Gesundheitstelegramm: Schmerzmittel

News zu Schmerzmittel

Schmerzmittel behindern Erholung nach Herzinfarkt

Schmerzsignale regen den Herzmuskel zur Reparatur der zerstörten Zellen an, indem sie Stammzellen aus dem Knochenmark den Weg zur schadhaften Stelle weisen. Dort bilden die Stammzellen neue Blutgefässe, die den Herzmuskel versorgen. Schmerzmittel behindern diesen natürlichen Vorgang. Das zeigen Experimente mit Mäusen, die jetzt auch bei menschlichen Patienten bestätigt worden sind. [3087]

17. April 2012  –  Telegraph

Schmerzmittel mit Koffein wirken besser

Die Chance, dass ein Schmerzmittel die Schmerzen lindert, steigt um zehn Prozent, wenn es neben dem Wirkstoff auch Koffein enthält. Das zeigt die Auswertung von 19 Studien mit insgesamt über siebentausend Patienten. Bei Mitteln, die kein Koffein enthalten, kann man mit einer Tasse Kaffee die gleiche Wirkung erzielen. [3085]

13. April 2012  –  Ärztezeitung

Schmerzmittel: Schleichende Überdosierung gefährlich

Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol sind nicht harmlos. Wer täglich nur einige davon mehr nimmt als vom Arzt oder auf der Packung empfohlen, riskiert mit der Zeit einen Leberschaden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Edinburgh. Ein schleichender Leberschaden kann unter Umständen noch gefährlicher sein als eine akute Vergiftung, falls er zu lange unbemerkt bleibt. [2989]

25. November 2011  –  Telegraph

Schmerzmittel kann Herzinfarkt auslösen

Die Substanz Diclofenac, in vielen rezeptfreien Schmerzmitteln enthalten, kann bei Patienten mit Konorarkrankheit das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen. Eine dänische Studie hat Daten von über achtzigtausend Patienten nach Herzinfarkt ausgewertet: Während der Behandlungsdauer kann das Risiko bis auf das Dreifache ansteigen. [2867]

16. Mai 2011  –  Ärzteblatt

Wirkung der Passionsblume wissenschaftlich erforscht

Extrakt aus Passionsblume beruhigt, löst Ängste und Krämpfe und hilft beim Einschlafen. Forschung zeigt, dass der Extrakt die Wirkung von Substanzen verlängert und verstärkt, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen. Dabei lässt er jene Stellen im Nervensystem unberührt, die für Sucht und Abhängigkeit von Alkohol, Beruhigungs- und Schmerzmitteln bekannt sind. Passionsblume verstärkt auch die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte Depressionen. [2850]

21. April 2011  –  Ärztezeitung

Paracetamol ein veraltetes Schmerzmittel

Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber sollte man heute besser nicht mehr verwenden. Das empfiehlt Professor Kay Brune von der Universität Erlangen. Denn Paracetamol ist giftig für die Leber, erhöht den Blutdruck und verursacht in der Schwangerschaft Schäden beim ungeborenen Kind: Unter anderem soll bei Knaben später die Zeugungsfähigkeit vermindert sein, vermutet eine schwedische Studie. [2784]

3. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Sich selber Berühren lindert Schmerzen

Das einfachste Schmerzmittel ist die eigene Hand, die eine schmerzende Stelle des Körpers berührt: Laut Experimenten am University College in London kann das die Schmerzen um fast zwei Drittel reduzieren. Hilfreich ist nur die eigene Berührung, nicht aber die von anderen Personen. Dies hängt damit zusammen, dass nur die eigene Berührung das Selbstbild des Körpers im Gehirn beeinflusst. Je intensiver das Gehirn den eigenen Körper erlebt, desto schwächer erscheinen im Vergleich dazu die Schmerzen. [2719]

27. September 2010  –  BBC

Frauen empfinden mehr Schmerzen als Männer

Im Durchschnitt nehmen Frauen Schmerzen intensiver wahr als Männer. Das liegt an den Hormonen: Das männliche Hormon Testosteron dämpft die Schmerzreize. Das zeigt sich auch bei Geschlechtsumwandlungen: Frühere Frauen leiden als Männer weniger unter chronischen Schmerzen; bei Männern, die zu Frauen geworden sind, ist es genau umgekehrt. Die stärksten Schmerzen müssen jedoch Frauen bei der Geburt aushalten. Dann setzt der weibliche Körper Endorphine als natürliche Schmerzmittel frei. [2714]

20. September 2010  –  Spiegel - SchulSpiegel

Was man gegen Kopfschmerzen tun kann

Sich viel bewegen, nicht rauchen, wenig Alkohol und Kaffee, ein regelmässiger Tagesablauf mit festem Rhythmus von Mahlzeiten und ausreichend (nicht zu wenig und nicht zu viel) Schlaf, genügend trinken. Schmerzmittel können zwar helfen, doch beim regelmässigen Gebrauch Kopfschmerzen sogar fördern. Wer unter Stress leidet, kann Techniken zur Bewältigung und zur Entspannung lernen. Diese Tipps stammen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in München. [2701]

1. September 2010  –  Welt

Akupunktur-Nadeln aktivieren lokalen Schmerzkiller

Endlich scheint die Forschung entdeckt zu haben, wie Akupunktur Schmerzen lindert: Die Nadeln aktivieren dort, wo sie eingestochen werden, die schmerzdämpfende Substanz Adenosin. Anders als Endorphin wirkt dieses körpereigene Schmerzmittel nicht im Gehirn, sondern betäubt den Schmerz örtlich. [2626]

1. Juni 2010  –  Ärzteblatt

Körper kann Morphin selbst produzieren

Mäuse können Morphin, eines der stärksten Schmerzmittel, in ihrem Körper selbst produzieren. Sie benötigen dazu einen Ausgangsstoff, der in der Mohnpflanze vorkommt. Diese stellt aus dem Stoff in 17 Schritten Morphin her. Dieser komplizierte Vorgang spielt sich auch in den Mäusen ab, wie Forscher an einem Dortmunder Institut nachweisen konnten. Sie vermuten, auch der Mensch sei in der Lage, Morphin selbst herzustellen, zum Beispiel nach einer schweren Verletzung. [2574]

6. Mai 2010  –  Standard

Wissen lindert Schmerzen

Schmerzen, deren Ursache man kennt, tun nur halb so weh wie solche mit unbekannter Ursache. Die Kraft der Gedanken, auch bekannt als Placebo-Effekt, lässt sich sogar im MRT-Scanner nachweisen: Die Schmerznerven sind messbar ruhiger. Wer sich also eine Bandscheibe operieren lässt, sollte sich die entfernte kaputte Bandscheibe unbedingt zeigen lassen und am besten als Souvenir mit nach Hause nehmen: Das Risiko für Beinschmerzen und Muskelschwäche sowie der Verbrauch von Schmerzmitteln nehmen dann deutlich ab, wie eine kontrollierte Studie gezeigt hat. [2452]

3. März 2010  –  Ärztezeitung

Sieben Tipps gegen Spannungskopfschmerzen

Es ist ein Gefühl, als umspanne ein zu enges Stahlband den ganzen Kopf. Daran leidet die Mehrheit der Bevölkerung zwei bis dreimal pro Monat. Diese 7 Massnahmen können lindern helfen: Pfefferminzöl oder Tigerbalsam vorsichtig auf die Schläfen streichen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Autogenes Training, falls keine Depression vorliegt. Ausdauersport wie Jogging, Walking oder Schwimmen. Bei Bildschirmarbeit jede Stunde zwei bis drei Minuten Pause, leichte Gymnastik für die Schultern, Augen bewegen. Physiotherapie gegen Verspannung der Nackenmuskeln. Schmerzmittel nur nehmen, wenn alles andere nicht hilft; bei Schmerzen über mehr als drei Monate an den meisten Tagen einen Arzt aufsuchen. [2295]

14. Januar 2010  –  Welt

Schmerzmittel können Impfschutz schwächen

Eine Impfung ist möglicherweise weniger wirksam bei Menschen, die Schmerzmittel nehmen. Diesen Verdacht äussern Forscher nach Versuchen mit Mäusen. Werden die Nager mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) behandelt, bildet ihr Immunsystem weniger Antikörper. Das Ziel einer Impfung ist es aber, den Körper zur Bildung von bestimmten Antikörpern anzuregen. Ob die Erkenntnisse bei Mäusen sich auf den Menschen übertragen lassen, steht zwar noch nicht fest. Trotzdem ist es ratsam, vor einer Impfung die Einnahme von Schmerzmitteln eine Weile auszusetzen. Wer Aspirin als Herzpatient nimmt, sollte den Arzt fragen, ob er es eine Weile absetzen darf.
 [2164]

6. Dezember 2009  –  Spiegel

Ärzte behandeln sich am liebsten selbst

Wenn Schweizer Ärzte krank sind, gehen sie in der Regel nicht zum Arzt, sondern behandeln sich selbst. Eine Umfrage bei gegen zweitausend Ärzten hat ergeben, dass 79 Prozent keinen eigenen Hausarzt haben und dass 75 Prozent in der Woche zuvor Medikamente genommen haben, am häufigsten Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Antidepressiva und Mittel gegen hohen Blutdruck. [1566]

20. März 2007  –  Swiss Medical Weekly 2007;137:121

Zusätzlich Akupunktur gegen Knie-Arthritis

Das Schmerzmittel Diclofenac wirkt besser, wenn es durch Akupunktur unterstützt wird. Das zeigt eine Studie an 88 Patienten in Spanien. [921]

24. November 2004  –  British Medical Journal 2004;329:1216

Hoher Blutdruck durch Schmerzmittel

Frauen, die häufig Aspirin, Amphetamin oder andere Schmerzmittel nehmen, leiden mit einer größeren Wahrscheinlichkeit an zu hohem Blutdruck. Man nimmt an, dass die Mittel den Blutdruck in die Höhe treiben. [326]

2. Dezember 2002  –  Hypertension 2002;40:604

Muttermilch ist auch ein Schmerzmittel

Babys, die an der Brust saugen, reagieren weniger empfindlich auf Schmerzen. [93]

7. April 2002  –  Pediatrics 2002;109:590

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