Schlafmittel: Archiv

Archiv zu Schlafmittel, 22.11.2005 bis 13.3.2013

Mehr Stürze wegen Schlafmangel oder Schlafmittel?

Schlucken Bewohner von Pflegeheimen mehr Schlafmittel, steigt ihr Risiko für Stürze und Hüftfrakturen. Das zeigt die Auswertung von mehr als fünfzehntausend Patientendaten in den USA. Auch andere Studien sind zum gleichen Ergebnis gekommen. Unklar bleibt aber, wo die Ursache liegt: Sowohl die Schlafstörungen als auch ihre Behandlung mit Schlafmitteln könnten zum Sturzrisiko beitragen. [3290]

13. März 2013  –  Ärztezeitung

Schlafmittel fördern Vergesslichkeit im Alter

Senioren leisten im Gedächtnistest mehr, wenn sie nachts zuvor gut geschlafen haben. Dabei kommt es auf die Tiefschlafphase an, wie ein Experiment im Schlaflabor der Universität Berkeley zeigt: Gestörter Tiefschlaf baut die Leistung des Langzeitgedächtnisses ab. Schlafmittel sind keine Hilfe, ganz im Gegenteil: Sie mindern den Tiefschlaf. [3259]

29. Januar 2013  –  Ärzteblatt

Neue Behandlung gegen Schläfrigkeit

Ein Gegenmittel zu Benzodiazepinen (Schlafmitteln) kann auch gegen übermässige Schläfrigkeit am Tag helfen. Diese Wirkung von Flumazenil haben Forscher der Emory-Universität in Atlanta, USA, entdeckt. Flumazenil musste bisher intravenös gegeben werden. Um die Wirkdauer zu verlängern, hat man in Atlanta deshalb Sublingualtabletten und Hautpflaster entwickelt. [3220]

22. November 2012  –  Medpage Today

Medikamente schwächen Gedächtnis im Alter

Schlafmittel (Benzodiazepine), Medikamente gegen Allergie (Antihistaminika der ersten Generation) und gegen Depression (trizyklische Antidepressiva) können das Gedächtnis alter Menschen vermindern. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung von 162 Studien. [3212]

9. November 2012  –  Ärztezeitung

Wer Schlafmittel nimmt, stirbt früher

Schlafmittel auf ärztliches Rezept vervierfachen das Risiko, in den nächsten zwei bis drei Jahren zu sterben. Das zeigt eine Studie mit über dreissigtausend Personen in den USA. So deutlich der Zusammenhang, so unklar bleibt seine Ursache: Sind die Mittel an sich schädlich, oder erhöht Schlafmangel das Risiko, zum Beispiel durch Unfälle im Strassenverkehr? Wie auch immer - es lohnt sich, zuerst abends weniger fernzusehen, zu essen, Alkohol zu trinken und über Probleme zu grübeln, bevor man Tabletten einwirft. [3054]

28. Februar 2012  –  Süddeutsche Zeitung

Schlafmittel machen ähnlich süchtig wie Heroin

Schlaf- und Beruhigungsmittel wirken ähnlich wie Heroin und Cannabis auf die Belohnungszentren im Hirn. Mit der Zeit gewöhnt sich das Hirn an die Droge. Diese Wirkung von Benzodiazepinen (Valium, Xanax) ist von Schweizer und amerikanischen Forschern entdeckt worden. Mit Hilfe der dabei gefundenen Details hofft jetzt die Pharmaindustrie, bald neue Mittel zu entwickeln, die wohl beruhigen, aber nicht süchtig machen. [2407]

12. Februar 2010  –  Daily Mail

Licht und Bewegung bessere Schlafmittel im Alter

Von älteren Menschen mit leichter Demenz, die noch nicht in einem Heim betreut werden müssen, leidet etwa ein Drittel an Schlafstörungen. Viele nehmen deshalb Schlafmittel, doch deren Wirksamkeit ist umstritten. Ihr grosser Nachteil sind die Nebenwirkungen, die auch Demenz fördern können. Bessere Alternativen sind deshalb Lichttherapie, Bewegung und eine gute Schlafhygiene, zum Beispiel Einschlafrituale und Entspannungstechniken. Diese Empfehlung von Psychiatern aus Houston, Texax, dürfte auch für geistig noch rüstige Menschen ratsam sein. [2059]

11. März 2009  –  PubMed PMID: 19256583

Sport ist das gesündeste Schlafmittel

Wer einen schlechten Schlaf hat und keinen Sport treibt, kann sein Schlafproblem deutlich verbessern, wenn er regelmässig zu trainieren beginnt. Dies zeigt eine Studie an neunzig Senioren in den USA. Die einen begannen mit dem Sport, die anderen besuchten nur Gesundheitskurse. Nach einem Jahr hatte sich bei den Sportlern die Einschlafzeit deutlich verkürzt und Dauer des Tiefschlafs verlängert. Bei den Kursbesuchern zeigten sich keine solche Fortschritte. [1984]

18. November 2008  –  PubMed PMID: 18840807

Verhalten ändern und besser schlafen

Sich entspannen, zu starke Reize ausschalten und seine Gedanken optimal auf den Schlaf fokussieren - ein solches Programm im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie wirkt besser gegen Schlaflosigkeit als ein Schlafmittel. Dies zeigt ein Doppelblindversuch an 46 Patienten in Norwegen. [1359]

1. Juli 2006  –  JAMA 2006;295:2851

Schlafmittel schaden im Alter mehr als sie nützen

Zwar verlängern sie den Schlaf im Durchschnitt um 25 Minuten; der Schlaf wird tiefer und seltener durch Aufwachen unterbrochen. Auf der anderen Seite nehmen die Müdigkeit am Tag, Störungen in der geistigen Präsenz und in der Beweglichkeit auf das Doppelte bis Fünffache zu. Diese negativen Wirkungen sind stärker als der Gewinn durch den besseren Schlaf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Senioren in Kanada. [1180]

22. November 2005  –  British Medical Journal 2005;331:1169

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