
News zu Raucher
Lunge: Besser Kiffen statt Rauchen?
Jahrelanges regelmässiges Kiffen von Cannabis (Marihuana, Haschisch) schade der Lunge nicht - ganz im Gegensatz zum Rauchen von Tabak. Das will eine Studie mit über fünftausend jüngeren Personen in den USA herausgefunden haben. Ob der Rauch aus Haschisch harmloser sei als jener aus Tabak, ist damit aber nicht bewiesen: Kiffer konsumieren im Durchschnitt drei Joints pro Monat, Raucher dagegen dreihundert Zigaretten. Seit Paracelsus ist bekannt: Die Menge macht das Gift. Zudem steht Cannabis im Verdacht, dem Gehirn und der Verdauung zu schaden. [3021]
12. Januar 2012 – Ärzteblatt
Nahrungsergänzung: Gefährliche Präparate aus dem Internet
Fast ein Drittel der Fitness-, Schlankheits-, Antiaging und Potenzmittel aus dem Internethandel enthält nicht zugelassene oder nicht deklarierte Wirkstoffe, zum Teil in lebensgefährlichen Dosierungen. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen an 78 Produkten. [2954]
6. Oktober 2011 – Spiegel
Zigaretten: Warum Schockbilder nicht wirken
Schockbilder von verrussten Lungen und ausfallenden Zähnen auf Zigarettenpackungen halten Raucher nicht vom Rauchen ab. Jetzt haben Forscher der Universität Bonn und der Berliner Charité einen Grund gefunden: Nikotin-Abstinenz schaltet bei süchtigen Rauchern das Angstzentrum im Gehirn aus. [2905]
13. Juli 2011 – Ärzteblatt
Passivrauchen fördert Nikotinsucht
Wer eine Stunde lang in einem verrauchten Auto sitzt, nimmt so viel Nikotin auf, dass dieses die Suchtzentren im Gehirn beeinflusst. Das zeigen Versuche mit über zwanzig jungen Erwachsenen in Los Angeles. Die Raucher unter den Versuchspersonen spürten nach dem Experiment einen stärkeren Drang, unbedingt eine Zigarette rauchen zu müssen. [2860]
5. Mai 2011 – Ärzteblatt
Wenn Raucher und Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, leiden sie an zwei verschiedenen Krankheiten. Zu diesem Schluss sind kanadische Forscher gelangt: Krebszellen von Rauchern und von Nichtrauchern unterscheiden sich in ihrem Erbgut. Die neuen Erkenntnisse lassen hoffen, den Lungenkrebs je nach Ursache künftig wirksamer behandeln zu können. Lungenkrebs gehört zu den bösartigen Krankheiten mit sehr schlechter Prognose. [2749]
10. November 2010 – Standard
Zu viel Salz in Fertiggerichten
Die meisten Fertiggerichte für die Mikrowelle enthalten zu viel Salz. Oft enthält schon ein einziger Teller die empfohlene Tagesmenge an Salz. Das zeigt ein Test der deutschen Verbraucherzentrale. Sie hatte über hundert Fertiggerichte unter die Lupe genommen. Nur auf sechs Packungen war der Salzgehalt angegeben, bei den meisten nur der wenig aussagekräftige Natriumgehalt, und bei 13 Produkten fehlten beide Werte. [2741]
27. Oktober 2010 – Die Zeit
Diabetiker-Lebensmittel nutzlos
Spezielle Diät-Lebensmittel für Diabetiker nützen nur den Herstellern, nicht aber den Verbrauchern. Deshalb sollen sie in Deutschland in den nächsten Jahren aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Die Zusammensetzung der Produkte entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Forschung. Oft enthalten sie sogar mehr Fett und Kalorien als normale Produkte der gleichen Art. [2705]
7. September 2010 – Ärztezeitung
Fleisch richtig auftauen: Kühlschrank oder Sieb
Tiefgefrorenes Fleisch, Fisch oder Geflügel sollte nicht in der Auftaubrühe liegen, denn dort entwickeln sich sehr schnell Keime. Auftauen sollte man das Gefriergut entweder im Kühlschrank oder auf einem Sieb, das die Brühe abtropfen lässt. Dazu rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wichtig ist auch, rohe und fertig gekochte Speisen immer gut voneinander zu trennen. [2700]
31. August 2010 – Süddeutsche Zeitung
Passivrauchen kann depressiv machen
Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]
11. Juni 2010 – Süddeutsche Zeitung
Junge Raucher brechen ihre Knochen beim Sport mehr als doppelt so oft wie ihre Altersgenossen, die nicht rauchen. Grund: Die Knochen sind schwächer, wie Messungen der Knochendichte an Wirbelsäule und Hüfte zeigen. Besonders stark betroffen sind jene, die schon mit 16 Jahren oder noch früher mit dem Rauchen begonnen haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechshundert jungen Männern in Belgien. [2625]
31. Mai 2010 – Ärztezeitung
WHO: Tabakfirmen fixen Frauen an
Am heutigen Weltnichtrauchertag wirft die WHO den Konzernen BAT, Japan Tobacco und Philip Morris vor, mit gezielter Werbung junge Frauen vom Nikotin abhängig zu machen. Das Rauchen würde als «glamourös und sexy» dargestellt, als Akt der Befreiung von männlicher Dominanz oder gar (wider besseres Wissen) als Schlankheitsmittel. Leider mit Erfolg: Während weltweit 40 Prozent der Männer, aber nur 9 Prozent der Frauen rauchen, sind in über 70 Ländern gleichviele junge Frauen wie Männer abhängig vom Nikotin. [2624]
31. Mai 2010 – Welt
Irrtum entlarvt: Rauchen hält nicht schlank
Linienbewusste Raucher wissen zwar auch, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Doch oft reden sie sich damit heraus, Rauchen mache schlank. Irrtum, sagen Forscher der Uni Navarra. Sie haben Tausende von Rauchern vier Jahre lang beobachtet. Die einen hatten aufgehört, die anderen weitergeraucht. Am Ende hatten beide Gruppen gleichviel Fett angesetzt. Am schlanksten blieb dagegen eine andere Gruppe: Jene nämlich, die gar nie geraucht hatten. [2558]
28. April 2010 – Ärzteblatt
Volle Aschenbecher dämpfen Lust auf Zigarette
Ein mit ausgedrückten Kippen gefüllter Aschenbecher verringert bei Rauchern die Lust, eine nächste Zigarette anzuzünden. Diesen Schluss ziehen deutsche Hirnforscher nach dem Auswerten von Magnetresonanz-Bildern von Raucherhirnen. Im Unterschied dazu weckt der Anblick einer frisch angezündeten Zigarette die Lust, selber eine anzuzünden. Fazit: Wer mit dem Rauchen aufhören will, sollte seine Aschenbecher möglichst selten leeren. [2535]
17. April 2010 – NZZ
Etwa eine von fünf Personen, die zwanzig Jahre lang täglich ein Pack Zigaretten geraucht haben, leidet an COPD, chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit, auch Raucherhusten genannt. Zwei von drei betroffenen Personen wissen nichts von ihrem Leiden. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie an über tausend Rauchern. Mit einem Lungenfunktionstest lässt sich COPD in einem frühen Stadium erkennen, noch bevor starke Symptome wie Dauerhusten und Atemnot auftreten. [2524]
13. April 2010 – Ärztezeitung
Bei jungen Rauchern liegt der Intelligenzquotient IQ durchschnittlich um 7 Punkte tiefer als bei nicht rauchenden Altersgenossen. Das zeigt eine israelische Studie an rund zwanzigtausend Soldaten zwischen 18 und 21 Jahren. Wie es dazu kommt, erklärt dieser Zusammenhang allerdings nicht. Sind dümmere Menschen anfälliger für das Rauchen? Oder macht das Rauchen dumm? Am wahrscheinlichsten trifft beides zu. Je mehr Zigaretten pro Tag, desto deutlicher die IQ-Differenz. Dies spricht mindestens teilweise für eine schädliche Wirkung des Rauchs auf die grauen Zellen. [2515]
7. April 2010 – Standard
Passivraucher-Gen: Variante erhöht Krebsrisiko
Ein Viertel der Lungenkrebspatienten hat nie zuvor geraucht. Bei ihnen haben jetzt Forscher zwei Varianten eines Gens auf dem Chromosom 13 entdeckt. Dieses Gen hat offenbar eine wichtige Schutzfunktion gegen Krebs. Die beiden entdeckten Varianten schwächen diese Funktion, so dass schon kleine Mengen Rauch, etwa beim Passivrauchen, Krebs auslösen können. [2491]
23. März 2010 – Spiegel
Rauchstopp gelingt auch ohne Hilfsmittel
Zwei Drittel bis drei Viertel aller Raucher brauchen keinen Nikotinersatz oder andere Mittel, um von ihrer Nikotinsucht loszukommen. Zu diesem Schluss kommt die Mehrzahl der Studien, die nicht von der Pharmaindustrie finanziert worden sind. Bei den pharma-gesponserten Studien sollen angeblich mehr als die Hälfte der Raucher nur mit Hilfe der Mittel aufhören können. Wegen dieser Manipulation greifen viele Raucher unnötigerweise zu den Produkten der Pharmaindustrie. [2395]
9. Februar 2010 – Süddeutsche Zeitung
Zigaretten: pro fünf aktive eine passive
Wer täglich 17 Zigaretten raucht, konsumiert nicht etwa weniger, sondern mehr als ein Pack. Denn von je fünf aktiv gerauchten Zigaretten inhalieren Raucher den Qualm einer weiteren passiv aus der Umgebungsluft. Das haben Forscher des italienischen Krebsinstituts berechnet. [2357]
29. Januar 2010 – Focus
Forscher wollen Krebs riechen können
In einem Labor in Philadelphia haben Forscher Mäuse darauf dressiert, krebskranke Artgenossen am Geruch ihres Urins zu unterscheiden. Da diese Methode der Früherkennung in der Praxis zu aufwendig ist, haben die Forscher ein chemisches Gerät entwickelt. Mit diesem konnten sie anhand des Urins 47 von 50 krebskranken Mäusen erkennen. Nächstes Ziel ist es, den Urin von Rauchern zu untersuchen und dort nach Spuren von Lungenkrebs zu fahnden. Für diese Krebsart gibt es bisher keine Früherkennung. [2349]
28. Januar 2010 – Süddeutsche Zeitung
Rauchstopp verdoppelt Überlebenschance bei Lungenkrebs
Raucher, mit der Diagnose Lungenkrebs geschockt, können ihre Chance verdoppeln, in fünf Jahren noch am Leben zu sein - vorausgesetzt, der Tumor sei in einem frühen Stadium entdeckt worden und sie hören sofort und endgültig auf zu rauchen. Das zeigt eine soeben im British Medical Journal veröffentlichte Studie. Der Grund: Rauchen erzeugt nicht nur Krebs, sondern fördert auch das Wachstum der bösartigen Zellen. Fazit: Für Rauchstopp ist es nie zu spät. [2329]
22. Januar 2010 – Science Daily
Schon eine einzige Tasse Grüntee pro Tag könne das Risiko für Lungenkrebs um das Fünffache senken. Bei Rauchern senke Grüntee das Risiko gar um das Zwölffache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus China - einem Land, in dem bis vor kurzem noch behauptet wurde, Rauchen mache gesund. Dass Grüntee das Risiko senkt, bestätigen jedoch auch andere Studien. Ob der Tee nützt, hängt aber zum grossen Teil von einem bestimmten Gen ab. Wie auch immer, am besten ist es, erst einmal mit Rauchen aufzuhören. [2306]
18. Januar 2010 – BBC
Plötzlicher Herztod wegen Kokain
Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken. [2293]
14. Januar 2010 – Focus
Rauchen verdoppelt Risiko für Schuppenflechte
Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende, schuppende Entzündung der Haut. Die Neigung dazu ist zwar zum grossen Teil angeboren. Doch ob die Psoriasis dann auch ausbricht, hängt unter anderem von der Umwelt und vom Lebensstil ab. Unter Rauchern ist Psoriasis doppelt so häufig wie bei Menschen, die nie geraucht haben. Dies zeigt eine Studie an mehr als 18'000 Personen in Norwegen. [2291]
13. Januar 2010 – Ärztezeitung
Nach Rauchstopp: Vorsicht Zucker!
Raucher haben unter anderem ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko für Diabetes. Rauchstopp lohnt sich, doch Vorsicht: Die Zunahme des Risikos kann sich nach dem Aufhören zunächst auf 70 Prozent mehr als verdoppeln. In den folgenden Jahren sinkt es dann rasch und fällt nach zehn Jahren auf das Niveau einer Person, die nie geraucht hat. Fazit: Aufhören lohnt sich, und danach ist es ratsam, Gewicht und Blutzucker gut im Auge zu behalten. [2255]
5. Januar 2010 – Spiegel
Auch Passivrauchen kann nikotinsüchtig machen
Ratten, die länger in verqualmter Luft leben, werden mit der Zeit süchtig nach Nikotin. Dies zeigt ein Experiment an der Uni Florida. Die dem Rauch ausgesetzten Nager reagieren gestresst und versuchen mehr Nikotin zu bekommen. Die Veränderungen finden in jenen alten Teilen des Gehirns statt, die bei Ratte und Mensch sehr ähnlich sind. Deshalb ist zu vermuten, dass ähnliches auch bei menschlichen Passivrauchern geschieht. [2187]
11. Dezember 2009 – Medical Tribune
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