
News zu Salz
Blutdruck-Gen weckt Hoffnung auf Medikament
Ein bestimmtes Gen, das die Salzkonzentration im Blut reguliert, könnte künftig zu einer wirksameren Behandlung gegen Bluthochdruck führen. Profitieren würden jene Patienten, deren Blutdruck - wegen eines Defekts in diesem Gen - trotz salzarmer Diät nicht sinkt. Wie viele davon betroffen sind und wie man ihnen helfen könnte, bleibt vorerst unklar. Denn die neuen Erkenntnisse über das Gen sind erst bei Labormäusen gemacht worden. [3010]
27. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Saucen, damit Gemüse auch Kindern schmeckt
Die meisten Kinder essen nur ungern Gemüse. Schuld daran sind Bitterstoffe, auf die Kinder besonders empfindlich reagieren. Wie Saucen und Dips die Bitterstoffe übertönen können, haben Ernährungsforscher in Philadelphia getestet. Fett- und Salzgehalt spielen keine Rolle. Sehr gut wirken zum Beispiel Apfelmus und Saucen auf Joghurtbasis. [3002]
14. Dezember 2011 – Ärzteblatt
Zuviel Salz in der Nahrung steigert den Blutdruck und bringt so Herz und Kreislauf in Gefahr. Diese Tatsache bleibt unbestritten. Doch jetzt lässt eine neue kanadische Studie vermuten, dass auch zuwenig Salz ungesund ist - ausgerechnet für Menschen mit Bluthochdruck. Als optimale Salzmenge haben die Kanadier 8 Gramm pro Tag ermittelt - doppelt so viel wie die WHO empfiehlt. Bevor aber nicht weitere Studien dieses Ergebnis bestätigen, werden die bisherigen Empfehlungen in Kraft bleiben. [2990]
28. November 2011 – Ärzteblatt
Zahl der Medikamente im Alter halbieren
Mehr als fünf verschiedene Medikamente im Alter schaden meist mehr als sie nützen. Davon sind deutsche Allgemeinmediziner überzeugt. An einem Kongress in Salzburg haben sie beschlossen, neue Leitlinien für Allgemeinpraktiker zu erarbeiten. Statt acht oder zehn sollen künftig vier bis maximal fünf Medikamente genügen. [2947]
27. September 2011 – Ärztezeitung
Zum diesjährigen Welttag der Hypertonie macht die deutsche Hochdruckliga die Werte bekannt, die der Blutdruck nicht übersteigen sollte: 140 auf 90 Millimeter Quecksilbersäule. Diese Zahlen seien den meisten Menschen nicht bekannt, warnt die Liga. Auch jüngere Menschen sollten ab und zu ihren Blutdruck messen. Um den Blutdruck zu senken, sind regelmässige Bewegung und salzarme Ernährung zu empfehlen. [2868]
17. Mai 2011 – Ärztezeitung
Zu wenig Salz schadet oft mehr als zu viel Salz
Das Risiko, an einer Krankheit von Herz und Kreislauf vorzeitig zu sterben, nimmt mit sinkendem Salzkonsum zu und nicht etwa ab, wie man bisher glaubte. Die Studie, die bisheriges Wissen auf den Kopf stellt, ist bei über zweitausend anfangs gesunden Personen in Flandern gemacht worden. Sie gelte aber nicht für Personen mit zu hohem Blutdruck, warnen Kritiker: Hypertoniker sollten nach wie vor Salz reduzieren. [2863]
10. Mai 2011 – Ärzteblatt
Wer viel trinkt, braucht viel Jod
Reichlich Trinken ist gesund: Experten raten zu zwei Litern Flüssigkeit pro Tag. Doch je mehr man trinkt, desto mehr Jod scheidet der Körper aus. Ersatz ist also wichtig: Meeresfisch, Milch und Milchprodukte, mit Jod angereichertes Salz (auch in Fertiggerichten) sind gute Jodquellen. [2786]
5. Januar 2011 – Ärztezeitung
Früh weniger Salz senkt Blutdruck
Schon drei Gramm weniger Salz pro Tag im Alter von Teenagern und jungen Erwachsenen reichen aus, um den Anteil von Menschen mit zu hohem Blutdruck zu halbieren. Zu diesem Schluss kommt eine Hochrechnung der Universität von Kalifornien in San Francisco. Im vorgerückten Alter schwächt sich der Einfluss von Salz ab, da mehr und mehr andere Faktoren den Blutdruck bestimmen. Am meisten Salz steckt in Fertiggerichten, Fastfood und Brot. [2751]
16. November 2010 – Focus
Zu viel Salz in Fertiggerichten
Die meisten Fertiggerichte für die Mikrowelle enthalten zu viel Salz. Oft enthält schon ein einziger Teller die empfohlene Tagesmenge an Salz. Das zeigt ein Test der deutschen Verbraucherzentrale. Sie hatte über hundert Fertiggerichte unter die Lupe genommen. Nur auf sechs Packungen war der Salzgehalt angegeben, bei den meisten nur der wenig aussagekräftige Natriumgehalt, und bei 13 Produkten fehlten beide Werte. [2741]
27. Oktober 2010 – Die Zeit
Rotes Fleisch muss nicht ungesund sein
Fleisch vom Rind, Schwein, Lamm und anderen nicht geflügelten Tieren hat mit Blick auf die Gesundheit einen schlechten Ruf. Zu Unrecht, sagen neuerdings amerikanische Forscher. Sie haben keine Bedenken gegen rotes Fleisch, so lange es frisch und unbehandelt ist. Schlecht für die Gesundheit seien vor allem Konservierungsstoffe wie Pökelsalze oder Rauch in Salami und anderen Wurstwaren. Zu diesem Schluss kommen sie nach einer Auswertung von zwanzig Studien mit über einer Million Personen. Auf Salami braucht man trotzdem nicht zu verzichten. Doch mehr als 50 Gramm pro Woche sollte man nicht davon essen, raten die Forscher. [2600]
19. Mai 2010 – Stern
Eine Portion Nüsse pro Tag, egal welcher Art, hilft den Cholesterinspiegel im gesunden Bereich zu halten. Nüsse enthalten besonders viel von den «gesunden» mehrfach ungesättigten Fetten. Daneben sind sie auch reich an Fasern und Vitamin E. Regelmässige Nuss-Esser haben im Durchschnitt einen um 7 Prozent niedrigeren Cholesterinspiegel als Menschen, die selten oder nie Nüsse essen. Das zeigt eine Auswertung von 25 Studien mit über fünfhundert Personen. Nüsse isst man am besten ungesalzen, denn Salz erhöht den Blutdruck und damit das Risiko für Herz und Kreislauf. [2584]
11. Mai 2010 – Telegraph
Nasensprays können abhängig machen
Nasensprays helfen oft schnell bei Heuschnupfen, und das verführt dazu, sie dauernd zu verwenden. Doch wenn sie die Schleimhaut abschwellende Wirkstoffe enthalten, sollte man sie nie länger als eine Woche verwenden. Denn die Wirkstoffe können abhängig machen: Mit der Zeit schwellen die Schleimhäute nur noch ab, wenn sie das Medikament bekommen. Unbedenklich sind dagegen Nasensprays mit Meersalz. [2582]
10. Mai 2010 – 20 Minuten
Nasenspülungen fördern Infektionen
Menschen, die täglich ihre Nase mit Salzlösung spülen, leiden im Durchschnitt 50 Prozent öfter an Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen als jene, die ihre Nase in Ruhe lassen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien an insgesamt über neunzig Personen. Nach Ansicht deutscher Lungenärzte wäscht die Nasendusche wichtige Immunzellen aus der Schleimhaut und schwächt so die Abwehr. Nur bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung sei die Nasendusche höchstens eine Woche lang sinnvoll, weil sie den Schleimfluss anregt. [2367]
2. Februar 2010 – Ärztezeitung
Etwas weniger Salz könnte Tausende Leben retten
Würden alle Amerikaner täglich nur drei Gramm Salz weniger essen, müssten Zehntausende weniger pro Jahr vorzeitig sterben. Das haben Präventivmediziner der Uni von Kalifornien berechnet. Umgerechnet könnte die Empfehlung in Deutschland pro Jahr etwa zehn- bis zwanzigtausend Leben retten, in der Schweiz und in Österreich je etwa tausend bis zweitausend. Zuviel Salz erhöht den Blutdruck und belastet damit Herz und Kreislauf. Als oberste Grenze, die noch gesund ist, gelten 6 Gramm Salz pro Tag. [2326]
22. Januar 2010 – Die Zeit
Neben Tabak, Alkohol, legalen und und illegalen Drogen haben jetzt Mediziner aus Houston, Texas, einen weiteren Suchtstoff identifiziert: industriell produzierte Lebensmitel mit einem hohen Gehalt an Zucker, Salz und Fett. Denn in Umfragen bei starken Konsumenten dieser Lebensmittel zeigen sich offenbar Verhaltensmuster, die auch für den Konsum von Suchtdrogen typisch sind. Die Mediziner schlagen deshalb vor, Junkfood in die Liste der Suchtmittel aufzunehmen. [2048]
24. Februar 2009 – PubMed PMID: 19223127
Zu leichte Babys vertragen später Salz schlechter
Das Essen von stark gesalzenen Speisen lässt den Blutdruck steigen. Bei Kindern im Alter von neun bis dreizehn Jahren ist dies stärker der Fall, wenn sie bei der Geburt leichter als zweieinhalb Kilos wogen. Ursache dafür sind offenbar die kleineren Nieren, die es weniger gut schaffen, den Blutdruck stabil zu halten. [1958]
13. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18695145
Junk Food in der Schwangerschaft macht Kinder dicker
Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft zu fett, zu süss und zu salzig gegessen haben, werden dicker als Kinder von Müttern, die sich gesund ernährt haben. Das ist sogar dann der Fall, wenn sich die Kinder selbst vor allem von Fast Food ernähren. Bei Mädchen ist der Einfluss der mütterlichen Ernährung stärker als bei Knaben. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie. [1871]
22. Mai 2008 – PubMed PMID: 18467362
Salzarme Kost ist schlecht bei hohem Blutdruck
Entgegen früheren Empfehlungen hat salzarme Diät keine günstige Wirkung bei hohem Blutdruck. Im Gegenteil verschlechtert sie die Werte der Blutfette in eine Richtung, die als ungesund gilt, und erhöht die Tendenz zu Entzündungen. Das zeigt ein Diät-Versuch mit über vierzig Patienten in Sao Paulo. [1808]
21. Februar 2008 – PubMed PMID: 18262533
Wasser trinken und leichter abnehmen
Wenn man einen halben Liter Wasser trinkt, nimmt die Wärmeproduktion des Körpers etwa eine Stunde lang um ein Viertel zu. So verbraucht er mehr Kalorien. Ein isotonisches salziges Getränk hat diese Wirkung nicht, wie ein Versuch an der Berliner Charité gezeigt hat. [1622]
31. Mai 2007 – PubMed PMID: 17519319
Zu hoher Blutdruck: Was hilft? Was hilft nicht?
Gesund und salzarm essen, sich viel bewegen und nur wenig Alkohol trinken - all das kann helfen, einen zu hohen Blutdruck zu senken. Nutzlos sind dagegen Entspannungsübungen und Nahrungszusätze mit Kalzium, Kalium oder Magnesium. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von über hundert Studien. [1238]
10. Februar 2006 – J Hypertension 2006;24:215
Schwangere Frauen und neugeborene Kinder haben jetzt in der Schweiz wieder genügend Jod im Blut. Vor rund fünf Jahren hatte man den Jodgehalt im Salz um ein Viertel angehoben, da immer mehr Schwangere und Babys an einem Jodmangel litten. Dieser ist nun behoben worden, was durch Messungen an über 200'000 Babys belegt ist. [1112]
18. August 2005 – Am J Clin Nutrition 2005;82:388
Babys, die an der Brust gestillt werden, haben später einen tieferen Blutdruck als Babys, die die Flasche bekommen. Das hat eine Studie an über zweitausend Schulkindern in Estland und Dänemark gezeigt. Die Experten schätzen die positive Wirkung des Stillens auf den Blutdruck ähnlich hoch wie salzarmes Essen und Sport. [1072]
23. Juni 2005 – Arch Dis Childhood 2005;90:582
Marathon: Vorsicht Salzmangel!
Am Boston Marathon sind Hunderte von Läufern medizinisch untersucht worden. Bei 13 Prozent von ihnen hat man einen erheblichen Salzmangel im Blut festgestellt, bei 0,6 Prozent sogar einen kritischen. Salzmangel ist die häufigste Ursache für Tod beim Marathon. Er tritt auf, wenn man beim Rennen zu viel Wasser trinkt. Besonders gefährdet sind Amateure, die 4 und mehr Stunden unterwegs sind. [1024]
18. April 2005 – N Engl J Medicine 2005;352:1550
Fördert Salz Bakterie im Magen?
Helicobacter pylori, eine Bakterie im Magen, gedeiht offenbar besonders gut bei Menschen, die salzreich essen. Wer infiziert ist, leidet oft an Magengeschwür und hohem Blutdruck. [863]
3. September 2004 – J Hypertension 2004;22:1475
Weniger Salz, weniger Hirnschlag
Männer, die ihr Essen stark salzen, haben ein 2- bis 4-mal so hohes Risiko für Hirnschlag wie solche, die nur wenig Salz essen. Frauen scheinen Salz besser zu vertragen, denn bei ihnen zeigt sich kein solcher Zusammenhang. Untersucht wurden je über zehntausend Männer und Frauen in Japan. [839]
2. August 2004 – Stroke 2004;35:1543
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