Schizophrenie: Archiv

Archiv zu Schizophrenie, 9.2005 bis 11.9.2013

Stammzellen gegen Schizophrenie?

Stammzellen, ins Hirn gespritzt, haben das Verhalten von psychisch gestörten Ratten normalisiert. Die Ratten waren zuvor so behandelt worden, dass sie Störungen ähnlich der menschlichen Schizophrenie entwickelten. Schizophrene haben ein Defizit an bestimmten Zellen im Gehirn. Stammzellen sollen dies reparieren. Ob es auch beim Menschen funktioniert, wird sich zeigen müssen. [3399]

11. September 2013  –  UPI Health News

Hilfe aus dem Internet bei Psycho-Problemen

Selbsthilfegruppen für Menschen mit schweren psychischen Leiden wie Depression, bipolarer Störung oder Schizophrenie können für Betroffene eine wichtige Stütze sein. Sie können dann wesentlich besser mit ihrer Krankheit leben, auch wenn, rein statistisch betrachtet, keine Besserung zu erkennen ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit dreihundert Patienten in Philadelphia. [2816]

25. Februar 2011  –  UPI Health News

Schneller geisteskrank mit Cannabis

Wer die Hanfdroge Cannabis konsumiert, erkrankt im Durchschnitt etwa drei Jahre früher an Schizophrenie oder einer anderen Psychose als ein Nicht-Konsument. Das zeigt sich nach einer Analyse von 83 Studien mit fast zwanzigtausend Patienten. Die Experten schliessen daraus, dass Cannabis Psychosen fördert. Je früher im Leben eine Psychose auftritt, desto schwerer ist sie zu heilen. [2807]

11. Februar 2011  –  Ärzteblatt

Ähnliche Hirnstrukturen bei Kreativen und Schizophrenen

Die Fähigkeit zu ungewöhnlichen Einfällen, Querdenken und blühender Fantasie lässt sich an bestimmten Strukturen im Thalamus ablesen. Dieser Teil des Hirns filtert die Sinneseindrücke und gilt als «Tor zum Bewusstsein». Bei kreativen Menschen ist dieser Filter durchlässiger als bei anderen. Als negative Kehrseite steigt dadurch auch das Risiko für Schizophrenie und starke (bipolare) Stimmungsschwankungen. [2633]

4. Juni 2010  –  Ärztezeitung

Fischöl mit Omega-3 gegen Schizophrenie

Omega-3 Fettsäuren können Schizophrenie zwar nicht bessern, wohl aber vorbeugen helfen. Das zeigt eine Studie in Wien an über achtzig jungen Patienten am Rand einer Psychose. Nach zwölf Wochen mit Fischölkapseln erkrankten nur 4,5 Prozent, mit Scheinkapseln (Placebo) jedoch 27,5 Prozent an Schizophrenie. Nach vorläufiger Berechnung braucht man nur vier Patienten mit Fischöl zu behandeln, um einen Fall von Schizophrenie zu verhindern. Das ist vielversprechend, muss nun aber durch grössere Fallzahlen bestätigt werden. [2372]

3. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Schizophrenie zeigt sich im Hirnscanner

Schizophrenie ist eine Krankheit des Gehirns, die sich im Magnetresonanz-Scanner (MRI) erkennen lässt. Während Menschen nachdenken oder Probleme lösen, zeigen sich im MRI-Bild typische Muster in den verschiedenen Regionen des Gehirns. Bei Schizophrenen funktionieren die grauen Zellen in den Bereichen der Stirn, der Schläfen und in tieferen Regionen nicht so wie bei Gesunden. Solche Veränderungen zeigen sich schon Jahre bevor die Krankheit ausbricht. Vergleiche bei Zwillingen zeigen, dass die Schizophrenie nicht angeboren ist, sondern im Lauf des Lebens entsteht. Die Neigung dazu kann aber auch genetisch bedingt sein. [2212]

17. Dezember 2009  –  Basler Zeitung

Hundert Jahre Schizophrenie

Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler hat den Begriff Schizophrenie 1908 eingeführt. Er bezeichnet eine «gespaltene Persönlichkeit», was dem damaligen Zeitgeist im Sinne von Freud entsprach. Im Licht der neusten Erkenntnisse gilt diese Sicht als überholt, und immer mehr Psychiater diskutieren darüber, ob die Bezeichnung heute noch sinnvoll sei. [1779]

12. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18175290

Die Nase und die Psyche

Patienten, die wegen Schizophrenie und ähnlichen Störungen in Behandlung sind, haben bessere Chancen, geheilt zu werden, wenn sie eine gute Nase haben. Zu diesem Schluss kommt ein Riech-Test mit über fünfzig Patienten in Kanada: Je besser sie verschiedene Düfte erkennen und benennen können, desto besser sind ihre Symptome nach einem Jahr Behandlung. [1334]

6. Juni 2006  –  Am J Psychiatry 2006;163:932

Rheuma ein Risiko für Schizophrenie

Das Risiko für Schizophrenie ist annähernd um die Hälfte größer bei Personen, die an einer Auto-Immun-Krankheit leiden. Zu diesen zählen rheumatische Arthritis, Zöliakie und eine Reihe anderer, oft entzündlicher Krankheiten. Es spielt auch eine Rolle, ob die Eltern an diesen Krankheiten leiden. Das deutet auf eine starke erbliche Komponente hin. Das zeigt eine Studie an über 7000 Patienten, ihren Eltern und gesunden Vergleichspersonen in Dänemark. [1285]

18. April 2006  –  Am J Psychiatry 2006;163:521

Not macht Kinder psychisch krank

Kinder, die in Armut und Unsicherheit aufwachsen müssen, sind später deutlich mehr von Schizophrenie und anderen Psychosen betroffen als Kinder aus gut situierten Familien. Das zeigt eine Statistik aller Kinder, die von 1963 bis 1983 in Schweden geboren wurden. [1128]

9. September 2005  –  Am J Psychiatry 2005;162:1652

Aktueller    1   2    Früher

Mehr



 
18 Kurznachrichten

 

Ähnlich

Alle Themen

Meistgelesen

Ernährung

Icon

Tagesbedarf an Vitaminen, Flüssigkeitt, Energie, Fett, Salz usw. Bausteine und ihre Wirkungen.

mehr

Fitness

Icon

Kleines Fitness-1x1 für Training und Erholung. Selbsttest: Wie fit sind Sie? Fitnessfaktoren.

mehr

Lebenserwartung

Icon

Wie alt Sie werden könnten. Welche positiven und negativen Faktoren dabei am wichtigsten sind.

mehr