trennung, Scheidung, Tod von Angehörigen.  [2158]
Quelle: Beobachter  
 
Auch zu tiefes Cholesterin kann schaden
10. März 2009 - Zu hohe Werte von Cholesterin im Blut gelten als Risiko für Herz und Kreislauf. Doch zu tiefe Werte steigern auf der anderen Seite das Risiko für Selbstmord, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depression und Demenz. Dies ist in zahlreichen Studien bestätigt worden. Es lässt sich dadurch erklären, dass Cholesterin ein wichtiger Stoff für das Hirn ist. Um etwas Gutes für das Herz zu tun, ist viel Bewegung wahrscheinlich wichtiger als den Cholesterinspiegel zu senken.  [2058]
Quelle: PubMed  PMID: 19263395
 
Süchtig nach Junkfood
24. Februar 2009 - Neben Tabak, Alkohol, legalen und und illegalen Drogen haben jetzt Mediziner aus Houston, Texas, einen weiteren Suchtstoff identifiziert: industriell produzierte Lebensmitel mit einem hohen Gehalt an Zucker, Salz und Fett. Denn in Umfragen bei starken Konsumenten dieser Lebensmittel zeigen sich offenbar Verhaltensmuster, die auch für den Konsum von Suchtdrogen typisch sind. Die Mediziner schlagen deshalb vor, Junkfood in die Liste der Suchtmittel aufzunehmen.  [2048]
Quelle: PubMed  PMID: 19223127
 
Mit virtueller Realität psychische Probleme überwinden
12. Januar 2009 - Um krankhafte Ängste zu überwinden, hat es sich oft als nützlich erwiesen, Patienten in jene Situationen zu bringen, die Angst auslösen. In einer solchen Verhaltenstherapie erleben dann, dass die Situation gar nicht gefährlich und die Angst somit unbegründet ist. Zu diesem Zweck eignen sich nicht nur wirkliche Situationen, sondern auch virtuelle am Bildschirm. Dank dem Computer ist es möglich, exakt auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt zu erzeugen. Eine Reihe von Studien zeigt, dass sich so mit einem geringeren Aufwand ebenso gute Ergebnisse erzielen lassen wie mit klassischer Verhaltenstherapie.  [2017]
Quelle: PubMed  PMID: 19117268
 
Demente äussern weniger Schmerz
11. Dezember 2008 - Personen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden, äussern deutlich seltener Schmerz als Personen mit intakten geistigen Fähigkeiten. In ihrem Verhalten ist dagegen kein solcher Unterschied festzustellen: Die typischen, Schmerz anzeigenden Bewegungen und Reflexe sind bei dementen und nicht dementen Personen in gleichem Masse vorhanden. Eine genaue Beobachtung ist deshalb wichtig.  [2001]
Quelle: PubMed  PMID: 19054191
 
Süchtig nach Sport
25. Juni 2008 - Vierzig Prozent der Kunden von Fitness-Studios sind sportsüchtig. Das hat eine Erhebung in Paris an den Tag gebracht. Sportsucht führt, ähnlich wie andere Süchte, zu Entzugserscheinungen. Sportsüchtige rauchen weniger als andere, trinken etwa gleichviel Alkohol, neigen aber deutlich mehr zu Kaufsucht und zu gestörtem Essverhalten.  [1895]
Quelle: PubMed  PMID: 18555055
 
Depression: Frauen suchen Hilfe, Männer sterben
10. April 2008 - Depression komme bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern, sagt die Statistik. Nun kommen österreichische Psychiater zum Schluss, dies liege bloss daran, dass Frauen eher als Männer Hilfe suchen. Bei Männern ist nämlich Selbstmord deutlich häufiger als Frauen. Auch neigen Männer eher als Frauen dazu, das Leiden durch Sucht- und riskantes Verhalten zu überspielen.  [1842]
Quelle: PubMed  PMID: 18381057
 
Schlecht ernährt, Alzheimer beschleunigt
13. März 2008 - Bei ersten Anzeichen von Alzheimer ist es wichtig, unter anderem auch gut auf die Ernährung zu achten, denn schlechte Ernährung und ein schnelles Fortschreiten der Krankheit gehen Hand in Hand. Zum einen beeinträchtigt der geistige Abbau das Essverhalten. Doch umgekehrt dürfte eine schlechte Versorgung mit Nährstoffen auch den Zerfall des Hirns beschleunigen.  [1823]
Quelle: PubMed  PMID: 18317249
 
Geistig fit und gut genährt im Alter
21. Januar 2008 - Zwischen guter geistiger Fitness und guter Ernährung hat eine Studie bei koreanischen Senioren einen Zusammenhang gefunden. Sie lässt sich damit erklären, dass Demenz das Essverhalten negativ beeinflusst, aber umgekehrt kann auch das Hirn unter einer schlechten Ernährung leiden.
 [1785]
Quelle: PubMed  PMID: 18160145
 
Im Winter geboren, mehr Lust auf Risiko
21. November 2007 - Männer, die in Winter geboren worden sind, zeigen eher als andere ein Verhalten, das den Nervenkitzel sucht. Zu diesem Schluss kommt ein psychologischer Test an etwa zweihundert Personen in den USA.  [1745]
Quelle: PubMed  PMID: 18030347
 
Zuerst Essstörung, später Depression
20. November 2007 - Mädchen mit gestörtem Verhalten beim Essen, Anorexie oder Bulimie, sind oft auch depressiv. Essstörungen treten dabei meistens zuerst auf, und Depressionen sind eine typische spätere Folge. Das zeigt eine Studie an über siebenhundert amerikanischen Mädchen zwischen elf und siebzehn Jahren.  [1744]
Quelle: PubMed  PMID: 18008327
 
Aktive Kinder kommen mit Asthma besser klar
28. August 2007 - Eltern tun gut daran, ihr asthmatisches Kind zu einem aktiven Leben zu ermuntern und ihm beizubringen, wie es sich bei einem Anfall von Asthma zu verhalten hat. Solche Kinder leiden viel weniger unter ihrer Krankheit als die Kinder von Eltern, die alles meiden möchten, was eventuell einen Anfall auslösen könnte. Das zeigt eine Umfrage bei über achtzig Eltern und ihren Kindern im US-Bundesstaat Georgia.  [1684]
Quelle: PubMed  PMID: 17717005
 
Rauch beeinträchtigt Verhalten des Fetus
23. August 2007 - Schon im Alter von weniger als 37 Wochen schlägt das Herz des Fetus schneller, wenn es die Stimme seiner Mutter hört. Falls aber die schwangere Frau raucht, setzt dieses Verhalten erst mehrere Wochen später ein. Das zeigt eine Studie an über dreissig Schwangeren in Kanada. Die Reaktion des Fetus lässt vermuten, dass die ersten Schritte zum Erlernen der Sprache schon im Mutterleib beginnen.  [1681]
Quelle: PubMed  PMID: 17683752
 
Wer sich zu dick fühlt bewegt sich weniger
17. August 2007 - Schlimmer als das tatsächliche Gewicht wirkt sich das Gefühl, zu dick zu sein, negativ auf das Verhalten aus. So zeigt eine Studie an über sechzehntausend Australiern, dass sich Männer mit einem Body Mass Index (BMI) von über 25 in ihrer Freizeit genauso viel Sport treiben wie jene mit einem BMI unter 25. Deutlich träger sind dagegen jene, die sich zu dick finden - egal wie dick sie tatsächlich sind. Vor diesem Hintergrund scheinen all die Kampagnen gegen das Übergewicht, wie sie weltweit seit einigen Jahren in Mode gekommen sind, wenig sinnvoll zu sein.  [1677]
Quelle: PubMed  PMID: 17684508
 
Was das Kind nicht isst, liegt in den Genen
14. August 2007 - Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Dieses Verhalten, eine Abneigung gegen alle neuen Speisen, ist nicht bei allen Menschen gleich stark ausgebildet: Laut einer Studie an über fünftausend Zwillingspaaren in London wird es zu rund drei Vierteln von den Genen bestimmt.  [1674]
Quelle: PubMed  PMID: 17684215
 
Gefährliche Superman-Kostüme
03. April 2007 - Kinder, die sich als Superman, Spiderman, Batman oder andere Helden verkleiden, leben gefährlich. Britische Ärzte schlagen Alarm, nachdem sie fünf Kinder mit schweren Verletzungen haben behandeln müssen: Die Kostüme verleiten offenbar zu extrem riskantem Verhalten, wenn sich die Kinder zu sehr in ihre Rolle einleben.  [1580]
Quelle: Arch Dis Childhood  2007;92:242
 
So schreien Babys weniger
06. Juli 2006 - Babys sollte man nie lange allein schreien lassen. Etwa in der Hälfte aller Fälle hilft es, wenn man sie zu sich nimmt und tröstet. Schreit das Baby trotzdem weiter, ist es nicht ein Fehler der Eltern. Ursache ist meist eine Kolik, und diese kommt leider bei allen Babys vor, unabhängig vom Verhalten der Eltern.  [1364]
Quelle: Pediatrics  2006;117:e1146
 
Verhalten ändern und besser schlafen
01. Juli 2006 - Sich entspannen, zu starke Reize ausschalten und seine Gedanken optimal auf den Schlaf fokussieren - ein solches Programm im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie wirkt besser gegen Schlaflosigkeit als ein Schlafmittel. Dies zeigt ein Doppelblindversuch an 46 Patienten in Norwegen.  [1359]
Quelle: JAMA  2006;295:2851
 
Aids: Behandlung fördert Safer Sex
03. Januar 2006 - Männer in Uganda, die mit Anti-Retrovirus-Therapie (ART) gegen Aids behandelt werden, verhalten sich danach beim Sex deutlich sicherer als vor der Behandlung. Dieser Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass die Behandlung mit Information und Beratung gekoppelt ist.  [1210]
Quelle: Heart  2006;20:85
 
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