Selbstmord: Archiv

Archiv zu Selbstmord, 10.4.2008 bis 5.7.2012

Heimtest auf HIV

Der erste HIV-Test für zu Hause ist jetzt in den USA zugelassen worden. Man schabt etwas Schleim von der Mundschleimhaut, steckt ihn in ein Röhrchen und sieht nach einer halben Stunde das Ergebnis. Experten warnen: Das Ergebnis könnte falsch sein, positiv oder negativ. Und ohne fachliche Begleitung droht die Gefahr von panischen Reaktionen bis hin zum Selbstmord. [3138]

5. Juli 2012  –  Ärztezeitung

Riskanter Rauchstopp mit Champix

Das Medikament Champix zur Entwöhnung vom Nikotin ist seit 2007 auf dem Markt. Es enthält den Wirkstoff Vareniclin. Eine neue Studie warnt jetzt vor schweren Nebenwirkungen: Das Mittel kann depressiv machen bis hin zum Selbstmord. Das Risiko übersteige den Nutzen, sagt einer der beteiligten Forscher dazu. [2973]

3. November 2011  –  Spiegel

Suizid: Mehr Hilfe als Gefahr aus dem Internet

Für die meisten Experten nicht typisch ist der gemeinsame Selbstmord von drei Mädchen, die sich im Internet dazu verabredet hatten. Eher gilt das Gegenteil: Soziale Kontakte, selbst wenn sie nur online stattfinden, wirken vorbeugend. Die meisten Webseiten zum Thema bieten Hilfe und Unterstützung. Anleitungen zur Selbsttötung sind nur sehr selten zu finden. [2926]

23. August 2011  –  Ärztezeitung

Bessere Stimmung mit Lithium im Trinkwasser

Wasser, das Spuren des Minerals Lithium enthält, hebt statistisch gesehen die Stimmung der Menschen, die es trinken. Die Wirkung lässt sich an einer geringeren Selbstmordrate ablesen, wie eine Studie der Universität Wien zeigt. Schon werden Stimmen laut, die einen künstlichen Zusatz von Lithium fordern. Die natürlichen Vorkommen im Wasser sind etwa hundertmal geringer als die Lithium-Dosen als Medikament gegen Depressionen. [2881]

6. Juni 2011  –  Welt

Intelligenz senkt Risiko für Selbstmord

Bei Männern, die gemessen am Intelligenzquotient (IQ) zu den oberen zehn Prozent gehören, ist das Risiko, sich selbst umzubringen, neunmal kleiner als bei den Männern in den untersten zehn Prozent. Das zeigt eine Studie an schwedischen Rekruten. Dieser deutliche Unterschied hat vermutlich mehrere Ursachen. Sie reichen von wirtschaftlichem Stress bis zu den Fertigkeiten, Krisen zu bewältigen. [2634]

7. Juni 2010  –  Ärzteblatt

Modekrankheit Sexsucht

Seit der Golfprofi Tiger Woods seine Affären öffentlich gestanden und mit Sexsucht erklärt bzw. entschuldigt hat, glauben zahlreiche Briten, auch daran zu leiden. Die wenigen Kliniken, die eine Behandlung dagegen anbieten, können den Ansturm neuer Patienten kaum mehr bewältigen. Um die neue Krankheit streiten sich inzwischen auch Experten. Sex-Therapeut Steve Pope meint, die Diagnose könne Leben retten, da Sexsüchtige oft depressiv und selbstmordgefährdet seien. Doch sein Kollege Glen Wilson zweifelt daran, ob Sexsucht überhaupt als Krankheit einzustufen sei. [2513]

6. April 2010  –  Ärztezeitung

Selbstmord-Gen gefunden

Ob ein Mensch sich selbst umbringen wird, hängt von vielen Faktoren ab - offenbar auch von seinen Genen. Das zeigen zwei Studien mit insgesamt über zweitausend Personen in Deutschland und den USA. Sind drei Gene für Stoffe, die Nerven ernähren, auf eine bestimmte Weise verändert, steigt das Risiko für Selbstmordversuche um das Vier- bis Fünffache an. Die Entdeckung könnte der Pharmaindustrie helfen, neue Medikamente für Selbstmordgefährdete zu entwickeln. [2376]

4. Februar 2010  –  Ärzteblatt

HIV: Bessere Behandlung, weniger Selbstmorde

Menschen mit HIV neigen mehr als der Durchschnitt zum Selbstmord. Bis vor wenigen Jahren waren vor allem die geringen Heilungschancen und die soziale Ausgrenzung daran schuld. Seit es die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) gibt, sind die Selbstmorde bei den Betroffenen in der Schweiz deutlich zurückgegangen. Noch immer liegen sie aber über dem Durchschnitt der Bevölkerung. [2208]

16. Dezember 2009  –  NZZ

Auch zu tiefes Cholesterin kann schaden

Zu hohe Werte von Cholesterin im Blut gelten als Risiko für Herz und Kreislauf. Doch zu tiefe Werte steigern auf der anderen Seite das Risiko für Selbstmord, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depression und Demenz. Dies ist in zahlreichen Studien bestätigt worden. Es lässt sich dadurch erklären, dass Cholesterin ein wichtiger Stoff für das Hirn ist. Um etwas Gutes für das Herz zu tun, ist viel Bewegung wahrscheinlich wichtiger als den Cholesterinspiegel zu senken. [2058]

10. März 2009  –  PubMed PMID: 19263395

Depression: Frauen suchen Hilfe, Männer sterben

Depression komme bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern, sagt die Statistik. Nun kommen österreichische Psychiater zum Schluss, dies liege bloss daran, dass Frauen eher als Männer Hilfe suchen. Bei Männern ist nämlich Selbstmord deutlich häufiger als Frauen. Auch neigen Männer eher als Frauen dazu, das Leiden durch Sucht- und riskantes Verhalten zu überspielen. [1842]

10. April 2008  –  PubMed PMID: 18381057

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