Gesundheitstelegramm: Speiseröhre

News zu Speiseröhre

Diabetes fördert auch Krebs

Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs. [2605]

21. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Zähne putzen kann auch Krebs verhindern

Schlechte Mundhygiene, entzündetes Zahnfleisch und ausfallende Zähne erhöhen das Risiko für Krebs im Bereich von Kopf, Hals und Speiseröhre auf das Doppelte bis Dreifache. Gute Mundhygiene kann also Krebs verhindern. Problematisch sind jedoch Mundwässer: Sie erhöhen das Risiko für Krebs ebenso stark wie eine schlechte Mundhygiene. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Ost- und Mitteleuropa sowie in Südamerika. [2075]

2. April 2009  –  PubMed PMID: 19322217

Auch rauchloser Tabak verursacht Krebs

Rauchloser Lutschtabak, Snus, ist vor allem in Skandinavien beliebt. Zwar ist für Tabaklutscher das Risiko für Lungenkrebs anders als bei Zigarettenrauchern kaum erhöht. Doch Studien in den USA und in Asien zeigen ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Mundkrebs. Die Risiken für Krebs der Speiseröhre und des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) sind um je 60 Prozent erhöht, zeigen Studien in Nordeuropa. Auch greift Lutschtabak das Zahnfleisch an und lässt Zähne schneller ausfallen. [1911]

4. August 2008  –  PubMed PMID: 18598931

Vielfalt an Gemüse senkt Krebsrisiko

Wer auf dem Teller für viel vegetarische Abwechslung sorgt, läuft weniger Gefahr, an Krebs der Speiseröhre zu erkranken. Das zeigt eine Studie an über tausend Patienten in der Schweiz und in Italien. Günstig gegen Krebs ist nicht nur die Menge an Früchten und Gemüse, sondern auch ihre Vielfalt. Keine Rolle spielt Abwechslung bei Getreideprodukten, und beim Fleisch wirkt sich Vielfalt eher krebsfördernd aus. [1873]

26. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18487075

Brustschmerz ohne Herz-Alarm

Bei unklaren Schmerzen in der Brust sollte man immer zuerst an das Herz denken. Doch ein beträchtlicher Teil der Brustschmerzen hat nichts mit dem Herzen zu tun. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Schmerzen, die von der Speiseröhre ausgehen und meist durch Rückfluss von Magensaft verursacht sind. [1835]

1. April 2008  –  PubMed PMID: 18364579

Magenbakterie kann vor Entzündung der Speiseröhre schützen

Die Bakterie Helicobacter pylori, die im Magen des Menschen relativ häufig vorkommt, kann nicht nur Magengeschwüre auslösen, sondern hat auch ihre guten Seiten: Die Gefahr, bei saurem Aufstossen an einer Entzündung der Speiseröhre (Barrett-Oesophagus) zu erkranken, ist bei Trägern der Bakterie deutlich geringer. Das zeigt eine Studie an über neunhundert Patienten und gesunden Personen in den USA. [1712]

5. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17895354

Übergewicht liegt schwer auf dem Magen

Menschen, die zuviel Gewicht mit sich herumschleppen, haben öfter als andere saures Aufstoßen, Sodbrennen und eine Entzündung der unteren Speiseröhre. Das zeigt eine repräsentative Studie an tausend Personen in Schweden. [1157]

20. Oktober 2005  –  Gut 2005;54:1377

Krebsprognose per Computer

Jeder Arzt kennt die Frage seines Patienten mit Krebs: Werde ich überleben? Wie lange? Am besten können offenbar Computer mit neuronalen Netzen diese Frage beantworten, wenn man sie mit den wichtigsten Daten der Untersuchung füttert. Das zeigt eine Studie von US- und japanischen Forschern an über 400 Patienten mit Krebs der Speiseröhre. [1057]

2. Juni 2005  –  Chest 2005;127:1159

Kinder schwerhörig wegen Magensaft

Mittelohrentzündungen können bei Kindern das Gehör schwer schädigen. Ursache ist oft ein Rückfluss von sauren Magensäften in die Speiseröhre und durch die eustachische Röhre ins Mittelohr. [40]

13. Februar 2002  –  Lancet 2002;359

Asthma wegen Sodbrennen im Bett

Magensaft, der nach dem Schlafengehen in die Speiseröhre aufsteigt, kann die Atemwege angreifen. Tipp: kein schwerverdauliches Nachtessen! [28]

31. Januar 2002  –  Chest 2002;121:158

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