
News zu Schadstoff
Der Clean Air Act, das amerikanische Gesetz zum Schutz der Luft gegen Schadstoffe, verhindert pro Jahr 160'000 vorzeitige Todesfälle, 130'000 Herzinfarkte, 1,7 Millionen Asthmaanfälle und 3,2 Millionen Tage Schulabsenzen. Diese Bilanz zieht die amerikanische Umweltbehörde EPA. Sie warnt davor, die Umweltauflagen aus wirtschaftlichen Überlegungen zu lockern. [2823]
8. März 2011 – UPI Health News
Stehen Nervenzellen im Gehirn unter Stress, brauchen sie ein bestimmtes Eiweiss auf, das die Zellen vor Stress schützt. Ist der Schutzstoff aufgebraucht, beginnt die Zerstörung der Hirnzellen. Diesen Mechanismus haben japanische Forscher entdeckt. Er zeigt möglicherweise eine Ursache von Alzheimer und anderen nervenzerstörenden Krankheiten auf. Auf der Ebene der Zellen bedeutet Stress nicht nur psychische Spannungen, sondern auch Belastung durch Schadstoffe in der Umwelt. [2771]
14. Dezember 2010 – Ärzteblatt
Auch Tiere werden immer dicker
Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde, Katzen, Mäuse, Affen und Ratten sind in den letzten Jahrzehnten im Durchschnitt immer dicker geworden. Das zeigt eine Studie der Universität von Alabama. Die Forscher hatten Daten von über zwanzigtausend Tieren aus 24 Populationen mit acht verschiedenen Arten von Säugetieren ausgewertet - darunter auch freilebende. Für die Gewichtszunahme gibt es noch keine Erklärung. Mögliche Ursachen sind unter anderem Infektionen mit Viren, Schadstoffe in der Umwelt, Lichtverschmutzung, zunehmender Stress und der Klimawandel. [2760]
29. November 2010 – Berliner Zeitung
Keine Abmagerungskur in der Stillzeit
Wer hungert, baut Fettreserven ab. Das Körperfett enthält aber viele Schadstoffe, die sich im Lauf der Jahre dort abgelagert haben. Beim Hungern gelangen sie ins Blut und bei einer stillenden Frau auch in die Muttermilch. Stillende Mütter benötigen pro Tag etwa 500 bis 700 zusätzliche Kalorien. Baut sich das Gewicht innerhalb von sechs Monaten nicht von selbst auf den Wert vor der Schwangerschaft ab, sollten Abnehmversuche bis nach der Stillzeit warten, meint Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes deutscher Frauenärzte. [2332]
23. Januar 2010 – Standard
Krebsforschern ist es gelungen, die Gene von Haut- und Lungenkrebszellen vollständig zu entschlüsseln. Der Vergleich mit gesunden Zellen zeigt: Hautkrebszellen haben etwa dreissigtausend Fehler in ihrer Erbmasse, verursacht durch zuviel Sonnenstrahlung; Lungenkrebszellen haben über zwanzigtausend Fehler, verursacht durch Schadstoffe im Tabakrauch. Mit jedem gerauchten Pack Zigaretten kommt im Durchschnitt ein neuer Gen-Fehler dazu. Die Forscher hoffen, anhand der Gene neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs zu finden. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich noch zeigen müssen. [2217]
18. Dezember 2009 – BBC
Viel Meeresfische für Schwangere
Schwangere Frauen tun gut daran, viel Meeresfische und Meeresfrüchte zu essen. Am besten für das werdende Kind sind mehr als 340 Gramm pro Woche. Dann können sich die Nerven und Muskeln des Babys am besten entwickeln; sie werden einen höheren IQ und bessere soziale Fähigkeiten entwickeln. Bei geringeren Mengen ist dies nicht der Fall. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über elftausend Schwangeren und ihren Kindern in den USA. Die zahlreichen nützlichen Stoffe in der Nahrung aus dem Meer sind also weit wichtiger als die wenigen Schadstoffe, mit denen sie belastet ist. [1536]
18. Februar 2007 – Lancet 2007;369:578
Schadstoffe am Arbeitplatz können das Risiko, schwere Anfälle von Asthma zu erleiden, um das 4-fache steigern, bei Dämpfen von Lösungsmitteln sogar um das 7-fache. Das zeigt eine Studie an über 300 Personen in Frankreich und Kanada. [1124]
5. September 2005 – Respiratory + Critical Care 2005;172:440
Mehr Geburtsfehler durch schmutzige Luft
Feinstaub, Ozon und andere Schadstoffe in der Luft stören die Entwicklung des Fötus in der dritten bis achten Woche der Schwangerschaft. In Texas haben sich die Zahlen von Herzklappen- und anderen Geburtsfehlern verdoppelt, wenn die Luftbelastung in der fraglichen Zeit am höchsten war, verglichen mit der niedrigsten Belastung. [1116]
24. August 2005 – Am J Epidemiology 2005;162:238
Wenn Eltern rauchen, steigt die Gefahr, dass ihr Kind an Asthma erkrankt. Das ist nicht der Fall, wenn die Eltern nicht rauchen, aber neben einer Hauptstraße wohnen. Die Schadstoffe durch das Rauchen im Haus sind somit gefährlicher als der Ausstoß durch den motorisierten Verkehr. Das zeigt eine Studie an über elftausend Kindern in Nottingham. [1005]
22. März 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:406
Dicke atmen mehr Schadstoffe ein
Übergewicht ist auch ein Risiko für die Atemwege: Dicke müssen mehr atmen als Schlanke und nehmen somit mehr von den Schadstoffen in der Luft auf. [890]
12. Oktober 2004 – Neurology 2004;63:800
Plötzlicher Kindstod: Schmutzige Luft als Risiko
In Kanada sind in Perioden hoher Abgaswerte von Schwefel- und von Stickoxid über 17 Prozent mehr Babys in ihren Bettchen plötzlich gestorben als in Perioden mit besseren Werten. Das zeigt eine Auswertung in zwölf großen Städten über einen Zeitraum von 15 Jahren. In Innenräumen ist übrigens Tabakrauch der Schadstoff Nummer eins. [809]
21. Juni 2004 – Pediatrics 2004;113:e628
Homocystein ist ein Abbauprodukt von Eiweiss, bisher vor allem als schädlich für Nerven und Blutkreislauf bekannt. Neue Studien zeigen, dass es auch das Risiko für Knochenbrüche im Alter erhöht. Folsäure hilft den Schadstoff abbauen. [785]
18. Mai 2004 – N Engl J Medicine 2004;350:2042
Stickoxid und Ozon gefährlich für Asthmatiker
Die beiden Luftschadstoffe erhöhen das Risiko für Asthmatiker, an einem Anfall zu sterben, um fast das Doppelte. [234]
28. August 2002 – Thorax 2002;57:687
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