Verdauung: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Verdauung, 3.12.2004 bis 19.1.2009

Würmer beugen Asthma vor

Überall dort, wo sich oft parasitische Würmer im Verdauungstrakt der Menschen breit machen, sind Asthma und andere allergische Krankheiten selten. Auf Grund von mehreren Studien vermutet man, dass die Abwehr gegen Würmer bestimmte Zellen des Immunsystems so trainiert, dass diese weniger empfindlich auf ungefährliche Reize wie etwa Pollen oder Milbenkot reagieren. Seit einigen Jahren macht man sich diese Wirkung bei der Wurmtherapie gegen Allergien zu Nutze, indem man die Patienten gezielt mit schwachen, ungefährlichen Würmern oder Wurmeiern infiziert. [2022]

19. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19128351

Passivrauchen fördert Durchfall bei Baby

Wenn Mütter rauchen, setzt dies ihre Babys vielen Gefahren für die Gesundheit aus. Besonders stark betroffen sind natürlich die Atemwege. Doch das Passivrauchen kann auch die Verdauung angreifen, wie eine türkische Studie an über zweihundert Säuglingen und Kleinkindern zeigt: Das Risiko für Durchfall steigt um mehr als das Doppelte an. [1946]

25. September 2008  –  PubMed PMID: 18661811

Gesunde Zähne, weniger Krebs

Gesunde Zähne senken das Risiko für Krebs, vor allem im Mund und im Verdauungstrakt, im Pankreas und in den Lungen. Als Ursache hat man vor allem das Rauchen vermutet, das sowohl Krebs fördert als auch die Zähne schädigt. Doch neue Studien zeigen, dass das Rauchen allein den Zusammenhang nicht erklären kann. Auch die Entzündungen der kranken Zähne könnten eine wichtige Rolle spielen. [1872]

23. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18478344

Lösliche Fasern verbessern Cholesterinwerte

Pektin, Guar, Psyllium und Beta-Glukan sind in Wasser lösliche, aber unverdauliche Bestandteile der Nahrung. Sie binden Gallensäuren und fördern so die Verdauung. Das regt die Leber an, mehr Gallensäure zu bilden. Als Baustein dient vor allem das LDL-Cholesterin. Die sinnvolle Verwendung dieses Cholesterins verhindert, dass es sich an den Wänden der Arterien ablagern und so Herz und Kreislauf gefährden kann. [1816]

4. März 2008  –  PubMed PMID: 18302966

Warum Hafer gesund ist

Hafer und Haferkleie sind besonders reich an der löslichen Faser Beta-Glukan. Diese regelt die Verdauung, gleicht Schwankungen des Blutzuckers aus, senkt den Spiegel des ungesunden LDL-Cholesterins und aktiviert die Funktion der Galle. Hafer enthält zudem zahlreiche wichtige Vitamine, Mineralien, Fette und Einweisse. [1815]

3. März 2008  –  PubMed PMID: 18301937

Bifidus mit der Muttermilch

Muttermilch enthält vier Arten von Bifidus-Bakterien, die für eine gesunde Darmflora des Menschen wichtig sind. Babys, die mit der Brust gestillt werden, haben deshalb deutlich weniger Probleme mit der Verdauung als Flaschenkinder. [1645]

3. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17596738

Lebensqualität beeinflusst Verdauung

Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, leiden zwei- bis dreimal seltener an Magen- und Darmbeschwerden als Personen mit einer schlechten Lebensqualität. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Personen in Leeds. [1578]

1. April 2007  –  Gut 2007;56:321

Reizdarm: Ursache im Hirn suchen

Neuerdings suchen Forscher die Ursache von Verdauungsstörungen wie Reizdarm nicht mehr nur im Unterleib. Sie untersuchen den Kopf des Patienten mit dem Tomografen und fahnden nach Strukturen, die auf Stress und andere psychische Probleme hinweisen. Diese könnte man dann mit Medikamenten behandeln oder psychologisch angehen. [1061]

8. Juni 2005  –  Gut 2005;54:569

Baby: Getreidebrei erst ab dem vierten Monat

Wer seinem Baby schon in den ersten drei Monaten des Lebens Weizen, Gerste oder Roggen gibt, macht es anfällig auf Allergie gegen Gluten (Kleber) mit ernsten Problemen der Verdauung (Zöliakie). Ideal ist der erste Brei zwischen dem vierten und dem sechsten Monat. Bei einem späteren Erstkontakt steigt das Risiko wieder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Babys in Denver. [1049]

23. Mai 2005  –  JAMA 2005;293:2343

Crohn: Fischöl und Antioxidantien könnten helfen

Die Crohn-Krankheit, eine Entzündung des Darmes, schadet auch außerhalb der Verdauung. Unter anderem schwächt sie die Knochen. Fischöl und die Vitamine A, C und E können dem entgegenwirken. Das hat eine Studie an 31 Patienten gezeigt, bei denen sich die Blutwerte günstig entwickelt haben. [928]

3. Dezember 2004  –  Am J Clin Nutrition 2004;80:1137

Aktueller    1   2   3    Früher

Mehr



 
29 Kurznachrichten

 

Ähnlich

Alle Themen

Meistgelesen

Ernährung

Icon

Tagesbedarf an Vitaminen, Flüssigkeitt, Energie, Fett, Salz usw. Bausteine und ihre Wirkungen.

mehr

Diäten

Icon

Sechs Kategorien: Welche zum Abnehmen taugen und welche nicht. Tipps gegen den Jojo-Effekt.

mehr

Laktoseintoleranz

Icon

Ursachen, 5 Warnsignale, einfacher 3-Phasen-Test. Was Sie essen dürfen und was besser nicht.

mehr

Zöliakie

Icon

Warnsignale, Ursachen und Wirkungen der Allergie. Mit dem richtigen Essen gesund bleiben.

mehr

Kalorienrechner

Icon

Berechnen Sie Ihren Tagesbedarf, messen Sie Ihre Kalorienzufuhr und kontrollieren Sie Ihre Energiebilanz!

mehr