
News zu Pflege
Häufig Erd- und Heidelbeeren zu essen hängt mit einer besseren geistigen Fitness im Alter zusammen, sagt eine grosse US-Studie mit Krankenpflegerinnen. Unklar bleibt allerdings, ob die Beeren selbst als Ursache in Frage kommen, oder ob ihr Verzehr bloss typisch ist für eine auch sonst gesunde Lebensweise. Wie auch immer: Beeren sind schmackhaft und schaden bestimmt nicht. [3097]
2. Mai 2012 – Ärzteblatt
Haare: Besser Bohnen als teures Shampoo
Nahrung mit viel Eiweiss und essentiellen Fettsäuren ist für ein schönes Haar wichtiger als Haarpflegeprodukte, sagt der amerikanische Lebensmittel-Experte Phil Lempert: Besonders haarwuchsfördernd seien Bohnen, Linsen, Nüsse und grünes Blattgemüse, aber auch tierische Eiweisslieferanten wie Eier oder Geflügel. [3089]
19. April 2012 – UPI Health News
Demenz: Unruhe und Wut können Schmerz bedeuten
Wenn Demenzkranke sich gegen Pflege sträuben oder durch unruhiges Verhalten auffallen, sind oft Schmerzen der Grund. Das sagt der deutsche Schmerzexperte Norbert Griessinger: Durch Demenz leide auch die Fähigkeit, Schmerzen durch Worte äussern zu können. Verdächtige Zeichen von Schmerz sind deutlich hörbarer Atem, Stöhnen, Grimassen, ängstlicher Gesichtsausdruck, starre Haltung, geballte Fäuste und das Ablehnen von körperlicher Nähe. [2848]
19. April 2011 – Ärztezeitung
Demenz: Kranke leben zu Hause länger als im Heim
Im Pflegeheim ist die Sterblichkeit bei Demenzkranken etwa doppelt so hoch wie bei jenen, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden - bei vergleichbarem Alter und Krankheitsgrad. Das zeigt eine Studie bei über hundertsiebzig Patienten mit Alzheimer und vaskulärer Demenz in Deutschland. Als Ursachen für den Unterschied kommen mehr menschliche Kontakte und weniger Einsatz von Psychopharmaka in den eigenen vier Wänden in Frage. [2822]
7. März 2011 – Ärztezeitung
Paare: Ausgehen zu viert stärkt Beziehung
Paare, die oft mit anderen Paaren gemeinsam ausgehen oder enge Kontakte pflegen, haben tiefere und stabilere Beziehungen als solche, die sich in ihrer Zweisamkeit abschotten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Psychologie der Wayne State Universität in den USA. [2808]
14. Februar 2011 – UPI Health News
Höheres Alzheimer-Risiko bei pflegenden Angehörigen
Menschen, die ihren an Alzheimer erkrankten Ehepartner pflegen, haben ein um das Sechsfache erhöhtes Risiko, die Krankheit selber zu bekommen. Das haben Ärzte in Utah herausgefunden. Die Ursachen sind noch unklar. Die Forscher vermuten, es könnte am Stress liegen, denn die Pflege eines dementen Menschen ist viel belastender als die Pflege eines körperlich behinderten Menschen. Deshalb lohnt es sich, die Angebote zur Entlastung zu nutzen, wie sie etwa die Schweizerische Alzheimervereinigung anbietet - auch im Interesse der eigenen Gesundheit. [2611]
25. Mai 2010 – Ärztezeitung
Reden darüber kann Schmerz verstärken
Achtung, gleich gibts einen Pieks! Diesen Spruch sollten sich Ärzte und Pflegepersonal schleunigst abgewöhnen. Denn schon das Reden über Schmerz kann das Schmerzgedächtnis aktivieren und so den Schmerzsinn schärfen - genau das Gegenteil dessen, was der Spruch beabsichtigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Jena. [2514]
7. April 2010 – Welt
Zuviel Intimpflege macht Frau krank
Für die Intimhygiene der Frau reicht warmes Wasser. Pflegeprodukte sind nicht nötig und schaden mehr als sie nützen, vor allem wenn man sie zu oft verwendet. Das sagt Christian Albring, Präsident des deutschen Berufsverbandes der Frauenärzte. Zur besten Vorbeugung gegen Scheideninfektionen sollte der Mann vor dem Geschlechtsverkehr seinen Penis gut waschen, um ihn vor Bakterien zu reinigen. [2505]
30. März 2010 – Med.info
Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar
Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen. [2498]
25. März 2010 – Süddeutsche Zeitung
Gute Zahnpflege nützt auch den Gelenken
Wenn Bakterien das Zahnfleisch angreifen und die Zähne lockern, steigt auch das Risiko einer rheumatischen Arthritis. Umgekehrt leiden Rheumatiker bis zu siebenmal häufiger als andere an Paradontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Über Ursachen und Wirkungen sind sich die Experten zwar noch nicht einig. Doch zwei Vermutungen sind recht plausibel. Zum einen scheiden Bakterien Enzyme aus, die die Gelenke angreifen können. Zum anderen lösen sie eine übermässige Reaktion des Immunsystems aus, die sich auch gegen das körpereigene Gewebe in den Gelenken richtet. Es lohnt sich also doppelt, die Zähne gut zu putzen. [2238]
28. Dezember 2009 – Ärztezeitung
Senioren: Angst vor Stürzen fördert Stürze
Sorgt sich das Personal in Alters- und Pflegeheimen zu sehr vor der Gefahr, dass die Bewohner stürzen und sich verletzen könnten, fördert es genau das, was es eigentlich vermeiden möchte. Denn die üblichen Massnahmen zum Schutz gegen Stürze schränken die Beweglichkeit ein. Die Gebrechlichkeit und damit das Risiko von Stürzen nehmen weiter zu. Deshalb ist es wichtig, die richtige Balance zwischen Schutz und Aktivierung zu finden. [2101]
29. Mai 2009 – PubMed PMID: 19468202
Warum Krafttraining im Alter gesund ist
Muskeln sind der grösste Speicher des Körpers für lebenswichtige Aminosäuren. Ihre Tätigkeit kurbelt den gesamten Stoffwechsel an, wovon auch das Hirn profitiert. Muskeln speichern Zucker und verbrennen Fett, wodurch das Risiko für Diabetes sinkt. Wer starke Muskeln hat, wird bis ins höchste Alter kaum je Pflege benötigen. Deshalb raten Fachleute gerade auch im Alter zu intensivem Training der Muskeln. [2012]
5. Januar 2009 – PubMed PMID: 19074964
Beim Altersturnen sollten Übungen zur maximalen Kräftigung der Muskeln einen Schwerpunkt bilden. Dies fordert ein australischer Präventivmediziner. Er weist darauf hin, dass immer mehr Menschen immer älter werden. Bei mangelnder Fitness werden sie abhängig von Pflege. Das beste Mittel dagegen sind kräftige Muskeln. [1985]
19. November 2008 – PubMed PMID: 18952500
Ärzte streiken, weniger Patienten sterben
Wenn Ärzte und Pflegepersonal streiken, sterben weniger oder gleichviele Patienten wie zuvor. Bei keinem Ärztestreik hat die Sterblichkeit je zugenommen. Das zeigen Analysen von weltweit fünf Ärztestreiks zwischen 1976 und 2003. Die Notversorgung blieb bei allen Streiks aufrecht. Man vermutet, dass weniger Menschen gestorben sind, weil geplante Operationen verschoben wurden. Wie sich ein Streik auf lange Sicht auswirken würde, bleibt unklar, da kein Streik länger als siebzehn Wochen gedauert hat. [1973]
3. November 2008 – PubMed PMID: 18849101
Menschen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden, sprechen am besten auf die Pflege an, wenn die Pflegenden normal mit ihnen reden. Dagegen weckt die oft praktizierte infantile «Altensprache» Abwehr und verschlechtert das Ergebnis der Pflege. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an zwanzig Patienten einer Demenzklinik in Kansas. [1905]
18. Juli 2008 – PubMed PMID: 18591210
Länger selbständig mit Alzheimer dank Training
Dank sportlichem Training sind Menschen mit Alzheimer länger in der Lage, ihre täglichen Verrichtungen selbst zu erledigen, und bleiben so länger unabhängig von Pflege. Das zeigt ein Test mit einem zwölf Wochen dauernden Fitnessprogramm an sechzehn Patienten in Spanien. [1844]
14. April 2008 – PubMed PMID: 18401810
Pflegende bei Alzheimer besser unterstützen
Wer Angehörige mit Demenz pflegt, steht unter starkem psychischem Stress und leidet oft an Angst und Depressionen. In England hat man verschiedene Strategien getestet, um die Pflegenden besser zu unterstützen. Lernen sie, besser mit den eigenen Gefühlen umzugehen, nimmt der Stress deutlich ab. Dieser Erfolg bleibt aus, wenn man sich nur auf die Lösung von konkreten Problemen konzentriert. [1840]
8. April 2008 – PubMed PMID: 18383189
Musik verbessert Pflege bei Demenz
Pflegende, die bei der Arbeit singen, verbessern die Stimmung von dementen Patienten. Sie zeigen mehr positive Gefühle und weniger Aggression, und die gegenseitige Kommunikation wird verbessert. Hintergrundmusik von Tonträgern hat eine ebenso günstige Wirkung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch in Schweden, wo man in einem Pflegeheim den Einfluss der Musik mittels Auswertung von Videos genau unter die Lupe genommen hat. [1804]
15. Februar 2008 – PubMed PMID: 18241869
Mehr Plaque, entzündetes Zahnfleisch und schwächere Knochen rund um die Zahnwurzeln hat man bei jungen rauchenden Studenten entdeckt, als man sie mit ihren nicht rauchenden Kollegen verglichen hat. Alle Studenten haben dieselben Kurse zur Zahnpflege besucht und sich gleich oft dentalhygienisch behandeln lassen. [1801]
12. Februar 2008 – PubMed PMID: 18251656
Soziale Kontakte sind das beste Hirn-Jogging
Menschen jeden Alters, die regelmässig Kontakte mit anderen Menschen pflegen, sind geistig fitter als solche, die sich eher zurückziehen. Schon nur zehn Minuten Kontakt pro Tag haben einen messbaren Einfluss auf die Leistung des Hirns. Zu diesem Schluss kommen Versuche mit Freiwilligen verschiedenen Alters in den USA. [1793]
31. Januar 2008 – PubMed PMID: 18212333
Eine besondere, auf die Bedürfnisse von alten Menschen mit Demenz abgestimmte Beschäftigungstherapie kostet deutlich weniger als der Aufwand, der sich damit bei der übrigen Pflege und beim Arzt einsparen lässt. Das zeigt ein Versuch in einer Memory-Klinik in Holland. [1780]
14. Januar 2008 – PubMed PMID: 18171718
Reiki scheitert im Antistress-Test
Um Patientinnen vor einem Eingriff die Angst zu nehmen, sind die einen mit Reiki in einer alternativen Praxis, die anderen konventionell pflegerisch betreut worden und danach jeweils befragt worden. Die Antworten zeigen keine Unterschiede im Stresspegel bei beiden Gruppen. [1749]
28. November 2007 – PubMed PMID: 18029964
Männer: Vorsicht mit Lavendel- und Teebaumöl
Viele Produkte zur Hautpflege enthalten Lavendel- und Teebaumöl. Doch diese entfalten eine Wirkung ähnlich wie weibliche Hormone. Im US-Bundesstaat Colorado haben sie bei drei gesunden Jungen vor der Pubertät die Brustdrüsen anschwellen lassen. Diese Schwellung hörte bald wieder auf, nachdem man die Produkte abgesetzt hatte. [1524]
6. Februar 2007 – N Engl J Medicine 2007;356:479
Personal gegen Grippe impfen rettet Leben
Wenn Pflegepersonen in Alters- und Pflegeheimen gegen Grippe geimpft sind, sterben weniger Bewohner im Winter. Das zeigt eine Studie an über vierzig Heimen mit zusammen über zweitausend Bewohnern in den USA. [1485]
18. Dezember 2006 – British Medical Journal 2006;333:1241
Nachtwache wie 0,5 Promille Alkohol
Ärzte und Pflegende, die in einer Nachtwache stark beansprucht worden sind, reagieren tags darauf wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut. Das zeigen Tests im Fahrsimulator an 34 Mitarbeitern einer Kinderklinik in den USA. [1130]
13. September 2005 – JAMA 2005;294:1025
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