Umwelt: Archiv

Archiv zu Umwelt, 19.7.2010 bis 5.4.2012

Gen-Analyse kann Krebs nicht vorhersagen

Immer mehr Menschen lassen sich ihr Genom analysieren und hoffen dann, aus den gelieferten Daten die Risiken für verschiedene Krankheiten erfahren zu können. Bei vielen Krebsarten, obwohl in der Analyse aufgelistet, versagt die Methode allerdings: Der grösste Teil des Risikos komme nicht aus den Genen, sondern aus der Umwelt, sagen amerikanische Gen- und Krebsforscher. [3081]

5. April 2012  –  Ärzteblatt

Sport aktiviert auch die Gene

Muskeln sind wichtig für die Bewegung und auch für den Stoffwechsel. Sie enthalten zahlreiche Gene, die aber bei Bewegungsmangel «einrosten». Schon nach einem einzigen Training beginnen sie wieder zu arbeiten, allerdings nur für kurze Zeit. Das zeigt ein Experiment mit vierzehn Personen in Stockholm. Dass die Gene so schnell auf Umwelteinflüsse reagieren, hatten die Forscher nicht erwartet. So schnell die positive Wirkung des Sports, so kurzfristig ist sie allerdings. Dies bestätigt eine alte Regel: Mässig, aber regelmässig ist am besten. [3060]

7. März 2012  –  Welt

Mehr Asthma wegen Elektrosmog?

Wenn schwangere Frauen elektromagnetischen Feldern - Strahlung von Haushaltgeräten - ausgesetzt sind, steigt das Risiko für Asthma bei ihren Kindern. Das zeigt eine Studie an 130 Kindern in den USA. Doch die meisten Forscher zweifeln daran, dass «Elektrosmog» als Ursache in Frage kommt. Viel eher steigt mit der Zahl von Elektrogeräten im Haushalt auch die Belastung der Luft mit Staub und Umweltchemikalien. [2916]

4. August 2011  –  Ärzteblatt

Wie lange bleibt radioaktive Strahlung gefährlich?

In den ersten vier Tagen nach dem Atomunfall sind aus dem Reaktor von Fukushima im Vergleich zur Gesamtmenge aus Tschernobyl etwa halb so viel radioaktives Cäsium und etwa ein Fünftel so viel radioaktives Jod in die Umwelt gelangt. Jod zerfällt schnell: Bei einer Halbwertszeit von wenigen Tagen ist es nach drei Monaten vollständig abgebaut. Cäsium hingegen hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Es gelangt über die Nahrung (z.B. Blattgemüse, Milch) in den Organismus. Besonders gefährlich ist Strontium, das an Stelle von Kalzium in die Knochen eingebaut wird. [2832]

23. März 2011  –  NZZ

Strahlung: Wie hoch das Krebsrisiko steigt

Durchschnittlich erkranken 40 von 100 Menschen im Lauf ihres Lebens an Krebs. Nach einer Strahlendosis von 100 Millisievert steigt diese Zahl um eine Person auf 41, schätzt Albrecht Kellerer von der deutschen Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung. 100 Millisievert ist die Dosis, die ein Mensch normalerweise aus natürlichen Quellen und Röntgenaufnahmen in 25 Jahren aufnimmt – oder der ein Arbeiter auf dem Katastrophengelände von Fukushima zeitweise innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausgesetzt war. [2828]

17. März 2011  –  FAZ

Reine Luft rettet Leben

Der Clean Air Act, das amerikanische Gesetz zum Schutz der Luft gegen Schadstoffe, verhindert pro Jahr 160'000 vorzeitige Todesfälle, 130'000 Herzinfarkte, 1,7 Millionen Asthmaanfälle und 3,2 Millionen Tage Schulabsenzen. Diese Bilanz zieht die amerikanische Umweltbehörde EPA. Sie warnt davor, die Umweltauflagen aus wirtschaftlichen Überlegungen zu lockern. [2823]

8. März 2011  –  UPI Health News

Stress schadet dem Hirn

Stehen Nervenzellen im Gehirn unter Stress, brauchen sie ein bestimmtes Eiweiss auf, das die Zellen vor Stress schützt. Ist der Schutzstoff aufgebraucht, beginnt die Zerstörung der Hirnzellen. Diesen Mechanismus haben japanische Forscher entdeckt. Er zeigt möglicherweise eine Ursache von Alzheimer und anderen nervenzerstörenden Krankheiten auf. Auf der Ebene der Zellen bedeutet Stress nicht nur psychische Spannungen, sondern auch Belastung durch Schadstoffe in der Umwelt. [2771]

14. Dezember 2010  –  Ärzteblatt

Auch Tiere werden immer dicker

Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde, Katzen, Mäuse, Affen und Ratten sind in den letzten Jahrzehnten im Durchschnitt immer dicker geworden. Das zeigt eine Studie der Universität von Alabama. Die Forscher hatten Daten von über zwanzigtausend Tieren aus 24 Populationen mit acht verschiedenen Arten von Säugetieren ausgewertet - darunter auch freilebende. Für die Gewichtszunahme gibt es noch keine Erklärung. Mögliche Ursachen sind unter anderem Infektionen mit Viren, Schadstoffe in der Umwelt, Lichtverschmutzung, zunehmender Stress und der Klimawandel. [2760]

29. November 2010  –  Berliner Zeitung

Alte Ägypter hatten kaum Krebs

Krebsspezialisten der Universität Manchester in England haben zahlreiche altägyptische Mumien mit modernsten Scannern untersucht und dabei nur sehr selten Krebsknoten gefunden. Wenn sie welche fanden, dann waren sie durch die Konservierung sogar noch besser erhalten geblieben als das gesunde Gewebe. Daraus schliessen die Forscher, dass Krebs erst durch die moderne Industriegesellschaft entstanden sei. Sie vermuten vor allem Umweltverschmutzung und veränderte Nahrungsmittel als Ursachen. [2737]

21. Oktober 2010  –  Medical News Today

Warum Homöopathie ein so gutes Geschäft ist

Hunderte von Millionen Euro Umsatz pro Jahr machen Hersteller von homöopathischen Präparaten allein in Europa - obwohl die stark verdünnten Mittel nachweislich keinen Wirkstoff enthalten und keine einzige Studie eine Wirkung belegen kann, die besser ist als ein Placebo. Eine Theorie britischer und amerikanischer Psychologen versucht jetzt zu erklären, wie dieser Erfolg zustande gekommen sein kann, ebenso wie der weit verbreitete Glaube an Übernatürliches (Psi, Esoterik, Religion): Der Urmensch konnte in einer chaotischen und gefährlichen Umwelt am besten überleben, wenn er zwischen gleichzeitigen Vorgängen blitzschnell einen Zusammenhang oder eine gemeinsame Ursache vermutet hat - etwa einen Löwen hinter einer plötzlichen Bewegung von Steppengras. Das uralte Überlebensprogramm hat zur Entstehung von Hirnstrukturen geführt, die heute noch funktionieren und das Denken der Menschen mitbestimmen: Fast reflexartig nehmen sie zwischen einem vorausgehenden und einem nachfolgenden Ereignis einen Zusammenhang an - etwa zwischen der Futterbox-Wahl des Kraken Paul und dem Ausgang von Fussballspielen. [2668]

19. Juli 2010  –  Spiegel

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