Gesundheitstelegramm: Sommer

News zu Sommer

Hellhäutige brauchen mehr Vitamin D

Menschen vom keltischen Hauttyp - hell, oft sommersprossig, rotes oder hellblondes Haar - können laut einer Studie der Universität Leeds nur ungenügend Vitamin D in der Haut bilden. Sie sollten deshalb erwägen, ein Vitamin-D-Präparat zu nehmen. Dem keltischen Hauttyp gehören etwa zwei Prozent der deutschsprachigen Menschen an. [2956]

10. Oktober 2011  –  Ärzteblatt

Impfung gegen Zeckenkrankheit FSME

Die Frühsommer-Meningo-Encephalitis FSME ist eine gefährliche Infekion der Hirnhaut, übertragen durch Zecken. Dagegen kann man sich wirksam und kostengünstig impfen lassen, am besten ab Ende März. Zu empfehlen ist dies vor allem für Personen, die sich oft im Freien aufhalten, besonders in den Risikogebieten Österreich, südliche und mittlere deutsche Bundesländer und nördliche Schweizer Kantone. [2831]

22. März 2011  –  Ärztezeitung

Ein wenig Sonne über Mittag ist gesund

Sonnenschutz total - aus Furcht vor Hautkrebs - ist ungesund, warnen sieben britische Organisationen, darunter die Vereinigung der Hautärzte, die Osteoporose-Gesellschaft und die Gesellschaft für Krebsforschung. Sie empfehlen, über Mittag dosiert Sonne zu tanken - dann, wenn das Sonnenlicht am meisten UV-Strahlung enthält. Das sollte man regelmässig tun, sogar im Sommer, allerdings nur für etwa zehn bis fünfzehn Minuten und mit ausreichendem Sonnenschutz. So bildet die Haut das lebenswichtige Vitamin D. Mit dem Sonnenbad sollte man aufhören, bevor die Haut rot wird. [2774]

17. Dezember 2010  –  BBC

Länger Schlafen erleichtert Zeitumstellung

Wenn in der Nacht des 30. Oktober die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, kommt dies den «Eulen» entgegen, die gerne länger schlafen. Mehr Mühe haben die Frühaufsteher, die «Lerchen». Ihre innere Uhr ist noch auf das frühere Aufstehen in der Sommerzeit programmiert, wodurch sich der Schlaf verkürzt. Ihnen empfiehlt Alexander Blau vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité, in den Tagen vor der Umstellung ausreichend Schlaf und Sonnenlicht zu tanken und sich viel im Freien zu bewegen. Leichte Kost in den Tagen des Zeitwechsels ist ebenfalls günstig. [2742]

28. Oktober 2010  –  Welt

Multiple Sklerose bessert sich im Herbst

Die Nervenkrankheit multiple Sklerose (MS) verläuft in Schüben. Der Wechsel ist unter anderem von der Jahreszeit abhängig, wie ein Forscherteam in Boston herausgefunden hat: Im Frühjahr und Sommer nehmen die Schäden an den Nerven zu, im Herbst und Winter wieder ab. An diesem Wechsel sind die Aussentemperaturen ebenso beteiligt wie die Intensität der Sonnenstrahlung. In nördlichen und südlichen Breiten mit ihren stark ausgeprägten Jahreszeiten tritt MS häufiger auf als in der Nähe des Äquators. [2702]

2. September 2010  –  Ärzteblatt

Sinkt Temperatur, steigt Gefahr fürs Herz

Mit dem Ende des Sommers nimmt die Gefahr für das Herz zu: Mit jedem Grad Celsius weniger auf dem Aussenthermometer steigt die Zahl der Herzinfarkte um zwei Prozent. Das zeigt eine britische Statistik in 15 Ballungsgebieten von England und Wales. Besonders anfällig auf tiefere Temperaturen sind Menschen im Alter von mehr als 75 Jahren. [2689]

16. August 2010  –  Ärzteblatt

Sommerkleidung: Auf Lichtschutzfaktor achten!

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um das Wievielfache länger als mit ungeschützter Haut man sich an der Sonne aufhalten darf. Ein weisses T-Shirt mit LSF 10 schützt also nur knapp zwei Stunden vor Sonnenbrand, bei Kindern gar nur eine Stunde. Je dichter der Stoff gewoben und je dunkler er gefärbt ist, desto besser schützt er. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft Kleidung, die nach dem UV-Standard 801 geprüft ist. [2650]

23. Juni 2010  –  Welt

Hautkrebstag: So beugt man vor

Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten zu bleiben, im Sommer im Freien Hut, Sonnenbrille und schützende Kleidung zu tragen und nackte Haut reichlich mit Sonnenschutzmittel einzureiben. Besonders gut sollten Kinder und Jugendliche geschützt werden, denn ihre Haut ist empfindlicher als die von Erwachsenen. Sonnenbrände in den ersten 18 Lebensjahren führen später am häufigsten zu Hautkrebs. [2583]

10. Mai 2010  –  Medical Tribune

Jubiläum: 50 Jahre die Pille

Im Sommer 1960 ist unter dem Namen Enovid in den USA die erste Antibabypille auf den Markt gekommen. Das Präparat war damals schon drei Jahre auf dem Markt, allerdings erst gegen Menstruationsbeschwerden zugelassen. Von vielen Frauen als Befreiung gefeiert, stand die Pille wegen Nebenwirkungen in der Kritik. Zunächst ging es um Moral, danach um Thrombosen. Die Hormondosis ist im Lauf der Jahre massiv reduziert worden. Die Pille gilt heute als gut verträglich, bequem und sicher. [2579]

8. Mai 2010  –  Focus

Schnupfen und Rauchen die grössten Risiken für Asthma

Das Risiko, als Erwachsene Asthma zu bekommen, wird vor allem von zwei Faktoren bestimmt: Gefährdet ist vor allem, wer häufig Schnupfen hat und wer Tabak raucht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfzehnhundert Personen in Australien. Gegen dieses Risiko kann man also einiges selber tun, indem man sich im Frühling und Sommer gegen Pollen und im Winter gegen Viren schützt, und indem man nicht raucht. [2132]

14. September 2009  –  PubMed PMID: 19703063

Heißer Sommer, hoher Blutdruck

War der Sommer im ersten Jahr des Lebens besonders heiß und trocken, ist der Blutdruck sechzig bis siebzig Jahre später höher als im Durchschnitt. Diesen Zusammenhang hat man bei fast viertausend britischen Frauen beobachtet. Schuld sind offenbar Austrocknung und Durchfall, unter denen in heißen Sommern mehr Babys leiden. [1297]

30. April 2006  –  Am J Epidemiology 2006;163:608

Autos als Hitzefallen

Wenn die Sonne scheint, werden Autos auch bei mäßigen Temperaturen um 22 Grad im Freien zu Hitzefallen: Innerhalb einer Viertelstunde steigt die Temperatur im Innern des Wagens auf 47 Grad und mehr! Die Fenster einige Zentimeter offen zu lassen verbessert die Sache nicht. Jeden Sommer müssen im Wagen zurückgelassene Kinder an Überhitzung sterben. [1103]

5. August 2005  –  Pediatrics 2005;116:e109

Im Sommer geboren: weniger Hirntumore

Von Kindern, die im Sommer zur Welt gekommen sind, werden später weniger an einem Hirntumor erkranken als von Kindern, die im Winter geboren wurden. Das zeigt eine Studie an über tausend Patienten und gesunden Personen in den USA. [852]

19. August 2004  –  Neurology 2004;63:276

Nierensteine: Wann ist Saison?

Männer bekommen ihre Steine meistens im Sommer, Frauen dagegen im Winter. Das zeigt eine US-Studie. Am meisten Ruhe vor Koliken der Harnwege haben beide Geschlechter im Frühjahr und im Herbst. [569]

31. August 2003  –  J Urology 2003;170:384

Sonne gegen Multiple Sklerose

Über ein um zwei Drittel kleineres Risiko für Multiple Sklerose kann sich freuen, wer in seiner Kindheit und Jugend in den Sommerferien und an den Wochenenden jeweils zwei bis drei Stunden an der Sonne verbracht hat. Die ultravioletten Strahlen scheinen vorbeugend zu wirken, schaden allerdings der Haut. Wie immer kommt es auch hier auf die gesunde Dosis an. [553]

11. August 2003  –  British Medical Journal 2003;327:316

Kältestress gefährlicher als Grippe

Im Winter sterben mehr Menschen als im Sommer. Doch nur 2-3% dieser zusätzlichen Todesfälle geht auf das Konto der Grippe. Viel gefährlicher ist der Kältestress für Kreislauf und Atemwege. Tipp: Sich warm anziehen! [11]

14. Januar 2002  –  British Medical Journal 2002;324:89

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