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Gesundheitstelegramm | Selbstmord

Intelligenz senkt Risiko für Selbstmord
07. Juni 2010 - Bei Männern, die gemessen am Intelligenzquotient (IQ) zu den oberen zehn Prozent gehören, ist das Risiko, sich selbst umzubringen, neunmal kleiner als bei den Männern in den untersten zehn Prozent. Das zeigt eine Studie an schwedischen Rekruten. Dieser deutliche Unterschied hat vermutlich mehrere Ursachen. Sie reichen von wirtschaftlichem Stress bis zu den Fertigkeiten, Krisen zu bewältigen.  [2634]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Modekrankheit Sexsucht
06. April 2010 - Seit der Golfprofi Tiger Woods seine Affären öffentlich gestanden und mit Sexsucht erklärt bzw. entschuldigt hat, glauben zahlreiche Briten, auch daran zu leiden. Die wenigen Kliniken, die eine Behandlung dagegen anbieten, können den Ansturm neuer Patienten kaum mehr bewältigen. Um die neue Krankheit streiten sich inzwischen auch Experten. Sex-Therapeut Steve Pope meint, die Diagnose könne Leben retten, da Sexsüchtige oft depressiv und selbstmordgefährdet seien. Doch sein Kollege Glen Wilson zweifelt daran, ob Sexsucht überhaupt als Krankheit einzustufen sei.  [2513]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Selbstmord-Gen gefunden
04. Februar 2010 - Ob ein Mensch sich selbst umbringen wird, hängt von vielen Faktoren ab - offenbar auch von seinen Genen. Das zeigen zwei Studien mit insgesamt über zweitausend Personen in Deutschland und den USA. Sind drei Gene für Stoffe, die Nerven ernähren, auf eine bestimmte Weise verändert, steigt das Risiko für Selbstmordversuche um das Vier- bis Fünffache an. Die Entdeckung könnte der Pharmaindustrie helfen, neue Medikamente für Selbstmordgefährdete zu entwickeln.  [2376]
Quelle: Ärzteblatt  
 
HIV: Bessere Behandlung, weniger Selbstmorde
16. Dezember 2009 - Menschen mit HIV neigen mehr als der Durchschnitt zum Selbstmord. Bis vor wenigen Jahren waren vor allem die geringen Heilungschancen und die soziale Ausgrenzung daran schuld. Seit es die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) gibt, sind die Selbstmorde bei den Betroffenen in der Schweiz deutlich zurückgegangen. Noch immer liegen sie aber über dem Durchschnitt der Bevölkerung.  [2208]
Quelle: NZZ  
 
Auch zu tiefes Cholesterin kann schaden
10. März 2009 - Zu hohe Werte von Cholesterin im Blut gelten als Risiko für Herz und Kreislauf. Doch zu tiefe Werte steigern auf der anderen Seite das Risiko für Selbstmord, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depression und Demenz. Dies ist in zahlreichen Studien bestätigt worden. Es lässt sich dadurch erklären, dass Cholesterin ein wichtiger Stoff für das Hirn ist. Um etwas Gutes für das Herz zu tun, ist viel Bewegung wahrscheinlich wichtiger als den Cholesterinspiegel zu senken.  [2058]
Quelle: PubMed  PMID: 19263395
 
Depression: Frauen suchen Hilfe, Männer sterben
10. April 2008 - Depression komme bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern, sagt die Statistik. Nun kommen österreichische Psychiater zum Schluss, dies liege bloss daran, dass Frauen eher als Männer Hilfe suchen. Bei Männern ist nämlich Selbstmord deutlich häufiger als Frauen. Auch neigen Männer eher als Frauen dazu, das Leiden durch Sucht- und riskantes Verhalten zu überspielen.  [1842]
Quelle: PubMed  PMID: 18381057
 
Heisse Tage verschärfen Krisen
29. November 2007 - Psychosen, aggressve Handlungen und Selbstmorde nehmen zu, wenn die Temperaturen steigen und die Sonne am meisten scheint. Feuchtes Wetter dagegen dämpft die Psychosen. Diese Beobachtung haben Psychiater in Brasilien gemacht.  [1750]
Quelle: PubMed  PMID: 18029026
 
Je mehr Kilos, desto weniger Selbstmorde
02. Januar 2006 - Menschen mit einem hohen Body Mass Index (BMI) neigen weniger zu Selbstmord als Schlanke oder Untergewichtige: Nimmt der BMI um 5 Punkte zu, sinkt das Risiko für Selbstmord um 15 Prozent. Das zeigt eine Studie an über einer Million schwedischer Männer.  [1209]
Quelle: Am J Epidemiology  2006;163:1
 
Boomt Wirtschaft, sinkt Lebenserwartung
30. Dezember 2005 - In den neunziger Jahren ist die Lebenserwartung in den USA gesunken, parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung. In der Rezession zuvor hatte man noch beobachtet, dass die Menschen im Durchschnitt älter werden. Gründe sind wahrscheinlich mehr Unfälle durch Verkehr, mehr Stress bei der Arbeit, weniger Zeit für soziale Kontakte, mehr Suchtmittel und ungesünderes Essen. In einer Rezession dagegen entwickeln sich außer den Selbstmorden die meisten Faktoren in eine positive Richtung.  [1208]
Quelle: Int J Epidemiology  2005;34:1194
 
Große hängen mehr am Leben
28. Juli 2005 - Große Menschen sind weniger gefährdet durch Selbstmord als kleine. Das zeigt die Auswertung der Daten von über einer Million Schweden: Pro fünf zusätzliche Zentimeter Körpergröße soll das Risiko für Suizid um 9 Prozent abnehmen.  [1097]
Quelle: Am J Psychiatry  2005;162:1373
 
Selbstverletzung bedeutet höchste Gefahr für Selbstmord
25. Februar 2005 - Wer sich selbst eine Verletzung zufügt, ist etwa dreißig Mal stärker durch Selbstmord gefährdet als eine Person aus dem Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders groß ist die Gefahr bei Frauen und in den ersten sechs Monaten nach einer Selbstverletzung. [988]
Quelle: Am J Psychiatry  2005;162:297
 
Selbstmord: Weichen schon im Mutterleib gestellt
29. September 2004 - Ob sich ein Mensch umbringen wird, hängt unter anderem auch davon ab, ob sein Wachstum im Mutterleib ohne Probleme verlaufen ist. Das Risiko steigt, wenn das Wachstum gestört und das Kind zu leicht auf die Welt gekommen ist. Das zeigt eine Studie an über einer halben Million Personen in Schweden. [881]
Quelle: Lancet  2004;364;1135
 
Einsame sterben früher
27. Februar 2004 - Das Risiko, an Krankheit, Unfall oder Selbstmord zu sterben, ist für einsame Menschen bis zu viermal höher als für sozial integrierte. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Angestellten in Frankreich. [724]
Quelle: Am J Epidemiology  2004;159:167
 
Lebenserwartung in Russland sinkt weiter
25. Oktober 2003 - In Russland werden Männer im Durchschnitt nur noch 59 Jahre alt, Frauen 72 Jahre. Die wichtigsten Gründe für den frühen Tod sind Herzkrankheiten, Selbstmorde, Tötungen, Vergiftung und Unfälle. Oft ist Alkohol mit im Spiel. [623]
Quelle: British Medical Journal  2003;327:964
 
Israel: Terror wirkt nur mäßig
06. August 2003 - Wenn die Selbstmord-Bomber planen, die Israeli vor Angst krank zu machen, verfehlen sie ihr Ziel: Eine repräsentative Umfrage hat gezeigt, dass die große Mehrheit sich wohl weniger sicher fühlt, doch kaum psychiatrische Stress-Symptome zeigt.  [550]
Quelle: JAMA  2003;290:612
 
Medikamente gegen Selbstmord
12. Mai 2003 - Antidepressiva können Selbstmorde verhindern. In Australien werden älteren Menschen häufiger als früher Medikamente gegen Depression verschrieben. Die Selbstmorde bei älteren Menschen sind seither deutlich zurückgegangen. [465]
Quelle: British Medical Journal  2003;326:1008
 
Brust vergrößert, Leben verkürzt
10. März 2003 - Frauen, die sich ihre Brüste kosmetisch vergrößern lassen, sterben öfter früh: Sie begehen öfter Selbstmord und rauchen mehr als Frauen, die mit ihrem Aussehen zufrieden sind.  [411]
Quelle: British Medical Journal  2003;326:527
 
Mehr Drogen und Selbstmorde bei adoptierten Ausländern
13. August 2002 - Kinder aus dem Ausland, die von schwedischen Eltern adoptiert werden, nehmen fünfmal häufiger Drogen und bringen sich dreimal häufiger um als Kinder, die in Schweden geboren worden sind. [219]
Quelle: Lancet  2002;360:443
 
Risikofaktoren für Selbstmorde bei Jugendlichen
19. Juli 2002 - Psychische Krankheit der Jugendlichen; Selbstmord bei den Eltern, psychische Krankheiten in der Familie, Arbeitslosigkeit, tiefes Einkommen und schlechte Schulbildung der Eltern. [196]
Quelle: British Medical Journal  2002;325:74
 
Ledige Mütter leben kürzer
24. Juni 2002 - Sie sterben häufiger an Lungenkrebs, Selbstmord, Gewalt und Verkehrsunfällen.  [171]
Quelle: Int J Epidemiology  2002;31:573
 

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