Sex: Archiv 51 bis 60

Archiv zu Sex, 7.11.2008 bis 7.7.2009

Kopfweh: Auslöser meiden bringt nichts

Viele Ratschläge gegen Kopfschmerz laufen darauf hinaus, den Auslösern wie Stress, Lärm, hellem Licht, Ärger und anderen heftigen Gefühlen, Sex, körperlicher Anstrengung und so weiter aus dem Weg zu gehen. Doch nun zeigt eine Auswertung der publizierten Studien, dass dieser Rat jeder Grundlage entbehrt. Erstens ist nie nachgewiesen worden, ob er wirkt. Zweitens ist es sogar wahrscheinlicher, dass die Schonung das Gegenteil bewirkt, indem sie den Menschen noch empfindlicher auf die Auslöser macht. Australische Forscher schlagen deshalb vor, die Auslöser nicht zu meiden, sondern zu versuchen, im Umgang mit ihnen stärker zu werden. [2116]

7. Juli 2009  –  PubMed PMID: 19556046

Hysterie ist Männersache

Eine Neigung zu übertriebenen Gefühlsausbrüchen, im Jargon der Psychologie hysterische oder hystrionische Persönlichkeit, hat man seit dem Altertum eher dem weiblichen Geschlecht zugeschrieben. Doch nichts könnte verkehrter sein. Denn neue Forschung zeigt, dass die «hysterische» Neigung um so grösser wird, je mehr von dem männlichen Hormon Testosteron ein Mann im Blut hat. Abgesehen von vielleicht etwas instabilen Gefühlen hat das aber auch positive Wirkungen: Weniger Angst, weniger Depression und besserer Sex. [2110]

15. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19493294

Selbstmitleid fördert Sex-Attacken

Männer die sich ungerecht oder unfair behandelt fühlen, neigen mehr als andere dazu, Frauen sexuell zu belästigen. Dies zeigt sich besonder markant bei Männern, die sich schlecht mit anderen Menschen vertragen und Frauen gegenüber auf feindselige Art sexistisch eingestellt sind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Lausanne. [2065]

19. März 2009  –  PubMed PMID: 19271804

Model-Kult schadet weiblichem Sex

Frauen, die das von der Werbung propagierte Bild des idealen weiblichen Körpers am meisten verinnerlicht haben, leiden am meisten unter Schamgefühlen, fühlen sich nicht attraktiv und finden am wenigsten Befriedigung beim Sex. Zu diesem Schluss kommen psychologische Tests an über hundert britischen Studentinnen. [2053]

3. März 2009  –  PubMed PMID: 19233750

Trügerische Vorsätze zur Jungfräulichkeit

Programme für sexuelle Abstinenz bei Jugendlichen sind ein Fehlschlag - gerade auch in den USA, wo besonders viele junge Menschen Jungfräulichkeit gelobt haben. Fünf Jahre nach einem solchen Gelöbnis streiten über achtzig Prozent der Jungen ab, je ein solches abgelegt zu haben. Sie haben gleich oft Sex vor der Ehe, sind beim ersten Sex ebenso jung und haben kaum weniger Partner als jene, die sich keine Abstinenz vorgenommen haben. Zudem schützen sich die selbst erklärten Jungfrauen weniger gut gegen sexuell übertragbare Krankheiten und gegen Schwangerschaft. Dies zeigt eine repräsentative Studie an über dreitausend Studentinnen und Studenten in den USA.
 [2014]

7. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19117832

Sexuelle Erregung schärft Tastsinn

Sind Männer sexuell erregt, spüren sie feine Vibrationen an ihren Fingerkuppen, die sie im nicht erregten Zustand nicht wahrnehmen können. Dies zeigt ein Versuch an über dreissig Männern in Australien. Männer mit normaler Potenz reagierten empfindlicher auf die Vibrationen, wenn sie ein Sexvideo anschauten. Männer mit Erektionsstörungen zeigten in dieser Hinsicht keinen Unterschied zwischen einem Sexvideo und einem anderen Video. [2004]

16. Dezember 2008  – 

Sex: Gewalt gekoppelt mit Ansteckungsrisiko

Frauen, die sexuell missbraucht worden sind, haben ein deutlich höheres Risiko, mit Aids oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu werden als Frauen, die keine sexuelle Gewalt erlebt haben. Die Unterschiede zeigen sich bei fast allen Risikofaktoren: Depression, Drogen, Sex gegen Drogen oder Geld, früher erster Sexualkontakt, zahlreiche Partnerwechsel und die Unfähigkeit, auf sicherem Sex zu bestehen. Dies zeigt eine Studie an über zweihundert Frauen in den USA. [1999]

9. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19049353

Testosteron gut für das Herz

Zwar ist das Risiko, einen Infarkt zu erleiden, für Männer etwa doppelt so hoch als für Frauen. Doch nicht das männliche Sexualhormon Testosteron ist daran schuld - im Gegenteil: Männer mit einem Mangel an Testosteron sind eher von einem Infarkt betroffen als hormonell gut versehene Männer. Eher scheint das höhere Risiko für Männer daher zu kommen, dass sie einen höheren Bedarf an Testosteron haben als Frauen und daher eher als diese von einem Mangel betroffen sind. [1995]

3. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19011291

Auslöser meiden, Migräne verhindern

Migräniker tun gut daran, regelmässig zu essen, denn Fasten gehört zu den häufigsten Auslösern eines Anfalls. Viele reagieren empfindlich auf Alkohol und Schokolade. Frauen sind in den Tagen vor ihrer Periode besonders anfällig für Migräne. Wem es gelingt, seelisch ausgeglichen zu bleiben, hat einen Vorteil, denn emotionaler Stress und schlechter Schlaf gehören zu den wichtigsten Auslösern für Migräne. Sex löst dagegen nur bei weniger als drei Prozent der Migräniker einen Anfall aus.  [1987]

21. November 2008  –  PubMed PMID: 18813707

Sex dämpft das Angstgedächtnis

Nach einem sexuellen Erlebnis vergessen Ratten ein früheres, traumatisches Erlebnis besser als ohne Sex. Sie reagieren dann weniger mit Furcht, wenn sie durch ähnliche Umstände an den früheren Stress erinnert werden. Diese positive Wirkung entsteht durch das Glückshormon Dopamin, das beim Sex reichlich ausgeschüttet wird. Dies ist auch beim Menschen der Fall. Es ist also zu erwarten, dass guter Sex bei Menschen ebenfalls Stress abbaut. [1977]

7. November 2008  –  PubMed PMID: 18853437

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