
News zu Schlaf
Gut geschlafen, weniger Appetit
Beim Anblick von Speisen greift ein Mensch umso eher zu, je weniger er geschlafen hat. Das zeigt ein Experiment mit zwölf gesunden Freiwilligen in Schweden. Der durch Schlafmangel erzeugte Appetit ist unabhängig vom Blutzucker und vom Hungergefühl. Fazit: Wer abnehmen will, profitiert von einem gesunden Schlaf. [3028]
23. Januar 2012 – Ärzteblatt
Die besten Nahrungsmittel gegen Stress
Putenfleisch, Geflügel, Thunfisch, Spinat und anderes Gemüse, Soja, Milch, Lachs und Eier enthalten viel Tryptophan, einen Bestandteil von beruhigenden Substanzen im Gehirn. Vollkornprodukte helfen dem Körper, das Tryptophan besser aufzunehmen. Walnüsse, Lachs und Sardinen enthalten Omega-3-Fette, wichtige Bausteine für Nerven. Diese benötigen auch das Spurenelement Zink, enthalten in Spinat, Lammfleisch und natürlich gehaltenem Rind. Kamillen- und andere Kräutertees beruhigen, entspannen und helfen beim Einschlafen. Die Tipps stammen vom amerikanischen Supermarktguru Phil Lempert. [3008]
22. Dezember 2011 – UPI Health News
Der Pupillograf misst elf Minuten lang die Weite der Pupille und zeichnet Veränderungen auf. Je mehr die Pupillenweite schwankt, desto müder ist eine Person. Das zeigen Tests von Tübinger Schlafforschern. Der Test ist geeicht und könnte künftig der Polizei helfen, übermüdete Autofahrer aus dem Verkehr zu ziehen. [3001]
13. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Zehn Tipps für besseren Schlaf
1. Kein oder weniger Kaffee am Nachmittag. 2. Kein Alkohol und keine Zigaretten am Abend. 3. Abends weniger essen. 4. Kein Nickerchen am Nachmittag. 5. Schlafzimmer dunkel, ruhig und 16 bis 18 Grad warm. 6. Nur zu Bett, wenn man müde ist. 7. Bei Einschlafschwierigkeit nach zehn Minuten wieder aufstehen und in ein anderes Zimmer gehen, bis man sich erneut müde fühlt. 8. Im Bett weder fernsehen noch lesen. 9. Jeden Morgen zur gleichen Zeit aufstehen. 10. Kognitives und Autogenes Training, andere Entspannungstechniken. Dazu rät die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. [2998]
9. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Je weiter der tägliche Weg zur Arbeit mit Auto, Bus oder Bahn, desto mehr leidet die Gesundheit wegen Stress, schlechtem Schlaf und Erschöpfung. Das zeigt eine Studie mit über zwanzigtausend Pendlern in Schweden. [2972]
2. November 2011 – Ärztezeitung
Ein Drittel der Europäer psychisch krank
Mehr als 160 Millionen Europäer, 38 Prozent der Bevölkerung, sind psychisch krank. Dieses alarmierende Fazit zieht eine Studie aus Statistiken in dreissig Ländern. Am häufigsten sind Angststörungen, gefolgt von Schlaflosigkeit, schwerer Depression, Alkoholismus und Drogensucht. Nur ein Drittel der Betroffenen wird behandelt, und dies oft mit veralteten oder unwirksamen Methoden. Die volkswirtschaftlichen Kosten betragen jährlich mehr als 300 Milliarden Euro. [2936]
6. September 2011 – Spiegel
Grippe fördert Schlafkrankheit
Die normalerweise seltene Schlafkrankheit Narkolepsie hat nach der Grippe-Pandemie des Virus H1N1 weltweit stark zugenommen. Schuld daran ist das Virus und nicht die Impfung, wie neuste Beobachtungen in China zeigen. Die Abwehr des Immunsystems gegen die Grippe greift auch Nervenzellen an, die den Schlaf regeln. Dies führt tagsüber zu unkontrollierten Schlafanfällen. [2929]
26. August 2011 – Die Zeit
Mit Kaffee ohne Kopfschmerzen schlafen
Wer wegen Kopfschmerzen nachts schlecht schläft, macht sich besser eine Tasse Kaffee als eine Tablette zu schlucken. Dazu raten Neurologen der Uniklinik Essen. [2923]
18. August 2011 – Ärztezeitung
Mittagsschlaf macht fit und gesund
Zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde Kurzschlaf (Powernapping) über Mittag kann das Risiko vorzeitigen Herztodes um ein Drittel senken. Die Leistungskraft am Arbeitsplatz nimmt zu, und im Alter sink das Risiko für Demenz. Zu diesem Schluss kommen Studien bei über zwanzigtausend Personen. [2909]
19. Juli 2011 – Ärztezeitung
Schwangere schlafen besser seitlich
Die Rückenlage beim Schlafen ist in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ungünstig: Der Bauch drückt auf die untere Hohlvene, die das Blut zum Herzen zurückführt. Dadurch sinken die Pumpleistung und der Blutdruck. Das Risiko einer Fehlgeburt nimmt zu. Das zeigt eine Studie in Neuseeland. [2890]
20. Juni 2011 – Ärztezeitung
Guter Schlaf ist gut für das Herz
Mindestens sieben Stunden guter, gesunder Schlaf trägt wesentlich dazu bei, das Herz gesund zu halten. Zu diesem Schluss kommt eine holländische Studie an über zwanzigtausend Personen, deren Herz vor zehn und mehr Jahren noch gesund war. Nun zeigt sich, dass jene, die weniger als sieben Stunden und dazu noch schlecht schlafen, ein bis zu 85 Prozent höheres Risiko für Herzinfarkt haben. [2852]
25. April 2011 – Ärztezeitung
Wirkung der Passionsblume wissenschaftlich erforscht
Extrakt aus Passionsblume beruhigt, löst Ängste und Krämpfe und hilft beim Einschlafen. Forschung zeigt, dass der Extrakt die Wirkung von Substanzen verlängert und verstärkt, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen. Dabei lässt er jene Stellen im Nervensystem unberührt, die für Sucht und Abhängigkeit von Alkohol, Beruhigungs- und Schmerzmitteln bekannt sind. Passionsblume verstärkt auch die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte Depressionen. [2850]
21. April 2011 – Ärztezeitung
1. Abends kein Alkohol. 2. Abends weniger essen, besonders weniger fett. 3. Keine Schlaf- und Beruhigungsmittel. 4. Kein Nikotin. 5. Nasenspülungen. 6. In Seiten- oder Bauchlage schlafen. 7. Abnehmen. Dazu raten Experten vom deutschen Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte. Wird das Schnarchen so stark, dass es die Atmung behindert (Schlaf-Apneu), schadet es der Gesundheit. [2842]
7. April 2011 – Welt
Guter Schlaf fördert Lernen und Gedächtnis
Lernen kann man zwar nicht im Schlaf, jedoch zuvor Gelerntes besser behalten. Das zeigt ein Versuch an einem Institut für Psychiatrie in Freiburg (D): Wer am Abend lernt und danach gut schläft, weiss in einem Test zwölf Stunden später am Morgen danach mehr als jemand, der am Morgen lernt und am Abend danach getestet wird. [2825]
11. März 2011 – Ärztezeitung
Mehr Schlaf hält Kinder schlanker
Kinder, die zu wenig schlafen, haben ein vierfach erhöhtes Risiko, übergewichtig zu werden. Bei jenen, die wenigstens übers Wochenende viel ausschlafen, ist dieses Risiko nur noch verdoppelt. Am schlanksten bleiben Kinder, die täglich neun bis zehn Stunden schlafen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über dreihundert Kindern zwischen vier und zehn Jahren in Chicago. [2797]
24. Januar 2011 – Medpage Today
An Schlafstörungen leidet nur eine von zehn Personen, die in Teilzeit weniger als neunzehn Stunden pro Woche arbeitet. Bei Vollzeit mit vierzig Stunden pro Woche ist jede fünfte Person betroffen, bei Überzeit mit sechzig Stunden sogar jede vierte. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Rückenschmerzen und Herzbeschwerden. Das zeigt eine Studie der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Schichtarbeit, variable Einsätze und Leistungsdruck lassen die Häufigkeit der Beschwerden noch weiter ansteigen. [2776]
21. Dezember 2010 – Welt
Nachtruhe im Dämmerlicht bekommt sibirischen Zwerghamstern nicht gut: Nach einigen Wochen zeigen sie ein deutlich depressiveres Verhalten als Artgenossen, die in völliger Dunkelheit schlafen. Schuld daran sei ein Mangel an Melatonin - ein Stoff, den das Gehirn in der Dunkelheit bildet, erklären die Forscher. Menschen scheinen ähnlich zu reagieren. So fördert Fernsehkonsum bis spät in die Nacht die Neigung zu Depression. [2753]
18. November 2010 – Telegraph
Länger Schlafen erleichtert Zeitumstellung
Wenn in der Nacht des 30. Oktober die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, kommt dies den «Eulen» entgegen, die gerne länger schlafen. Mehr Mühe haben die Frühaufsteher, die «Lerchen». Ihre innere Uhr ist noch auf das frühere Aufstehen in der Sommerzeit programmiert, wodurch sich der Schlaf verkürzt. Ihnen empfiehlt Alexander Blau vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité, in den Tagen vor der Umstellung ausreichend Schlaf und Sonnenlicht zu tanken und sich viel im Freien zu bewegen. Leichte Kost in den Tagen des Zeitwechsels ist ebenfalls günstig. [2742]
28. Oktober 2010 – Welt
Bei Personen, die zu wenig schlafen, erhöht sich der Spiegel des appetitsteigernden Hormons Ghrelin im Blut. Dies kann Bemühungen, durch Diät abzunehmen, fast völlig zunichte machen. Zu diesem Schluss kommen Untersuchungen in einem Schlaflabor der Universität Chicago. [2734]
18. Oktober 2010 – Ärzteblatt
Was man gegen Kopfschmerzen tun kann
Sich viel bewegen, nicht rauchen, wenig Alkohol und Kaffee, ein regelmässiger Tagesablauf mit festem Rhythmus von Mahlzeiten und ausreichend (nicht zu wenig und nicht zu viel) Schlaf, genügend trinken. Schmerzmittel können zwar helfen, doch beim regelmässigen Gebrauch Kopfschmerzen sogar fördern. Wer unter Stress leidet, kann Techniken zur Bewältigung und zur Entspannung lernen. Diese Tipps stammen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in München. [2701]
1. September 2010 – Welt
Verpasster Schlaf lässt sich nachholen
Schlafmangel verringert Konzentration und Reaktionszeiten, macht müde und fördert Unfälle. Nach ein paar Nächten mit zehn Stunden Schlaf ist auch ein grösseres Defizit wieder ausgeglichen, für ein kleineres genügt schon eine einzige lange Nachtruhe. Das zeigen Experimente an der Uni Philadelphia. Menschen mit chronischem Schlafmangel leben gefährlich: Das Herz leidet, Diabetes droht, und das Immunsystem vermag Krankheiten weniger gut zu bekämpfen. [2681]
4. August 2010 – Spiegel
Einer von 30 hat Sex im Schlaf
Etwa jeder dreissigste Mann hat wohl einmal oder gar öfter in seinem Leben Sex im Schlaf, ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne sich morgens daran erinnern zu können. Von dieser speziellen Schlafstörung, Sexsomnie, sind 11 Prozent der Männer und 4 Prozent der Frauen betroffen, die in einem Zentrum für Schlafstörungen in Toronto behandelt worden sind. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet an Schlafstörungen, in Grossstädten sind es bis zu 50 Prozent. Rechnet man die Zahlen aus Toronto auf die Gesamtbevölkerung um, kommt Sexsomnie bei einem Prozent der Frauen und bei drei Prozent der Männer vor. [2639]
10. Juni 2010 – Spiegel
Zeitig zu Bett, besser in der Schule
Kinder, die regelmässig früh zu Bett gehen und pro Nacht elf Stunden schlafen, haben bessere Noten in Lesen, Schreiben und Mathematik als ihre Altersgenossen, die unregelmässig und spät Schlafen gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an achttausend Schulkindern in Kalifornien. [2635]
7. Juni 2010 – Telegraph
Mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte man seinen Laptop ausschalten. Zum Lesen im Bett eignen sich richtige Bücher, aber kaum e-Books. Denn die hellen Bildschirme verwirren die innere Uhr und lassen sie glauben, es sei noch Tag. Vor allem der hohe Blauanteil der modernen Bildschirme wirkt anregend für das Gehirn. Der Fernseher stört dagegen den Schlaf kaum, da er weit genug vom Auge entfernt ist, als dass er es durch seine Strahlen beeinflussen könnte. [2594]
17. Mai 2010 – Telegraph
Überstunden können dem Herzen schaden
Täglich drei Überstunden können das Risiko für Herzkrankheiten um 60 Prozent ansteigen lassen. Zu diesem Schluss kommt eine finnisch-britische Studie an etwa sechstausend Angestellten. Allerdings kommt es auf die Art der Überstunden an: Wer selber entscheiden darf, gefährdet sein Herz nicht stärker als mit regulärer Arbeitszeit. Gefährlich wird es nur für Angestellte in unteren Chargen. Die Forscher sehen dafür eine Reihe von möglichen Gründen: Stress, Mobbing, Ängste, Depression, Schlaflosigkeit und die Neigung, trotz Fieber zur Arbeit zu gehen. [2587]
12. Mai 2010 – Focus
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