Strahlung: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Strahlung, 25.12.2009 bis 21.3.2011

Statistik: Streit um Strahlentote

Wieviele Menschen sind nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl an radioaktiver Strahlung gestorben? Die Schätzungen gehen weit auseinander: offiziell sind 47 der etwa 600'000 Aufräumarbeiter (Liquidatoren) und 15 Anwohner des Kraftwerks an Schilddrüsenkrebs gestorben. Ukrainische Amtsstellen sprechen von mehreren zehntausend verstorbenen Liquidatoren. In ganz Europa sind laut WHO 4000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben, laut Greenpeace bis zu 90'000. Krebs hat aber auch andere Ursachen und ist zudem häufig. So lässt sich nur schwer nachweisen, wieviele Krebstote die Strahlung verursacht hat. [2830]

21. März 2011  –  Süddeutsche Zeitung

WHO: Jodtabletten können schaden

Aus Angst vor Strahlung sollte man zur Zeit keine Jodtabletten kaufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO macht sich Sorgen, dass Menschen aus Panik die Tabletten einnehmen könnten. Das wäre aber nur sinnvoll in der Nähe eines AKW und auch nur dann, wenn die Umgebung mit radioaktivem Jod verseucht worden ist. Bei Menschen mit Nierenschwäche können Jodtabletten die Gesundheit gefährden, warnt die WHO. [2829]

18. März 2011  –  Medpage Today

Strahlung: Wie hoch das Krebsrisiko steigt

Durchschnittlich erkranken 40 von 100 Menschen im Lauf ihres Lebens an Krebs. Nach einer Strahlendosis von 100 Millisievert steigt diese Zahl um eine Person auf 41, schätzt Albrecht Kellerer von der deutschen Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung. 100 Millisievert ist die Dosis, die ein Mensch normalerweise aus natürlichen Quellen und Röntgenaufnahmen in 25 Jahren aufnimmt oder der ein Arbeiter auf dem Katastrophengelände von Fukushima zeitweise innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausgesetzt war. [2828]

17. März 2011  –  FAZ

Ein wenig Sonne über Mittag ist gesund

Sonnenschutz total - aus Furcht vor Hautkrebs - ist ungesund, warnen sieben britische Organisationen, darunter die Vereinigung der Hautärzte, die Osteoporose-Gesellschaft und die Gesellschaft für Krebsforschung. Sie empfehlen, über Mittag dosiert Sonne zu tanken - dann, wenn das Sonnenlicht am meisten UV-Strahlung enthält. Das sollte man regelmässig tun, sogar im Sommer, allerdings nur für etwa zehn bis fünfzehn Minuten und mit ausreichendem Sonnenschutz. So bildet die Haut das lebenswichtige Vitamin D. Mit dem Sonnenbad sollte man aufhören, bevor die Haut rot wird. [2774]

17. Dezember 2010  –  BBC

Multiple Sklerose bessert sich im Herbst

Die Nervenkrankheit multiple Sklerose (MS) verläuft in Schüben. Der Wechsel ist unter anderem von der Jahreszeit abhängig, wie ein Forscherteam in Boston herausgefunden hat: Im Frühjahr und Sommer nehmen die Schäden an den Nerven zu, im Herbst und Winter wieder ab. An diesem Wechsel sind die Aussentemperaturen ebenso beteiligt wie die Intensität der Sonnenstrahlung. In nördlichen und südlichen Breiten mit ihren stark ausgeprägten Jahreszeiten tritt MS häufiger auf als in der Nähe des Äquators. [2702]

2. September 2010  –  Ärzteblatt

Sonnenschirm schützt nur teilweise vor UV-Strahlung

Etwa ein Drittel der für die Haut schädlichen UV-Strahlung gelangt unter einen Sonnenschirm von 1,6 Metern Durchmesser - obwohl der Schirmstoff nur fünf Prozent der Strahlung durchlässt. Das zeigen Messungen spanischer Forscher. Schuld an dem Unterschied ist diffuse Strahlung, die aus der Umgebung unter den Schirm gestreut wird. [2672]

23. Juli 2010  –  Standard

Besser während Operation bestrahlen als danach

Mit einem neuen tragbaren Bestrahlungsgerät lassen sich Brustkrebs-Patientinnen schon während der Operation bestrahlen. Erste Tests in London zeigen eine sehr gute Wirkung: Von 77 so behandelten Patientinnen hatten nur gerade zwei innerhalb von sieben Jahren einen Rückfall. Sollten sich dieses vorläufige Ergebnis bestätigen, könnte man in vielen Fällen auf eine teure Nachbestrahlung in Zentren mit zum Teil langen Wartelisten verzichten. [2502]

29. März 2010  –  Telegraph

Handy-Strahlung verbessert Gedächtnis von Mäusen

Mäuse, die der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt sind, können sich an Orte in einem Labyrinth besser erinnern als nicht bestrahlte Mäuse. Speziell gezüchtete Alzheimer-Mäuse hatten nach einer Bestrahlung von zwei Stunden täglich über mehrere Monate ein ebenso gutes Gedächtnis wie gesunde Mäuse. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Versuche in einem Labor in Florida. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Handy-Strahlung, wenn überhaupt, dem Hirn nur schaden könne. Ob das Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist, bleibt noch offen. Die Forscher erklären den Effekt mit der Erwärmung von Hirnzellen. Diese regt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass die grauen Zellen schädliche Ablagerungen entsorgen können. [2267]

7. Januar 2010  –  Spiegel

Körperscanner erhöhen die Strahlenbelastung um 10 Prozent

Holland setzt sie nach dem vereitelten Terroranschlag vor Detroit an den Flughäfen schon ein, andere Länder werden folgen. Körperscanner, auch Ganzkörperscanner, Nacktscanner oder Bodyscanner, arbeiten entweder mit schwachen Röntgenstrahlen oder mit hochfrequenten Radiowellen. Die Strahlenbelastung eines durchleuchteten Menschen vor dem Flug ist etwa um das Zehnfache kleiner als die Belastung durch kosmische Strahlung während des Fluges. [2248]

2. Januar 2010  –  Focus

Angst ist schlimmer als Handy-Strahlung

Es gibt Personen, die sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagieren. Dabei spielt aber die Angst vor der Strahlung eine weitaus wichtigere Rolle als die Strahlung selbst. So haben Anwohner einer neu erstellten Mobilfunk-Antenne im deutschen Bundesland Niedersachsen über Kopfschmerzen und Schlafstörungen geklagt, lange bevor die Antenne zum ersten Mal eingeschaltet war. Auch Tests mit sensiblen Personen in München haben gezeigt, dass sie über Störungen klagen selbst wenn gar keine Strahlung vorhanden ist. [2235]

25. Dezember 2009  –  Welt

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