
News zu Stoffwechsel
Schokolade: Kalorien, die sich selber verbrennen?
Menschen, die regelmässig Schokolade essen, sind schlanker als solche, die das wenig oder nie tun. Der Unterschied ist zwar gering, aber nicht zufällig, wie eine amerikanische Studie mit über tausend Teilnehmern zeigt. Schokolade enthält neben Zucker und Fett auch viele Antioxidantien. Diese kurbeln den Stoffwechsel an, was auch die Verbrennung von Kalorien fördere, vermuten die Forscher. Dennoch ist Schokolade zum Abnehmen keine gute Idee. Antioxidantien sind auch in Früchten, Gemüse und Nüssen enthalten - befrachtet mit viel weniger Kalorien. [3074]
27. März 2012 – Ärztezeitung
Muskeln sind wichtig für die Bewegung und auch für den Stoffwechsel. Sie enthalten zahlreiche Gene, die aber bei Bewegungsmangel «einrosten». Schon nach einem einzigen Training beginnen sie wieder zu arbeiten, allerdings nur für kurze Zeit. Das zeigt ein Experiment mit vierzehn Personen in Stockholm. Dass die Gene so schnell auf Umwelteinflüsse reagieren, hatten die Forscher nicht erwartet. So schnell die positive Wirkung des Sports, so kurzfristig ist sie allerdings. Dies bestätigt eine alte Regel: Mässig, aber regelmässig ist am besten. [3060]
7. März 2012 – Welt
Multiple Sklerose: Fett- statt Immunkrankheit?
Was zerstört die fettigen Hüllen der Nervenfasern und verursacht so multiple Sklerose? Seit Jahren im Visier ist das Immunsystem: Es soll, ausser Kontrolle geraten, die Nervenhüllen angreifen. Jetzt stellt eine amerikanische Forscherin eine neue Theorie auf: Ein genetisch bedingter Defekt im Fettstoffwechsel erzeugt schadhafte Nervenhüllen. Die Schäden alarmieren das Immunsystem, und die folgende Entzündung zerstört die Nervenhüllen. MS ist bei Frauen häufiger als bei Männern. Der Fettstoffwechsel funktioniert bei Frauen grundlegend anders als bei Männern. Beides spricht für die Fett-Theorie der multiplen Sklerose. Ob sie zu Fortschritten in der Behandlung führt, wird sich zeigen müssen. [3014]
3. Januar 2012 – UPI Health News
Mangel an Körperfett kann krank machen
Schlanke können für Diabetes und Herzkrankheiten anfälliger sein als Dicke, wenn sie ein bestimmtes Gen in sich tragen. Dieses sorgt zwar für einen geringen Anteil an Körperfett, beeinflusst aber den Stoffwechsel ungünstig. Das zeigt die Auswertung von über zwanzig Studien. Das Gen reduziert Fett an Stellen, wo es eher nützt als schadet, nicht aber im Bauchraum. Der Bauchumfang und die Berechnung des WHtR sind deshalb gute Methoden, das schädliche Fett zu messen. [2896]
28. Juni 2011 – Spiegel
Bauchfett, nicht BMI verkürzt das Leben
Ein dicker Bauch steigert das Risiko, bald zu sterben, um 70 Prozent. Ein hoher Body Mass Index (BMI) senkt dagegen dieses Risiko um etwa ein Drittel. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von fünf Studien bei insgesamt über fünfzehntausend Personen. Ob Fett der Gesundheit schadet oder nicht, hängt also sehr davon ab, wo es sich ansetzt. Fett am Bauch beeinflusst den Stoffwechsel viel stärker als anderswo im Körper. Deshalb sagt der Bauchumfang und dessen Verhältnis zur Körpergrösse (WHtR) mehr über die Gesundheitsrisiken aus als der Body Mass Index. [2858]
3. Mai 2011 – Medpage Today
Schwanger: Diät macht dicke Kinder
Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft eine kohlenhydratarme (Low Carb) Diät eingehalten haben, neigen im frühen Schulalter mehr als andere zu Übergewicht. Ihr Stoffwechsel wird schon vor der Geburt auf optimale Verwertung getrimmt, indem die entsprechenden Gene aktiver werden. Zwar lässt sich das später durch gesunde Ernährung wieder normalisieren. Doch in vielen Fällen wirken sich die schlechten Startbedingungen negativ auf das Gewicht aus. [2855]
28. April 2011 – Ärzteblatt
Neue Messung zeigt: Altes Gehirn wird sauer
Mit dem Milchsäurespiegel im Gehirn lässt sich dessen biologisches Alter auf verblüffend einfache Art messen. Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat die neue Methode erfolgreich an Mäusen erprobt. Milchsäure entsteht, wenn die Leistung des Stoffwechsels abnimmt, so dass die grauen Zellen Energieträger nicht mehr effizient verwerten können. Nach vorläufigen Ergebnissen läuft der gleiche Vorgang auch beim Altern des menschlichen Gehirns ab. Sollte sich das bestätigen, könnte man Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson künftig schon in einem früheren Stadium als bisher entdecken. [2746]
4. November 2010 – Welt
Starke Knochen, aber auch ein flexibles Denkvermögen - so unterschiedlich sind die positiven Leistungen von Vitamin D. Im Stoffwechsel des Kleinhirns und in der Region des Hippocampus, wo wichtige Zentren des Erinnerungs- und Denkvermögens sitzen, spielt das Vitamin eine bisher kaum bekannte wichtige Rolle. Das haben Forscher der Tufts-Universität in Boston herausgefunden. Bei Senioren ab 65 Jahren mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel fällt die geistige Fitness deutlich ab. [2655]
30. Juni 2010 – Ärzteblatt
Melatonin ist das Geheimnis des Schönheitsschlafs
Das Schlafhormon Melatonin schlägt die Anti-Aging-Vitamine C und E um Längen, wenn es um die antioxidierende Wirkung geht. Diese bisher unbekannte Eigenschaft des Hormons ist in einem Labor in Lübeck entdeckt worden. Antioxidantien machen freie Radikale unschädlich. Diese aggressiven Produkte des Stoffwechsels beschleunigen das Altern und fördern Krebs. [2282]
11. Januar 2010 – Welt
Handy-Strahlung verbessert Gedächtnis von Mäusen
Mäuse, die der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt sind, können sich an Orte in einem Labyrinth besser erinnern als nicht bestrahlte Mäuse. Speziell gezüchtete Alzheimer-Mäuse hatten nach einer Bestrahlung von zwei Stunden täglich über mehrere Monate ein ebenso gutes Gedächtnis wie gesunde Mäuse. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Versuche in einem Labor in Florida. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Handy-Strahlung, wenn überhaupt, dem Hirn nur schaden könne. Ob das Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist, bleibt noch offen. Die Forscher erklären den Effekt mit der Erwärmung von Hirnzellen. Diese regt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass die grauen Zellen schädliche Ablagerungen entsorgen können. [2267]
7. Januar 2010 – Spiegel
Gesundheit des Stoffwechsels unabhängig vom Gewicht
Ob Übergewicht der Gesundheit schadet oder nicht, hängt vor allem vom Stoffwechsel ab: Steigen Cholesterin und Blutdruck, bilden sich in den Blutgefässen Entzündungen? Ein ungesunder Stoffwechsel kann auch bei Personen mit einem normalen Körpergewicht vorkommen. Umgekehrt haben viele Übergewichtige einen normalen, gesunden Stoffwechsel. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität von Lüttich. [2139]
21. Oktober 2009 – PubMed PMID: 19772195
Curry bremst Wachstum von Fettzellen
Curcumin, der gelbe Farbstoff im Currypulver, drosselt den Stoffwechsel von Fettzellen auf Sparflamme und unterbindet das Wachstum von neuen Blutgefässen im Fettgewebe. So kann das Körperfett weniger stark wuchern, der Mensch bleibt schlanker. Dieses Fazit ziehen Forscher aus jüngsten Versuchen an Kulturen von Fettzellen und an übergewichtigen Mäusen. Wer schlank bleiben oder werden will, dem wird ab und zu ein scharfes Currygericht bestimmt nicht schaden. [2070]
26. März 2009 – PubMed PMID: 19297423
Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
2. März 2009 – PubMed PMID: 19232475
Weichen für gesunden Stoffwechsel früh gestellt
Schon bei Kindern im Alter bis zu fünf Jahren kann man jene erkennen, die später einmal ein höheres Risiko für Herzinfarkt oder Diabetes haben werden. Ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung führen oft zu Übergewicht im frühen Alter, verbunden mit Störungen im Stoffwechsel des Zuckers und der Fette. Eine gesunde Lebensweise ist also am wichtigsten, wenn die Kinder noch jung sind. [2015]
8. Januar 2009 – PubMed PMID: 19117849
Warum Krafttraining im Alter gesund ist
Muskeln sind der grösste Speicher des Körpers für lebenswichtige Aminosäuren. Ihre Tätigkeit kurbelt den gesamten Stoffwechsel an, wovon auch das Hirn profitiert. Muskeln speichern Zucker und verbrennen Fett, wodurch das Risiko für Diabetes sinkt. Wer starke Muskeln hat, wird bis ins höchste Alter kaum je Pflege benötigen. Deshalb raten Fachleute gerade auch im Alter zu intensivem Training der Muskeln. [2012]
5. Januar 2009 – PubMed PMID: 19074964
Schololade und andere Kakao enthaltende Produkte sind sehr reich an Flavonoiden. Diese Stoffe bremsen Entzündungen, die in den Wänden der Blutgefässe zu Schäden führen können. Zudem senken sie den Blutdruck und verbessern den Stoffwechsel des Zuckers. Ab und zu ein Herz aus Schokolade zu essen scheint dem Herzen tatsächlich gut zu bekommen. [1994]
2. Dezember 2008 – PubMed PMID: 18991246
Mit Grüntee Training besser vertragen
Kraftsport ist zwar gesund, belastet aber auch den Stoffwechsel. Das äussert sich unter anderem darin, dass der Spiegel von freien Radikalen im Blut ansteigt. Dem kann Grüntee entgegenwirken, da er reich an Polyphenolen ist, die als Antioxidantien die durch freie Radikale verursachten Schäden beheben können. Das zeigt ein Versuch mit vierzehn jungen Kraftsportlern in Brasilien. [1827]
19. März 2008 – PubMed PMID: 18337059
Fit, auch wenn dick, gut fürs Herz
Training verbessert bei Diabetikern den Stoffwechsel und senkt das Risiko für das Herz, und zwar auch dann, wenn sie dick bleiben. Das zeigt eine Studie bei sechzig Patienten in Griechenland. [1754]
5. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18043308
Bewegung auch gesund, wenn sie nicht fit macht
Wer sich bewegt, wird auf jeden Fall gesünder, auch wenn er nicht abnimmt und nicht fitter wird. Schon die blosse Verbrennung von Energie wirkt sich aber günstig auf den Stoffwechsel aus, sagt eine britische Studie an über dreihundert Personen. [1628]
8. Juni 2007 – PubMed PMID: 17536069
Magnesium und Kalzium gegen Diabetes
Magnesium und Kalzium senken die Gefahr, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, indem sie den Stoffwechsel des Insulins stabil halten. Für Magnesium hat man einen täglichen Bedarf von etwa 300 Milligramm errechnet, gestützt auf die Laborwerte von über tausend Personen in den USA. [1418]
14. September 2006 – Am J Epidemiology 2006;164:449
Stress schlägt auf den Stoffwechsel
Wem bei der Arbeit wohl ist, lebt am gesündesten. Dagegen haben Angestellte, die bei der Arbeit oft gestresst sind, ein doppelt so hohes Risiko für das metabolische Syndrom. Darunter versteht man Probleme mit dem Stoffwechsel der Fette (Cholesterin) und des Zuckers (Neigung zu Diabetes), oft verbunden mit Übergewicht und Mangel an Bewegung. Dies ergibt eine Untersuchung an über zehntausend Angestellten der öffentlichen Dienste in London. [1255]
7. März 2006 – British Medical Journal 2006;332:521
Fett absaugen wirkt nur kosmetisch
Zuviel Fett am Bauch ist ungesund. Wer es sich absaugen lässt, mag zwar schöner aussehen, doch gesünder wird er dadurch nicht: Die Werte des Stoffwechsels, die durch Fettleibigkeit negativ geworden sind, bleiben weiterhin im ungünstigen Bereich. [814]
28. Juni 2004 – N Engl J Medicine 2004;350:2549
Im Winter soll man so oft wie möglich helles Sonnenlicht geniessen. Das regt das Hirn an, vor allem den Stoffwechsel des Botenstoffes Serotonin. Dessen Mangel führt zu Depression. [331]
7. Dezember 2002 – Lancet 2002-12-07
Gen für starke Knochen entdeckt
Eine seltene Veränderung an einem Gen, das den Stoffwechsel des Cholesterins steuert, regt die Knochen zu stärkerem Wachstum an. Jetzt hofft man, dieses Gen genauer zu untersuchen und so neue Wege zur Behandlung von Osteoporose zu finden. [133]
17. Mai 2002 – N Engl J Medicine 2002;346:1513
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