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Gesundheitstelegramm | Psychisch

Mädchen immer früher geschlechtsreif
17. Juni 2010 - Schon mit neun Jahren treten Mädchen heute in die Pubertät ein - im Durchschnitt ein Jahr früher als noch 1991 und mehr als fünf Jahre früher als noch vor hundertfünfzig Jahren. Das berichten Forscher der Uniklinik Kopenhagen. Sie schlagen Alarm, weil eine sehr frühe sexuelle Entwicklung die Mädchen psychisch überfordern kann. Auch die Risiken für Brustkrebs und Herzkrankheiten nehmen zu. Als Ursachen für die frühe Reife gelten eine bessere Ernährung und ein hoher Fleischkonsum. Aber auch Umweltchemikalien mit hormonähnlichen Eigenschaften, etwa Bisphenol A, kommen in Frage.  [2646]
Quelle: Welt  
 
Bewegung im Grünen hebt die Stimmung
03. Mai 2010 - Schon nach fünf Minuten Bewegung in der freien Natur hebt sich die Stimmung und mindern sich die Folgen von Stress. Das zeigt eine britische Studie an über tausend Personen. Besonders gut sprechen junge Menschen auf das Grün an, aber auch ältere mit psychischen Problemen. Gewässer verstärken die Wirkung.  [2567]
Quelle: Welt  
 
Kicken gesünder als Joggen
09. April 2010 - Als Gesundheitssport bringt Fussball mehr Vorteile als Joggen. Zu diesem Fazit kommen Vergleichsstudien in sieben europäischen Ländern. Das Spiel mit dem Ball wirkt am positivsten auf Herz und Kreislauf, verbessert daneben vor allem auch das psychische Wohlbefinden. Während Jogger im Wald sich vor allem auf ihre Gesundheit und ihren Körper konzentrieren, geht es beim Fussball um Spass und Teamgeist. Deshalb bleiben die meisten Fussballer ihrem Hobby länger treu als die meisten Jogger.  [2520]
Quelle: Standard  
 
Aus beliebten Kinder werden gesündere Erwachsene
20. Januar 2010 - Kinder, die in der Schulzeit viele Freunde haben und in ihren Cliquen beliebt sind, leiden als Erwachsene deutlich weniger an wichtigen Krankheiten als jene Kinder, die keine oder nur wenige Freunde haben: Neunmal seltener an Herzkrankheiten, viermal seltener an Diabetes und nur halb so oft an psychischen Störungen. Das zeigt eine Studie an etwa viertausend Schülern in Schweden, die 1966 befragt und dreissig Jahre später medizinisch untersucht worden sind.  [2320]
Quelle: Welt  
 
Sport hilft graue Zellen erhalten
23. Juni 2009 - Wer sich durch regelmässiges Training fit hält, behält im Lauf der Jahre die meisten grauen Zellen im Hirn, während deren Zahl bei Sportmuffeln abnimmt. Der Unterschied zeigt sich vor allem in einer Region des Hirns, die für Gefühle, Selbstvertrauen und Offenheit für Sinneseindrücke verantwortlich ist. Dies zeigt eine Studie an dreissig jungen Erwachsenen in Japan. Dies könnte mit erklären, warum körperlich fitte Menschen sich auch psychisch besser fühlen.  [2114]
Quelle: PubMed  PMID: 19528889
 
Depression schwächt Knochen
23. Januar 2009 - Bei depressiven Menschen nimmt die Dichte der Knochen im Alter schneller ab als bei Menschen mit einer positiven psychischen Grundstimmung. Dies zeigt eine Studie in Baltimore. Schädlich auf die Knochen wirken sich sowohl die Depression aus als auch die Antidepressiva, die der Arzt dagegen verschreibt. Die Wirkung lässt sich nur zum Teil damit erklären, dass sich Depressive weniger bewegen als andere.  [2026]
Quelle: PubMed  PMID: 19126857
 
Mit virtueller Realität psychische Probleme überwinden
12. Januar 2009 - Um krankhafte Ängste zu überwinden, hat es sich oft als nützlich erwiesen, Patienten in jene Situationen zu bringen, die Angst auslösen. In einer solchen Verhaltenstherapie erleben dann, dass die Situation gar nicht gefährlich und die Angst somit unbegründet ist. Zu diesem Zweck eignen sich nicht nur wirkliche Situationen, sondern auch virtuelle am Bildschirm. Dank dem Computer ist es möglich, exakt auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt zu erzeugen. Eine Reihe von Studien zeigt, dass sich so mit einem geringeren Aufwand ebenso gute Ergebnisse erzielen lassen wie mit klassischer Verhaltenstherapie.  [2017]
Quelle: PubMed  PMID: 19117268
 
Das zweitausendste Gesundheitstelegramm
10. Dezember 2008 - In den letzten sieben Jahren sind an dieser Stelle 2000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Die häufigsten Themen sind Ernährung, Bewegung und Fitness, Herz und Kreislauf, Risikofaktoren wie Rauchen und Passivrauchen, Alzheimer und andere Formen der Demenz, das psychische Wohlbefinden und ein gesundes Alter. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind.  [2000]
Quelle: PubMed  
 
Selbsthilfegruppen gegen psychische Probleme
01. Juli 2008 - Eines der grössten Probleme bei psychischen Krankheiten ist die Stigmatisierung und damit verbunden ein Verlust des Selbstwertgefühls. Unter den vielen Versuchen, damit klar zu kommen, hat sich die Unterstützung durch Leidensgenossen am wirksamsten erwiesen. Dies zeigt eine Studie der Universität Gent an über fünfhundert Patienten in der psychiatrischen Rehabilitation.  [1899]
Quelle: PubMed  PMID: 18575376
 
Stress erhöht Risiko für Krebs
30. Mai 2008 - Anfänglich gesunde Menschen laufen ein höheres Risiko, später an Krebs zu erkranken, wenn sie psychischem und sozialem Stress ausgesetzt sind. Hinzu kommt, dass sie als Patienten geringere Überlebenschancen haben. Wie gross diese Wirkung ist, bleibt nach wie vor umstritten. Doch es lohnt sich bestimmt, etwas gegen den Stress zu tun.  [1877]
Quelle: PubMed  PMID: 18493231
 
Neigung zu Angst fördert Tabaksucht
25. April 2008 - Von allen untersuchten psychischen Faktoren, die von der Zigarette abhängig machen, hat die Neigung zu Angst den stärksten negativen Einfluss. Das zeigt eine Befragung von über hundertachzig regelmässigen Raucherinnen und Rauchern in den USA.  [1853]
Quelle: PubMed  PMID: 18417153
 
Pflegende bei Alzheimer besser unterstützen
08. April 2008 - Wer Angehörige mit Demenz pflegt, steht unter starkem psychischem Stress und leidet oft an Angst und Depressionen. In England hat man verschiedene Strategien getestet, um die Pflegenden besser zu unterstützen. Lernen sie, besser mit den eigenen Gefühlen umzugehen, nimmt der Stress deutlich ab. Dieser Erfolg bleibt aus, wenn man sich nur auf die Lösung von konkreten Problemen konzentriert.  [1840]
Quelle: PubMed  PMID: 18383189
 
Meditation kann Stress reduzieren
07. April 2008 - Ein auf Meditation beruhendes Programm zur Bekämpfung von Stress hat sich in einem Versuch bei vierundvierzig Patienten an der Universität von Massachusetts gut bewährt: Die Symptome von psychischem Stress, aber auch von körperlichen Störungen nahmen deutlich ab.  [1839]
Quelle: PubMed  PMID: 18374738
 
Wer leichter atmet, fühlt sich besser
16. Februar 2007 - Patienten, die schwach sind auf den Lungen, fühlen sich oft auch psychisch schwach, neigen zu Depressionen und haben das Gefühl, ihr Leben nicht selbst bestimmen zu können. Das ist in einer repräsentativen Studie an US-Bürgern ermittelt worden.  [1534]
Quelle: Am J Epidemiology  2007;165:383
 
Depression fördert Schlaganfall
18. Januar 2007 - Das Risiko für einen Schlaganfall ist bei depressiven Personen mittleren Alters viermal höher als bei gleichaltrigen, die sich psychisch wohl fühlen. Ab 65 Jahren ist kein solcher Unterschied mehr festzustellen. Medikamente gegen Depression verändern das Risiko für Hirnschlag nicht. Das hat man bei mehr als viertausend Teilnehmern der Framingham-Studie festgestellt.  [1508]
Quelle: Stroke  2007;38:16
 
Brustkrebs: Mehr Lebensqualität durch Krafttraining
01. Juni 2006 - Bei Frauen, die Brustkrebs überlebt haben, wirkt sich Krafttraining zweimal pro Woche positiv auf das Wohlbefinden aus, sowohl körperlich als auch psychisch und sozial. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achtzig Frauen in den USA.  [1329]
Quelle: Cancer  2006;106:2076
 
Depressiv nach Infarkt: ein Risiko
10. Januar 2006 - Wer sich nach einem Herzinfarkt auch psychisch gut erholt, hat die besten Chancen, noch lange und ohne Behinderung zu leben. Depression ist dagegen ein Risikofaktor, ganz unabhängig vom Erfolg der Behandlung am Herzen. Das zeigt eine Studie an über 400 Herzpatienten in Holland.  [1215]
Quelle: Heart  2006;92:32
 
Not macht Kinder psychisch krank
09. September 2005 - Kinder, die in Armut und Unsicherheit aufwachsen müssen, sind später deutlich mehr von Schizophrenie und anderen Psychosen betroffen als Kinder aus gut situierten Familien. Das zeigt eine Statistik aller Kinder, die von 1963 bis 1983 in Schweden geboren wurden.  [1128]
Quelle: Am J Psychiatry  2005;162:1652
 
Reizdarm: Ursache im Hirn suchen
08. Juni 2005 - Neuerdings suchen Forscher die Ursache von Verdauungsstörungen wie Reizdarm nicht mehr nur im Unterleib. Sie untersuchen den Kopf des Patienten mit dem Tomografen und fahnden nach Strukturen, die auf Stress und andere psychische Probleme hinweisen. Diese könnte man dann mit Medikamenten behandeln oder psychologisch angehen. [1061]
Quelle: Gut  2005;54:569
 
Cannabis fördert Psychosen
05. Januar 2005 - Junge Menschen, die kiffen, haben ein deutlich höheres Risiko für psychische Krankheit als solche, die kein Cannabis nehmen. Das zeigt eine Studie an über zweitausend Jugendlichen in Deutschland. [951]
Quelle: British Medical Journal  2005;330:11
 
Irak: Jeder sechste US-Soldat psychisch krank
06. Juli 2004 - Die meisten leiden an schweren Depressionen, allgemeiner Angst und posttraumatischem Stress.  [820]
Quelle: N Engl J Medicine  2004;351:13
 
Hoch gewachsen, psychisch gesund
09. September 2003 - Schweden, die hoch gewachsen sind, leiden weniger an Schizophrenie als ihre kürzeren Landsleute. Am höchsten ist das Risiko für Männer, die klein geboren und klein geblieben sind. Das niedrigste Risiko haben Männer, die bei der Geburt relativ klein waren, dann aber stark aufgeholt haben. [577]
Quelle: Am J Epidemiology  2003;158:291
 
Nach Elektroschock Gedächtnis weg
22. Juni 2003 - Ein Drittel der Patienten klagt nach einer Behandlung mit Heilkrampf (Elektroschock) gegen psychische Störungen über bleibende Gedächtnisverluste. [506]
Quelle: British Medical Journal  2003;326:1363
 
Zu früh kommen: Nervensache
26. November 2002 - Vorzeitiger Samenerguss soll nach neusten Forschungen keine psychische Störung sein, sondern eine biologische Störung in den Nerven. [320]
Quelle: J Urology  2002;168:2359
 
Risiko für Depression nach Hirnschlag
30. Oktober 2002 - Das Risiko hängt sehr von der Persönlichkeit ab. Neurotische Menschen werden nach einem Hirnschlag fast fünfmal häufiger depressiv als Menschen, die psychisch ausgeglichen sind. [293]
Quelle: Stroke  2002;33:2391
 
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