Gesundheitstelegramm | Schwanger
Schwangerschaftsgymnastik nicht Vatersache
01. Juni 2010 - Männer, die an der Schwangerschaft ihrer Frauen allzu intensiv Anteil nehmen, haben als junge Väter mehr Mühe, eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Das sagt Dr. Jonathan Ives vom Zentrum für biomedizinische Ethik der Uni Birmingham. Der Wunsch, sich aktiv zu beteiligen, dabei aber nur passiv unterstützend wirken zu können, erzeuge bei vielen Männern ein Gefühl des Versagens. So wertvoll männliche Anteilnahme sei, das Besuchen von Schwangerschaftskursen gehöre nicht dazu, meint Ives. [2627]
Quelle: Telegraph
Mit der Pille weniger Freude am Sex
05. Mai 2010 - Zwar befreit die Pille den weiblichen Sex vor der Angst, ungewollt schwanger zu werden. Doch viele Frauen haben trotz Pille weniger Lust auf Sex oder leiden gar an Beschwerden beim Verkehr. Solche Sexualstörungen sind am häufigsten bei Frauen, die hormonelle Präparate nehmen, also die Pille oder eine Hormonspirale. Am seltensten sind sie bei Frauen, die anders oder gar nicht verhüten. Das zeigt eine Studie an über tausend Studentinnen in Deutschland. [2573]
Quelle: Focus
Schwangerschaft: Bewegung tut dem Baby gut
06. April 2010 - Regelmässige leichte Bewegung in der Schwangerschaft macht das werdende Baby gesünder: Es wächst und gedeiht ebenso gut wie im Bauch einer Schwangeren, die sich nicht bewegt. Hingegen setzt es weniger Fett an. Dies senkt das Risiko für Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes im späteren Leben. [2512]
Quelle: BBC
Ultraschallbild als fragwürdiges Souvenir
03. Februar 2010 - Immer mehr werdende Eltern wollen vom Arzt die Ultraschallbilder, die er zur medizinischen Kontrolle der Schwangerschaft macht, als Souvenir behalten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch nun warnen Experten der amerikanischen Behörde für Gesundheitsschutz HPA vor dem Trend, solche Bilder nur für das elterliche Album zu schiessen - bis hin zu DVDs mit sich bewegenden Föten. Denn ob und wie Ultraschall auf lange Sicht die Gesundheit des Babys beeinträchtigen könnte, ist noch nicht klar. Reine Souvenirbilder sind daher ein unnötiges Risiko. [2371]
Quelle: Telegraph
Deutsche Statistik: Wie Frauen verhüten
01. Februar 2010 - Von den 17 Millionen deutschen Frauen im gebärfähigen Alter verhüten 39 Prozent mit der Pille, 28 Prozent mit Kondomen, 12 Prozent mit Spirale (je zur Hälfte Kupfer- und Hormonspirale), je 8 Prozent durch «natürliche» Methoden und durch Sterilisation; 24 Prozent verhüten gar nicht, und 12 Prozent verzichten auf Geschlechtsverkehr. Schätzungsweise zehntausend Mädchen unter 18 werden jährlich schwanger. Von den Männern lassen sich 2 Prozent sterilisieren. [2362]
Quelle: Welt
Neue Pille danach wirkt bis 5 Tage
29. Januar 2010 - Früher nannte man sie «morning after pill». Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die neuste Pille zur nachträglichen Empfängnisverhütung kann eine Frau bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Sex einnehmen. Sie enthält den Wirkstoff Ulipristal und hat in einer schottischen Studie bei allen untersuchten Frauen später als drei Tage danach eine Schwangerschaft verhindert. Nach anderen Pillen wurden drei Frauen schwanger. Zu lange warten lohnt sich aber nicht: Die neue Pille ist wesentlich teurer und weniger leicht erhältlich als die klassische «Pille danach». [2354]
Quelle: BBC
Keine Abmagerungskur in der Stillzeit
23. Januar 2010 - Wer hungert, baut Fettreserven ab. Das Körperfett enthält aber viele Schadstoffe, die sich im Lauf der Jahre dort abgelagert haben. Beim Hungern gelangen sie ins Blut und bei einer stillenden Frau auch in die Muttermilch. Stillende Mütter benötigen pro Tag etwa 500 bis 700 zusätzliche Kalorien. Baut sich das Gewicht innerhalb von sechs Monaten nicht von selbst auf den Wert vor der Schwangerschaft ab, sollten Abnehmversuche bis nach der Stillzeit warten, meint Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes deutscher Frauenärzte. [2332]
Quelle: Standard
Kinderwunsch: Kein Rauch, kein Alkohol, kein Übergewicht
22. Januar 2010 - Viele Frauen, die sich vergeblich ein Kind wünschen, könnten auf eine künstliche Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation IVF) verzichten und trotzdem schwanger werden. Vor dem teuren und oft erfolglosen Eingriff lohnt es sich, wenn nötig, einige Gewohnheiten umzustellen. Rauchen vermindert die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau. Bei der Frau wirken sich auch Alkoholkonsum und starkes Übergewicht negativ aus. Eine europäische Arbeitsgruppe fordert jetzt sogar ein Verbot der IVF für alkoholabhängige Frauen. [2330]
Quelle: Ärzteblatt
Schwangerschaft kann Migräne stoppen
19. Januar 2010 - Zwei von drei Frauen mit Migräne leiden seltener an Anfällen, nachdem sie schwanger geworden sind. Die Besserung zeigt sich besonders ab dem dritten Monat. Bei einigen Frauen verschwindet die Migräne sogar ganz. Dies kommt daher, dass bei Schwangeren die Hormonspiegel weniger stark schwanken, was sich beruhigend auf die Hirnströme auswirkt. Zu diesem Schluss kommen Messungen an schwangeren Migränikerinnen und gesunden Frauen in Deutschland. [2313]
Quelle: Standard
Künstliche Befruchtung boomt in der Schweiz
18. Dezember 2009 - Letztes Jahr haben sich in der Schweiz etwa sechstausend Paare wegen Unfruchtbarkeit behandeln lassen, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur ein Drittel der Frauen wurde danach schwanger. Grund für die Kinderlosigkeit ist je zur Hälfte die Unfruchtbarkeit des Mannes und der Frau. In einem Viertel der Fälle sind beide unfruchtbar. [2216]
Quelle: 20 Minuten
Kinder im Rauch werden zappelig
04. Dezember 2009 - Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko. [2162]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde
03. Dezember 2009 - Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee. [2161]
Quelle: Gesundheit Sprechstunde
Lust auf Alkohol beginnt schon im Mutterleib
18. März 2009 - Kinder von Alkoholikerinnen neigen mehr als andere dazu, später als Erwachsene ebenfalls süchtig nach Alkohol zu werden. Eine mögliche Ursache hat man jetzt im Versuch an Ratten erforscht. Füttert man trächtige Rättinnen mit viel Alkohol, konsumiert der Nachwuchs später ebenfalls mehr davon: In exakten Wahlversuchen hat sich gezeigt, dass den Ratten Alkohol besser schmeckt, wenn sie sich im Mutterleib daran gewöhnt haben. Dieser Befund lässt sich zwar nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen, liefert jedoch eine mögliche Erklärung und einen weiteren Grund, in der Schwangerschaft abstinent zu bleiben. Alkohol schädigt die Entwicklung zahlreicher Organe und Organsysteme beim Fetus. [2064]
Quelle: PubMed
PMID: 19273846
Schadet Milch der Gesundheit?
02. März 2009 - Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
Quelle: PubMed
PMID: 19232475
Zuviel Vitamin E kann Baby schaden
10. Februar 2009 - Babys von Müttern, die in der Zeit der Empfängnis und in der Schwangerschaft Präparate mit Vitamin E nehmen, haben ein bis um das Neunfache erhöhtes Risiko für Herzfehler. Dies zeigt eine Studie an über fünfhundert Müttern und ihren Babys in Holland. Natürliche Quellen für Vitamin E sind Pflanzenöle, Nüsse, Vollkornprodukte, Michprodukte und Ei. Mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung erhält der Körper das Vitamin in ausreichender, aber nicht zu hoher Dosis. [2038]
Quelle: PubMed
PMID: 19187374
Trügerische Vorsätze zur Jungfräulichkeit
07. Januar 2009 - Programme für sexuelle Abstinenz bei Jugendlichen sind ein Fehlschlag - gerade auch in den USA, wo besonders viele junge Menschen Jungfräulichkeit gelobt haben. Fünf Jahre nach einem solchen Gelöbnis streiten über achtzig Prozent der Jungen ab, je ein solches abgelegt zu haben. Sie haben gleich oft Sex vor der Ehe, sind beim ersten Sex ebenso jung und haben kaum weniger Partner als jene, die sich keine Abstinenz vorgenommen haben. Zudem schützen sich die selbst erklärten Jungfrauen weniger gut gegen sexuell übertragbare Krankheiten und gegen Schwangerschaft. Dies zeigt eine repräsentative Studie an über dreitausend Studentinnen und Studenten in den USA.
[2014]
Quelle: PubMed
PMID: 19117832
Schwanger rauchen schwächt Babys Immunsystem
08. Oktober 2008 - Babys von rauchenden Müttern kommen mit einem kleineren Thymus auf die Welt als Babys von Müttern, die nicht rauchen. Das hat eine Studie an über hundertfünfzig Frauen in der Türkei gezeigt. Der Thymus spielt vor allem in den ersten Jahren des Lebens eine wichtige Rolle beim Aufbau des Immunsystems. [1955]
Quelle: PubMed
PMID: 18668000
Sport wenn schwanger, fitter im Alter
06. Oktober 2008 - Frauen, die auch in der Schwangerschaft weiter sportlich aktiv bleiben, sind in den Wechseljahren fitter und haben ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag als Schwangere, die mit dem Sport aufhören. Dies zeigt eine Studie an 39 Frauen in Vermont. [1953]
Quelle: PubMed
PMID: 18667190
Gesunde Schwangerschaft mit Nahrungsfasern
29. August 2008 - Frauen, die beim Essen reichlich Ballaststoffe aufnehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko für Präeklampsie als Frauen, die sich vor allem von hoch raffinierter industrieller Kost ernähren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Schwangeren in den USA. Präeklampsie ist eine Komplikation der Schwangerschaft mit hohem Blutdruck, Schwellungen und Eiweiss im Urin. [1927]
Quelle: PubMed
PMID: 18636070
Vielseitiger essen wenn schwanger
19. August 2008 - Frauen, die schwanger werden möchten oder es schon sind, tun gut daran, ihren Speisezettel zu bereichern und auch Dinge zu essen, die sie früher gemieden haben. Für das werdende Baby ist vor allem Nahrung wichtig, die viel Vitamine, Minerale, Fasern und andere gesunde Substanzen enthält, also Früchte und Gemüse. Wie eine Umfrage in Australien zeigt, halten sich nur die wenigsten Frauen an diese Empfehlung. [1919]
Quelle: PubMed
PMID: 18647425
Kein Nikotinersatz in der Schwangerschaft
23. Juni 2008 - Schwangere sollten nicht rauchen, weil dies dem Fetus schadet. Doch um mit dem Rauchen aufzuhören, sollten schwangere Frauen nicht zu Nikotinersatz mittels Kaugummi oder Pflaster greifen. Denn nicht nur das Kohlenmonoxid und der Teer aus dem Rauch schaden dem werdenden Kind, sondern auch das Nikotin aus dem Tabak. Laut verschiedenen Studien schadet Nikotin unter anderem der Entwicklung des Nervensystems. [1893]
Quelle: PubMed
PMID: 18554275
Junk Food in der Schwangerschaft macht Kinder dicker
22. Mai 2008 - Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft zu fett, zu süss und zu salzig gegessen haben, werden dicker als Kinder von Müttern, die sich gesund ernährt haben. Das ist sogar dann der Fall, wenn sich die Kinder selbst vor allem von Fast Food ernähren. Bei Mädchen ist der Einfluss der mütterlichen Ernährung stärker als bei Knaben. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie. [1871]
Quelle: PubMed
PMID: 18467362
Sport auch in der Schwangerschaft gesund
16. Mai 2008 - Sowohl die Mutter als auch das werdende Kind profitieren von massvollem Sport in der Schwangerschaft: Das Risiko von Komplikationen bei der Geburt wird kleiner, und die bessere Fitness wird der Mutter helfen, die Anstrengungen der Geburt besser zu verkraften. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung zahlreicher Studien. [1867]
Quelle: PubMed
PMID: 18463475
Rauchfrei-Gesetz schützt Babys in Italien
15. April 2008 - Seit in Italien öffentliche Räume per Gesetz rauchfrei sind, ist die Zahl der Babys, die durch Tabakrauch in ihrer Gesundheit bedroht sind, deutlich kleiner geworden. Der Anteil Raucherinnen bei den Schwangeren ist auf zwölf Prozent zurückgegangen. [1845]
Quelle: PubMed
PMID: 18394097
Folsäure nützt nicht allen
17. März 2008 - Folsäure ist ein Vitamin, das in der Schwangerschaft wichtig ist, damit sich beim werdenden Kind das Nervensystem gesund entwickeln kann. Um einem Mangel vorzubeugen, hat man verschiedene Nahrungsmittel mit Folsäure angereichert. Doch das ist zweischneidig, wie nun neuere Forschung zeigt. Bei älteren Menschen kann viel Folsäure, verbunden mit einem Mangel an Vitamin B 12, Demenz beschleunigen. Was Krebs betrifft, senkt Folsäure zwar das Risiko seiner Entstehung, beschleunigt jedoch sein Wachstum, wenn er trotzdem aufgetreten ist. [1825]
Quelle: PubMed
PMID: 18326588
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