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Gesundheitstelegramm | Tabak

Passivrauchen fördert Diabetes
31. Mai 2010 - Wer am Arbeitsplatz oder zu Hause regelmässig dem Tabakrauch von anderen ausgesetzt ist, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Personen, die weder aktiv noch passiv rauchen. Das zeigt eine Studie an über 800 Personen in Deutschland.  [2623]
Quelle: Standard  
 
WHO: Tabakfirmen fixen Frauen an
31. Mai 2010 - Am heutigen Weltnichtrauchertag wirft die WHO den Konzernen BAT, Japan Tobacco und Philip Morris vor, mit gezielter Werbung junge Frauen vom Nikotin abhängig zu machen. Das Rauchen würde als «glamourös und sexy» dargestellt, als Akt der Befreiung von männlicher Dominanz oder gar (wider besseres Wissen) als Schlankheitsmittel. Leider mit Erfolg: Während weltweit 40 Prozent der Männer, aber nur 9 Prozent der Frauen rauchen, sind in über 70 Ländern gleichviele junge Frauen wie Männer abhängig vom Nikotin.  [2624]
Quelle: Welt  
 
Rheumatiker: Besuch beim Zahnarzt kann sich lohnen
31. März 2010 - Doppelt bis dreimal so hoch ist das Risiko einer rheumatischen Arthritis bei Patienten mit Entzündungen des Zahnbettes (Paradontitis), verglichen mit zahngesunden Menschen. Auch Rauchen erhöht das Risiko für Rheuma: Ohne Tabakkonsum und mit gesunden Zähnen lässt sich das Rheuma-Risiko gar auf ein Neuntel senken. Immer mehr Fakten sprechen dafür, dass Entzündungen, ausgehend von den Zähnen, sich im ganzen Körper ausbreiten können.  [2510]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Wasserpfeife noch gefährlicher als Zigaretten
16. März 2010 - Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha-Rauchen) ist bei Jugendlichen seit einigen Jahren im Trend - unter anderem deshalb, weil sie fälschlicherweise glauben, das sei weniger schädlich als Zigaretten. Das Gegenteil ist der Fall, warnt die deutsche Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. In Wasserpfeifen verbrennt Tabak bei niedrigeren Temperaturen; so entstehen mehr Gifte. Ausserdem wird der kühlere Rauch tiefer inhaliert.  [2476]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Werbung verführt Junge zum Rauchen
03. März 2010 - Je öfter junge Menschen Zigarettenwerbung sehen, desto eher neigen sie zum Rauchen. Das zeigt eine Studie der deutschen Krankenkasse DAK. Sie hatte bei über dreitausend Schülern die Bekanntheit von Tabakwerbung getestet und mit dem Rauchverhalten verglichen. Die Studie widerspricht falschen Behauptungen der Tabakindustrie, wonach Werbung angeblich nur Marktanteile einzelner Marken verschiebe, nicht aber den Einstieg fördere.  [2451]
Quelle: Die Zeit  
 
Nikotinbelag plus Luft ergibt Krebsgift
09. Februar 2010 - Tabakrauch schadet der Gesundheit nicht nur beim aktiven und passiven Rauchen, sondern auch nachdem er sich als dünner Nikotinfilm auf Vorhängen, Möbeln, Boden und Wänden abgelagert hat. Saure Dämpfe, wie sie in jeder Wohnung vorkommen, wandeln die Tabakrückstände in Nitrosamine um. Diese krebserregenden Stoffe nehmen zum Beispiel Babys beim Krabbeln über die Haut auf.  [2394]
Quelle: Focus  
 
Plötzlicher Herztod wegen Kokain
14. Januar 2010 - Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken.  [2293]
Quelle: Focus  
 
Krebs-Gencode geknackt
18. Dezember 2009 - Krebsforschern ist es gelungen, die Gene von Haut- und Lungenkrebszellen vollständig zu entschlüsseln. Der Vergleich mit gesunden Zellen zeigt: Hautkrebszellen haben etwa dreissigtausend Fehler in ihrer Erbmasse, verursacht durch zuviel Sonnenstrahlung; Lungenkrebszellen haben über zwanzigtausend Fehler, verursacht durch Schadstoffe im Tabakrauch. Mit jedem gerauchten Pack Zigaretten kommt im Durchschnitt ein neuer Gen-Fehler dazu. Die Forscher hoffen, anhand der Gene neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs zu finden. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich noch zeigen müssen.  [2217]
Quelle: BBC  
 
Auch rauchloser Tabak erregt Krebs
08. Dezember 2009 - Wer von der Zigarette auf vermeintlich gesündere rauchlose Tabakprodukte umsteigt, tut sich keinen Gefallen. Denn auch diese enthalten nicht weniger als neun verschiedene krebserregende Substanzen, wie eine amerikanische Studie zeigt. Es ist also besser, aus dem Tabakkonsum ganz auszusteigen statt nur umzusteigen.  [2172]
Quelle: Standard  
 
Kinder im Rauch werden zappelig
04. Dezember 2009 - Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko.  [2162]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Rauchen fördert Alzheimer
06. November 2009 - Wer raucht, erhöht sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um etwa die Hälfte. Dies folgt aus den Ergebnissen von 32 Studien, die nicht von der Tabakindustrie finanziert worden sind. Unglaubwürdig, weil von Tabakgeld gesponsert, sind weitere elf Studien: Laut diesen müsste Rauchen sogar vor Alzheimer schützen.  [2150]
Quelle: PubMed  PMID: 19815979
 
Auch rauchloser Tabak schlecht fürs Herz
16. September 2009 - Wer Tabak nicht raucht, sondern als Snus oder in anderen rauchlosen Formen konsumiert, schont zwar seine Lungen. Doch das Risiko für Herz und Kreislauf bleibt erhöht, wie eine Zusammenfassung von elf Studien zeigt. Es ist zwar kleiner als beim Rauchen, aber für Tod durch Hirnschlag noch immer um 40 Prozent höher als bei jenen Personen, die in keiner Form Tabak konsumieren.  [2133]
Quelle: PubMed  PMID: 19690343
 
Schnupfen und Rauchen die grössten Risiken für Asthma
14. September 2009 - Das Risiko, als Erwachsene Asthma zu bekommen, wird vor allem von zwei Faktoren bestimmt: Gefährdet ist vor allem, wer häufig Schnupfen hat und wer Tabak raucht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfzehnhundert Personen in Australien. Gegen dieses Risiko kann man also einiges selber tun, indem man sich im Frühling und Sommer gegen Pollen und im Winter gegen Viren schützt, und indem man nicht raucht.  [2132]
Quelle: PubMed  PMID: 19703063
 
Süchtig nach Junkfood
24. Februar 2009 - Neben Tabak, Alkohol, legalen und und illegalen Drogen haben jetzt Mediziner aus Houston, Texas, einen weiteren Suchtstoff identifiziert: industriell produzierte Lebensmitel mit einem hohen Gehalt an Zucker, Salz und Fett. Denn in Umfragen bei starken Konsumenten dieser Lebensmittel zeigen sich offenbar Verhaltensmuster, die auch für den Konsum von Suchtdrogen typisch sind. Die Mediziner schlagen deshalb vor, Junkfood in die Liste der Suchtmittel aufzunehmen.  [2048]
Quelle: PubMed  PMID: 19223127
 
Passivrauchen verhärtet Wände der Aorta
05. Februar 2009 - Die Wände der Aorta, der Hauptschlagader des Menschen, sind elastisch. So federn sie das aus dem Herzen pulsierende Blut ab und sorgen für einen gleichmässigeren Blutfluss in den Körper hinaus. Am elastischsten ist die Aorta in jungen Jahren; mit dem Alter wird sie härter. Das Passivrauchen beschleunigt diesen Vorgang. So hat man in Finnland schon bei elfjährigen Kindern, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, deutlich härtere Aortenwände gefunden als bei nicht belasteten Kindern.  [2035]
Quelle: PubMed  PMID: 19171579
 
Männer reagieren besser auf Nikotinpflaster
27. Oktober 2008 - Der mit Nikotin unterstützte Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, ist bei Männern etwas erfolgreicher als bei Frauen: Während jeder fünfte Mann im Durchschnitt nach sechs Monaten nicht mehr raucht, ist es nur jede siebte Frau. Nicht nur sind Frauen vom Tabak stärker abhängig als Männer, sondern auch die gesundheitlichen Risiken sind bei Frauen höher.  [1968]
Quelle: PubMed  PMID: 18629735
 
Raucher bewegen sich weniger
22. September 2008 - Schon in jungen Jahren leben Raucher auch über den Konsum von Tabak hinaus ungesund: Vor allem bewegen sie sich weniger als Personen, die rauchfrei leben. Deshalb sind bei ihnen auch zahlreiche andere Risikofaktoren für Herz und Kreislauf ausgeprägt: Hoher Blutdruck, zuviel Körperfett, schlechte Cholesterinwerte und eine geringe Fitness. Dies zeigt eine Studie an über hundert halbwüchsigen Rauchern und ebensovielen nicht rauchenden Altersgenossen in Griechenland.  [1943]
Quelle: PubMed  PMID: 18678584
 
Impulsive Menschen stärker süchtig nach Tabak
03. September 2008 - Menschen, die in psychologischen Tests als impulsiv beurteilt werden, haben mehr Mühe als andere, mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn sie dies eigentlich möchten. Sie leiden deutlich stärker unter Symptomen des Entzugs und bringen es weniger gut fertig, Ersatz für die Zigarette zu finden. Dies zeigt eine Umfrage bei fünfzig Rauchern in Texas.  [1930]
Quelle: PubMed  PMID: 18686188
 
Burschikose Lesben rauchen mehr als feminine
28. August 2008 - Unter den Lesben gibt es zwei Typen, in der Szene «Butch» und «Femme» genannt. Die ersteren rauchen mehr Tabak, trinken mehr Alkohol und werden eher abhängig von illegalen Drogen als die letzteren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage eines Instituts für Psychologie bei über siebzig Lesben in New York. Zum Teil, aber nicht nur, liegt es am grösseren Stress, der offenbar mit der Butch-Rolle verbunden ist.  [1926]
Quelle: PubMed  PMID: 18649226
 
Essen mit der Familie kann vor Drogen schützen
12. August 2008 - Mädchen, die im Alter von zwölf Jahren regelmässig zu Hause im Kreis der Familie essen, greifen über Jahre hinaus weniger zu Tabak, Alkohol und anderen Drogen als solche, die auswärts essen. Für Burschen dagegen bieten Mahlzeiten in der Familie keinen Schutz vor Drogen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an achthundert Jugendlichen in Minnesota.  [1914]
Quelle: PubMed  PMID: 18639788
 
Auch rauchloser Tabak verursacht Krebs
04. August 2008 - Rauchloser Lutschtabak, Snus, ist vor allem in Skandinavien beliebt. Zwar ist für Tabaklutscher das Risiko für Lungenkrebs anders als bei Zigarettenrauchern kaum erhöht. Doch Studien in den USA und in Asien zeigen ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Mundkrebs. Die Risiken für Krebs der Speiseröhre und des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) sind um je 60 Prozent erhöht, zeigen Studien in Nordeuropa. Auch greift Lutschtabak das Zahnfleisch an und lässt Zähne schneller ausfallen.  [1911]
Quelle: PubMed  PMID: 18598931
 
Kein Nikotinersatz in der Schwangerschaft
23. Juni 2008 - Schwangere sollten nicht rauchen, weil dies dem Fetus schadet. Doch um mit dem Rauchen aufzuhören, sollten schwangere Frauen nicht zu Nikotinersatz mittels Kaugummi oder Pflaster greifen. Denn nicht nur das Kohlenmonoxid und der Teer aus dem Rauch schaden dem werdenden Kind, sondern auch das Nikotin aus dem Tabak. Laut verschiedenen Studien schadet Nikotin unter anderem der Entwicklung des Nervensystems.  [1893]
Quelle: PubMed  PMID: 18554275
 
Nikotin stresst auch Mäuse
09. Juni 2008 - Mit dem Griff zur Zigarette versuchen viele Menschen, sich zu beruhigen. Doch wie die neuste Forschung bei Mäusen zeigt, bewirkt Nikotin eher das Gegenteil: Mischt man den Nagern das Gift aus dem Tabak ins Futter, haben sie deutlich weniger Mut, die Deckung zu verlassen und sich in freie Räume zu wagen.  [1883]
Quelle: PubMed  PMID: 18524488
 
Ohne Zigaretten wäre Lungenkrebs selten
04. Juni 2008 - Lungenkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart. Ohne das Rauchen von Tabak wäre dieser Krebs jedoch extrem selten, wie eine neue Statistik zeigt. Nach dieser gibt es grosse genetische Unterschiede: Bei einer gegebenen Anzahl Zigaretten pro Tag ist das Risiko am höchsten bei Frauen und bei Menschen afrikanischen Ursprungs.  [1880]
Quelle: PubMed  PMID: 18506660
 
Tabak fördert Zahnausfall
28. Mai 2008 - Wer Zigaretten, Zigarren oder Pfeife raucht oder Tabak kaut, erhöht sein Risiko, Zähne zu verlieren. Aufhören lohnt sich, denn das Risiko beginnt nach dem Rauchstopp wieder zu sinken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Zahnärzten in Florida.  [1875]
Quelle: PubMed  PMID: 18492590
 
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