
News zu Rotwein
Rotwein: Resveratrol-Studien gefälscht
Angeblich soll vor allem die Substanz Resveratrol für die gesunde Wirkung von Rotwein auf Herz und Kreislauf verantwortlich sein. Seit einiger Zeit mehren sich Zweifel an dieser gesunden Wirkung. Jetzt ist der Resveratrol-Forscher Dipak Das von der Universität Connecticut der Fälschung in 145 Fällen überführt worden. Die Moral von der Geschichte: Rotwein mag gut, muss aber nicht gesund sein - schon gar nicht wegen einer einzigen Substanz. [3024]
17. Januar 2012 – Ärztezeitung
Rotwein gut fürs Herz, trotz Bluthochdruck
Polyphenole, die gesunden Substanzen in Rotwein, können einen zu hohen Blutdruck nicht senken. Das zeigt ein Versuch mit über sechzig Personen in Rotterdam. Die Forscher vermuten, dass Polyphenole die Zellen der Gefässwände stärken, so dass sie hohem Blutdruck besser widerstehen. [2946]
26. September 2011 – WebMD
Experte rät vom täglichen Glas Rotwein ab
Ein Glas Rotwein pro Tag galt bisher als gesund für das Herz. Jetzt rät der deutsche Präventivmediziner Jürgen Rehm davon ab. Zum einen fördert Alkohol in jeder Dosis Krebs, also auch in geringen Mengen. Zum zweiten ist das Glas, das die meisten trinken, zu gross: Maximal ein Deziliter dürfte es sein. Drittens ist die schützende Wirkung auf das Herz zwar nachgewiesen, doch Rehm hält sie für geringer als oft behauptet wurde. Und schliesslich scheint das Zeitalter der allgemeingültigen Empfehlungen vorbei zu sein. Wer viele Herzkranke in seiner Verwandtschaft hat, dem könnte das tägliche Glas Rotwein eher nützen. Kommt dagegen Krebs in der Familie häufig vor, ist der Schaden per Saldo grösser als der Nutzen. [2849]
20. April 2011 – Tages-Anzeiger
Migräne nach Rotwein, nicht nach Schokolade
Viele Migräniker fühlen sich vor einem Anfall nervös und gereizt. Oft greifen sie dann zur Beruhigung nach Schokolade. So ist diese in den falschen Verdacht geraten, Migräne auszulösen. Versuche an der Ludwig-Maximilians-Uni in München zeigen aber, dass dies nicht der Fall ist - wohl aber nach dem Genuss von Rotwein. Schuld daran sei aber nicht der Alkohol, sondern andere Inhaltsstoffe im Rebensaft. [2506]
30. März 2010 – Focus
Gesundes Essen soll Krebszellen aushungern
Ob Schokolade, Rotwein, Heidelbeeren, Tomaten, Schwarz- oder Grüntee - vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln, oft kräftig gefärbt, sagt man krebshemmende Eigenschaften nach. Die natürlichen Farbstoffe, auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt, sollen nach neusten Erkenntnissen die krebsigen Blutgefässe verkümmern lassen. Nur wenn es Krebszellen gelingt, den Körper zur Bildung neuer Blutgefässe anzuregen, kann ein Tumor wachsen. Die Erkenntnis dürfte vor allem zur Vorbeugung wichtig sein. [2410]
13. Februar 2010 – Medizinarium
Auch Champagner gut für das Herz
Es muss nicht immer Rotwein sein: Auch ein bis zwei Gläschen Champagner oder Sekt pro Tag ist günstig für das Herz. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der britischen Uni von Reading. Der Schaumwein steht dem Rotwein, der in dieser Hinsicht am besten untersucht ist, in nichts nach. Allerdings gibt es keine Studien, die einen Zusammenhang mit der Häufigkeit von Herzinfarkten zeigen könnten. Auch ist massvolles Trinken angesagt: Ab mehr als zwei Gläsern täglich wird es ungesund. [2209]
17. Dezember 2009 – Focus
Schützt Mittelmeerdiät vor Alzheimer?
Die so genannte Mittelmeerdiät mit viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, Olivenöl und täglich einem Glas Rotwein hat sich als gesund für Herz und Kreislauf erwiesen. Nun zeigen zwei neue Studien aus Frankreich und den USA, dass sie auch gegen Alzheimer einen gewissen Schutz bieten könnte: Einerseits sinkt das Risiko, krank zu werden, und bei einer Erkrankung schreitet diese langsamer fort. Um dies zu erhärten, sind aber weitere Studien nötig. [2146]
2. November 2009 – PubMed PMID: 19834324
Wein aktiviert Gen für Langlebigkeit
Resveratrol, eine Substanz im Wein, aktiviert ein Gen, das lebensverlängernd wirkt. Das gleiche Gen wird auch aktiviert, wenn man sich beim Essen zurückhält. Massvoll essen und Wein dazu trinken scheint also ein gutes Rezept zu sein, um gesund alt zu werden. Am meisten Resveratrol ist im Rotwein enthalten, deutlich weniger im Weisswein und im Rosé. [2140]
22. Oktober 2009 – PubMed PMID: 19730919
Frauen: Besserer Sex mit etwas Rotwein
Frauen, die täglich ein bis zwei Glas Rotwein trinken, sind mit ihrem Sexualleben besser zufrieden als solche, die abstinent leben oder die täglich mehr als zwei Glas konsumieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa 800 Frauen im Alter zwischen achtzehn und fünfzig in der Toskana. [2126]
31. August 2009 – PubMed PMID: 19627470
Wie trinken ist wichtiger als was trinken
Mässig Alkohol zu trinken gilt als gesund für Herz und Kreislauf, und als besonders gesund gilt Wein, vor allem Rotwein. Dieser soll besonders viele gesunde Substanzen, vor allem Polyphenole enthalten. Doch eine Auswertung zahlreicher Studien hat nun gezeigt, dass es wohl weniger wichtig ist, was in der Flasche ist, als wie man daraus trinkt: Weintrinker sind nicht deshalb gesünder, weil sie Wein trinken, sondern weil sie gesünder leben. Dazu gehört, dass sie sich weniger oft stark betrinken und ihren Konsum eher gleichmässig verteilen. Dieses Trinkmuster scheint die Gesundheit viel stärker zu beeinflussen als der Typ des Getränks. [2008]
22. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19075312
Auch Weisswein kann Herz schützen
Rotwein, mässig genossen, gilt als gesund für Herz und Kreislauf. Eine Substanz, der man eine besonders positive Wirkung zuschreibt, ist das Resveratrol. Sie kommt nur in geringen Mengen im Weisswein vor. Doch dieser enthält stattdessen Tyrosol, das ähnlich positiv wirkt. Dies zeigt eine Studie der Universität von Connecticut an Ratten, die mit beiden Substanzen gefüttert worden sind. Die Studie kommt zum Schluss, dass Wein egal welcher Farbe für das Herz gesund ist. [1974]
4. November 2008 – PubMed PMID: 18821770
Kühles und trockenes Klima macht Wein gesünder
Die Polyphenole im Rotwein, vor allem Resveratrol, gelten als gesund für Herz und Kreislauf. Ein Forscherteam in München hat Weine aus der ganzen Welt im Labor untersucht, um herauszufinden, welche Sorten oder Regionen am meisten Polyphenole liefern. Die Unterschiede sind riesig, doch weder von der Sorte noch von der Region abhängig. Entscheidend ist offenbar das Klima, wobei vor allem kühles und trockenes Wetter die Rebe dazu anregt, viel von den gesunden Stoffen zu bilden. [1574]
28. März 2007 – J Hypertension 2007;25:501
Es darf auch roter Traubensaft sein
Rotwein gilt als gesund für Herz und Kreislauf. Er enthält Polyphenole, und diesen Stoffen schreibt man einen großen Teil der günstigen Wirkung zu. Nun zeigt ein Test mit über vierzig Personen in Spanien, dass auch roter Traubensaft die Blutwerte günstig beeinflusst. [1377]
19. Juli 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;84:252
Wer eine Zigarette raucht, dessen Blutdruck steigt danach deutlich an. Nicht so, wenn er dazu ein Glas Rotwein trinkt. Das zeigt ein Versuch an zwanzig jungen, gesunden Personen. Rauchen bleibt allerdings höchst schädlich. Dagegen kann der Rotwein nichts ausrichten. [1356]
28. Juni 2006 – J Hypertension 2006;24:1287
Fachleute haben eine Diät zusammengestellt, die das Risiko eines Infarkts um 76 Prozent senken soll. Die Zutaten sind: Rotwein, Fisch, dunkle Schokolade, Früchte, Gemüse, Knoblauch und Mandeln. Guten Appetit! [939]
20. Dezember 2004 – British Medical Journal 2004;329:1447
Wer regelmäßig Rotwein trinkt, kann sein Risiko für Lungenkrebs halbieren. Für Raucher reicht dieser Schutz aber bei weitem nicht aus. Weißwein, Bier und Schnaps haben keinen Einfluss auf Lungenkrebs. [926]
1. Dezember 2004 – Thorax 2004;59:981
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