Gesundheitstelegramm: Schmerz

News zu Schmerz

Einfache Hausmittel gegen Heiserkeit

Die deutsche Ärztezeitung gibt sieben Tipps bei Erkältung mit Halsschmerzen: 1. Wenig sprechen, nicht räuspern. 2. Viel trinken, sehr gut sind Salbei- und Ingwertee. 3. Dampf inhalieren. 4. Wohnluft feucht halten. 5. Höchstens leichter Sport (Wandern, Radwandern, Spazieren). 6. Körperwarme feuchte Halswickel (Quark). 7. Entspannungstechniken, Stressabbau. [3022]

13. Januar 2012  –  Ärztezeitung

Achtsamkeit macht Schmerzen erträglicher

Schmerzen werden erträglicher, wenn man sich aufmerksam auf sie konzentriert. Diese aus buddhistischer Meditation entwickelte Methode baut Stress und Angst ab, die mit Schmerzen verbunden sind. Der Versuch, Schmerzen zu ignorieren, endet dagegen oft in noch grösserem Leiden. Forscher eines Hirninstituts in Giessen haben den Vorteil der Achtsamkeit in einem Versuch nachweisen können: Die Angst vor dem Schmerz sinkt um etwa ein Drittel. [3007]

21. Dezember 2011  –  Ärzteblatt

Schmerzmittel: Schleichende Überdosierung gefährlich

Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol sind nicht harmlos. Wer täglich nur einige davon mehr nimmt als vom Arzt oder auf der Packung empfohlen, riskiert mit der Zeit einen Leberschaden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Edinburgh. Ein schleichender Leberschaden kann unter Umständen noch gefährlicher sein als eine akute Vergiftung, falls er zu lange unbemerkt bleibt. [2989]

25. November 2011  –  Telegraph

Zahnschmerzen machen am meisten Angst

Die meisten Menschen fürchten sich vor Zahnschmerzen viel stärker als vor objektiv gleich starken Schmerzen an anderen Stellen des Körpers. Nun zeigen neue Forschungen, dass Angst das Zahnleiden noch verstärkt. Dies erklärt auch die Panik, die viele schon befällt, wenn sie nur schon an den Zahnarzt denken. Der Teufelskreis, erst einmal erkannt, lässt sich aber auch umkehren: Wer sich selber klarmachen kann, dass Zahnschmerzen «eigentlich» nicht schlimmer sind als andere Schmerzen, wird beim nächsten Zahnarzttermin weniger leiden. [2962]

18. Oktober 2011  –  Welt

Schmerzempfindung mit Strafabzug

Am schmerzverzerrten Gesicht des Gegenübers lässt sich abschätzen, wie stark der Schmerz ist, den er oder sie empfindet. Dieses Mitgefühl ist nicht fix geeicht, sondern abhängig von Zu- oder Abneigung. Den Schmerz von als unsympathisch empfundenen Patienten schätzen Testpersonen als deutlich schwächer ein als jenen von sympathischen Patienten. Das zeigt ein Experiment mit vierzig Teilnehmern an der Universität Gent. [2955]

7. Oktober 2011  –  UPI Health News

Mit Kaffee ohne Kopfschmerzen schlafen

Wer wegen Kopfschmerzen nachts schlecht schläft, macht sich besser eine Tasse Kaffee als eine Tablette zu schlucken. Dazu raten Neurologen der Uniklinik Essen. [2923]

18. August 2011  –  Ärztezeitung

Kopfbälle harmlos für das Gehirn

Gedächtnis und Aufmerksamkeit der Fussballer bleiben auch nach intensivem Kopfballtraining voll erhalten. Das zeigt ein Test mit über neunzig Personen an der Universität Regensburg. Bei Männern bleiben Kopfbälle ganz ohne Folgen, bei Frauen verursachen sie aber öfter Kopfschmerzen. [2906]

14. Juli 2011  –  Welt

Herzinfarkt: Warnsignale bei Frauen

Brustschmerz, Druck- und Engegefühl in der Brust in über 90 Prozent der Fälle. Schweissausbruch, Schmerzen in Schulter, Arm und Hand, Ohnmacht (Synkope); Rachen- und Kieferschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Todesangst, Schwindel. Diese Liste stützt sich auf Daten von über fünfhundert Frauen in Augsburg. [2884]

9. Juni 2011  –  Ärztezeitung

Schmerzmittel kann Herzinfarkt auslösen

Die Substanz Diclofenac, in vielen rezeptfreien Schmerzmitteln enthalten, kann bei Patienten mit Konorarkrankheit das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen. Eine dänische Studie hat Daten von über achtzigtausend Patienten nach Herzinfarkt ausgewertet: Während der Behandlungsdauer kann das Risiko bis auf das Dreifache ansteigen. [2867]

16. Mai 2011  –  Ärzteblatt

Wirkung der Passionsblume wissenschaftlich erforscht

Extrakt aus Passionsblume beruhigt, löst Ängste und Krämpfe und hilft beim Einschlafen. Forschung zeigt, dass der Extrakt die Wirkung von Substanzen verlängert und verstärkt, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen. Dabei lässt er jene Stellen im Nervensystem unberührt, die für Sucht und Abhängigkeit von Alkohol, Beruhigungs- und Schmerzmitteln bekannt sind. Passionsblume verstärkt auch die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte Depressionen. [2850]

21. April 2011  –  Ärztezeitung

Demenz: Unruhe und Wut können Schmerz bedeuten

Wenn Demenzkranke sich gegen Pflege sträuben oder durch unruhiges Verhalten auffallen, sind oft Schmerzen der Grund. Das sagt der deutsche Schmerzexperte Norbert Griessinger: Durch Demenz leide auch die Fähigkeit, Schmerzen durch Worte äussern zu können. Verdächtige Zeichen von Schmerz sind deutlich hörbarer Atem, Stöhnen, Grimassen, ängstlicher Gesichtsausdruck, starre Haltung, geballte Fäuste und das Ablehnen von körperlicher Nähe. [2848]

19. April 2011  –  Ärztezeitung

Nitroglycerin-Salbe stärkt Knochen

Eine Salbe mit dem kostengünstigen Wirkstoff Nitroglycerin kann bei Frauen nach der Menopause den Abbau von Knochen bremsen und so der Osteoporose vorbeugen. Das zeigt eine klinischer Versuch an der Universität von Toronto. Ob damit auch das Risiko von Knochenbrüchen sinkt, lässt sich vorerst nicht beweisen. Zudem verursacht die Salbe Kopfschmerzen bei etwa einem Drittel der behandelten Frauen. Nitroglycerin, ursprünglich als Sprengstoff bekannt, wird auch erfolgreich gegen Angina pectoris eingesetzt. [2818]

1. März 2011  –  Ärzteblatt

Paracetamol ein veraltetes Schmerzmittel

Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber sollte man heute besser nicht mehr verwenden. Das empfiehlt Professor Kay Brune von der Universität Erlangen. Denn Paracetamol ist giftig für die Leber, erhöht den Blutdruck und verursacht in der Schwangerschaft Schäden beim ungeborenen Kind: Unter anderem soll bei Knaben später die Zeugungsfähigkeit vermindert sein, vermutet eine schwedische Studie. [2784]

3. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Zu viel Arbeit macht krank

An Schlafstörungen leidet nur eine von zehn Personen, die in Teilzeit weniger als neunzehn Stunden pro Woche arbeitet. Bei Vollzeit mit vierzig Stunden pro Woche ist jede fünfte Person betroffen, bei Überzeit mit sechzig Stunden sogar jede vierte. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Rückenschmerzen und Herzbeschwerden. Das zeigt eine Studie der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Schichtarbeit, variable Einsätze und Leistungsdruck lassen die Häufigkeit der Beschwerden noch weiter ansteigen. [2776]

21. Dezember 2010  –  Welt

Schwanger: Paracetamol fördert Asthma beim Kind

Nehmen schwangere Frauen Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Fieber und Schmerzen, kann sich das Risiko für Asthma in den ersten Lebensjahren des Kindes erhöhen. Ob dies der Fall ist, hängt unter anderem auch von einem bestimmten Gen der Mutter ab. Das zeigt eine britische Studie an vierzehntausend Kindern. [2756]

23. November 2010  –  Ärzteblatt

Migräne-Auslöser nicht meiden, rät Experte

Der weit verbreitete Rat gegen Migräne, bekannte Auslöser wie Süssigkeiten oder Alkohol zu meiden, sei falsch. Diese überraschende Ansicht begründet der deutsche Kopfschmerzspezialist Peter Kropp damit, dass die Nerven an die schädlichen Reize gewöhnt werden müssen. Wer die Reize meide, reagiere immer empfindlicher dagegen. Zudem würden Süssigkeiten und Streit in der Familie zu Unrecht als Auslöser gehandelt. Vielmehr gehören Lust auf Süsses und gereizte Stimmung zu den Vorboten eines Anfalls. [2727]

7. Oktober 2010  –  Standard

Sich selber Berühren lindert Schmerzen

Das einfachste Schmerzmittel ist die eigene Hand, die eine schmerzende Stelle des Körpers berührt: Laut Experimenten am University College in London kann das die Schmerzen um fast zwei Drittel reduzieren. Hilfreich ist nur die eigene Berührung, nicht aber die von anderen Personen. Dies hängt damit zusammen, dass nur die eigene Berührung das Selbstbild des Körpers im Gehirn beeinflusst. Je intensiver das Gehirn den eigenen Körper erlebt, desto schwächer erscheinen im Vergleich dazu die Schmerzen. [2719]

27. September 2010  –  BBC

Frauen empfinden mehr Schmerzen als Männer

Im Durchschnitt nehmen Frauen Schmerzen intensiver wahr als Männer. Das liegt an den Hormonen: Das männliche Hormon Testosteron dämpft die Schmerzreize. Das zeigt sich auch bei Geschlechtsumwandlungen: Frühere Frauen leiden als Männer weniger unter chronischen Schmerzen; bei Männern, die zu Frauen geworden sind, ist es genau umgekehrt. Die stärksten Schmerzen müssen jedoch Frauen bei der Geburt aushalten. Dann setzt der weibliche Körper Endorphine als natürliche Schmerzmittel frei. [2714]

20. September 2010  –  Spiegel - SchulSpiegel

Rheuma fördert Herzinfarkt

Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]

14. September 2010  –  Welt

Hoffnung bei Arthrose: Knorpel züchten am Schienbein

Abgenützter Knorpel in Gelenken wächst nie mehr nach; die Folge ist schmerzhafte Arthrose. Zwar kann man im Labor Knorpel züchten und ins Gelenk verpflanzen, doch das ist teuer und bringt nur wenig Erfolg. Jetzt haben Forscher in Deutschland und Holland eine bessere Methode gefunden: Sie züchten Knorpel am Schienbein, indem sie ein besonderes Gel unter die Knochenhaut spritzen. Das regt den Knochen zur Bildung von Knorpelzellen an, die man später in das beschädigte Gelenk verpflanzen kann. [2706]

8. September 2010  –  Welt

Was man gegen Kopfschmerzen tun kann

Sich viel bewegen, nicht rauchen, wenig Alkohol und Kaffee, ein regelmässiger Tagesablauf mit festem Rhythmus von Mahlzeiten und ausreichend (nicht zu wenig und nicht zu viel) Schlaf, genügend trinken. Schmerzmittel können zwar helfen, doch beim regelmässigen Gebrauch Kopfschmerzen sogar fördern. Wer unter Stress leidet, kann Techniken zur Bewältigung und zur Entspannung lernen. Diese Tipps stammen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in München. [2701]

1. September 2010  –  Welt

Paracetamol fördert Allergien

Die Substanz Paracetamol, in zahlreichen Präparaten gegen Schmerzen und Fieber enthalten, steigert bei jungen Menschen die Neigung zu Asthma, Ekzemen und allergischem Schnupfen. Das zeigt eine Umfrage bei mehr als dreihunderttausend Jugendlichen in fünfzig Ländern. Wer das Mittel regelmässig nimmt, hat ein zwei- bis dreifach höheres Risiko für Allergien; selbst gelegentlicher Anwendung steigt das Risiko noch um die Hälfte. Wahrscheinlich ist Paracetamol die Ursache, auch wenn die Studie das nicht beweist. [2694]

23. August 2010  –  Standard

Cannabis-Wirkstoff künstlich produziert

Mit gentechnisch veränderten Bakterien ist es Forschern in Dortmund gelungen, den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) von Hanfpflanzen künstlich herzustellen. Dieses Verfahren ist deutlich billiger als die Gewinnung aus Hanfpflanzen, die teilweise auch durch Gesetze behindert ist. THC eignet sich als Medikament zur Schmerzbehandlung bei Krebs oder gegen Symptome von Multipler Sklerose. Synthetisch produziertes THC könnte wie andere Produkte der Pharmabranche als Medikament zugelassen werden. Es könnte frühestens ab 2016 auf den Markt kommen. [2691]

18. August 2010  –  Welt

Stöckelschuhe? Ja, aber nur mit Dehnübungen!

Bei Frauen, die oft High Heels tragen, verkürzt und verdickt sich die Achillessehne. Beim Tragen normaler Schuhe schmerzen dann die Waden. Ohne negative Folgen bleibt die Leidenschaft für hohe Absätze, wenn frau sie nicht zu lange trägt und regelmässig Stretching für die Wadenmuskeln macht. [2667]

16. Juli 2010  –  Welt

24-Wochen-Fötus spürt keinen Schmerz

Ein ungeborenes Baby im Mutterleib kann bis zum Alter von 24 Wochen keine Schmerzen spüren und kein Bewusstsein haben. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Experten am Royal College für Geburtshilfe und Gynäkologie in London. Deren Untersuchungen zeigen, dass die Nervenverbindungen im Hirn des Fötus, die für ein Schmerzempfinden nötig wären, sich noch nicht voll ausgebildet haben. Für Operationen im Mutterleib ist deshalb keine Anästhesie am Fötus nötig. Es bedeutet auch, dass der Fötus bei einer Abtreibung nicht leiden muss. [2653]

28. Juni 2010  –  Telegraph

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