Gesundheitstelegramm: Prostata

News zu Prostata

Prostatakrebs aushungern

Krebszellen der Prostata nehmen mehr Nährstoffe auf als gesunde Zellen, denn sie besitzen in ihrer Wand mehr Nährstoffpumpen. Dadurch wachsen sie schneller. Typisch bei Prostatakrebs sind übermässige Pumpen für die Aminosäure Leucin. Das haben australische Forscher entdeckt. Sie hoffen, mit neuen Medikamenten die Pumpen gezielt angreifen zu können. Leucin kommt vor allem in rotem Fleisch vor. Dessen Konsum zu vermindern könnte bei Prostatakrebs günstig sein. [2974]

4. November 2011  –  UPI Health News

Sägepalme unwirksam gegen Prostataleiden

Gegen schlechten Harnfluss durch vergrösserte Prostata versuchen viele zunächst Naturheilmittel. Am beliebtesten sind Extrakte aus der Sägepalme. Doch jetzt zeigt eine neue Studie: Sie wirken nicht besser als Scheinpräparate (Plazebo) ohne Wirkstoff. [2952]

4. Oktober 2011  –  Ärzteblatt

Boden-Keim soll neue Waffe gegen Krebs werden

Eine Bakterie der Gattung Clostridium gedeiht nur tief im Boden, wo kein Sauerstoff hinkommt. Die gleichen Bedingungen herrschen im Innern von festen Tumoren wie Brustkrebs, Prostatakrebs oder Hirntumor. Das wollen Forscher der Universität Nottingham jetzt nutzen, um mittels Clostridium-Keimen zelltötende Medikamente in den Krebs zu schleusen. Im gesunden Gewebe, wo stets Sauerstoff vorhanden ist, könnten die Keime nicht überleben und würden die Zellen von einem Angriff verschonen. Erste Versuche mit Krebspatienten sind 2013 geplant. [2935]

5. September 2011  –  BBC

Bald Impfung gegen Krebs?

Bei Mäusen hat ein Impfstoff gezielt Prostatakrebs zerstört, ohne gesunden Zellen zu schaden. In etwa zwei Jahren hoffen amerikanische und britische Forscher einen entsprechenden Impfstoff bei Menschen testen zu können. Bis zur Zulassung als Medikament dürften dann noch weitere Jahre vergehen. [2892]

22. Juni 2011  –  Spiegel

Kaffee senkt Risiko von Prostatakrebs

Wer täglich Kaffee trinkt, läuft weniger Gefahr, an Krebs der Prostata zu erkranken. Wenn er doch erkrankt, hat er deutlich bessere Chancen zu überleben. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie an über vierzigtausend Männern. Koffeinfreier Kaffee wirkt ebenso gut wie gewöhnlicher. Noch weiss man nicht, welche der vielen anderen Substanzen im Kaffee für die günstige Wirkung verantwortlich sind. [2870]

19. Mai 2011  –  Spiegel

Prostatakrebs mit Sport behandeln

Männer mit Prostatakrebs können ihr Risiko, daran zu sterben, ungefähr halbieren, wenn sie mindestens drei Stunden pro Woche Sport treiben - etwa mit schnellem Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Patienten in den USA. [2787]

6. Januar 2011  –  Daily Mail

Bewegung gut gegen zwei Dutzend Krankheiten

Regelmässige Bewegung senkt die Risiken der folgenden Krankheiten: Krebs des Dickdarms, der Prostata und zahlreicher anderer Organe; Herzinfarkt, Herzschwäche und Angina pectoris; Schlaganfall; Alzheimer und andere Formen von Demenz; Depression, Diabetes Typ 2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Osteoporose und Impotenz. Die Liste umfasst mehr als zwanzig verschiedene Krankheiten. Sie basiert auf einer Auswertung von vierzig Studien, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht worden sind. [2752]

17. November 2010  –  AOL Health

Warnung vor Prostata-Scharlatan

Deutsche Urologen warnen vor einem gewissen Dr. Hittich, der in einer Werbebroschüre ein dubioses, überteuertes Mittel anpreist. Es soll angeblich gegen vergrösserte Prostata helfen. Das Mittel sei nicht erprobt, und die Broschüre schüre Ängste mit einer Mischung aus Fakten und Halbwahrheiten, urteilen die Fachleute. Sie empfehlen, bei Problemen mit dem Harnlassen den Arzt aufzusuchen und sich nicht mit dubiosen Mitteln selbst zu behandeln. [2613]

26. Mai 2010  –  Ärztezeitung

Diabetes fördert auch Krebs

Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs. [2605]

21. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Frühe Glatze senkt Risiko für Prostatakrebs

Um 29 Prozent geringer ist das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die schon mit 30 Jahren eine Glatze bekommen. Das zeigt eine US-Studie bei etwa zweitausend Männern mittleren Alters. Frühe Glatzen zeigen einen hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron an, und ein hoher Testosteronspiegel ist offenbar gut für die Prostata. [2485]

19. März 2010  –  Ärztezeitung

Zuviel falsche Alarme bei Test auf Prostatakrebs

Bei einem von acht Männern, die sich auf Prostatakrebs testen lassen, ist das Ergebnis positiv, obwohl der Mann gar keinen Krebs hat. Der PSA-Test misst das prostataspezifische Antigen im Blut. Ein erhöhter Wert kann, muss aber nicht auf Prostatakrebs hinweisen. Die hohe Zahl von falschen Alarmen führt zu vielen unnötigen weiteren Tests oder sogar zu überflüssigen Behandlungen. Es lohnt sich also nicht, den Test machen zu lassen ohne diese Warnsignale: Häufiger und übermässig starker Harndrang, Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlösen, Blut im Urin oder im Sperma. [2280]

11. Januar 2010  –  BBC

Medikamente aus Grüntee gegen Krebs?

Substanzen aus Grüntee haben sich im Reagenzglas und im Tierversuch als wirksam gegen Krebszellen erwiesen. Deshalb versucht man nun aus Grüntee Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. In Italien hat sich ein solches in einem ersten Vorversuch als wirksam gegen Prostatakrebs gezeigt. [1609]

14. Mai 2007  –  PubMed PMID: 17388027

Diabetiker haben tieferes Risiko für Prostatakrebs

Für einmal eine gute Nachricht: Diabetiker, die Sport treiben, haben nur ein halb so hohes Risiko für Krebs der Prostata als Menschen ohne Diabetes. Das zeigt eine Studie an mehr als dreihunderttausend Männern in den USA. [1599]

30. April 2007  –  PubMed PMID: 17450441

Abnehmen hilft gegen Krebs der Prostata

Wer es schafft, in zehn Jahren fünf bis sechs Kilos von seinem Übergewicht loszuwerden, kann sein Risiko für aggressiven Prostatakrebs um vierzig Prozent senken. Falls er doch erkrankt, ist es eher eine nicht so gefährliche Variante des Krebses. Diese gute Kunde stützt sich auf eine Studie an rund siebzigtausend Männern in den USA. [1520]

2. Februar 2007  –  Cancer EB&P 2007;16:63

Prostatakrebs: Omega-3 hemmt, Omega-6 fördert ihn

Mehrfach ungesättigte Fette können, je nach Typ, den Krebs der Prostata hemmen oder fördern. Das zeigt eine Studie an Männern in Jamaica. Die dortige Küche verwendet viel Fette und Öle, die reich sind an Linolensäure, einer Fettsäure vom Typ Omega-6. Prostatakrebs kommt in Jamaica weltweit am häufigsten vor. [1501]

9. Januar 2007  –  J Urology 2007;177:97

Kleine besser geschützt vor Krebs der Prostata

Groß gewachsen zu sein ist oft, aber nicht immer, ein Vorteil für die Gesundheit. Bei Prostatakrebs sind nun für einmal die kleinen Männer begünstigt: Ihr Risiko ist um rund zehn Prozent niedriger als jenes der großen, sagt eine finnische Studie. [1479]

8. Dezember 2006  –  Cancer EB&P 2006;15:2174

Zucker gut, Risiko für Prostatakrebs tief

Was Diabetes verhindert, ist auch gut gegen Krebs der Prostata. Das zeigt die Auswertung von neunzehn Studien weltweit. Bei gesunden Personen ist das Risiko für Prostatakrebs bis zu 25 Prozent tiefer als bei Diabetikern. [1474]

1. Dezember 2006  –  Cancer EB&P 2006;15:2056

Männer-Hormon für das Hirn

Das männliche Hormon Testosteron ist nicht nur gut für die Muskeln, sondern auch für das Hirn. Bei Männern mit einem Mangel an dem Hormon leidet das Gedächtnis. Das hat ein Vergleich zwischen Männern mit Prostatakrebs und gesunden Männern in Oregon ergeben. [1220]

17. Januar 2006  –  J Urology 2006;175:130

Je größer und kräftiger, desto weniger Prostatakrebs

Weder auf die Zentimeter noch auf die Kilos noch auf den Body Mass Index (BMI) kommt es an: Was zählt, ist allein die fettfreie Masse. Je größer diese ist, desto kleiner ist das Risiko für Krebs der Prostata. Es kann sich im besten Fall auf die Hälfte verringern, wie eine Studie an über 400 Geschwisterpaaren in Ohio zeigt. [1190]

6. Dezember 2005  –  J Urology 2005;174:2169

Pickel: Auf lange Sicht eher gesund

Ein kleiner Trost für Teenager, die unter Akne leiden: Ihr Risiko für Herzinfarkt ist später etwa um ein Drittel kleiner als das von Altersgenossen, deren Haut rein geblieben ist. Auf der anderen Seite steigt das Risiko für Prostatakrebs, doch insgesamt nimmt das Risiko ab, an einer Krankheit vorzeitig zu sterben. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Schotten. [1070]

21. Juni 2005  –  Am J Epidemiology 2005;161:1094

Prostatakrebs: Besser operieren als abwarten

Wer seinen Prostatakrebs sofort operieren lässt, hat nahezu doppelt so gute Chancen zu überleben wie mit der Methode Abwarten und Beobachten. Das Risiko für Metastasen sinkt sogar um zwei Drittel. Das zeigt ein Vergleich von je über dreihundert Schweden, die jeweils mit einer der Methoden behandelt und danach über zehn Jahre lang beobachtet worden sind. [1044]

16. Mai 2005  –  N Engl J Medicine 2005;352:1977

Prostata: Ungesättigte Fette gegen Krebs

Findet man in der Prostata größere Mengen von mehrfach ungesättigten Fetten, dann stehen die Chancen gut, dass sich dort kein Krebs entwickelt. Das zeigt eine Studie an fast zweihundert Männern. [943]

24. Dezember 2004  –  Hypertension 2004;44:813

Sport gegen Müdigkeit nach Bestrahlung

Gehen mit mäßiger Anstrengung hat bei Krebspatienten, die an der Prostata bestrahlt worden sind, die Müdigkeit stark verringern können. [857]

26. August 2004  –  Chest 2004;126:347

Alkohol: Besser oft wenig als selten viel

Je mehr Alkohol man trinkt, desto höher ist das Risiko für Krebs der Prostata. Doch sehr wichtig ist, wie man trinkt: Am schlechtesten ist es, ein- bis zweimal pro Woche sich einen Rausch anzutrinken. [740]

18. März 2004  –  Am J Epidemiology 2004;159:444

Prostata größer? Nicht so Risiko für Krebs!

In Schweden sind über 80'000 Männer mit einer vergrößerten Prostata bis zu 25 Jahre weiter beobachtet worden. Ergebnis: ihr Risiko für Krebs der Prostata ist nur um statistisch bedeutungslose 2 Prozent höher als das von Männern mit normaler Prostata. [627]

29. Oktober 2003  –  Gut 2003;52:1623

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Wie Durchblutungsstörungen entstehen, wie man sie behandelt und wie tibetische Medizin dagegen helfen kann.

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