
News zu Tabak
Lunge: Besser Kiffen statt Rauchen?
Jahrelanges regelmässiges Kiffen von Cannabis (Marihuana, Haschisch) schade der Lunge nicht - ganz im Gegensatz zum Rauchen von Tabak. Das will eine Studie mit über fünftausend jüngeren Personen in den USA herausgefunden haben. Ob der Rauch aus Haschisch harmloser sei als jener aus Tabak, ist damit aber nicht bewiesen: Kiffer konsumieren im Durchschnitt drei Joints pro Monat, Raucher dagegen dreihundert Zigaretten. Seit Paracelsus ist bekannt: Die Menge macht das Gift. Zudem steht Cannabis im Verdacht, dem Gehirn und der Verdauung zu schaden. [3021]
12. Januar 2012 – Ärzteblatt
7 Tipps, um 90 Jahre alt zu werden
1. Aktiv bleiben. 2. Cholesterinwert kennen und wenn nötig kontrollieren. 3. Gesund essen. 4. Blutdruckwerte kennen und wenn nötig kontrollieren. 5. Körpergewicht im gesunden Bereich halten. 6. Blutzuckerwert kennen und wenn nötig Diabetes behandeln. 7. Tabak meiden. Wer alle sieben Tipps umsetzt, habe eine neunzigprozentige Chance, neunzig Jahre oder älter zu werden, sagt ein amerikanischer Herzspezialist. [2966]
24. Oktober 2011 – UPI Health News
Schlechter hören wegen Passivrauchen
Jugendliche, deren Eltern rauchen, hören schlechter als solche, die ohne Tabakrauch aufgewachsen sind. Das zeigen Hörtests bei über 1500 jungen Menschen zwischen zwölf und neunzehn Jahren in den USA. Man vermutet, dass Tabakrauch bei Kindern die Durchblutung des Innenohrs stört. [2911]
21. Juli 2011 – Ärzteblatt
Rauchen verdoppelt Risiko für Diabetes
Tabakrauch, egal ob durch Rauchen oder Passivrauchen eingeatmet, verdoppelt das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt die Organisation diabetesDE. [2882]
7. Juni 2011 – Ärztezeitung
Passivrauchen erhöht Blutdruck bei Knaben
Bei jungen Menschen kann der Blutdruck deutlich über den Normalwert steigen, wenn sie passiv dem Tabakrauch ausgesetzt sind. Jungen und Burschen reagieren offenbar viel empfindlicher als Mädchen. Das zeigt eine Studie bei über sechstausend Kindern und Jugendlichen zwischen acht und siebzehn Jahren in den USA. Noch ist unklar, ob der Blutdruck wieder sinkt, wenn die Belastung durch Tabakrauch aufhört. [2859]
4. Mai 2011 – UPI Health News
Männer sterben jünger vor allem weil sie rauchen
Würden Männer statistisch gesehen gleichviel rauchen wie Frauen, wäre der Unterschied in der Lebenserwartung nur etwa halb so gross wie heute. Bei gleichem Alkoholkonsum würde er sich nochmals um ein Fünftel verringern. Diese Zahlen gelten für Deutschland und stammen aus einer Studie schottischer Forscher. In Malta und in der Ukraine führen Tabak und Alkohol zu noch höheren Unterschieden zwischen den Geschlechtern. [2794]
18. Januar 2011 – Ärztezeitung
Jährlich 600'000 Tote durch Passivrauchen
Weltweit sterben jedes Jahr 600'000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens, darunter 165'000 Kinder. Diese Schätzung von WHO-Experten stützt sich auf Daten aus 192 Ländern. Weltweit waren 2004 im Durchschnitt vierzig Prozent der Kinder dem Tabakrauch anderer ausgesetzt. [2759]
26. November 2010 – Die Zeit
Rauchen schaltet auch Krebsschutz aus
Krebsgifte im Tabakrauch haben eine doppelt schädliche Wirkung. Einerseits machen sie gesunde Zellen zu Krebszellen. Andererseits hat man nun entdeckt, dass sie ein Gen mit der Bezeichnung p16 abschalten. Es schützt die Zellen im ganzen Körper davor, Krebszellen zu werden. [2735]
19. Oktober 2010 – Bild
WHO: Tabakfirmen fixen Frauen an
Am heutigen Weltnichtrauchertag wirft die WHO den Konzernen BAT, Japan Tobacco und Philip Morris vor, mit gezielter Werbung junge Frauen vom Nikotin abhängig zu machen. Das Rauchen würde als «glamourös und sexy» dargestellt, als Akt der Befreiung von männlicher Dominanz oder gar (wider besseres Wissen) als Schlankheitsmittel. Leider mit Erfolg: Während weltweit 40 Prozent der Männer, aber nur 9 Prozent der Frauen rauchen, sind in über 70 Ländern gleichviele junge Frauen wie Männer abhängig vom Nikotin. [2624]
31. Mai 2010 – Welt
Passivrauchen fördert Diabetes
Wer am Arbeitsplatz oder zu Hause regelmässig dem Tabakrauch von anderen ausgesetzt ist, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Personen, die weder aktiv noch passiv rauchen. Das zeigt eine Studie an über 800 Personen in Deutschland. [2623]
31. Mai 2010 – Standard
Rheumatiker: Besuch beim Zahnarzt kann sich lohnen
Doppelt bis dreimal so hoch ist das Risiko einer rheumatischen Arthritis bei Patienten mit Entzündungen des Zahnbettes (Paradontitis), verglichen mit zahngesunden Menschen. Auch Rauchen erhöht das Risiko für Rheuma: Ohne Tabakkonsum und mit gesunden Zähnen lässt sich das Rheuma-Risiko gar auf ein Neuntel senken. Immer mehr Fakten sprechen dafür, dass Entzündungen, ausgehend von den Zähnen, sich im ganzen Körper ausbreiten können. [2510]
31. März 2010 – Ärztezeitung
Wasserpfeife noch gefährlicher als Zigaretten
Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha-Rauchen) ist bei Jugendlichen seit einigen Jahren im Trend - unter anderem deshalb, weil sie fälschlicherweise glauben, das sei weniger schädlich als Zigaretten. Das Gegenteil ist der Fall, warnt die deutsche Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. In Wasserpfeifen verbrennt Tabak bei niedrigeren Temperaturen; so entstehen mehr Gifte. Ausserdem wird der kühlere Rauch tiefer inhaliert. [2476]
16. März 2010 – Ärztezeitung
Werbung verführt Junge zum Rauchen
Je öfter junge Menschen Zigarettenwerbung sehen, desto eher neigen sie zum Rauchen. Das zeigt eine Studie der deutschen Krankenkasse DAK. Sie hatte bei über dreitausend Schülern die Bekanntheit von Tabakwerbung getestet und mit dem Rauchverhalten verglichen. Die Studie widerspricht falschen Behauptungen der Tabakindustrie, wonach Werbung angeblich nur Marktanteile einzelner Marken verschiebe, nicht aber den Einstieg fördere. [2451]
3. März 2010 – Die Zeit
Nikotinbelag plus Luft ergibt Krebsgift
Tabakrauch schadet der Gesundheit nicht nur beim aktiven und passiven Rauchen, sondern auch nachdem er sich als dünner Nikotinfilm auf Vorhängen, Möbeln, Boden und Wänden abgelagert hat. Saure Dämpfe, wie sie in jeder Wohnung vorkommen, wandeln die Tabakrückstände in Nitrosamine um. Diese krebserregenden Stoffe nehmen zum Beispiel Babys beim Krabbeln über die Haut auf. [2394]
9. Februar 2010 – Focus
Plötzlicher Herztod wegen Kokain
Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken. [2293]
14. Januar 2010 – Focus
Krebsforschern ist es gelungen, die Gene von Haut- und Lungenkrebszellen vollständig zu entschlüsseln. Der Vergleich mit gesunden Zellen zeigt: Hautkrebszellen haben etwa dreissigtausend Fehler in ihrer Erbmasse, verursacht durch zuviel Sonnenstrahlung; Lungenkrebszellen haben über zwanzigtausend Fehler, verursacht durch Schadstoffe im Tabakrauch. Mit jedem gerauchten Pack Zigaretten kommt im Durchschnitt ein neuer Gen-Fehler dazu. Die Forscher hoffen, anhand der Gene neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs zu finden. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich noch zeigen müssen. [2217]
18. Dezember 2009 – BBC
Auch rauchloser Tabak erregt Krebs
Wer von der Zigarette auf vermeintlich gesündere rauchlose Tabakprodukte umsteigt, tut sich keinen Gefallen. Denn auch diese enthalten nicht weniger als neun verschiedene krebserregende Substanzen, wie eine amerikanische Studie zeigt. Es ist also besser, aus dem Tabakkonsum ganz auszusteigen statt nur umzusteigen. [2172]
8. Dezember 2009 – Standard
Kinder im Rauch werden zappelig
Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko. [2162]
4. Dezember 2009 – Süddeutsche Zeitung
Wer raucht, erhöht sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um etwa die Hälfte. Dies folgt aus den Ergebnissen von 32 Studien, die nicht von der Tabakindustrie finanziert worden sind. Unglaubwürdig, weil von Tabakgeld gesponsert, sind weitere elf Studien: Laut diesen müsste Rauchen sogar vor Alzheimer schützen. [2150]
6. November 2009 – PubMed PMID: 19815979
Auch rauchloser Tabak schlecht fürs Herz
Wer Tabak nicht raucht, sondern als Snus oder in anderen rauchlosen Formen konsumiert, schont zwar seine Lungen. Doch das Risiko für Herz und Kreislauf bleibt erhöht, wie eine Zusammenfassung von elf Studien zeigt. Es ist zwar kleiner als beim Rauchen, aber für Tod durch Hirnschlag noch immer um 40 Prozent höher als bei jenen Personen, die in keiner Form Tabak konsumieren. [2133]
16. September 2009 – PubMed PMID: 19690343
Schnupfen und Rauchen die grössten Risiken für Asthma
Das Risiko, als Erwachsene Asthma zu bekommen, wird vor allem von zwei Faktoren bestimmt: Gefährdet ist vor allem, wer häufig Schnupfen hat und wer Tabak raucht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfzehnhundert Personen in Australien. Gegen dieses Risiko kann man also einiges selber tun, indem man sich im Frühling und Sommer gegen Pollen und im Winter gegen Viren schützt, und indem man nicht raucht. [2132]
14. September 2009 – PubMed PMID: 19703063
Neben Tabak, Alkohol, legalen und und illegalen Drogen haben jetzt Mediziner aus Houston, Texas, einen weiteren Suchtstoff identifiziert: industriell produzierte Lebensmitel mit einem hohen Gehalt an Zucker, Salz und Fett. Denn in Umfragen bei starken Konsumenten dieser Lebensmittel zeigen sich offenbar Verhaltensmuster, die auch für den Konsum von Suchtdrogen typisch sind. Die Mediziner schlagen deshalb vor, Junkfood in die Liste der Suchtmittel aufzunehmen. [2048]
24. Februar 2009 – PubMed PMID: 19223127
Passivrauchen verhärtet Wände der Aorta
Die Wände der Aorta, der Hauptschlagader des Menschen, sind elastisch. So federn sie das aus dem Herzen pulsierende Blut ab und sorgen für einen gleichmässigeren Blutfluss in den Körper hinaus. Am elastischsten ist die Aorta in jungen Jahren; mit dem Alter wird sie härter. Das Passivrauchen beschleunigt diesen Vorgang. So hat man in Finnland schon bei elfjährigen Kindern, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, deutlich härtere Aortenwände gefunden als bei nicht belasteten Kindern. [2035]
5. Februar 2009 – PubMed PMID: 19171579
Männer reagieren besser auf Nikotinpflaster
Der mit Nikotin unterstützte Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, ist bei Männern etwas erfolgreicher als bei Frauen: Während jeder fünfte Mann im Durchschnitt nach sechs Monaten nicht mehr raucht, ist es nur jede siebte Frau. Nicht nur sind Frauen vom Tabak stärker abhängig als Männer, sondern auch die gesundheitlichen Risiken sind bei Frauen höher. [1968]
27. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18629735
Schon in jungen Jahren leben Raucher auch über den Konsum von Tabak hinaus ungesund: Vor allem bewegen sie sich weniger als Personen, die rauchfrei leben. Deshalb sind bei ihnen auch zahlreiche andere Risikofaktoren für Herz und Kreislauf ausgeprägt: Hoher Blutdruck, zuviel Körperfett, schlechte Cholesterinwerte und eine geringe Fitness. Dies zeigt eine Studie an über hundert halbwüchsigen Rauchern und ebensovielen nicht rauchenden Altersgenossen in Griechenland. [1943]
22. September 2008 – PubMed PMID: 18678584
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