Gesundheitstelegramm: Pflege Alter

News zu Pflege Alter

Beugen Beeren Demenz vor?

Häufig Erd- und Heidelbeeren zu essen hängt mit einer besseren geistigen Fitness im Alter zusammen, sagt eine grosse US-Studie mit Krankenpflegerinnen. Unklar bleibt allerdings, ob die Beeren selbst als Ursache in Frage kommen, oder ob ihr Verzehr bloss typisch ist für eine auch sonst gesunde Lebensweise. Wie auch immer: Beeren sind schmackhaft und schaden bestimmt nicht. [3097]

2. Mai 2012  –  Ärzteblatt

Demenz: Kranke leben zu Hause länger als im Heim

Im Pflegeheim ist die Sterblichkeit bei Demenzkranken etwa doppelt so hoch wie bei jenen, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden - bei vergleichbarem Alter und Krankheitsgrad. Das zeigt eine Studie bei über hundertsiebzig Patienten mit Alzheimer und vaskulärer Demenz in Deutschland. Als Ursachen für den Unterschied kommen mehr menschliche Kontakte und weniger Einsatz von Psychopharmaka in den eigenen vier Wänden in Frage. [2822]

7. März 2011  –  Ärztezeitung

Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar

Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen. [2498]

25. März 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Senioren: Angst vor Stürzen fördert Stürze

Sorgt sich das Personal in Alters- und Pflegeheimen zu sehr vor der Gefahr, dass die Bewohner stürzen und sich verletzen könnten, fördert es genau das, was es eigentlich vermeiden möchte. Denn die üblichen Massnahmen zum Schutz gegen Stürze schränken die Beweglichkeit ein. Die Gebrechlichkeit und damit das Risiko von Stürzen nehmen weiter zu. Deshalb ist es wichtig, die richtige Balance zwischen Schutz und Aktivierung zu finden. [2101]

29. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19468202

Warum Krafttraining im Alter gesund ist

Muskeln sind der grösste Speicher des Körpers für lebenswichtige Aminosäuren. Ihre Tätigkeit kurbelt den gesamten Stoffwechsel an, wovon auch das Hirn profitiert. Muskeln speichern Zucker und verbrennen Fett, wodurch das Risiko für Diabetes sinkt. Wer starke Muskeln hat, wird bis ins höchste Alter kaum je Pflege benötigen. Deshalb raten Fachleute gerade auch im Alter zu intensivem Training der Muskeln. [2012]

5. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19074964

Im Alter Kraft trainieren

Beim Altersturnen sollten Übungen zur maximalen Kräftigung der Muskeln einen Schwerpunkt bilden. Dies fordert ein australischer Präventivmediziner. Er weist darauf hin, dass immer mehr Menschen immer älter werden. Bei mangelnder Fitness werden sie abhängig von Pflege. Das beste Mittel dagegen sind kräftige Muskeln. [1985]

19. November 2008  –  PubMed PMID: 18952500

Soziale Kontakte sind das beste Hirn-Jogging

Menschen jeden Alters, die regelmässig Kontakte mit anderen Menschen pflegen, sind geistig fitter als solche, die sich eher zurückziehen. Schon nur zehn Minuten Kontakt pro Tag haben einen messbaren Einfluss auf die Leistung des Hirns. Zu diesem Schluss kommen Versuche mit Freiwilligen verschiedenen Alters in den USA. [1793]

31. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18212333

Reiki scheitert im Antistress-Test

Um Patientinnen vor einem Eingriff die Angst zu nehmen, sind die einen mit Reiki in einer alternativen Praxis, die anderen konventionell pflegerisch betreut worden und danach jeweils befragt worden. Die Antworten zeigen keine Unterschiede im Stresspegel bei beiden Gruppen. [1749]

28. November 2007  –  PubMed PMID: 18029964

Personal gegen Grippe impfen rettet Leben

Wenn Pflegepersonen in Alters- und Pflegeheimen gegen Grippe geimpft sind, sterben weniger Bewohner im Winter. Das zeigt eine Studie an über vierzig Heimen mit zusammen über zweitausend Bewohnern in den USA. [1485]

18. Dezember 2006  –  British Medical Journal 2006;333:1241

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