
News zu Temperatur
Winter-Jogging: Nicht zu warm anziehen
Leichtes Frösteln beim Hinausgehen ins Freie bedeutet: Man ist richtig angezogen. Schon nach wenigen Minuten zuerst mit schnellem Gehen und dann mit langsamem Joggen ist der Körper auf Betriebstemperatur. Wer schon zu Beginn wohlig warm hat, ist zu warm gekleidet und kommt übermässig ins Schwitzen. Dann droht die Gefahr von Erkältung. Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip: zwei bis höchstens drei Schichten dünner, lockerer Kleidung, dazu Mütze oder Stirnband und Handschuhe. [2782]
29. Dezember 2010 – Süddeutsche Zeitung
Multiple Sklerose bessert sich im Herbst
Die Nervenkrankheit multiple Sklerose (MS) verläuft in Schüben. Der Wechsel ist unter anderem von der Jahreszeit abhängig, wie ein Forscherteam in Boston herausgefunden hat: Im Frühjahr und Sommer nehmen die Schäden an den Nerven zu, im Herbst und Winter wieder ab. An diesem Wechsel sind die Aussentemperaturen ebenso beteiligt wie die Intensität der Sonnenstrahlung. In nördlichen und südlichen Breiten mit ihren stark ausgeprägten Jahreszeiten tritt MS häufiger auf als in der Nähe des Äquators. [2702]
2. September 2010 – Ärzteblatt
Sinkt Temperatur, steigt Gefahr fürs Herz
Mit dem Ende des Sommers nimmt die Gefahr für das Herz zu: Mit jedem Grad Celsius weniger auf dem Aussenthermometer steigt die Zahl der Herzinfarkte um zwei Prozent. Das zeigt eine britische Statistik in 15 Ballungsgebieten von England und Wales. Besonders anfällig auf tiefere Temperaturen sind Menschen im Alter von mehr als 75 Jahren. [2689]
16. August 2010 – Ärzteblatt
Schlanke Menschen haben im Verhältnis zur Körpermasse eine grössere Oberfläche als dicke. Deshalb strahlen sie mehr Wärme ab und müssen, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, mehr Fett verbrennen. Auf diese einfache Tatsache führen Forscher der Uni Giessen den Umstand zurück, dass Dicke sich schwertun beim Abnehmen, während Schlanke fast beliebig viel essen können, ohne zuzunehmen. Mehr als zwei Drittel der Energie dient dazu, die Körpertemperatur zu regulieren, haben die Forscher berechnet. [2596]
18. Mai 2010 – Welt
Wasserpfeife noch gefährlicher als Zigaretten
Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha-Rauchen) ist bei Jugendlichen seit einigen Jahren im Trend - unter anderem deshalb, weil sie fälschlicherweise glauben, das sei weniger schädlich als Zigaretten. Das Gegenteil ist der Fall, warnt die deutsche Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. In Wasserpfeifen verbrennt Tabak bei niedrigeren Temperaturen; so entstehen mehr Gifte. Ausserdem wird der kühlere Rauch tiefer inhaliert. [2476]
16. März 2010 – Ärztezeitung
Fieber: Richtig messen, richtig beurteilen
Am einfachsten und genauesten ist ein Stabthermometer im After. Bei modernen digitalen Fieberthermometern misst man so lange bis das Signal ertönt (in der Regel wenige Minuten). Im Mund gibt das Thermometer 0.3 bis 0.5 Grad zu tiefe Werte an, unter der Achsel mindestens 0.5 Grad zu tiefe. Ohrthermometer mit Infrarotsensor sind sekundenschnell, aber nur genau, wenn man sie richtig anwendet. Körpertemperatur bis 37.4 Grad normal, 37.5 bis 38.0 Grad erhöhte Temperatur (subfebril), 38.1 bis 38.5 Grad leichtes Fieber, ab 39 Grad hohes, ab 40 Grad sehr hohes und ab 41 Grad lebensbedrohliches Fieber.
[2160]
2. Dezember 2009 – gesundheit.ch
Kalter Drink steigert Ausdauer in der Hitze
Wer in der Hitze grosse sportliche Leistungen erbringen muss, zum Beispiel bei einem Wettkampf, kann mit einem eisgekühlten Drink seine Leistung markant steigern: In einem Test auf dem Ergometer war die Ausdauer von acht britischen Sportlern um über zwanzig Prozent besser als mit einem körperwarmen Getränk: Sie schwitzten weniger, hatten einen niedrigeren Puls und eine niedrigere Hauttemperatur nicht nur vor der Leistung, sondern auch noch nach über einer halben Stunde Sport. [1941]
18. September 2008 – PubMed PMID: 18685527
Steigt die Temperatur um fünf bis sechs Grad, steigt die Sterblichkeit bei den Menschen um 2,3 Prozent. Das zeigt ein Vergleich der Wetterdaten mit einer Viertelmillion Todesfälle in neun kalifornischen Provinzen. Der Zusammenhang beschränkt sich nicht auf extreme Temperaturen, sondern zeigt sich auch in ganz normalen Wetterlagen. Er ist auch unabhängig vom Smog. [1771]
28. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18091422
Heisse Tage verschärfen Krisen
Psychosen, aggressve Handlungen und Selbstmorde nehmen zu, wenn die Temperaturen steigen und die Sonne am meisten scheint. Feuchtes Wetter dagegen dämpft die Psychosen. Diese Beobachtung haben Psychiater in Brasilien gemacht. [1750]
29. November 2007 – PubMed PMID: 18029026
Brandwunden: Wasser vom Hahn, nie Eis!
Brandwunden heilen am besten, wenn man sie sofort ausgiebig mit Wasser vom Hahn kühlt. Optimal ist eine Temperatur von 12 bis 18 Grad. Eiswasser mit 1 bis 8 Grad ist dagegen schädlicher als wenn man die Wunde nicht kühlt. [1625]
5. Juni 2007 – PubMed PMID: 17521815
Altbauten sollte man besser isolieren, nicht nur um Heizöl zu sparen, sondern auch um die Bewohner gesünder zu machen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Neuseeland. Dort hat man gefunden, dass die winterliche Temperatur in gut isolierten Häusern im Durchschnitt ein halbes Grad höher liegt als in schlecht isolierten. Dieser kleine Wandel im Raumklima reicht aus, dass die Bewohner im Winter deutlich seltener erkältet sind. [1552]
6. März 2007 – British Medical Journal 2007;334:460
Wenn die Sonne scheint, werden Autos auch bei mäßigen Temperaturen um 22 Grad im Freien zu Hitzefallen: Innerhalb einer Viertelstunde steigt die Temperatur im Innern des Wagens auf 47 Grad und mehr! Die Fenster einige Zentimeter offen zu lassen verbessert die Sache nicht. Jeden Sommer müssen im Wagen zurückgelassene Kinder an Überhitzung sterben. [1103]
5. August 2005 – Pediatrics 2005;116:e109
Im Winter geboren, eher herzkrank
Frauen, die im Winter auf die Welt gekommen sind, haben ein um 25 Prozent höheres Risiko für koronare Herzkrankheit. Man vermutet die kalte Temperatur im Freien als Ursache, doch weiß man nicht, wie sie wirkt und ob das schon in der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt der Fall ist. [773]
30. April 2004 – Heart 2004;90:381
Die Crohn-Krankheit, eine Entzündung des Darmes, hat im 20. Jahrhundert stark zugenommen. Warum? Die Krankheit hat sich offenbar zeitgleich mit den Kühlschränken verbreitet. Das kann ein Zufall sein. Doch die Erreger, die Crohn auslösen, sind ausgerechnet Bakterien, die am besten bei Temperaturen zwischen -1 und 10 Grad gedeihen. Das ist noch immer kein Beweis, so dass weitere Untersuchungen nötig sind. [728]
3. März 2004 – Gastroenterology 2004;126:638
Kälte und Erkrankungen der Atemwege
Mit jedem Grad, das die Temperatur unter 5 Grad fällt, nehmen - um zwei Wochen verzögert - die Arztbesuche wegen Erkrankungen der Atemwege um 10 Prozent zu. Das zeigt eine Statistik der Allgemeinpraxen in London. [247]
10. September 2002 – Int J Epidemiology 2002;31:825
Fieberthermometer, die mittels Infrarot die Körpertemperatur im Ohr messen, sind zwar schnell und bequem, aber zu ungenau. Das zeigt die Auswertung von 25 Studien. Fachleute warnen, dass falsche Messungen zu falschen Behandlungen führen können. [233]
27. August 2002 – Lancet 2002;360:603
Wer einen Schlaganfall erlitten hat, sollte möglichst kühl gehalten werden. Je tiefer die Körpertemperatur nach dem Anfall, desto besser sind die Chancen auf Erholung. [214]
8. August 2002 – Stroke 2002;33:1759
Kälte nach Herzanfall schützt das Hirn
Senkt man die Temperatur des Körpers nach einem Herzstillstand auf 32 Grad, verbessert sich die Chance, dass das Hirn keinen Schaden erleidet. [50]
23. Februar 2002 – N Engl J Medicine 2002;346:549
Bitte kein Fieber nach Herzoperation!
Erhöhte Körpertemperatur nach einer Bypassoperation sollte man mit allen Mitteln verhindern oder bekämpfen, denn sie schädigt das Hirn. [49]
22. Februar 2002 – Stroke 2002;33:537
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