Gesundheitstelegramm: Strahlung

News zu Strahlung

Zehntausende Todesfälle wegen Fukushima?

Allein in den USA seien wegen der Reaktorkatastrophe von Fukushima 14000 Menschen vorzeitig gestorben. Diese Zahl haben zwei amerikanische Strahlenbiologen berechnet. Sie stützen sich auf die gemessenen Werte von radioaktivem Jod 131 im Regenwasser. Die radioaktive Strahlung lag zeitweise um das Hundertfache über dem Normalwert. [3013]

30. Dezember 2011  –  UPI Health News

Lungenkrebs: Metastasen mit Mikrowellen verschmoren

Durch die Haut wird eine Sonde an den Tumor herangeführt. Dann folgt eine fünf- bis zehnminütige Bestrahlung. Die Mikrowellen zerstören die Krebszellen durch Hitze. Mit dieser neuen, in Frankfurt erprobten Methode lässt sich die Behandlung von Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium deutlich verbessern. [2976]

8. November 2011  –  Ärztezeitung

Solarium gefährlicher als angenommen

Sich auf einer Sonnenbank bräunen zu lassen schadet der Haut auch dann, wenn kein Sonnenbrand entsteht. Grund: Die UVA-Strahlung der Solarliege dringt tief in die Haut ein und kann dort die Zellen schädigen, die sich teilen und neue Schichten der Haut bilden. Das haben britische Forscher bei Versuchen mit zwölf Freiwilligen festgestellt. [2960]

14. Oktober 2011  –  Telegraph

Mehr Asthma wegen Elektrosmog?

Wenn schwangere Frauen elektromagnetischen Feldern - Strahlung von Haushaltgeräten - ausgesetzt sind, steigt das Risiko für Asthma bei ihren Kindern. Das zeigt eine Studie an 130 Kindern in den USA. Doch die meisten Forscher zweifeln daran, dass «Elektrosmog» als Ursache in Frage kommt. Viel eher steigt mit der Zahl von Elektrogeräten im Haushalt auch die Belastung der Luft mit Staub und Umweltchemikalien. [2916]

4. August 2011  –  Ärzteblatt

Weisser Hautkrebs durch Viren und UV

Nur wenn Viren die Zellen der Haut geschädigt haben, kann UV-Strahlung weissen Hautkrebs auslösen. Das vermuten Krebsforscher nach Versuchen an Labormäusen. Die Hautkrebs-Viren sind verwandt mit solchen, die Warzen oder Gebärmutterhalskrebs auslösen. Jetzt wollen Forscher einen Impfstoff gegen weissen Hautkrebs entwickeln. [2910]

20. Juli 2011  –  Welt

Handy krebserregend? Experten uneinig!

Alle paar Monate melden sich Experten mit neuen Warnungen und Entwarnungen. Zur Zeit ist wieder Warnung angesagt: Ein Gremium der WHO stuft die Strahlung aus Mobilfunk als «möglicherweise krebserregend» ein. Gefordert sind jetzt mehr Studien. Wie auch immer ihr Ergebnis sein wird - betroffen sind höchstens starke Handynutzer. [2879]

1. Juni 2011  –  Ärztezeitung

Wie lange bleibt radioaktive Strahlung gefährlich?

In den ersten vier Tagen nach dem Atomunfall sind aus dem Reaktor von Fukushima im Vergleich zur Gesamtmenge aus Tschernobyl etwa halb so viel radioaktives Cäsium und etwa ein Fünftel so viel radioaktives Jod in die Umwelt gelangt. Jod zerfällt schnell: Bei einer Halbwertszeit von wenigen Tagen ist es nach drei Monaten vollständig abgebaut. Cäsium hingegen hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Es gelangt über die Nahrung (z.B. Blattgemüse, Milch) in den Organismus. Besonders gefährlich ist Strontium, das an Stelle von Kalzium in die Knochen eingebaut wird. [2832]

23. März 2011  –  NZZ

Statistik: Streit um Strahlentote

Wieviele Menschen sind nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl an radioaktiver Strahlung gestorben? Die Schätzungen gehen weit auseinander: offiziell sind 47 der etwa 600'000 Aufräumarbeiter (Liquidatoren) und 15 Anwohner des Kraftwerks an Schilddrüsenkrebs gestorben. Ukrainische Amtsstellen sprechen von mehreren zehntausend verstorbenen Liquidatoren. In ganz Europa sind laut WHO 4000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben, laut Greenpeace bis zu 90'000. Krebs hat aber auch andere Ursachen und ist zudem häufig. So lässt sich nur schwer nachweisen, wieviele Krebstote die Strahlung verursacht hat. [2830]

21. März 2011  –  Süddeutsche Zeitung

WHO: Jodtabletten können schaden

Aus Angst vor Strahlung sollte man zur Zeit keine Jodtabletten kaufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO macht sich Sorgen, dass Menschen aus Panik die Tabletten einnehmen könnten. Das wäre aber nur sinnvoll in der Nähe eines AKW und auch nur dann, wenn die Umgebung mit radioaktivem Jod verseucht worden ist. Bei Menschen mit Nierenschwäche können Jodtabletten die Gesundheit gefährden, warnt die WHO. [2829]

18. März 2011  –  Medpage Today

Strahlung: Wie hoch das Krebsrisiko steigt

Durchschnittlich erkranken 40 von 100 Menschen im Lauf ihres Lebens an Krebs. Nach einer Strahlendosis von 100 Millisievert steigt diese Zahl um eine Person auf 41, schätzt Albrecht Kellerer von der deutschen Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung. 100 Millisievert ist die Dosis, die ein Mensch normalerweise aus natürlichen Quellen und Röntgenaufnahmen in 25 Jahren aufnimmt – oder der ein Arbeiter auf dem Katastrophengelände von Fukushima zeitweise innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausgesetzt war. [2828]

17. März 2011  –  FAZ

Ein wenig Sonne über Mittag ist gesund

Sonnenschutz total - aus Furcht vor Hautkrebs - ist ungesund, warnen sieben britische Organisationen, darunter die Vereinigung der Hautärzte, die Osteoporose-Gesellschaft und die Gesellschaft für Krebsforschung. Sie empfehlen, über Mittag dosiert Sonne zu tanken - dann, wenn das Sonnenlicht am meisten UV-Strahlung enthält. Das sollte man regelmässig tun, sogar im Sommer, allerdings nur für etwa zehn bis fünfzehn Minuten und mit ausreichendem Sonnenschutz. So bildet die Haut das lebenswichtige Vitamin D. Mit dem Sonnenbad sollte man aufhören, bevor die Haut rot wird. [2774]

17. Dezember 2010  –  BBC

Multiple Sklerose bessert sich im Herbst

Die Nervenkrankheit multiple Sklerose (MS) verläuft in Schüben. Der Wechsel ist unter anderem von der Jahreszeit abhängig, wie ein Forscherteam in Boston herausgefunden hat: Im Frühjahr und Sommer nehmen die Schäden an den Nerven zu, im Herbst und Winter wieder ab. An diesem Wechsel sind die Aussentemperaturen ebenso beteiligt wie die Intensität der Sonnenstrahlung. In nördlichen und südlichen Breiten mit ihren stark ausgeprägten Jahreszeiten tritt MS häufiger auf als in der Nähe des Äquators. [2702]

2. September 2010  –  Ärzteblatt

Sonnenschirm schützt nur teilweise vor UV-Strahlung

Etwa ein Drittel der für die Haut schädlichen UV-Strahlung gelangt unter einen Sonnenschirm von 1,6 Metern Durchmesser - obwohl der Schirmstoff nur fünf Prozent der Strahlung durchlässt. Das zeigen Messungen spanischer Forscher. Schuld an dem Unterschied ist diffuse Strahlung, die aus der Umgebung unter den Schirm gestreut wird. [2672]

23. Juli 2010  –  Standard

Besser während Operation bestrahlen als danach

Mit einem neuen tragbaren Bestrahlungsgerät lassen sich Brustkrebs-Patientinnen schon während der Operation bestrahlen. Erste Tests in London zeigen eine sehr gute Wirkung: Von 77 so behandelten Patientinnen hatten nur gerade zwei innerhalb von sieben Jahren einen Rückfall. Sollten sich dieses vorläufige Ergebnis bestätigen, könnte man in vielen Fällen auf eine teure Nachbestrahlung in Zentren mit zum Teil langen Wartelisten verzichten. [2502]

29. März 2010  –  Telegraph

Handy-Strahlung verbessert Gedächtnis von Mäusen

Mäuse, die der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt sind, können sich an Orte in einem Labyrinth besser erinnern als nicht bestrahlte Mäuse. Speziell gezüchtete Alzheimer-Mäuse hatten nach einer Bestrahlung von zwei Stunden täglich über mehrere Monate ein ebenso gutes Gedächtnis wie gesunde Mäuse. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Versuche in einem Labor in Florida. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Handy-Strahlung, wenn überhaupt, dem Hirn nur schaden könne. Ob das Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist, bleibt noch offen. Die Forscher erklären den Effekt mit der Erwärmung von Hirnzellen. Diese regt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass die grauen Zellen schädliche Ablagerungen entsorgen können. [2267]

7. Januar 2010  –  Spiegel

Körperscanner erhöhen die Strahlenbelastung um 10 Prozent

Holland setzt sie nach dem vereitelten Terroranschlag vor Detroit an den Flughäfen schon ein, andere Länder werden folgen. Körperscanner, auch Ganzkörperscanner, Nacktscanner oder Bodyscanner, arbeiten entweder mit schwachen Röntgenstrahlen oder mit hochfrequenten Radiowellen. Die Strahlenbelastung eines durchleuchteten Menschen vor dem Flug ist etwa um das Zehnfache kleiner als die Belastung durch kosmische Strahlung während des Fluges. [2248]

2. Januar 2010  –  Focus

Angst ist schlimmer als Handy-Strahlung

Es gibt Personen, die sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagieren. Dabei spielt aber die Angst vor der Strahlung eine weitaus wichtigere Rolle als die Strahlung selbst. So haben Anwohner einer neu erstellten Mobilfunk-Antenne im deutschen Bundesland Niedersachsen über Kopfschmerzen und Schlafstörungen geklagt, lange bevor die Antenne zum ersten Mal eingeschaltet war. Auch Tests mit sensiblen Personen in München haben gezeigt, dass sie über Störungen klagen selbst wenn gar keine Strahlung vorhanden ist. [2235]

25. Dezember 2009  –  Welt

Krebs-Gencode geknackt

Krebsforschern ist es gelungen, die Gene von Haut- und Lungenkrebszellen vollständig zu entschlüsseln. Der Vergleich mit gesunden Zellen zeigt: Hautkrebszellen haben etwa dreissigtausend Fehler in ihrer Erbmasse, verursacht durch zuviel Sonnenstrahlung; Lungenkrebszellen haben über zwanzigtausend Fehler, verursacht durch Schadstoffe im Tabakrauch. Mit jedem gerauchten Pack Zigaretten kommt im Durchschnitt ein neuer Gen-Fehler dazu. Die Forscher hoffen, anhand der Gene neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs zu finden. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich noch zeigen müssen. [2217]

18. Dezember 2009  –  BBC

Computertomografie gefährlicher als angenommen

Eine einzige Computertomografie (CT) belastet den Körper mit vierhundert mal mehr Strahlen als eine normale Röntgenaufnahme. In einem von achtzig Fällen löst diese Strahlung im Durchschnitt einen Krebs aus, hat eine neue US-Studie errechnet. Besonders gefährdet sind Frauen, denn sie reagieren empfindlicher auf Röntgenstrahlen. Eine ungefährliche Alternative ist die Magnetresonanz-Tomografie (MRI). Sie kommt ohne jede Röntgenstrahlung aus. [2215]

18. Dezember 2009  –  Bild

Das Handy kann männliche Fruchtbarkeit gefährden

Je öfter ein Mann mit dem Handy telefoniert, desto weniger gesunde Samenzellen hat er. Das ist der Befund bei dreihundertsechzig Männern, die sich wegen Verdachts auf Unfruchtbarkeit in einer amerikanischen Klinik haben untersuchen lassen. Die Forscher vermuten, dass die elektromagnetische Strahlung dafür verantwortlich sein könnte. [1611]

16. Mai 2007  –  PubMed PMID: 17482179

Handy: Empfindlichkeit nur eingebildet?

Immer wieder berichten empfindliche Personen über Kopfweh, nachdem sie ein Handy benutzt haben. Sechzig solche Personen sind kürzlich in London getestet worden, und zwar, ohne ihr Wissen, mittels echter oder bloß angeblicher Handy-Strahlung. Doch den Versuchspersonen ist es nicht gelungen, die echten von den falschen Signalen zu unterscheiden: In beiden Fällen haben sie gleich häufig über Kopfweh berichtet. [1284]

17. April 2006  –  British Medical Journal 2006;332:886

Baby aus tiefgefrorenem Ei

Einer Krebspatientin ist vor der Bestrahlung Gewebe aus dem Eierstock entnommen und tiefgefroren worden. Nach der Behandlung hat man das Gewebe wieder aufgetaut und implantiert. Die Frau ist danach wieder fruchtbar geworden und hat ein Kind zur Welt gebracht. [894]

18. Oktober 2004  –  Lancet 2004;364:1405

Sport gegen Müdigkeit nach Bestrahlung

Gehen mit mäßiger Anstrengung hat bei Krebspatienten, die an der Prostata bestrahlt worden sind, die Müdigkeit stark verringern können. [857]

26. August 2004  –  Chest 2004;126:347

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