Gesundheitstelegramm: Stürze

News zu Stürze

Übergewicht schützt vor Knochenbruch

Je schlanker Frauen nach der Menopause sind, desto öfter brechen sie den Schenkelhals am Hüftgelenk. Das zeigen Statistiken bei gegen einer Million Frauen in Grossbritannien und Australien. Belastet durch das höhere Gewicht verstärken sich die Knochen und brechen dadurch weniger. Bei Stürzen federn Fettpolster den Aufprall ab. Auch Sport belastet die Knochen und bremst so deren Abbau. [2932]

31. August 2011  –  Ärztezeitung

Senioren: Tanzen mindert Sturzgefahr

Stürze sind für alte Menschen eine Hauptursache für Knochenbrüche, oft begleitet von lebensbedrohlichen Komplikationen. Tanzen hilft, den Schritt auch im Alltag sicherer zu machen: Das Risiko von Stürzen lässt sich so halbieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Genf an über hundert Senioren im durchschnittlichen Alter von 75 Jahren. [2757]

24. November 2010  –  Spiegel

Muskeln im Alter: Wadendicke messen!

Bei betagten Menschen nimmt die Muskelmasse ab. Ob dieser Muskelverlust den kritischen Grad einer Sarkopenie erreicht, lässt sich mit der Waage nicht feststellen, da alte Menschen oft auch mehr Fett ansetzen. Nur das Massband schafft Klarheit: Der Wadenumfang sollte mindestens 31 Zentimeter betragen, sagt Jürgen Schölmerich, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Muskelschwäche ist die häufigste Ursache für Stürze im Alter. [2529]

15. April 2010  –  Ärztezeitung

Mehr Muskeln im Alter halten gesund

Bis zum achtzigsten Lebensjahr verliert auch ein gesunder Mensch im Durchschnitt etwa ein Drittel seiner Muskelmasse. Besser ist wohl, die Sache positiv zu sehen: Zwei Drittel bleiben erhalten, und dieser Anteil lässt sich durch Krafttraining steigern. Muskelkraft ist einer der wichtigsten und oft unterschätzten Gesundheitsfaktoren im Alter, sagt Jürgen Schölmerich von der Uni Regensburg. Schwache Muskeln und ein schlechter Sinn für das Gleichgewicht - beides Folgen von Bewegungsmangel - sind die häufigsten Ursachen von Stürzen. Beim folgenden Aufenthalt im Spital bringen dann oft Thrombosen und Lungenentzündungen den vorzeitigen Tod. [2454]

4. März 2010  –  Ärzteblatt

Senioren: Angst vor Stürzen fördert Stürze

Sorgt sich das Personal in Alters- und Pflegeheimen zu sehr vor der Gefahr, dass die Bewohner stürzen und sich verletzen könnten, fördert es genau das, was es eigentlich vermeiden möchte. Denn die üblichen Massnahmen zum Schutz gegen Stürze schränken die Beweglichkeit ein. Die Gebrechlichkeit und damit das Risiko von Stürzen nehmen weiter zu. Deshalb ist es wichtig, die richtige Balance zwischen Schutz und Aktivierung zu finden. [2101]

29. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19468202

Tai Chi verbessert Gleichgewicht im Alter

Der Sinn fürs Gleichgewicht beginnt schon im mittleren Alter nachzulassen. Dadurch steigt im Alter das Risiko von Stürzen. Dieser Tendenz kann Tai Chi entgegenwirken, wie eine Studie an Patienten eines Spitals in Taipeh zeigt. Die chinesische Gymnastik verbessert den Sinn für die Balance sowohl in ruhigen Haltungen als auch in der Bewegung. [1874]

27. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18487891

Tango besser als Turnen

Menschen mit Parkinson können von Tango-Kursen mehr profitieren als von den üblichen Turnübungen. Zwar lindern Turnen wie Tanzen zahlreiche Symptome der Krankheit im gleichen Masse, doch in Sachen Gleichgewicht und Sicherheit gegen Stürze schneiden die Tänzer deutlich besser ab. [1781]

15. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18172414

Das erste Lebensjahr beeinflusst die letzten

Viel wichtiger als die Frage, wieviel ein Baby bei der Geburt wiegt, ist sein Wachstum im ersten Lebensjahr. Ein gesundes Wachstum stellt positive Weichen für das ganze Leben bis ins hohe Alter, wie eine Studie an mehr als zweitausend Personen in England nachweist: Stürze sind viel seltener und der Händedruck ist kräftiger bei Personen, die als Kleinkind gut bis überdurchschnittlich gewachsen sind. [1443]

19. Oktober 2006  –  Am J Epidemiology 2006;164:665

Weniger Stürze mit Vitamin D

Vitamin D stärkt nicht nur die Knochen, sondern mindert offenbar auch das Risiko, sie zu brechen. Das zeigen fünf Studien an insgesamt über tausend älteren Personen. Von 15 behandelten Personen bleibt eine dank dem Vitamin sturzfrei. [776]

5. Mai 2004  –  JAMA 2004;291:1999

Hüftschutz nützt nicht

Betagte stürzen oft und brechen sich wegen Osteoporose den Oberschenkelhals am Hüftgelenk. In Holland hat man einen Hüftschutz an einigen hundert Personen getestet. Fazit: Wer einen solchen Schutz trägt, hat ein unvermindertes Risiko für Knochenbruch. [444]

16. April 2003  –  JAMA 2003;289:1957

Altersturnen verhindert Stürze

Über 70 Jahre alte Menschen erleiden 20 Prozent weniger Stürze, wenn sie regelmäßig am Altersturnen teilnehmen. Weniger wirksam sind unfallverhütende Maßnahmen im Haushalt und die Behandlung von Sehschwäche. [201]

24. Juli 2002  –  British Medical Journal 2002;325:128

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