Gesundheitstelegramm | Prostatakrebs
Diabetes fördert auch Krebs
21. Mai 2010 - Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs. [2605]
Quelle: Ärzteblatt
Frühe Glatze senkt Risiko für Prostatakrebs
19. März 2010 - Um 29 Prozent geringer ist das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die schon mit 30 Jahren eine Glatze bekommen. Das zeigt eine US-Studie bei etwa zweitausend Männern mittleren Alters. Frühe Glatzen zeigen einen hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron an, und ein hoher Testosteronspiegel ist offenbar gut für die Prostata. [2485]
Quelle: Ärztezeitung
Zuviel falsche Alarme bei Test auf Prostatakrebs
11. Januar 2010 - Bei einem von acht Männern, die sich auf Prostatakrebs testen lassen, ist das Ergebnis positiv, obwohl der Mann gar keinen Krebs hat. Der PSA-Test misst das prostataspezifische Antigen im Blut. Ein erhöhter Wert kann, muss aber nicht auf Prostatakrebs hinweisen. Die hohe Zahl von falschen Alarmen führt zu vielen unnötigen weiteren Tests oder sogar zu überflüssigen Behandlungen. Es lohnt sich also nicht, den Test machen zu lassen ohne diese Warnsignale: Häufiger und übermässig starker Harndrang, Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlösen, Blut im Urin oder im Sperma. [2280]
Quelle: BBC
Medikamente aus Grüntee gegen Krebs?
14. Mai 2007 - Substanzen aus Grüntee haben sich im Reagenzglas und im Tierversuch als wirksam gegen Krebszellen erwiesen. Deshalb versucht man nun aus Grüntee Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. In Italien hat sich ein solches in einem ersten Vorversuch als wirksam gegen Prostatakrebs gezeigt. [1609]
Quelle: PubMed
PMID: 17388027
Diabetiker haben tieferes Risiko für Prostatakrebs
30. April 2007 - Für einmal eine gute Nachricht: Diabetiker, die Sport treiben, haben nur ein halb so hohes Risiko für Krebs der Prostata als Menschen ohne Diabetes. Das zeigt eine Studie an mehr als dreihunderttausend Männern in den USA. [1599]
Quelle: PubMed
PMID: 17450441
Abnehmen hilft gegen Krebs der Prostata
02. Februar 2007 - Wer es schafft, in zehn Jahren fünf bis sechs Kilos von seinem Übergewicht loszuwerden, kann sein Risiko für aggressiven Prostatakrebs um vierzig Prozent senken. Falls er doch erkrankt, ist es eher eine nicht so gefährliche Variante des Krebses. Diese gute Kunde stützt sich auf eine Studie an rund siebzigtausend Männern in den USA. [1520]
Quelle: Cancer EB&P
2007;16:63
Prostatakrebs: Omega-3 hemmt, Omega-6 fördert ihn
09. Januar 2007 - Mehrfach ungesättigte Fette können, je nach Typ, den Krebs der Prostata hemmen oder fördern. Das zeigt eine Studie an Männern in Jamaica. Die dortige Küche verwendet viel Fette und Öle, die reich sind an Linolensäure, einer Fettsäure vom Typ Omega-6. Prostatakrebs kommt in Jamaica weltweit am häufigsten vor. [1501]
Quelle: J Urology
2007;177:97
Kleine besser geschützt vor Krebs der Prostata
08. Dezember 2006 - Groß gewachsen zu sein ist oft, aber nicht immer, ein Vorteil für die Gesundheit. Bei Prostatakrebs sind nun für einmal die kleinen Männer begünstigt: Ihr Risiko ist um rund zehn Prozent niedriger als jenes der großen, sagt eine finnische Studie. [1479]
Quelle: Cancer EB&P
2006;15:2174
Zucker gut, Risiko für Prostatakrebs tief
01. Dezember 2006 - Was Diabetes verhindert, ist auch gut gegen Krebs der Prostata. Das zeigt die Auswertung von neunzehn Studien weltweit. Bei gesunden Personen ist das Risiko für Prostatakrebs bis zu 25 Prozent tiefer als bei Diabetikern. [1474]
Quelle: Cancer EB&P
2006;15:2056
Männer-Hormon für das Hirn
17. Januar 2006 - Das männliche Hormon Testosteron ist nicht nur gut für die Muskeln, sondern auch für das Hirn. Bei Männern mit einem Mangel an dem Hormon leidet das Gedächtnis. Das hat ein Vergleich zwischen Männern mit Prostatakrebs und gesunden Männern in Oregon ergeben. [1220]
Quelle: J Urology
2006;175:130
Je größer und kräftiger, desto weniger Prostatakrebs
06. Dezember 2005 - Weder auf die Zentimeter noch auf die Kilos noch auf den Body Mass Index (BMI) kommt es an: Was zählt, ist allein die fettfreie Masse. Je größer diese ist, desto kleiner ist das Risiko für Krebs der Prostata. Es kann sich im besten Fall auf die Hälfte verringern, wie eine Studie an über 400 Geschwisterpaaren in Ohio zeigt. [1190]
Quelle: J Urology
2005;174:2169
Pickel: Auf lange Sicht eher gesund
21. Juni 2005 - Ein kleiner Trost für Teenager, die unter Akne leiden: Ihr Risiko für Herzinfarkt ist später etwa um ein Drittel kleiner als das von Altersgenossen, deren Haut rein geblieben ist. Auf der anderen Seite steigt das Risiko für Prostatakrebs, doch insgesamt nimmt das Risiko ab, an einer Krankheit vorzeitig zu sterben. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Schotten. [1070]
Quelle: Am J Epidemiology
2005;161:1094
Prostatakrebs: Besser operieren als abwarten
16. Mai 2005 - Wer seinen Prostatakrebs sofort operieren lässt, hat nahezu doppelt so gute Chancen zu überleben wie mit der Methode Abwarten und Beobachten. Das Risiko für Metastasen sinkt sogar um zwei Drittel. Das zeigt ein Vergleich von je über dreihundert Schweden, die jeweils mit einer der Methoden behandelt und danach über zehn Jahre lang beobachtet worden sind. [1044]
Quelle: N Engl J Medicine
2005;352:1977
Prostatakrebs: Intensive Früherkennung nützt nichts
09. Oktober 2002 - In Seattle hat man vor mehr als zehn Jahren fünfmal mehr Männer als in Connecticut auf Vorstufen von Prostatakrebs untersucht. Den Krebs hat man dreimal häufiger radikal operiert. Heute sieht man, dass in beiden Städten gleich viele Männer an diesem Krebs gestorben sind. [275]
Quelle: British Medical Journal
2002;325:740
Gelbes aus Pflanzen gegen chronische Leiden
25. September 2002 - Flavonoide kommen in Tee und in vielen gelb gefärbten Früchten, Gemüsen und Heilkräutern vor. Sie verringern das Risiko für Krankheiten von Herz und Kreislauf, für Hirnschlag, Lungen- und Prostatakrebs, Asthma und möglicherweise auch Diabetes. [262]
Quelle: Am J Clin Nutrition
2002;76:560
Prostatakrebs: Nach- und Vorteile einer radikalen Operation
13. September 2002 - Bei Prostatakrebs in einem frühen Stadium kann man sofort die Prostata entfernen oder den Krebs im Auge behalten und noch zuwarten. Nach schneller Operation sind die Patienten etwa doppelt so häufig impotent und inkontinent. Aber sie überleben nicht deutlich länger als mit der abwartenden Methode. [250]
Quelle: N Engl J Medicine
2002;347:781+790
Sterilisation beim Mann ungefährlich
20. Juni 2002 - Die Unterbindung der Samenleiter beim Mann (Vasektomie) hat keinen Einfluss auf das Risiko für Prostatakrebs. [167]
Quelle: JAMA
2002;287:3110
Tomaten gegen Prostatakrebs
03. Mai 2002 - Am besten wirkt Tomatensauce, weil der Körper die krebsverhütende Substanz Lycopin aus gekochten Tomaten besser aufnehmen kann. [119]
Quelle: Lancet Oncology
2002;4
Prostatakrebs: Vorsicht Knochen!
26. April 2002 - Zur Behandlung muss der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron gesenkt werden. Das schwächt die Knochen. Dagegen helfen Krafttraining, viel Kalzium und Vitamin D. [112]
Quelle: J Urology
2002;167:1952





