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Gesundheitstelegramm | Schlafen

Zeitig zu Bett, besser in der Schule
07. Juni 2010 - Kinder, die regelmässig früh zu Bett gehen und pro Nacht elf Stunden schlafen, haben bessere Noten in Lesen, Schreiben und Mathematik als ihre Altersgenossen, die unregelmässig und spät Schlafen gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an achttausend Schulkindern in Kalifornien.  [2635]
Quelle: Telegraph  
 
Sechs bis acht Stunden Schlaf am gesündesten
06. Mai 2010 - Das Risiko, bald zu sterben, ist am geringsten bei Menschen, die pro Nacht sechs bis acht Stunden schlafen. Um zwölf Prozent höher ist es bei jenen, die weniger als sechs Stunden schlafen. Mit einer Schlafdauer von regelmässig deutlich über acht Stunden steigt das Risiko wieder an - vermutlich weil ein überlanger Schlaf eine Folge von bestimmten Krankheiten ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse von 16 Studien an über einer Million Personen, von denen über hunderttausend verstorben sind.  [2575]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Schlaf verlängert das Leben
03. Mai 2010 - Unter Hundertjährigen ist der Anteil jener, die täglich zehn Stunden schlafen, höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Das zeigt eine Studie an über fünfzehntausend Senioren in China. Dabei hängen drei Faktoren eng zusammen: guter Schlaf, gute Gesundheit und langes Leben. Wie sie genau zusammenhängen, darüber gibt die Studie keine Auskunft. Man vermutet, dass einerseits ein gesunder Schlaf die Gesundheit fördert. Wer andererseits krank ist, schläft oft auch schlechter. Immerhin räumt die Studie mit einem Vorurteil auf: Mit zunehmendem Alter muss der Schlaf nicht schlechter werden.  [2569]
Quelle: Telegraph  
 
Schlummersucht: Immunsystem greift Wach-Hormon an
19. Februar 2010 - Menschen mit der Schlafkrankheit Narkolepsie sind tagsüber schläfrig, können aber nachts oft nicht einschlafen. Eine wichtige Ursache haben jetzt Forscher der Uni Lausanne gefunden: Das eigene Immunsystem zerstört bestimmte Zellen im Hirn. Diese bilden das Hormon Orexin, das den Appetit fördert und wach hält. Dies eröffnet neue Chancen, die Krankheit künftig durch gezielte Immuntherapie zu behandeln.  [2426]
Quelle: Tages-Anzeiger  
 
6 Stunden Schlafentzug wie 1 Promille Alkohol
16. Januar 2010 - Wer seit 17 Stunden wach ist, reagiert am Steuer so, als hätte er ein halbes Promille Alkohol im Blut. Jede weitere Stunde Schlafentzug fügt noch ein zehntel Promille hinzu. Ab mehr als 24 Stunden Schlafentzug stellen sich nach und nach Halluzinationen ein. Wer unter der Woche zu wenig zum Schlafen kommt, kann dies nicht durch Ausschlafen übers Wochenende nachholen. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie an jungen gesunden Personen ohne Schlafstörungen in den USA.  [2303]
Quelle: Standard  
 
Früh zu Bett, weniger depressiv
04. Januar 2010 - Jugendliche, die erst nach Mitternacht zu Bett gehen, leiden um 24 Prozent häufiger an Depressionen als ihre Altersgenossen, die schon um zehn Uhr nachts schlafen gehen. Wichtigster Punkt ist offenbar die Schlafdauer: Mit fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht liegt das Risiko einer Depression um 71 Prozent höher als bei acht Stunden pro Nacht. So deutlich der Zusammenhang, so fraglich die Ursache und Wirkung. Es ist denkbar, dass Schlafmangel depressiv macht. Genauso plausibel ist aber die Annahme, dass Menschen mit einer ausgeglichenen Psyche leichter Schlaf finden.  [2253]
Quelle: Spiegel  
 
Blaues Licht hebt die Stimmung
30. Dezember 2009 - Ein Mangel an Tageslicht kann im Winter zu Depressionen führen. Entscheidend ist vor allem der blaue Anteil im Lichtspektrum. Die Sehzellen, die beim Menschen die innere Uhr von Schlafen und Wachen steuern, reagieren vor allem auf blaues Licht. Auch in deutschen Klassenzimmern ist blaues Licht getestet worden. Es steigert die Lernleistung der Schüler um fünf IQ-Punkte. Moderne LED-Bildschirme haben einen höheren Blau-Anteil und wirken im Büro deshalb leistungssteigernd. Doch fürs Fernsehen am Abend sind sie nachteilig, da sie das Einschlafen erschweren.  [2242]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Innere Uhr tickt auch für das Herz
15. Dezember 2009 - Die innere Uhr, die den Rhythmus von Schlafen und Wachen, aber auch viele andere Vorgänge im menschlichen Körper steuert, hat auch einen wichtigen Einfluss auf das Herz. Tickt die innere Uhr regelmässig, hat das Herz die besten Chancen, gesund zu bleiben. Muss sie sich immer wieder umstellen und neu anpassen, zum Beispiel bei Schichtarbeit, steigt das Risiko für Herzkrankheiten. Dies zeigt eine japanische Studie.  [2200]
Quelle: BBC  
 
Schlafstörung? Nur dann zu Bett, wenn schlafbereit!
10. Dezember 2009 - Oft ist nicht der Schlaf gestört, sondern unsere Einstellung zu ihm, meint Daniel Brunner, Leiter des Schlafzentrums Hirslanden in Zürich. Er rät, nur dann das Bett aufzusuchen, wenn man sich schläfrig fühlt. Es sei auch nicht wichtig, unbedingt acht Stunden an einem Stück zu schlafen. Dass der Schlaf vor Mitternacht besonders wertvoll sein soll, ist ein Mythos; wann man schläft, spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist nur die Schlafmenge insgesamt, verteilt über die Nacht und eventuell auch den Tag.  [2183]
Quelle: Beobachter  
 
Klassische Musik verbessert Schlaf
28. April 2008 - Nach entspannender klassischer Musik vor dem Einschlafen schläft man besser. Das zeigt ein Versuch mit ungarischen Studenten, die an Schlaflosigkeit litten. Auch die Stimmung am Tag danach hat sich deutlich verbessert.  [1854]
Quelle: PubMed  PMID: 18426457
 
Mehr Schlaf, mehr Fitness
26. Dezember 2007 - Junge Frauen, die mehr und besser schlafen, sind in der Regel fitter als jene, die schlecht schlafen. Das zeigt eine Studie an über zweihundert jungen Studentinnen in Taiwan. Das lässt sich auf zwei Arten erklären: Wer ein aktives Leben führt, schläft wohl besser, und wer besser schläft, hat mehr Energie für ein aktives Leben.  [1769]
Quelle: PubMed  2040000 - PMID: 18091688
 
Mehr schlafen und weniger zunehmen
17. Dezember 2007 - Wer sein Gewicht unter Kontrolle halten will, tut gut daran, für tiefen und gesunden Schlaf zu sorgen. Denn Schlafmangel, laut einer koreanischen Studie an über sechstausend Personen, ist ein Risikofaktor für Übergewicht.

 [1762]
Quelle: PubMed  PMID: 18063900
 
Helles Heim-Licht bringt besseren Schlaf
29. August 2007 - Die Bewohner von Altersheimen schlafen besser, wenn sie tagsüber, vor allem am Morgen, dem Licht von sehr hellen Lampen ausgesetzt sind. Dies gilt vor allem für demente Personen, die sich fast nie im Freien aufhalten, so das Fazit eines Tests in einem amerikanischen Altersheim.  [1685]
Quelle: PubMed  PMID: 17714459
 
Stillen bringt Eltern mehr Schlaf
21. August 2007 - Eltern von Babys, die voll gestillt werden, schlafen im Durchschnitt pro Nacht etwa vierzig Minuten länger als Babys, die am Abend oder nachts zusätzlich die Flasche bekommen. Dies ist das Ergebnis einer kalifornischen Studie an über hundert Eltern und ihrem ersten Baby. [1679]
Quelle: PubMed  PMID: 17700096
 
Guter Schlaf hilft gegen Depression
26. Juni 2007 - Bei Menschen, die an schweren Depressionen leiden, hat eine Behandlung mit Psychotherapie um so bessere Chancen auf Erfolg, je besser die Patienten nachts schlafen können. Eine wichtige Rolle spielt dabei offenbar die Tatsache, dass das Gedächtnis besser arbeitet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über dreissig Patienten an der Universität Kiel.  [1640]
Quelle: PubMed  PMID: 17556851
 
Haben wir die Filzlaus vom Gorilla?
10. März 2007 - Genetische Tests zeigen, dass die Filzläuse von Gorilla und Mensch eng verwandt sind. Nach den Berechnungen der Forscher haben Urmenschen die Läuse vor etwa drei Millionen Jahren von den Affen aufgelesen - wahrscheinlich beim Schlafen in verlassenen Nestern der Gorillas.  [1556]
Quelle: New Scientist  7.3.2007
 
Schlafmangel erschwert moralische Entscheidung
05. März 2007 - Wer in einem moralischen Dilemma entscheiden muss - etwa einen Menschen sterben zu lassen, um die Leben von einigen anderen zu retten, braucht dazu unter Schlafmangel doppelt so lange wie wenn er gut geschlafen hat. Das ist aber nicht der Fall bei Fragen ohne moralischen Hintergrund; hier entscheiden übernächtigte genauso schnell wie hellwache Personen. Das zeigt ein Versuch an einer Gruppe von US-Soldaten.  [1551]
Quelle: New Scientist  1.3.2007
 
Schlaf hilft beim Lernen
24. Februar 2007 - Im Schlaf ordnet das Hirn die Erfahrungen und Informationen, die es tagsüber gesammelt hat, und leitet daraus Regeln und Zusammenhänge ab. Das haben Lernversuche mit Personen gezeigt: Nachdem sie eine Nacht darüber geschlafen hatten, war der Lernerfolg 10 bis 25 Prozent besser als vor dem Schlaf.  [1542]
Quelle: New Scientist  22.2.2007
 
Leichter einschlafen mit hohem glykämischem Index
17. Februar 2007 - Wer schlecht einschläft, könnte gut daran tun, vier Stunden vor dem Zubettgehen Brot, Reis oder Kartoffelchips zu essen und dazu eine gezuckerte Limo zu trinken - sofern er nicht unter Diabetes leidet. Die erwähnten Lebensmittel haben einen hohen glykämischen Index. Das heißt, sie lassen den Blutzucker schnell ansteigen. Normalerweise gilt das als ungesund. Doch laut einer Studie aus Sydney fördert ein hoher glykämischer Index bei gesunden Personen das Einschlafen vier Stunden später. Ob das auch gegen Schlafstörungen hilft, bleibt noch zu testen.  [1535]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2007;85:426
 
Gut schlafen und schlanker bleiben
22. November 2006 - Ein guter Schlaf wirkt sich positiv auf die Figur aus, wie eine Studie an über sechzigtausend Frauen in den USA zeigt: Frauen, die jede Nacht sieben Stunden schlafen, nehmen im Lauf der Jahre etwa ein Kilo weniger zu als Frauen, die nachts nur fünf oder weniger Stunden Schlaf finden.  [1467]
Quelle: Am J Epidemiology  2006;164:947
 
Raucher schlafen schlechter
15. September 2006 - Verglichen mit Personen, die nie geraucht haben, liegen Raucher im Durchschnitt fünf Minuten länger wach, bevor sie einschlafen; sie schlafen pro Nacht etwa eine Viertelstunde weniger lang und verbringen von dieser Zeit deutlich weniger im erholsamen Tiefschlaf. Das zeigt eine Studie an über sechstausend Personen in den USA.  [1419]
Quelle: Am J Epidemiology  2006;164:529
 
Nachts Licht, mehr Brustkrebs
08. August 2006 - Frauen, die nachts häufig aufwachen und Licht machen, haben ein um zwei Drittel höheres Risiko für Brustkrebs als Frauen, die durchschlafen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfhundert Frauen in New York. Ob das Licht eine Rolle spielt, ist nicht untersucht worden. Die Ursachen bleiben unklar.  [1391]
Quelle: Am J Epidemiology  2006;164:358
 
Frauen und Reiche schlafen besser
11. Juli 2006 - Frauen schlafen pro Nacht im Durchschnitt etwa vierzig Minuten länger als Männer. Frauen wie Männer schlafen, wenn sie gut verdienen, länger und besser als bei niedrigem Einkommen. Das haben exakte Messungen bei über sechshundert Personen in den USA ergeben.  [1369]
Quelle: Am J Epidemiology  2006;164:5
 
Verhalten ändern und besser schlafen
01. Juli 2006 - Sich entspannen, zu starke Reize ausschalten und seine Gedanken optimal auf den Schlaf fokussieren - ein solches Programm im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie wirkt besser gegen Schlaflosigkeit als ein Schlafmittel. Dies zeigt ein Doppelblindversuch an 46 Patienten in Norwegen.  [1359]
Quelle: JAMA  2006;295:2851
 
Melatonin, das entzauberte «Wundermittel»
21. Februar 2006 - Gegen Schlaflosigkeit bei Jet Lag, bei Schichtarbeit und bei anderen bekannten Ursachen hilft Melatonin nicht, obwohl es in den USA als Wundermittel gilt. Dort ist es ohne Rezept erhältlich, und übers Internet auch bei uns. Doch jetzt hat man 15 Studien mit total über fünfhundert behandelten Personen mit Schlafstörungen neu ausgewertet. Fazit: Die Personen schlafen gleich gut oder schlecht ein, ob sie nun Melatonin oder ein unwirksames Placebo nehmen. Immerhin gibt es auch keine unerwünschten Nebenwirkungen, so lange man es nicht dauernd nimmt.  [1245]
Quelle: British Medical Journal  2006;332:385
 
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