
News zu Schlafstörung
Besser schlafen, weniger Alzheimer
Bei Menschen, die nachts oft aufwachen, finden sich häufiger als bei anderen die für Alzheimer typischen Ablagerungen (Plaques) im Gehirn. Das zeigt eine US-Studie mit hundert Personen, die (noch) keine Anzeichen von Demenz zeigten. Schlafstörungen sind als typische Symptome von Alzheimer-Patienten schon länger bekannt. Nun zeigt sich, dass sie schon im Vorfeld der Krankheit auftreten können. [3047]
17. Februar 2012 – Medical News Today
An Schlafstörungen leidet nur eine von zehn Personen, die in Teilzeit weniger als neunzehn Stunden pro Woche arbeitet. Bei Vollzeit mit vierzig Stunden pro Woche ist jede fünfte Person betroffen, bei Überzeit mit sechzig Stunden sogar jede vierte. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Rückenschmerzen und Herzbeschwerden. Das zeigt eine Studie der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Schichtarbeit, variable Einsätze und Leistungsdruck lassen die Häufigkeit der Beschwerden noch weiter ansteigen. [2776]
21. Dezember 2010 – Welt
Einer von 30 hat Sex im Schlaf
Etwa jeder dreissigste Mann hat wohl einmal oder gar öfter in seinem Leben Sex im Schlaf, ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne sich morgens daran erinnern zu können. Von dieser speziellen Schlafstörung, Sexsomnie, sind 11 Prozent der Männer und 4 Prozent der Frauen betroffen, die in einem Zentrum für Schlafstörungen in Toronto behandelt worden sind. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet an Schlafstörungen, in Grossstädten sind es bis zu 50 Prozent. Rechnet man die Zahlen aus Toronto auf die Gesamtbevölkerung um, kommt Sexsomnie bei einem Prozent der Frauen und bei drei Prozent der Männer vor. [2639]
10. Juni 2010 – Spiegel
6 Stunden Schlafentzug wie 1 Promille Alkohol
Wer seit 17 Stunden wach ist, reagiert am Steuer so, als hätte er ein halbes Promille Alkohol im Blut. Jede weitere Stunde Schlafentzug fügt noch ein zehntel Promille hinzu. Ab mehr als 24 Stunden Schlafentzug stellen sich nach und nach Halluzinationen ein. Wer unter der Woche zu wenig zum Schlafen kommt, kann dies nicht durch Ausschlafen übers Wochenende nachholen. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie an jungen gesunden Personen ohne Schlafstörungen in den USA. [2303]
16. Januar 2010 – Standard
Wirkt Johanniskraut gegen Depression?
Viele haben mit Johanniskraut (Hypericum) gegen Schlafstörungen und Depression positive Erfahrungen gemacht. Es gibt sogar Studien, die eine solche Wirkung bestätigt haben wollen. Doch dem kritischen wissenschaftlichen Blick halten sie nicht stand. Nur eine streng doppelblind durchgeführte Studie mit dem Präparat und einem Placebo ohne Wirkstoff könnte zeigen, ob Johanniskraut wirkt oder nicht. Eine solche Studie mit über zweihundert Kindern und Jugendlichen ist jetzt in Deutschland angelaufen. Bis die Ergebnisse vorliegen, darf man zumindest auf die Placebowirkung des Johanniskrauts hoffen. [2245]
31. Dezember 2009 – Standard
Angst ist schlimmer als Handy-Strahlung
Es gibt Personen, die sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagieren. Dabei spielt aber die Angst vor der Strahlung eine weitaus wichtigere Rolle als die Strahlung selbst. So haben Anwohner einer neu erstellten Mobilfunk-Antenne im deutschen Bundesland Niedersachsen über Kopfschmerzen und Schlafstörungen geklagt, lange bevor die Antenne zum ersten Mal eingeschaltet war. Auch Tests mit sensiblen Personen in München haben gezeigt, dass sie über Störungen klagen selbst wenn gar keine Strahlung vorhanden ist. [2235]
25. Dezember 2009 – Welt
Schlafstörung? Nur dann zu Bett, wenn schlafbereit!
Oft ist nicht der Schlaf gestört, sondern unsere Einstellung zu ihm, meint Daniel Brunner, Leiter des Schlafzentrums Hirslanden in Zürich. Er rät, nur dann das Bett aufzusuchen, wenn man sich schläfrig fühlt. Es sei auch nicht wichtig, unbedingt acht Stunden an einem Stück zu schlafen. Dass der Schlaf vor Mitternacht besonders wertvoll sein soll, ist ein Mythos; wann man schläft, spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist nur die Schlafmenge insgesamt, verteilt über die Nacht und eventuell auch den Tag. [2183]
10. Dezember 2009 – Beobachter
Licht und Bewegung bessere Schlafmittel im Alter
Von älteren Menschen mit leichter Demenz, die noch nicht in einem Heim betreut werden müssen, leidet etwa ein Drittel an Schlafstörungen. Viele nehmen deshalb Schlafmittel, doch deren Wirksamkeit ist umstritten. Ihr grosser Nachteil sind die Nebenwirkungen, die auch Demenz fördern können. Bessere Alternativen sind deshalb Lichttherapie, Bewegung und eine gute Schlafhygiene, zum Beispiel Einschlafrituale und Entspannungstechniken. Diese Empfehlung von Psychiatern aus Houston, Texax, dürfte auch für geistig noch rüstige Menschen ratsam sein. [2059]
11. März 2009 – PubMed PMID: 19256583
Leichter einschlafen mit hohem glykämischem Index
Wer schlecht einschläft, könnte gut daran tun, vier Stunden vor dem Zubettgehen Brot, Reis oder Kartoffelchips zu essen und dazu eine gezuckerte Limo zu trinken - sofern er nicht unter Diabetes leidet. Die erwähnten Lebensmittel haben einen hohen glykämischen Index. Das heißt, sie lassen den Blutzucker schnell ansteigen. Normalerweise gilt das als ungesund. Doch laut einer Studie aus Sydney fördert ein hoher glykämischer Index bei gesunden Personen das Einschlafen vier Stunden später. Ob das auch gegen Schlafstörungen hilft, bleibt noch zu testen. [1535]
17. Februar 2007 – Am J Clin Nutrition 2007;85:426
Melatonin, das entzauberte «Wundermittel»
Gegen Schlaflosigkeit bei Jet Lag, bei Schichtarbeit und bei anderen bekannten Ursachen hilft Melatonin nicht, obwohl es in den USA als Wundermittel gilt. Dort ist es ohne Rezept erhältlich, und übers Internet auch bei uns. Doch jetzt hat man 15 Studien mit total über fünfhundert behandelten Personen mit Schlafstörungen neu ausgewertet. Fazit: Die Personen schlafen gleich gut oder schlecht ein, ob sie nun Melatonin oder ein unwirksames Placebo nehmen. Immerhin gibt es auch keine unerwünschten Nebenwirkungen, so lange man es nicht dauernd nimmt. [1245]
21. Februar 2006 – British Medical Journal 2006;332:385
Herzinfarkt: Warnsignale bei Frauen anders
Einen Monat vor einem Infarkt klagen Frauen oft über ungewöhnliche Müdigkeit, Schlafstörungen und kurzen Atem, aber kaum über Schmerzen in der Brust. Letztere gelten bei Männern als das wichtigste Warnsignal. [664]
10. Dezember 2003 – Circulation 2003;108:2619
Nach Terror, Misshandlung und anderen Verbrechen leiden viele Opfer an posttraumatischem Stress. Forscher haben untersucht, wie sich diese Störung entwickelt. Schlafstörungen, besonders in der REM-Phase, spielen offenbar eine entscheidende Rolle. Je besser der Schlaf, desto kleiner der posttraumatische Stress. [297]
3. November 2002 – Am J Psychiatry 2002;159:1696
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