
News zu Puls
Brutalo-Spiele verändern das Gehirn
Ego-Shooter und andere Killerspiele am Computer können die Funktion bestimmter Zentren im Gehirn dauerhaft schwächen. Das zeigt eine Studie mit 28 jungen Männern an der Universität von Indianapolis. Betroffen sind Zentren im Stirnbereich, die für Kontrolle von Impulsen und Emotionen zuständig sind. Nicht-agressive Spiele wie Autorennen haben keine negativen Auswirkungen auf die Impulskontrolle. [2994]
5. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Magenschrittmacher hilft beim Abnehmen
Einer Frau, die von 100 auf 75 Kilogramm abnehmen will, haben Chirurgen in Schwabach (Bayern) ein Gerät etwa vom Format einer Visitenkarte in der Nähe des Magens eingepflanzt. Der Magenschrittmacher sendet Impulse aus, die den Nerven vorgaukeln, die Frau sei satt. Sensoren messen darüber hinaus, wann und wieviel die Frau isst. Die Daten sind per Scanner von aussen ablesbar. Die Bayerin ist die erste deutsche Patientin mit einem Magenschrittmacher. Laut Studien sind die Erfolgsaussichten gut, sofern die Patienten nach der Operation intensiv ärztlich begleitet werden. [2838]
31. März 2011 – Ärztezeitung
Der Tod eines geliebten Menschen belastet das Herz: In der ersten Zeit nach dem Schicksalsschlag liegt der Puls im Durchschnitt um etwa fünf Schläge pro Minute höher als zuvor. Die höhere Herzfrequenz lässt auch das Risiko für Herzinfarkt ansteigen. Nach etwa sechs Monaten hat sich das Herz wieder erholt. Deutlich länger dauert allerdings die Erholung von Depressionen und Angstattacken als Folge der Trauer. [2750]
15. November 2010 – Spiegel
Kaffee macht Schagader elastisch
Schon eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um die Hauptschlagader (Aorta) deutlich elastischer zu halten. Dadurch wird die Pulswelle weniger hart, was die Wände der Arterien schont und so das Risiko für Herzinfarkt senkt. Die Wirkung hat sich in einer Studie an über 600 Bewohnern einer griechischen Insel gezeigt. Sie beruht vermutlich auf Pflanzenfarbstoffen (Polyphenolen) und nicht auf dem Koffein. [2703]
3. September 2010 – Focus
Training in Raten wirkt schneller
Zehnmal eine Minute strampeln mit maximaler Kraft, dazwischen jeweils eine Minute Pause zur Erholung: Ein solches Intervalltraining, dreimal pro Woche, fördert die Fitness von Herz und Kreislauf innerhalb von vierzehn Tagen ebenso gut wie zehn Stunden Ausdauertraining mit mässiger Intensität - aber in einem Fünftel der Zeit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch mit sieben jungen Männern an der Uni von Hamilton in Ontario. Für das Intervalltraining braucht es nur einen Hometrainer und eine Uhr mit Sekundenzeiger. Ältere Menschen sollten jedoch mit einem Pulsmesser darauf achten, ihren maximalen Puls (220 minus Alter) nicht zu überschreiten. [2473]
15. März 2010 – Medical News Today
Pulsierende Druckhose statt Bypass
Wenn die Herzkranzgefässe mehr und mehr verstopfen, braucht man nicht mehr unbedingt unters Messer und sich Bypässe legen lassen. Eine überraschend andere Methode haben Forscher der Berliner Charité erprobt, und zwar mit Erfolg. Sie ziehen den Patienten eine mit Luft aufblasbare Druckhose an, die im Sekundentakt das Blut aus den Beinen in Richtung Herz presst. Diese kräftigen Druckimpulse regen das Herz zu höherer Pumpleistung an, worauf sich im Herzmuskel neue Blutgefässe bilden: Ohne Bypass lässt sich so eine annähernd doppelte Durchblutung erreichen. [2331]
23. Januar 2010 – Spiegel
Hirnschrittmacher bessert schwere Depression
Elektrische Impulse über eine winzige implantierte Sonde im Hirnstamm haben eine schwer depressive Frau in Heidelberg von ihrem Leiden befreit. Eine bestimmte Region im Hirnstamm ist bei der Depression zu aktiv und lähmt dadurch andere Impulse. Diese Region namens Habenula wird durch den Schrittmacher beruhigt. Die neue Methode soll jetzt in einer umfangreichen Studie weiter erprobt werden. [2277]
10. Januar 2010 – Focus
Koala-Aids gibt Forschung neue Impulse
Koalas, eine bedrohte Art, sind auch durch eine Aids-ähnliche Viruskrankheit in Gefahr. Sie schwächt das Immunsystem der Beutelbären. Doch die Forschung ist hier schon weiter als beim Menschen: Veterinärmediziner des Berliner Robert Koch Instituts sind auf bestem Weg, einen Impfstoff gegen Koala-Aids zu entwickeln. Die Erfahrungen bei Koalas könnten auch der Entwicklung eines Impfstoffs gegen HIV neue Impulse verleihen. [2213]
17. Dezember 2009 – Die Zeit
Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf
Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]
9. September 2009 – PubMed PMID: 19666849
Passivrauchen verhärtet Wände der Aorta
Die Wände der Aorta, der Hauptschlagader des Menschen, sind elastisch. So federn sie das aus dem Herzen pulsierende Blut ab und sorgen für einen gleichmässigeren Blutfluss in den Körper hinaus. Am elastischsten ist die Aorta in jungen Jahren; mit dem Alter wird sie härter. Das Passivrauchen beschleunigt diesen Vorgang. So hat man in Finnland schon bei elfjährigen Kindern, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, deutlich härtere Aortenwände gefunden als bei nicht belasteten Kindern. [2035]
5. Februar 2009 – PubMed PMID: 19171579
Nach Aerobic im Wasser fitter als an Land
Turnübungen im Wasser, auch als Aquafit oder Wasser-Aerobic bekannt, verbessern die Fitness mehr als ähnliche Übungen an Land bei gleicher Pulszahl. Dies gilt für die Leistung von Herz, Kreislauf und Atmung ebenso wie für die Muskelkraft des Oberkörpers und die Beweglichkeit von Rumpf und Beinen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch mit fünfzig gesunden älteren Frauen in Brasilien. [2028]
27. Januar 2009 – PubMed PMID: 19149838
Kalter Drink steigert Ausdauer in der Hitze
Wer in der Hitze grosse sportliche Leistungen erbringen muss, zum Beispiel bei einem Wettkampf, kann mit einem eisgekühlten Drink seine Leistung markant steigern: In einem Test auf dem Ergometer war die Ausdauer von acht britischen Sportlern um über zwanzig Prozent besser als mit einem körperwarmen Getränk: Sie schwitzten weniger, hatten einen niedrigeren Puls und eine niedrigere Hauttemperatur nicht nur vor der Leistung, sondern auch noch nach über einer halben Stunde Sport. [1941]
18. September 2008 – PubMed PMID: 18685527
Impulsive Menschen stärker süchtig nach Tabak
Menschen, die in psychologischen Tests als impulsiv beurteilt werden, haben mehr Mühe als andere, mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn sie dies eigentlich möchten. Sie leiden deutlich stärker unter Symptomen des Entzugs und bringen es weniger gut fertig, Ersatz für die Zigarette zu finden. Dies zeigt eine Umfrage bei fünfzig Rauchern in Texas. [1930]
3. September 2008 – PubMed PMID: 18686188
Sport nach Infarkt macht Arterien fitter
Nach einem Herzinfarkt ist es lebenswichtig, mit regelmässigem Training im Bereich der Ausdauer zu beginnen. Das Training verbessert dabei unter anderem die Innenwand der Arterien auf eine Weise, dass die Pulswelle nicht mehr so schnell wie zuvor durch den Körper rast. Dadurch sinkt die Belastung der Gefässwände, und die Gefahr von Schäden, unter anderem die eines neuen Infarktes, nimmt deutlich ab. Dies zeigt ein Vergleich von Reha-Patienten mit und ohne Ausdauertraining. [1918]
18. August 2008 – PubMed PMID: 18651487
Impulsive und Unsichere leben riskanter
Die Neigung zu Alkohol, Rauchen, Drogen, Fahren im angetrunkenem Zustand und ungeschütztem Sex ist bei zwei Typen besonders ausgeprägt: einerseits bei extravertierten, genussorientierten und andererseits bei unsicheren, neurotischen Menschen. Dies zeigt eine Studie an sechshundert norwegischen Studenten. [1857]
1. Mai 2008 – PubMed PMID: 18419592
Niedriges Cholesterin bei Neigung zur Gewalt
Bei Menschen, die versucht haben, sich mit Gewalt das Leben zu nehmen, hat man tiefere Werte des Cholesterins gefunden als bei jenen, die es auf «sanfte» Weise versucht haben. Ein niedriger Spiegel des Cholesterins ist offenbar ein Risikofaktor für impulsive Aggression. Das zeigt eine Studie an über fünfzig Personen in der Türkei. [1775]
8. Januar 2008 – PubMed PMID: 18155776
Pulsdruck fördert Herzflimmern
Das Flimmern des Vorhofs ist eine wichtige Ursache für Herzkrankheit und -tod. Zu hoher Blutdruck fördert das Flimmern. Dabei kommt es offenbar vor allem auf den Unterschied zwischen dem oberen und dem unteren Wert des Blutdrucks an, auf den so genannten Pulsdruck. Zu diesem Schluss kommt eine neue Auswertung bei über fünftausend Teilnehmern der Framingham-Studie. [1545]
27. Februar 2007 – JAMA 2007;297:709
USA: Mehr als jede zwanzigste Person ist kaufsüchtig
Kaufsucht (compulsive buying) gilt als Krankheit. In den USA haben Psychiater ihre Häufigkeit ermittelt. Danach sind 6 Prozent der Frauen und 5,5 Prozent der Männer betroffen. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern scheint also nicht so groß zu sein, wie oft vermutet wurde. [1447]
25. Oktober 2006 – Am J Psychiatry 2006;163:1806
Harter Puls ist ein Risiko für das Herz
Ein harter Puls, dessen Wellen sich mit hohem Tempo durch die Adern ausbreiten, ist nicht gut für Herz und Kreislauf. Das Risiko eines Infarkts ist deutlich höher. Genauere Analysen haben gezeigt, dass der harte Puls dem Herzen sogar noch stärker schadet als ein zu hoher Blutdruck. Die Kunst des Puls-Fühlens steht allerdings bei den modernen Ärzten nicht mehr hoch im Kurs. Heute verlässt man sich eher auf Messungen mittels Ultraschall. [1239]
13. Februar 2006 – Circulation 2006;113:664
Pulsdruck drückt auf geistige Fitness
Je höher im mittleren Alter der Pulsdruck, d.h. der Unterschied zwischen dem oberen und dem unteren Wert des Blutdrucks, desto mehr steigt im hohen Alter das Risiko für eine Demenz. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Honolulu. [1226]
25. Januar 2006 – Stroke 2006;37:33
Jung oder alt: Übergewicht schadet dem Kreislauf
Je höher der Body Mass Index (BMI), desto weniger elastisch werden die Arterien. Der Puls wird härter, was die Wände der Gefäße stärker belastet. Das lässt sich schon bei jungen Menschen ab zehn Jahren feststellen und gilt bis ins hohe Alter. [1162]
27. Oktober 2005 – J Hypertension 2005;23:1839
Zwei bis drei Schläge pro Minute tiefer ist der Puls bei Menschen, die regelmäßig Fischöl einnehmen und die von Natur aus eine Pulszahl von 70 und mehr haben. Schon ein Gramm pro Tag genügt, eine höhere Dosis verstärkt die Wirkung nicht mehr. Hingegen zeigt sich die Wirkung erst etwa ab zwölf Wochen regelmäßiger Einnahme. Das zeigt eine Auswertung von insgesamt 30 Studien. [1145]
4. Oktober 2005 – Circulation 2005;112:1945
Infarktgefahr? Das Herz im Leistungstest
Das Risiko eines Herzinfarkts kann man in einem einfachen Fitnesstest messen. Ein Puls in Ruhe von mehr als 75 bedeutet vierfaches Risiko im Vergleich zu fitten Personen. Ein Pulsanstieg bei maximaler Anstrengung von weniger als 90 Schlägen bedeutet sogar sechsfaches Risiko. Ein Rückgang nach dem Training um weniger als 25 Schläge pro Minute bedeutet doppeltes Risiko. Das hat man anhand von über fünftausend Männern in Frankreich berechnet. [1045]
17. Mai 2005 – N Engl J Medicine 2005;352:1951
Gesunde Nieren, gesunde Arterien
Wenn die Nieren gut arbeiten, bleiben die Wände der Arterien elastischer und federn den Puls besser ab. Der Blutdruck bleibt niedriger. Wie dies zu Stande kommt, bleibt noch zu erforschen. [711]
12. Februar 2004 – Hypertension 2004;43:163
Jetzt gibt es eine neue, schnelle und billige Methode, Verkalkung der Kranzgefäße schon in ihren Ansätzen zu erkennen: Ein Gerät am Handgelenk zeichnet die Form der Pulswelle auf. Weicht ihr Verlauf vom normalen ab, ist das Risiko für eine Koronarkrankheit um bis das 16-fache erhöht. [696]
22. Januar 2004 – Circulation 2004;109:184
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