Gesundheitstelegramm | Sklerose
Impfung gegen Arteriosklerose?
17. Mai 2010 - Schwedische Forscher haben einen Impfstoff erprobt, der die Verkalkung von Arterien (Arteriosklerose) verhindert. Bei Mäusen hat es schon funktioniert. Der Impfstoff verhindert, dass Immunzellen das LDL-Cholesterin angreifen, was zu einer Entzündung führt und die inneren Wände der Arterien beschädigt. An den beschädigten Stellen lagert sich Kalk an. In einer nächsten Phase soll nun der Impfstoff an Patienten mit einem hohen Risiko für Arteriosklerose getestet werden. [2592]
Quelle: Ärzteblatt
Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend
05. März 2010 - Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]
Quelle: Ärztezeitung
MS-Forschung: Fortschritte mit Gen-Mäusen
08. Dezember 2009 - Multiple Sklerose (MS) ist eine Krankheit, die menschliche Nerven schädigt. Sie tritt meist in Schüben auf. Um sie besser zu erforschen, muss man bestimmte Vorgänge an Mäusen untersuchen. Nun ist es erstmals gelungen, gentechnisch veränderte Mäuse zu züchten, die spontan an einem Leiden erkranken, das der menschlichen MS sehr ähnlich ist. Die Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntisse über die Ursachen und den Verlauf der Krankheit und damit auf neue Möglichkeiten sie wirksamer zu behandeln. [2173]
Quelle: FAZ
Passivrauchen fördert Herzrisiko bei Kindern
02. Juni 2009 - Dass Passivrauchen dem Herzen schadet, zeigen zahlreiche Studien. Eine neue Studie der Universität Ulm zeigt nun, dass diese Schäden schon in früher Kindheit beginnen. Bei Kinderen, deren Eltern rauchen, verschieben sich die Blutfette in den ungesunden Bereich und zeigt sich eine Neigung zu Entzündungen. Beides gilt als Risikofaktor für Arteriosklerose im späteren Alter. [2102]
Quelle: PubMed
PMID: 19468010
Alkohol verdickt Wände von Arterien
22. Januar 2009 - Wer täglich Alkohol trinkt, dessen Arterien bekommen dickere Wände, was den Blutfluss etwas einengt. Die Gefahr von Arteriosklerose nimmt dadurch zu. Dies zeigt eine Studie an über zweitausend jungen Finnen. Sie beweist, dass Alkohol keineswegs nur positiv auf den Kreislauf wirkt, was man auf Grund von vielen anderen Studien annehmen könnte. [2025]
Quelle: PubMed
PMID: 19124122
Stress kann multiple Sklerose fördern
23. April 2008 - Zwischen Stress und einem schnellen Fortschreiten von multipler Sklerose (MS) haben viele Studien einen Zusammenhang festgestellt. Stress spielt dabei die Rolle des Verstärkers, ist aber nicht die einzige Ursache des Geschehens. [1851]
Quelle: PubMed
PMID: 17503132
Sonne ist gesund für Kinder
27. Juli 2007 - Kinder, die oft im Freien an der Sonne spielen, haben ein weniger als halb so hohes Risiko, später an multipler Sklerose zu erkranken als Kinder, die sich die meiste Zeit drinnen aufhalten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebzig Paaren von eineiigen Zwillingen in Kalifornien. [1663]
Quelle: PubMed
PMID: 17646631
Wirkung von Amalgam bleibt unklar
23. April 2007 - Giftiges Quecksilber, das in kleinsten Mengen von den Zahnfüllungen aus Amalgam in den Körper dringt, steht im Verdacht, Krankheiten wie multiple Sklerose oder Alzheimer zu fördern. Kürzlich sind alle bisher erschienenen Studien zu dem Thema neu ausgewertet worden. Das Ergebnis ist wiedersprüchlich: Die einen Studien finden einen Zusammenhang, die anderen nicht. Insgesamt steigt das Risiko für multiple Sklerose wenig, aber nicht signifikanter an. Künftige, exaktere Studien sind nötig, um den Verdacht endgültig zu klären. [1594]
Quelle: PubMed
PMID: 17436982
Cholesterin: Medikamente wirken auf zwei Seiten
11. Februar 2007 - Statine sind Medikamente, die das Cholesterin senken und dadurch die Verkalkung der Herzkranzgefäße bremsen sollen. Neben dem schädlichen LDL- gibt es das nützliche HDL-Cholesterin. Statine wirken auch günstig auf das HDL, indem sie dieses erhöhen. Sowohl die Senkung von HDL als auch die Erhöhung von HDL tragen dazu bei, die Arteriosklerose zu verringern. Das hat sich gezeigt, als vier Studien mit über tausend Patienten weltweit neu ausgewertet worden sind. Ob aber damit aber auch weniger Herzinfarkte auftreten, hat man bisher nicht nachweisen können. [1529]
Quelle: JAMA
2007;297:499
Abnehmen reduziert schädliches Protein
01. Februar 2007 - Wer abspeckt, senkt laut Auswertung von 33 Studien nicht nur sein Gewicht, sondern auch den Spiegel des schädlichen C-reaktiven Proteins (CRP) im Blut. Dieses erhöht das Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkt. [1519]
Quelle: Arch Internal Medicine
2007;167:31
Tetanus-Impfung kann auch vor multipler Sklerose schützen
06. September 2006 - Eine Impfung gegen Starrkrampf (Tetanus) senkt das Risiko für multiple Sklerose (MS) um etwa ein Drittel. Das zeigt die Auswertung aller Studien, die seit 1966 zu dieser Frage gemacht worden sind. [1412]
Quelle: Neurology
2006;67:212
Kinder sollten sich mehr als eine Stunde pro Tag bewegen
24. Juli 2006 - Das Risiko für Herz und Kreislauf hängt zu einem guten Teil davon ab, wie aktiv man als Kind gewesen ist. Ideal sind pro Tag etwa zwei Stunden mäßige bis intensive Bewegung mit neun und etwa anderthalb Stunden mit fünfzehn Jahren. Dann ist das spätere Risiko für Arteriosklerose am geringsten, wie eine Studie an über tausend europäischen Schulkindern gezeigt hat. [1380]
Quelle: Lancet
2006;368:299
Multiple Sklerose: Risiko aus dem Darm
28. September 2005 - Unter den Menschen, die an Entzündungen des Darmes leiden (Crohn, Colitis), finden sich etwa doppelt so viele Patienten mit multipler Sklerose (MS) als unter Menschen mit einem gesunden Darm. Das zeigt eine Studie an über hunderttausend Personen in den USA. [1141]
Quelle: Gastroenterology
2005;129:819
Frauen anfälliger für Arteriosklerose
20. Juli 2005 - Übergewicht, hoher Blutdruck und hoher Blutzucker - das so genannte metabolische Syndrom - fördert die Verkalkung der Schlagadern am Hals bei Frauen stärker als bei Männern. Das zeigt eine Studie an über 1500 Personen in Österreich. [1091]
Quelle: Stroke
2005;36:1212
Rauchen fördert MS
24. Juni 2005 - Raucher neigen etwa um ein Drittel stärker dazu, an multipler Sklerose zu erkranken als Personen, die nie geraucht haben. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, schreitet sie bei Rauchern vergleichsweise sogar fast viermal stärker fort. Das zeigt eine Studie an über 200 Patienten und fast zehnmal so vielen gesunden Personen. [1073]
Quelle: Brain
2005;128:1461
Verkalkung fördert Alzheimer
10. März 2005 - Menschen, die an Arteriosklerose leiden, kalkigen Stellen in den Schlagadern am Hals und im Hirn, sind eher als andere von Alzheimer betroffen. Das haben Autopsien an mehr als tausend verstorbenen Patienten in den USA ergeben. [997]
Quelle: Neurology
2005;64:494
Dank jüngeren Geschwistern weniger MS
03. Februar 2005 - Das Risiko für multiple Sklerose (MS) ist um so kleiner, je mehr Zeit eine Person in den ersten sechs Jahren ihres Lebens zusammen mit einem bis zu zwei Jahre alten Geschwister verbracht hat. Man nimmt an, dass das Training des Immunsystems dabei eine wichtige Rolle spielt. [972]
Quelle: JAMA
2005;293:463
Im November geboren: weniger MS
17. Januar 2005 - Das Risiko einer multiplen Sklerose ist am niedrigsten bei Menschen, die im November zur Welt gekommen sind. Am höchsten ist es bei den im Mai Geborenen. Das zeigt eine Studie an mehreren zehntausend Personen in Europa und Kanada. [959]
Quelle: British Medical Journal
2005;330:120
Mehr Muskelschwund bei Raucherinnen
11. August 2004 - Frauen, die rauchen, haben ein um zwei Drittel höheres Risiko, an der allerdings seltenen Krankheit ALS (amyotrophe Lateral-Sklerose) zu erkranken. Bei dieser Krankheit schwinden die Muskeln, was zu Lähmung und später zum Tod führt. [846]
Quelle: Am J Epidemiology
2004;160:26
MS: Ursache in der Umwelt?
14. Juni 2004 - In Sardinien sind immer mehr jüngere Menschen von multipler Sklerose (MS) betroffen: Das Alter des ersten Auftretens hat sich in den letzten 50 Jahren im Durchschnitt um etwa 20 Jahre nach vorn verschoben. Nachdem genetische Gründe dafür nicht in Frage kommen, vermutet man die Ursache in der Umwelt. [804]
Quelle: Neurology
2004;62:1794
Stress fördert multiple Sklerose
25. März 2004 - Bei Eltern, die unerwartet ein Kind verlieren, verdoppelt sich das Risiko, in den folgenden Jahren an multipler Sklerose (MS) zu erkranken. Das zeigt eine dänische Studie an über dreihunderttausend Eltern. [744]
Quelle: Neurology
2004;62:726
Vitamin D gegen Multiple Sklerose
23. Februar 2004 - Wer viel Vitamin D zu sich nimmt, kann sein Risiko für MS um ein Drittel senken, verglichen mit einer Person, die nur wenig von dem Vitamin nimmt. [720]
Quelle: Neurology
2004;62:60
Der Ursache von ALS auf der Spur
13. Januar 2004 - Amyotrophe Lateral-Sklerose (ALS) ist eine unheilbare Muskelkrankheit, die zu Lähmungen, Muskelschwund und schließlich zum Tod führt. Jetzt zeigt sich, dass ein beschädigtes Enzym namens SOD (Superoxid-Dismutase) eine wesentliche Rolle spielt. Schon kleinste Mengen des kranken Enzyms genügen, um die Krankheit auszulösen. [689]
Quelle: Brain
2004;127:73
Rheuma greift Blutgefäße an
09. Januar 2004 - Bei Menschen mit Arthritis (Entzündungen der Gelenke) beobachtet man mehr Schäden an den Innenwänden der Blutgefäße. Solche Schäden gelten als Vorstufe einer Verkalkung oder Arteriosklerose. [686]
Quelle: Ann Rheumatic Diseases
2004;63:31
Hasch gegen Krämpfe bei MS
08. November 2003 - THC, der Wirkstoff des Hanfs, durch den Mund eingenommen, kann bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) Krämpfe und Schmerzen lindern. Das zeigt eine Studie an über 600 Patienten in England. [635]
Quelle: Lancet
2003;362:1517
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