Schmerzmittel: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Schmerzmittel, 14.1.2010 bis 16.5.2011

Schmerzmittel kann Herzinfarkt auslösen

Die Substanz Diclofenac, in vielen rezeptfreien Schmerzmitteln enthalten, kann bei Patienten mit Konorarkrankheit das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen. Eine dänische Studie hat Daten von über achtzigtausend Patienten nach Herzinfarkt ausgewertet: Während der Behandlungsdauer kann das Risiko bis auf das Dreifache ansteigen. [2867]

16. Mai 2011  –  Ärzteblatt

Wirkung der Passionsblume wissenschaftlich erforscht

Extrakt aus Passionsblume beruhigt, löst Ängste und Krämpfe und hilft beim Einschlafen. Forschung zeigt, dass der Extrakt die Wirkung von Substanzen verlängert und verstärkt, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen. Dabei lässt er jene Stellen im Nervensystem unberührt, die für Sucht und Abhängigkeit von Alkohol, Beruhigungs- und Schmerzmitteln bekannt sind. Passionsblume verstärkt auch die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte Depressionen. [2850]

21. April 2011  –  Ärztezeitung

Paracetamol ein veraltetes Schmerzmittel

Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber sollte man heute besser nicht mehr verwenden. Das empfiehlt Professor Kay Brune von der Universität Erlangen. Denn Paracetamol ist giftig für die Leber, erhöht den Blutdruck und verursacht in der Schwangerschaft Schäden beim ungeborenen Kind: Unter anderem soll bei Knaben später die Zeugungsfähigkeit vermindert sein, vermutet eine schwedische Studie. [2784]

3. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Sich selber Berühren lindert Schmerzen

Das einfachste Schmerzmittel ist die eigene Hand, die eine schmerzende Stelle des Körpers berührt: Laut Experimenten am University College in London kann das die Schmerzen um fast zwei Drittel reduzieren. Hilfreich ist nur die eigene Berührung, nicht aber die von anderen Personen. Dies hängt damit zusammen, dass nur die eigene Berührung das Selbstbild des Körpers im Gehirn beeinflusst. Je intensiver das Gehirn den eigenen Körper erlebt, desto schwächer erscheinen im Vergleich dazu die Schmerzen. [2719]

27. September 2010  –  BBC

Frauen empfinden mehr Schmerzen als Männer

Im Durchschnitt nehmen Frauen Schmerzen intensiver wahr als Männer. Das liegt an den Hormonen: Das männliche Hormon Testosteron dämpft die Schmerzreize. Das zeigt sich auch bei Geschlechtsumwandlungen: Frühere Frauen leiden als Männer weniger unter chronischen Schmerzen; bei Männern, die zu Frauen geworden sind, ist es genau umgekehrt. Die stärksten Schmerzen müssen jedoch Frauen bei der Geburt aushalten. Dann setzt der weibliche Körper Endorphine als natürliche Schmerzmittel frei. [2714]

20. September 2010  –  Spiegel - SchulSpiegel

Was man gegen Kopfschmerzen tun kann

Sich viel bewegen, nicht rauchen, wenig Alkohol und Kaffee, ein regelmässiger Tagesablauf mit festem Rhythmus von Mahlzeiten und ausreichend (nicht zu wenig und nicht zu viel) Schlaf, genügend trinken. Schmerzmittel können zwar helfen, doch beim regelmässigen Gebrauch Kopfschmerzen sogar fördern. Wer unter Stress leidet, kann Techniken zur Bewältigung und zur Entspannung lernen. Diese Tipps stammen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in München. [2701]

1. September 2010  –  Welt

Akupunktur-Nadeln aktivieren lokalen Schmerzkiller

Endlich scheint die Forschung entdeckt zu haben, wie Akupunktur Schmerzen lindert: Die Nadeln aktivieren dort, wo sie eingestochen werden, die schmerzdämpfende Substanz Adenosin. Anders als Endorphin wirkt dieses körpereigene Schmerzmittel nicht im Gehirn, sondern betäubt den Schmerz örtlich. [2626]

1. Juni 2010  –  Ärzteblatt

Körper kann Morphin selbst produzieren

Mäuse können Morphin, eines der stärksten Schmerzmittel, in ihrem Körper selbst produzieren. Sie benötigen dazu einen Ausgangsstoff, der in der Mohnpflanze vorkommt. Diese stellt aus dem Stoff in 17 Schritten Morphin her. Dieser komplizierte Vorgang spielt sich auch in den Mäusen ab, wie Forscher an einem Dortmunder Institut nachweisen konnten. Sie vermuten, auch der Mensch sei in der Lage, Morphin selbst herzustellen, zum Beispiel nach einer schweren Verletzung. [2574]

6. Mai 2010  –  Standard

Wissen lindert Schmerzen

Schmerzen, deren Ursache man kennt, tun nur halb so weh wie solche mit unbekannter Ursache. Die Kraft der Gedanken, auch bekannt als Placebo-Effekt, lässt sich sogar im MRT-Scanner nachweisen: Die Schmerznerven sind messbar ruhiger. Wer sich also eine Bandscheibe operieren lässt, sollte sich die entfernte kaputte Bandscheibe unbedingt zeigen lassen und am besten als Souvenir mit nach Hause nehmen: Das Risiko für Beinschmerzen und Muskelschwäche sowie der Verbrauch von Schmerzmitteln nehmen dann deutlich ab, wie eine kontrollierte Studie gezeigt hat. [2452]

3. März 2010  –  Ärztezeitung

Sieben Tipps gegen Spannungskopfschmerzen

Es ist ein Gefühl, als umspanne ein zu enges Stahlband den ganzen Kopf. Daran leidet die Mehrheit der Bevölkerung zwei bis dreimal pro Monat. Diese 7 Massnahmen können lindern helfen: Pfefferminzöl oder Tigerbalsam vorsichtig auf die Schläfen streichen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Autogenes Training, falls keine Depression vorliegt. Ausdauersport wie Jogging, Walking oder Schwimmen. Bei Bildschirmarbeit jede Stunde zwei bis drei Minuten Pause, leichte Gymnastik für die Schultern, Augen bewegen. Physiotherapie gegen Verspannung der Nackenmuskeln. Schmerzmittel nur nehmen, wenn alles andere nicht hilft; bei Schmerzen über mehr als drei Monate an den meisten Tagen einen Arzt aufsuchen. [2295]

14. Januar 2010  –  Welt

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