
News zu Sexuell
Separate Freundschaften - besserer Sex
Verheiratete Männer mittleren Alters haben besseren Sex, wenn sie ihre Freunde des öfteren allein treffen und nicht immer nur gemeinsam mit ihrer Partnerin. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über dreitausend Personen in Chicago. Privatsphäre und Autonomie seien wichtig, um sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten, erklären die Forscher: Zu enge Gemeinsamkeit lasse das Risiko für Impotenz ansteigen. [3025]
18. Januar 2012 – Telegraph
Das Präparat mit dem Wirkstoff Flibanserin hatte schon einen Namen: «Girosa». Doch der Hersteller Boehringer Ingelheim stoppte die rosa Lustpille, die vermindertes sexuelles Verlangen von Frauen hätte ankurbeln sollen. Kalte Füsse hatte das Unternehmen bekommen, nachdem Experten der amerikanischen Nahrungs- und Arzneimittlbehörde FDA Zweifel an der Wirksamkeit angemeldet und die Zulassung für den amerikanischen Markt nicht empfohlen hatten. [2729]
11. Oktober 2010 – Welt
Rote Farbe macht Männer für Frauen sexuell attraktiver. Er kann zum Beispiel ein rotes Hemd oder T-Shirt tragen. In einem Experiment haben Frauen aus den USA, England, Deutschland und China sogar das schwarzweisse Bild eines Mannes anziehender gefunden, wenn dieses rot statt weiss gerahmt war. [2682]
5. August 2010 – Focus
Mädchen immer früher geschlechtsreif
Schon mit neun Jahren treten Mädchen heute in die Pubertät ein - im Durchschnitt ein Jahr früher als noch 1991 und mehr als fünf Jahre früher als noch vor hundertfünfzig Jahren. Das berichten Forscher der Uniklinik Kopenhagen. Sie schlagen Alarm, weil eine sehr frühe sexuelle Entwicklung die Mädchen psychisch überfordern kann. Auch die Risiken für Brustkrebs und Herzkrankheiten nehmen zu. Als Ursachen für die frühe Reife gelten eine bessere Ernährung und ein hoher Fleischkonsum. Aber auch Umweltchemikalien mit hormonähnlichen Eigenschaften, etwa Bisphenol A, kommen in Frage. [2646]
17. Juni 2010 – Welt
Gene des Neandertalers leben in uns weiter
Genetiker in New Mexiko haben im Erbgut von heute lebenden Menschen Gene entdeckt, die vom Neandertaler stammen müssen. Dieser Urmensch ist vor rund dreissigtausend Jahren ausgestorben. Offenbar kam es zwischen dem Neandertaler und Vorfahren unserer Art Homo sapiens zu sexuellen Begegnungen mit Zeugung von Nachkommen. [2552]
26. April 2010 – Süddeutsche Zeitung
Frauen, im Laborversuch künstlich eifersüchtig gemacht, finden bestimmte Objekte in Fotos deutlich weniger gut als nicht beeinflusste Frauen. Zu diesem Schluss kommt ein Experiment von Psychologen in Delaware, USA: Im selben Raum, aber an verschiedenen Computern, bekamen heterosexuelle Paare Landschaftsbilder zu sehen. Die Frauen hatten dabei Zielobjekte zu entdecken, während Männer die Schönheit der Landschaften beurteilen mussten. Machte man die Frauen aber glauben, ihre Partner würden die Schönheit anderer Frauen beurteilen, sank ihr Sehvermögen deutlich. Ein Versuch mit vertauschten Rollen ist geplant. [2531]
15. April 2010 – Standard
Gesundheitsklima beeinflusst Partnerwahl
In Ländern mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kindersterblichkeit und weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten wirken Männer mit sehr männlichen Gesichtszügen für Frauen besonders attraktiv. Das zeigt eine Studie mit über viertausend Frauen aus 30 Ländern, denen digital auf maskulin oder metrosexuell getrimmte Fotos von Männern zum Bewerten vorgelegt worden sind. Harte, maskuline Züge gelten als uraltes Signal für gute Gene, die den Nachwuchs überlebensfähiger machen. Doch in Ländern mit hohem Entwicklungsstand sind Frauen eher an Männern mit weicheren Gesichtszügen interessiert, die Bereitschaft für Ehrlichkeit und stabile Beziehungen signalisieren. [2480]
17. März 2010 – Die Zeit
Weiblicher Sex ist komplizierter
Beim Mann ist alles ganz einfach: Sexuelle Reize sprechen sein Gehirn an (das wichtigste Sexualorgan bei beiden Geschlechtern) und bringen gleichzeitig sein Blut in Wallung. Bei Frauen ist die Sache viel komplizierter. Mal springt heisse Erregung das Hirn an, während der Körper kalt bleibt. Mal gerät das Blut in Wallung, während das Gehirn nichts von Sex wissen will. Und manchmal geschieht das Wunder, von dem jeder Mann träumt - Kopf und Körper im Taumel der Lust. Zu diesem Schluss kommt Meredith Chivers, eine der weltweit führenden Sexforscherinnen, nach einer Auswertung von über hundert Studien. Fazit: Die Kunst der Verführung verlangt Männern mehr ab als Frauen. [2264]
6. Januar 2010 – Welt
Selbstmitleid fördert Sex-Attacken
Männer die sich ungerecht oder unfair behandelt fühlen, neigen mehr als andere dazu, Frauen sexuell zu belästigen. Dies zeigt sich besonder markant bei Männern, die sich schlecht mit anderen Menschen vertragen und Frauen gegenüber auf feindselige Art sexistisch eingestellt sind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Lausanne. [2065]
19. März 2009 – PubMed PMID: 19271804
Trügerische Vorsätze zur Jungfräulichkeit
Programme für sexuelle Abstinenz bei Jugendlichen sind ein Fehlschlag - gerade auch in den USA, wo besonders viele junge Menschen Jungfräulichkeit gelobt haben. Fünf Jahre nach einem solchen Gelöbnis streiten über achtzig Prozent der Jungen ab, je ein solches abgelegt zu haben. Sie haben gleich oft Sex vor der Ehe, sind beim ersten Sex ebenso jung und haben kaum weniger Partner als jene, die sich keine Abstinenz vorgenommen haben. Zudem schützen sich die selbst erklärten Jungfrauen weniger gut gegen sexuell übertragbare Krankheiten und gegen Schwangerschaft. Dies zeigt eine repräsentative Studie an über dreitausend Studentinnen und Studenten in den USA.
[2014]
7. Januar 2009 – PubMed PMID: 19117832
Sexuelle Erregung schärft Tastsinn
Sind Männer sexuell erregt, spüren sie feine Vibrationen an ihren Fingerkuppen, die sie im nicht erregten Zustand nicht wahrnehmen können. Dies zeigt ein Versuch an über dreissig Männern in Australien. Männer mit normaler Potenz reagierten empfindlicher auf die Vibrationen, wenn sie ein Sexvideo anschauten. Männer mit Erektionsstörungen zeigten in dieser Hinsicht keinen Unterschied zwischen einem Sexvideo und einem anderen Video. [2004]
16. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19068295
Sex: Gewalt gekoppelt mit Ansteckungsrisiko
Frauen, die sexuell missbraucht worden sind, haben ein deutlich höheres Risiko, mit Aids oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu werden als Frauen, die keine sexuelle Gewalt erlebt haben. Die Unterschiede zeigen sich bei fast allen Risikofaktoren: Depression, Drogen, Sex gegen Drogen oder Geld, früher erster Sexualkontakt, zahlreiche Partnerwechsel und die Unfähigkeit, auf sicherem Sex zu bestehen. Dies zeigt eine Studie an über zweihundert Frauen in den USA. [1999]
9. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19049353
Sex dämpft das Angstgedächtnis
Nach einem sexuellen Erlebnis vergessen Ratten ein früheres, traumatisches Erlebnis besser als ohne Sex. Sie reagieren dann weniger mit Furcht, wenn sie durch ähnliche Umstände an den früheren Stress erinnert werden. Diese positive Wirkung entsteht durch das Glückshormon Dopamin, das beim Sex reichlich ausgeschüttet wird. Dies ist auch beim Menschen der Fall. Es ist also zu erwarten, dass guter Sex bei Menschen ebenfalls Stress abbaut. [1977]
7. November 2008 – PubMed PMID: 18853437
Lust auf Liebe und Sex kann Appetit zügeln
Das Hormon Oxytocin, das bei romantischer Stimmung die erotischen Gefühle in Wallung bringt, dämpft auch die Lust aufs Essen. Die Redensart «von Luft und Liebe leben» hat also einen real messbaren Hintergrund in der Chemie des Hirns. Doch diese Medaille hat auch eine andere Seite: Liebeskummer und sexueller Frust wecken die Lust, sich den Bauch vollzuschlagen. [1956]
9. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18655879
Testosteron schärft weibliches Gedächtnis für Männer
Testosteron weckt nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen sexuelles Interesse, wie ein Versuch an der Uni Nijmegen zeigt: Junge Frauen haben per Nasenspray das männliche Hormon oder eine unwirksame Substanz (Placebo) erhalten; danach absolvierten sie einen Test, in dem es darum ging, sich an Gesichter zu erinnern. Die mit Testosteron behandelten Frauen konnten sich danach männliche Gesichter deutlich besser merken als weibliche, während die mit Placebo behandelten sich besser an die weiblichen Gesicher erinnerten. [1942]
19. September 2008 – PubMed PMID: 18675364
Mädchen mit hoher Selbstachtung rauchen weniger
Ob Mädchen in der Pubertät zu rauchen beginnen, hängt vor allem davon ab, wie sie sich selbst sehen. Die Zigarette ist offenbar ein Mittel, um geringe Selbstachtung zu kompensieren, wie eine Studie an über sechstausend amerikanischen Schülerinnen zeigt. Auch die sexuelle Reife erzeugt Spannungen: So greifen jene eher zur Zigarette, die sich im Vergleich mit Gleichaltrigen als weiter entwickelt sehen. [1938]
15. September 2008 – PubMed PMID: 18686177
Homo-Gen fördert Fruchtbarkeit bei Frauen
Ein Gen auf dem X-Chromosom, das Frauen besonders fruchtbar macht, fördert bei Männern die Neigung zum gleichen Geschlecht. Dies ist wohl der Grund dafür, dass Homosexualität in der natürlichen Selektion kein Nachteil ist, obwohl homosexuelle Männer meist kinderlos bleiben. [1894]
24. Juni 2008 – PubMed PMID: 18561014
Gemeinsame Ziele halten Sex lebendig
In der Ehe bleibt sexuelle Lust über längere Zeit erhalten, wenn beide Partner positive gemeinsame Ziele anstreben: Spass und Freude, Entwicklung der Persönlichkeit, neue Lebenserfahrungen, usw. Zu diesem Schluss kommen drei psychologische Studien an Paaren in Kalifornien.
[1859]
5. Mai 2008 – PubMed PMID: 18444740
Chinesen, die käuflichen Sex konsumieren, schützen sich deutlich schlechter vor Ansteckung als solche, die das nicht tun. Das zeigen sowohl Umfragen als auch Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten in China. [1802]
13. Februar 2008 – PubMed PMID: 18256918
Männer mit sexuellen Problemen besuchen den Arzt dreimal häufiger als Männer mit wenigen oder nur geringen Problemen bei Erektion, Potenz und Libido. Zu diesem Schluss kommt eine Studie bei über zwanzigtausend Männern in Finnland. [1777]
10. Januar 2008 – PubMed PMID: 18158046
HIV-Ansteckung: Beschneidung halbiert Risiko
Das Risiko, sich mit HIV, dem Erreger von Aids, oder mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken, ist bei beschnittenen Männern nur halb so hoch wie bei nicht beschnittenen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Neuseeland. [1487]
20. Dezember 2006 – Pediatrics 2006;118:1971
Dicker Bauch kann Potenz im Alter schwächen
Männer mit dickem Bauch leiden ab sechzig deutlich häufiger an Impotenz als schlanke. In jüngeren Jahren spielt das Fett am Bauch für die sexuelle Funktion noch keine Rolle. Soweit das Ergebnis einer Studie an über zweihundert Männern in Brasilien. [1457]
8. November 2006 – J Urology 2006;176:1519
Fachleute befürchten, dass sich in China bald eine ähnliche Aids-Tragödie abspielen könnte wie heute in Afrika. Schuld daran ist die Ein-Kind-Politik, die zu einem großen Überschuss an Männern geführt hat. Sobald diese ins sexuell aktive Alter kommen, erwartet man eine starke Zunahme der Prostitution und eine Ausbreitung von HIV, falls die Prävention mit Safer Sex und Kondomen scheitern sollte. [1020]
12. April 2005 – AIDS 2005;19:539
Weniger essen und mehr bewegen für die Potenz
Wer zu dick ist und an schwacher Potenz leidet, hat gute Chancen, durch Abspecken und mehr Bewegung seine sexuelle Funktion zu verbessern. Das zeigt eine Studie an über hundert Männern in Italien. [815]
29. Juni 2004 – JAMA 2004;291:2978
Frauen: Hormone halten nicht, was sie versprechen
Frauen, die nach den Wechseljahren Hormone nehmen, sind nicht gesünder, fühlen sich nicht vitaler, geistig nicht regsamer, seelisch nicht ausgeglichener und sexuell nicht zufriedener als Frauen, die keine Hormone nehmen. Das zeigt eine Studie an mehreren tausend Frauen. [461]
8. Mai 2003 – N Engl J Medicine 2003;348:1839
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