Gesundheitstelegramm | Schlaf
Einer von 30 hat Sex im Schlaf
10. Juni 2010 - Etwa jeder dreissigste Mann hat wohl einmal oder gar öfter in seinem Leben Sex im Schlaf, ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne sich morgens daran erinnern zu können. Von dieser speziellen Schlafstörung, Sexsomnie, sind 11 Prozent der Männer und 4 Prozent der Frauen betroffen, die in einem Zentrum für Schlafstörungen in Toronto behandelt worden sind. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet an Schlafstörungen, in Grossstädten sind es bis zu 50 Prozent. Rechnet man die Zahlen aus Toronto auf die Gesamtbevölkerung um, kommt Sexsomnie bei einem Prozent der Frauen und bei drei Prozent der Männer vor. [2639]
Quelle: Spiegel
Zeitig zu Bett, besser in der Schule
07. Juni 2010 - Kinder, die regelmässig früh zu Bett gehen und pro Nacht elf Stunden schlafen, haben bessere Noten in Lesen, Schreiben und Mathematik als ihre Altersgenossen, die unregelmässig und spät Schlafen gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an achttausend Schulkindern in Kalifornien. [2635]
Quelle: Telegraph
Laptop kann Schlaf stören
17. Mai 2010 - Mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte man seinen Laptop ausschalten. Zum Lesen im Bett eignen sich richtige Bücher, aber kaum e-Books. Denn die hellen Bildschirme verwirren die innere Uhr und lassen sie glauben, es sei noch Tag. Vor allem der hohe Blauanteil der modernen Bildschirme wirkt anregend für das Gehirn. Der Fernseher stört dagegen den Schlaf kaum, da er weit genug vom Auge entfernt ist, als dass er es durch seine Strahlen beeinflussen könnte. [2594]
Quelle: Telegraph
Überstunden können dem Herzen schaden
12. Mai 2010 - Täglich drei Überstunden können das Risiko für Herzkrankheiten um 60 Prozent ansteigen lassen. Zu diesem Schluss kommt eine finnisch-britische Studie an etwa sechstausend Angestellten. Allerdings kommt es auf die Art der Überstunden an: Wer selber entscheiden darf, gefährdet sein Herz nicht stärker als mit regulärer Arbeitszeit. Gefährlich wird es nur für Angestellte in unteren Chargen. Die Forscher sehen dafür eine Reihe von möglichen Gründen: Stress, Mobbing, Ängste, Depression, Schlaflosigkeit und die Neigung, trotz Fieber zur Arbeit zu gehen. [2587]
Quelle: Focus
Schlafmangel verstärkt Neigung zu Diabetes
07. Mai 2010 - Schon eine einzige Nacht mit einem Schlafdefizit von vier Stunden reicht aus, um bei gesunden Menschen die Wirkung des Insulins auf den Blutzuckerspiegel um bis zu 25 Prozent zu senken. Eine solche Insulinresistenz gilt, wenn sie dauerhaft anhält, als Vorstufe zu Diabetes vom Typ 2. Die Wirkung des Schlafmangels auf den Blutzucker ist in einem Versuch in Holland entdeckt worden. Die holländischen Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen dem immer kürzeren Schlaf und dem immer häufigeren Diabetes in den westlichen Ländern. [2576]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Sechs bis acht Stunden Schlaf am gesündesten
06. Mai 2010 - Das Risiko, bald zu sterben, ist am geringsten bei Menschen, die pro Nacht sechs bis acht Stunden schlafen. Um zwölf Prozent höher ist es bei jenen, die weniger als sechs Stunden schlafen. Mit einer Schlafdauer von regelmässig deutlich über acht Stunden steigt das Risiko wieder an - vermutlich weil ein überlanger Schlaf eine Folge von bestimmten Krankheiten ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse von 16 Studien an über einer Million Personen, von denen über hunderttausend verstorben sind. [2575]
Quelle: Ärztezeitung
Schlaf verlängert das Leben
03. Mai 2010 - Unter Hundertjährigen ist der Anteil jener, die täglich zehn Stunden schlafen, höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Das zeigt eine Studie an über fünfzehntausend Senioren in China. Dabei hängen drei Faktoren eng zusammen: guter Schlaf, gute Gesundheit und langes Leben. Wie sie genau zusammenhängen, darüber gibt die Studie keine Auskunft. Man vermutet, dass einerseits ein gesunder Schlaf die Gesundheit fördert. Wer andererseits krank ist, schläft oft auch schlechter. Immerhin räumt die Studie mit einem Vorurteil auf: Mit zunehmendem Alter muss der Schlaf nicht schlechter werden. [2569]
Quelle: Telegraph
Schlummersucht: Immunsystem greift Wach-Hormon an
19. Februar 2010 - Menschen mit der Schlafkrankheit Narkolepsie sind tagsüber schläfrig, können aber nachts oft nicht einschlafen. Eine wichtige Ursache haben jetzt Forscher der Uni Lausanne gefunden: Das eigene Immunsystem zerstört bestimmte Zellen im Hirn. Diese bilden das Hormon Orexin, das den Appetit fördert und wach hält. Dies eröffnet neue Chancen, die Krankheit künftig durch gezielte Immuntherapie zu behandeln. [2426]
Quelle: Tages-Anzeiger
Schlafmittel machen ähnlich süchtig wie Heroin
12. Februar 2010 - Schlaf- und Beruhigungsmittel wirken ähnlich wie Heroin und Cannabis auf die Belohnungszentren im Hirn. Mit der Zeit gewöhnt sich das Hirn an die Droge. Diese Wirkung von Benzodiazepinen (Valium, Xanax) ist von Schweizer und amerikanischen Forschern entdeckt worden. Mit Hilfe der dabei gefundenen Details hofft jetzt die Pharmaindustrie, bald neue Mittel zu entwickeln, die wohl beruhigen, aber nicht süchtig machen. [2407]
Quelle: Daily Mail
Schlafphasen-App fällt bei Test durch
03. Februar 2010 - Das Programm «Sleep Cycle» für das iPhone von Apple, eine der beliebtesten Anwendungen, ist beim Test im Schlaflabor kläglich durchgefallen. Es soll anhand der Erschütterungen der Matratze ermitteln, ob der Schläfer sich im Tiefschlaf, in der Traumphase oder im leichten Schlaf befindet. Nur in diesem soll das iPhone den Schläfer mit sanfter Musik wecken - bis zu einer halben Stunde vor dem gewünschten Aufstehen. Ein falsches Versprechen, wie Test im Schlaflabor gezeigt hat: Das Programm hat Leichtschlaf falsch als Tiefschlaf klassiert und die Phasen des Traumschlafs nicht erkannt. [2369]
Quelle: Spiegel
Wer älter wird braucht weniger Schlaf
02. Februar 2010 - Ältere Menschen kommen mit weniger als acht Stunden Schlaf pro Nacht aus. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie an über hundert Erwachsenen zwischen im Alter zwischen zwanzig und achtzig Jahren. In dieser Zeit nimmt die durchschnittliche Schlafdauer um etwa 40 Minuten ab. Trotzdem sind die Alten tagsüber weniger schläfrig als die Jungen, auch wenn sie nachts öfter geweckt werden und ein Schlafmanko aufbauen. [2364]
Quelle: Medpage Today
6 Stunden Schlafentzug wie 1 Promille Alkohol
16. Januar 2010 - Wer seit 17 Stunden wach ist, reagiert am Steuer so, als hätte er ein halbes Promille Alkohol im Blut. Jede weitere Stunde Schlafentzug fügt noch ein zehntel Promille hinzu. Ab mehr als 24 Stunden Schlafentzug stellen sich nach und nach Halluzinationen ein. Wer unter der Woche zu wenig zum Schlafen kommt, kann dies nicht durch Ausschlafen übers Wochenende nachholen. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie an jungen gesunden Personen ohne Schlafstörungen in den USA. [2303]
Quelle: Standard
Melatonin ist das Geheimnis des Schönheitsschlafs
11. Januar 2010 - Das Schlafhormon Melatonin schlägt die Anti-Aging-Vitamine C und E um Längen, wenn es um die antioxidierende Wirkung geht. Diese bisher unbekannte Eigenschaft des Hormons ist in einem Labor in Lübeck entdeckt worden. Antioxidantien machen freie Radikale unschädlich. Diese aggressiven Produkte des Stoffwechsels beschleunigen das Altern und fördern Krebs. [2282]
Quelle: Welt
Frauen übersehen oft Warnsignale für Herzinfarkt
07. Januar 2010 - Sie fühlen sich oft ungewöhnlich müde? Sie finden in letzter Zeit kaum richtig Schlaf? Sie sind kurzatmig? Ihnen ist übel, und Sie leiden an Schmerzen im Oberbauch? Sie haben ungewöhnlich starke Hals- oder Nackenschmerzen? Wenn Sie eine Frau sind, dann könnten Sie einen Herzinfarkt erlitten haben und sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen! Laut Umfrage einer deutschen Krankenkasse kennen nur die wenigsten Frauen diese Anzeichen für einen weiblichen Herzinfarkt. Sie unterscheiden sich deutlich von den klassischen Symptomen des Mannes (Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb). [2265]
Quelle: Welt
Früh zu Bett, weniger depressiv
04. Januar 2010 - Jugendliche, die erst nach Mitternacht zu Bett gehen, leiden um 24 Prozent häufiger an Depressionen als ihre Altersgenossen, die schon um zehn Uhr nachts schlafen gehen. Wichtigster Punkt ist offenbar die Schlafdauer: Mit fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht liegt das Risiko einer Depression um 71 Prozent höher als bei acht Stunden pro Nacht. So deutlich der Zusammenhang, so fraglich die Ursache und Wirkung. Es ist denkbar, dass Schlafmangel depressiv macht. Genauso plausibel ist aber die Annahme, dass Menschen mit einer ausgeglichenen Psyche leichter Schlaf finden. [2253]
Quelle: Spiegel
Wirkt Johanniskraut gegen Depression?
31. Dezember 2009 - Viele haben mit Johanniskraut (Hypericum) gegen Schlafstörungen und Depression positive Erfahrungen gemacht. Es gibt sogar Studien, die eine solche Wirkung bestätigt haben wollen. Doch dem kritischen wissenschaftlichen Blick halten sie nicht stand. Nur eine streng doppelblind durchgeführte Studie mit dem Präparat und einem Placebo ohne Wirkstoff könnte zeigen, ob Johanniskraut wirkt oder nicht. Eine solche Studie mit über zweihundert Kindern und Jugendlichen ist jetzt in Deutschland angelaufen. Bis die Ergebnisse vorliegen, darf man zumindest auf die Placebowirkung des Johanniskrauts hoffen. [2245]
Quelle: Standard
Blaues Licht hebt die Stimmung
30. Dezember 2009 - Ein Mangel an Tageslicht kann im Winter zu Depressionen führen. Entscheidend ist vor allem der blaue Anteil im Lichtspektrum. Die Sehzellen, die beim Menschen die innere Uhr von Schlafen und Wachen steuern, reagieren vor allem auf blaues Licht. Auch in deutschen Klassenzimmern ist blaues Licht getestet worden. Es steigert die Lernleistung der Schüler um fünf IQ-Punkte. Moderne LED-Bildschirme haben einen höheren Blau-Anteil und wirken im Büro deshalb leistungssteigernd. Doch fürs Fernsehen am Abend sind sie nachteilig, da sie das Einschlafen erschweren. [2242]
Quelle: SonntagsZeitung
Angst ist schlimmer als Handy-Strahlung
25. Dezember 2009 - Es gibt Personen, die sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagieren. Dabei spielt aber die Angst vor der Strahlung eine weitaus wichtigere Rolle als die Strahlung selbst. So haben Anwohner einer neu erstellten Mobilfunk-Antenne im deutschen Bundesland Niedersachsen über Kopfschmerzen und Schlafstörungen geklagt, lange bevor die Antenne zum ersten Mal eingeschaltet war. Auch Tests mit sensiblen Personen in München haben gezeigt, dass sie über Störungen klagen selbst wenn gar keine Strahlung vorhanden ist. [2235]
Quelle: Welt
Innere Uhr tickt auch für das Herz
15. Dezember 2009 - Die innere Uhr, die den Rhythmus von Schlafen und Wachen, aber auch viele andere Vorgänge im menschlichen Körper steuert, hat auch einen wichtigen Einfluss auf das Herz. Tickt die innere Uhr regelmässig, hat das Herz die besten Chancen, gesund zu bleiben. Muss sie sich immer wieder umstellen und neu anpassen, zum Beispiel bei Schichtarbeit, steigt das Risiko für Herzkrankheiten. Dies zeigt eine japanische Studie. [2200]
Quelle: BBC
Schlafstörung? Nur dann zu Bett, wenn schlafbereit!
10. Dezember 2009 - Oft ist nicht der Schlaf gestört, sondern unsere Einstellung zu ihm, meint Daniel Brunner, Leiter des Schlafzentrums Hirslanden in Zürich. Er rät, nur dann das Bett aufzusuchen, wenn man sich schläfrig fühlt. Es sei auch nicht wichtig, unbedingt acht Stunden an einem Stück zu schlafen. Dass der Schlaf vor Mitternacht besonders wertvoll sein soll, ist ein Mythos; wann man schläft, spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist nur die Schlafmenge insgesamt, verteilt über die Nacht und eventuell auch den Tag. [2183]
Quelle: Beobachter
Licht und Bewegung bessere Schlafmittel im Alter
11. März 2009 - Von älteren Menschen mit leichter Demenz, die noch nicht in einem Heim betreut werden müssen, leidet etwa ein Drittel an Schlafstörungen. Viele nehmen deshalb Schlafmittel, doch deren Wirksamkeit ist umstritten. Ihr grosser Nachteil sind die Nebenwirkungen, die auch Demenz fördern können. Bessere Alternativen sind deshalb Lichttherapie, Bewegung und eine gute Schlafhygiene, zum Beispiel Einschlafrituale und Entspannungstechniken. Diese Empfehlung von Psychiatern aus Houston, Texax, dürfte auch für geistig noch rüstige Menschen ratsam sein. [2059]
Quelle: PubMed
PMID: 19256583
Psychopharmaka fördern Demenz
05. März 2009 - Schlaf- und Beruhigungsmittel, Medikamente gegen Depression und Psychosen schwächen die geistigen Leistungen bei älteren Menschen, insbesondere die Aufmerksamkeit, das Planen, Setzen von Zielen, die Beurteilung des eigenen Handelns und die Fähigkeit, dieses auf intelligente Weise zu steuern. Sie fördern damit die Neigung zu Demenz. Zu diesem Schluss kommen Tests an über zweihundert Betagten mit Demenz in Holland: Je höher der Konsum an Psychopharmaka, desto schlechter die Leistung in den Intelligenztests. Am wahrscheinlichsten ist die Erklärung, dass die Mittel Demenz fördern. Es könnte aber auch sein, dass dementen Personen mehr Mittel verschrieben werden. Um dies zu klären, sind weitere Studien nötig. [2055]
Quelle: PubMed
PMID: 19243660
Alkohol und Ärger halten Blutdruck im Schlaf hoch
15. Dezember 2008 - Bei gesunden Personen sinkt der Blutdruck im Schlaf deutlich ab. Dies ist wichtig, damit sich auch der Kreislauf erholen und regenerieren kann. Ein fehlender Abfall kann auf Dauer krank machen. Die wichtigsten Faktoren, die den Blutdruck im Schlaf hoch halten, sind Alkohol und Ärger. Wer lernt, auf positive Weise mit diesen negativen Gefühlen umzugehen, kann also viel Gutes für Herz und Kreislauf tun. Den Ärger in Alkohol zu ertränken ist dagegen nicht ratsam. [2003]
Quelle: PubMed
PMID: 19067099
Auslöser meiden, Migräne verhindern
21. November 2008 - Migräniker tun gut daran, regelmässig zu essen, denn Fasten gehört zu den häufigsten Auslösern eines Anfalls. Viele reagieren empfindlich auf Alkohol und Schokolade. Frauen sind in den Tagen vor ihrer Periode besonders anfällig für Migräne. Wem es gelingt, seelisch ausgeglichen zu bleiben, hat einen Vorteil, denn emotionaler Stress und schlechter Schlaf gehören zu den wichtigsten Auslösern für Migräne. Sex löst dagegen nur bei weniger als drei Prozent der Migräniker einen Anfall aus. [1987]
Quelle: PubMed
PMID: 18813707
Sport ist das gesündeste Schlafmittel
18. November 2008 - Wer einen schlechten Schlaf hat und keinen Sport treibt, kann sein Schlafproblem deutlich verbessern, wenn er regelmässig zu trainieren beginnt. Dies zeigt eine Studie an neunzig Senioren in den USA. Die einen begannen mit dem Sport, die anderen besuchten nur Gesundheitskurse. Nach einem Jahr hatte sich bei den Sportlern die Einschlafzeit deutlich verkürzt und Dauer des Tiefschlafs verlängert. Bei den Kursbesuchern zeigten sich keine solche Fortschritte. [1984]
Quelle: PubMed
PMID: 18840807
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