Gesundheitstelegramm: Tv

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Männer anfälliger für Diabetes

Je mehr Fett ein Mensch ansetzt, desto eher neigt er zu Diabetes vom Typ 2. Bei Männern ist das stärker ausgeprägt als bei Frauen: Schon bei einem um 2 Punkte niedrigeren Body Mass Index haben sie das gleiche Diabetes-Risiko wie Frauen. Das zeigt eine schottische Studie mit über neunzigtausend Personen. Entscheidend ist die aus genetischen Gründen gesündere Fettverteilung bei Frauen. [2959]

13. Oktober 2011  –  BBC

Auch Tiere werden immer dicker

Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde, Katzen, Mäuse, Affen und Ratten sind in den letzten Jahrzehnten im Durchschnitt immer dicker geworden. Das zeigt eine Studie der Universität von Alabama. Die Forscher hatten Daten von über zwanzigtausend Tieren aus 24 Populationen mit acht verschiedenen Arten von Säugetieren ausgewertet - darunter auch freilebende. Für die Gewichtszunahme gibt es noch keine Erklärung. Mögliche Ursachen sind unter anderem Infektionen mit Viren, Schadstoffe in der Umwelt, Lichtverschmutzung, zunehmender Stress und der Klimawandel. [2760]

29. November 2010  –  Berliner Zeitung

Alte Ägypter hatten kaum Krebs

Krebsspezialisten der Universität Manchester in England haben zahlreiche altägyptische Mumien mit modernsten Scannern untersucht und dabei nur sehr selten Krebsknoten gefunden. Wenn sie welche fanden, dann waren sie durch die Konservierung sogar noch besser erhalten geblieben als das gesunde Gewebe. Daraus schliessen die Forscher, dass Krebs erst durch die moderne Industriegesellschaft entstanden sei. Sie vermuten vor allem Umweltverschmutzung und veränderte Nahrungsmittel als Ursachen. [2737]

21. Oktober 2010  –  Medical News Today

Persönlichkeit: Typ D dreimal häufiger herzkrank

Menschen, die oft nach innen gekehrt sind, wenig Selbstvertrauen und viel Kummer haben, leicht zu irritieren und zu ärgern sind und daher Kontakte mit anderen Menschen meiden - solche Persönlichkeiten bezeichnet man an der Universität von Tilburg, Holland, als Typ D. Verglichen mit psychisch stabilen Personen haben sie ein dreifach höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Der Buchstabe D steht für Distress, also negativen Stress. [2712]

16. September 2010  –  Ärzteblatt

Anti-Alzheimer-Diät

Viel Fisch, Nüsse, Obst, Gemüse und Salat, aber nur wenig Rind- und Schweinefleisch - so sieht die Ernährung aus, mit der ältere Menschen das Risiko für Alzheimer reduzieren können - laut neusten Studien um fast 40 Prozent. Es handelt sich also um die schon bekannte Mittelmeerdiät, angereichert mit Nüssen. [2628]

1. Juni 2010  –  Ärztezeitung

Schwangerschaftsgymnastik nicht Vatersache

Männer, die an der Schwangerschaft ihrer Frauen allzu intensiv Anteil nehmen, haben als junge Väter mehr Mühe, eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Das sagt Dr. Jonathan Ives vom Zentrum für biomedizinische Ethik der Uni Birmingham. Der Wunsch, sich aktiv zu beteiligen, dabei aber nur passiv unterstützend wirken zu können, erzeuge bei vielen Männern ein Gefühl des Versagens. So wertvoll männliche Anteilnahme sei, das Besuchen von Schwangerschaftskursen gehöre nicht dazu, meint Ives. [2627]

1. Juni 2010  –  Telegraph

Kaffeepause macht produktiver

Die Kaffeepause am Arbeitsplatz ist alles andere als Zeitverschwendung: Sie fördert die Konzentration, das Gedächtnis und vor allem verringert sie Fehler. Das zeigt die Auswertung von dreizehn Studien weltweit. Verantwortlich für die Wirkung ist das Koffein. Fazit: Für Unternehmen zahlt es sich aus, den Angestellten Kaffee gratis abzugeben. [2590]

14. Mai 2010  –  Telegraph

Schmutzige Luft verkürzt das Leben

Um bis zu neun Jahre verkürzt schmutzige Luft das Leben von Menschen, die in stark durch Abgase belasteten Gebieten in der Nähe viel befahrener Verkehrsadern wohnen. Das hat die Umweltkommission des britischen Unterhauses herausgefunden. Zu den grössten Umweltverschmutzern in der Nähe von Wohngebieten gehört der Güterverkehr auf den Strassen. Zu den gefährlichsten Verschmutzungen gehören Feinstaub, schwefelhaltige Dämpfe und Russ, gefolgt von Stickoxid und Ozon. [2509]

31. März 2010  –  Standard

Büro-Ergonomie verdoppelt Heilung von Rückenschmerzen

Bei Büroangestellten mit Rückenschmerzen wirkt eine Behandlung doppelt so schnell, wenn am Arbeitsplatz die Sitzhöhen, Abstände und Lichtverhältnisse optimal eingestellt sind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über hundert Patienten in Holland: Nach ergonomischer Optimierung sind die Patienten im Durchschnitt nach 88 Tagen wieder voll arbeitsfähig - an nicht angepassten Arbeitsplätzen jedoch erst nach 208 Tagen. [2482]

18. März 2010  –  Focus

Krank? Dann lieber dick als schlank!

Übergewicht gilt als schädlich für die Gesundheit. Das gilt aber nur, solange man gesund ist. Bei Patienten, die an einer Pumpschwäche des Herzens (Insuffizienz) oder verengten Herzkranzgefässen leiden, verlängert Übergewicht das Leben. Dieses Paradox erklärt Dr. Thomas Dorner von der Uni Graz damit, dass Fettzellen auch schädliche Gifte aus dem Verkehr ziehen und Blutfette das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. Zudem ist Fett eine wertvolle Energiereserve für schwierige Zeiten, also auch im Fall einer Krankheit und im vorgerückten Alter. [2478]

16. März 2010  –  Medizinauskunft

Immer mehr sterben an Blutvergiftung

Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]

11. März 2010  –  Die Zeit

Impfung: Verzerrte Info im Internet

Vor der Entscheidung, ihre Kinder impfen zu lassen, surfen viele Eltern im Internet. Neben seriöser Information finden sie dort aber auch viele Seiten von Impfgegnern. Diese schüren Angst durch aufgebauschte negative Einzelfälle und durch Verschwörungstheorien. Das Surfen auf Websites von Impfgegnern senkt tatsächlich die Impfbereitschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Online-Studie der Uni Erfurt. Seriöse Impf-Sites zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben den Vorteilen des Impfens auch die (minimalen) Risiken klar darstellen. Nur das Abwägen von Nutzen und Risiko erlaubt eine fundierte Entscheidung. [2463]

9. März 2010  –  Ärztezeitung

Gespräch mit Tiefgang macht glücklich, Smalltalk nicht

Verglichen mit Depressiven verbringen glückliche Menschen doppelt so viel Zeit mit Gesprächen über bedeutende Themen, aber nur ein Drittel so viel Zeit mit Smalltalk. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch an einem psychologischen Institut der Uni von Arizona: Freiwillige hatten vier Tage lang ein kleines Aufnahmegerät mit sich herumgetragen und einen Fragebogen über ihre Stimmungslage ausgefüllt. [2460]

8. März 2010  –  Telegraph

Kinderwunsch: Kein Rauch, kein Alkohol, kein Übergewicht

Viele Frauen, die sich vergeblich ein Kind wünschen, könnten auf eine künstliche Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation IVF) verzichten und trotzdem schwanger werden. Vor dem teuren und oft erfolglosen Eingriff lohnt es sich, wenn nötig, einige Gewohnheiten umzustellen. Rauchen vermindert die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau. Bei der Frau wirken sich auch Alkoholkonsum und starkes Übergewicht negativ aus. Eine europäische Arbeitsgruppe fordert jetzt sogar ein Verbot der IVF für alkoholabhängige Frauen. [2330]

22. Januar 2010  –  Ärzteblatt

Dem Chef die Meinung sagen ist gesund

Angestellte, die ihrem Chef regelmässig die Meinung sagen und ihn auch kritisieren dürfen, leiden weniger unter hohem Blutdruck, Stress, Depressionen und Ängsten. Daneben verbessert sich auch das Betriebsklima und damit die Leistung des Unternehmens. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie. Auch für die Chefs ist die Bilanz positiv. Zwar müssen sie mit Kritik klarkommen, doch können sie daraus lernen, ihre Führungsqualitäten verbessern und so mehr Selbstvertrauen gewinnen. [2316]

20. Januar 2010  –  Standard

Nano-Plättchen lassen das Blut künstlich gerinnen

Schon in wenigen Jahren könnten weniger Unfallopfer an ihren Verletzungen verbluten als heute. Dies jedenfalls hoffen Forscher, die mittels Nanotechnik künstliche Blutplättchen entwickelt haben. Diese stillen das Blut viel wirksamer als die natürlichen Blutplättchen im menschlichen Blut. An Ratten werden die Nano-Plättchen zur Zeit getestet. Langzeitversuche sollen zeigen, ob sie auch für den Menschen unbedenklich sind. [2218]

18. Dezember 2009  –  Spiegel

Schlafstörung? Nur dann zu Bett, wenn schlafbereit!

Oft ist nicht der Schlaf gestört, sondern unsere Einstellung zu ihm, meint Daniel Brunner, Leiter des Schlafzentrums Hirslanden in Zürich. Er rät, nur dann das Bett aufzusuchen, wenn man sich schläfrig fühlt. Es sei auch nicht wichtig, unbedingt acht Stunden an einem Stück zu schlafen. Dass der Schlaf vor Mitternacht besonders wertvoll sein soll, ist ein Mythos; wann man schläft, spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist nur die Schlafmenge insgesamt, verteilt über die Nacht und eventuell auch den Tag. [2183]

10. Dezember 2009  –  Beobachter

Bei Fitten fliesst Blut besser

Bei fitten Menschen ist das Blut flüssiger als bei unfitten, wodurch es besser durch die haarfeinen Gefässe bis in die Organe gelangt. Sport, als natürlicher Blutverdünner, senkt somit auch das Risiko von Verstopfungen, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2145]

30. Oktober 2009  –  PubMed PMID: 19786866

Sport hilft graue Zellen erhalten

Wer sich durch regelmässiges Training fit hält, behält im Lauf der Jahre die meisten grauen Zellen im Hirn, während deren Zahl bei Sportmuffeln abnimmt. Der Unterschied zeigt sich vor allem in einer Region des Hirns, die für Gefühle, Selbstvertrauen und Offenheit für Sinneseindrücke verantwortlich ist. Dies zeigt eine Studie an dreissig jungen Erwachsenen in Japan. Dies könnte mit erklären, warum körperlich fitte Menschen sich auch psychisch besser fühlen. [2114]

23. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19528889

Schadet Milch der Gesundheit?

Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]

2. März 2009  –  PubMed PMID: 19232475

Grüntee trinken, trainieren und abspecken

Wer sein zu hohes Gewicht reduzieren will, kommt mit einer Methode allein nicht weit, sei es Diät oder sportliches Training. Nur die Kombination aus beiden verspricht Erfolg. Eine aussichtsreiche Kombination ist kürzlich in einer Studie an über hundert übergewichtigen Personen in den USA gefunden worden: Grüntee und Bewegung. Grüntee kurbelt die Fettverbrennung an, allerdings verbrennt sich das Fett nicht von selbst. Nur wer sich auch mehr bewegt, wird die überflüssigen Pfunde und Kilos los.  [2011]

31. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19074207

Gesündere Poulets von der Weide

Um besonders gesunde Poulets zu produzieren, sollte man die Hähnchen im Grünen weiden lassen, am besten auf einer Wiese mit bodenfrüchtigem Klee. Die Körnerration sollte man auf die Hälfte reduzieren, so dass sich die Hähnchen zusätzlich Futter auf der Wiese suchen müssen. Das Fleisch von so gemästeten Hähnchen enthält mehr von den gesunden Omega-3-Fetten als jene, die sich nur von Körnern ernähren. Dies zeigt ein Mastversuch in Portugal. Weidepflanzen sind gute Quellen von Alpha-Linolensäure, die zu den Omega-3-Fetten gehört. [1990]

26. November 2008  –  PubMed PMID: 18809866

Ärzte streiken, weniger Patienten sterben

Wenn Ärzte und Pflegepersonal streiken, sterben weniger oder gleichviele Patienten wie zuvor. Bei keinem Ärztestreik hat die Sterblichkeit je zugenommen. Das zeigen Analysen von weltweit fünf Ärztestreiks zwischen 1976 und 2003. Die Notversorgung blieb bei allen Streiks aufrecht. Man vermutet, dass weniger Menschen gestorben sind, weil geplante Operationen verschoben wurden. Wie sich ein Streik auf lange Sicht auswirken würde, bleibt unklar, da kein Streik länger als siebzehn Wochen gedauert hat. [1973]

3. November 2008  –  PubMed PMID: 18849101

Training verbesser Blutzufuhr zum Hirn

Der Durchfluss in den Arterien, die das Hirn mit Blut versorgen, ist bei trainierten Menschen deutlich besser als bei Untrainierten. Ausdauertraining hat in dieser Hinsicht die beste Wirkung. Dies zeigt ein Vergleich zwischen je hundertfünfzig Trainierten und Untrainierten verschiedenen Alters. Die bessere Blutversorgung des Hirns ist wahrscheinlich mit ein Grund dafür, dass körperlich fitte Senioren in der Regel auch geistig fitter sind. [1922]

22. August 2008  –  PubMed PMID: 18635643

Süchtig nach Sport

Vierzig Prozent der Kunden von Fitness-Studios sind sportsüchtig. Das hat eine Erhebung in Paris an den Tag gebracht. Sportsucht führt, ähnlich wie andere Süchte, zu Entzugserscheinungen. Sportsüchtige rauchen weniger als andere, trinken etwa gleichviel Alkohol, neigen aber deutlich mehr zu Kaufsucht und zu gestörtem Essverhalten. [1895]

25. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18555055

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