Gesundheitstelegramm | Passivrauch
Passivrauchen kann depressiv machen
11. Juni 2010 - Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Passivrauchen fördert Diabetes
31. Mai 2010 - Wer am Arbeitsplatz oder zu Hause regelmässig dem Tabakrauch von anderen ausgesetzt ist, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Personen, die weder aktiv noch passiv rauchen. Das zeigt eine Studie an über 800 Personen in Deutschland. [2623]
Quelle: Standard
Passivraucher-Gen: Variante erhöht Krebsrisiko
23. März 2010 - Ein Viertel der Lungenkrebspatienten hat nie zuvor geraucht. Bei ihnen haben jetzt Forscher zwei Varianten eines Gens auf dem Chromosom 13 entdeckt. Dieses Gen hat offenbar eine wichtige Schutzfunktion gegen Krebs. Die beiden entdeckten Varianten schwächen diese Funktion, so dass schon kleine Mengen Rauch, etwa beim Passivrauchen, Krebs auslösen können. [2491]
Quelle: Spiegel
Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend
05. März 2010 - Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]
Quelle: Ärztezeitung
Auch Passivrauchen kann nikotinsüchtig machen
11. Dezember 2009 - Ratten, die länger in verqualmter Luft leben, werden mit der Zeit süchtig nach Nikotin. Dies zeigt ein Experiment an der Uni Florida. Die dem Rauch ausgesetzten Nager reagieren gestresst und versuchen mehr Nikotin zu bekommen. Die Veränderungen finden in jenen alten Teilen des Gehirns statt, die bei Ratte und Mensch sehr ähnlich sind. Deshalb ist zu vermuten, dass ähnliches auch bei menschlichen Passivrauchern geschieht. [2187]
Quelle: Medical Tribune
Kinder im Rauch werden zappelig
04. Dezember 2009 - Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko. [2162]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Passivrauchen fördert Herzrisiko bei Kindern
02. Juni 2009 - Dass Passivrauchen dem Herzen schadet, zeigen zahlreiche Studien. Eine neue Studie der Universität Ulm zeigt nun, dass diese Schäden schon in früher Kindheit beginnen. Bei Kinderen, deren Eltern rauchen, verschieben sich die Blutfette in den ungesunden Bereich und zeigt sich eine Neigung zu Entzündungen. Beides gilt als Risikofaktor für Arteriosklerose im späteren Alter. [2102]
Quelle: PubMed
PMID: 19468010
Positive Bilanz rauchfreier Arbeitsplätze
06. März 2009 - Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen am Arbeitsplatz verbessern die Gesundheit, senken die Zahl der Spitaleintritte, insbesondere wegen Herzinfarkt, und haben einen neutralen oder leicht positiven Einfluss auf die Wirtschaft. Diese positive erste Bilanz ziehen irische Forscher aus den Studien, die bisher zu diesem Thema publiziert worden sind. [2056]
Quelle: PubMed
PMID: 19231902
Passivrauchen fördert Demenz
25. Februar 2009 - Personen, die selber nicht rauchen, aber oft dem Rauch anderer ausgesetzt sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Personen im Alter von über fünfzig Jahren in England. Bei allen Personen ist die Belastung durch das Passivrauchen durch Messung des Kotinins im Blut nachgewiesen worden. Kotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins. [2049]
Quelle: PubMed
PMID: 19213767
Passivrauchen verhärtet Wände der Aorta
05. Februar 2009 - Die Wände der Aorta, der Hauptschlagader des Menschen, sind elastisch. So federn sie das aus dem Herzen pulsierende Blut ab und sorgen für einen gleichmässigeren Blutfluss in den Körper hinaus. Am elastischsten ist die Aorta in jungen Jahren; mit dem Alter wird sie härter. Das Passivrauchen beschleunigt diesen Vorgang. So hat man in Finnland schon bei elfjährigen Kindern, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, deutlich härtere Aortenwände gefunden als bei nicht belasteten Kindern. [2035]
Quelle: PubMed
PMID: 19171579
Das zweitausendste Gesundheitstelegramm
10. Dezember 2008 - In den letzten sieben Jahren sind an dieser Stelle 2000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Die häufigsten Themen sind Ernährung, Bewegung und Fitness, Herz und Kreislauf, Risikofaktoren wie Rauchen und Passivrauchen, Alzheimer und andere Formen der Demenz, das psychische Wohlbefinden und ein gesundes Alter. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. [2000]
Quelle: PubMed
Passivrauchen schadet dem Kreislauf
20. November 2008 - Chinesinnen, die mit einem Raucher verheiratet sind, leiden häufiger als andere an schlecht durchbluteten Beinen bis hin zu zeitweisem Hinken oder der so genannten Schaufensterkrankheit. In China sind etwa vierzig Prozent aller Frauen zu Hause oder am Arbeitsplatz dem Passivrauchen ausgesetzt. [1986]
Quelle: PubMed
PMID: 18809795
Rauchen mindert Wert von Gebrauchtwagen
14. November 2008 - Im eigenen Wagen nicht zu rauchen lohnt sich doppelt. Erstens schützt man so die Mitfahrer vor dem Passivrauchen. Zweitens lässt sich der Wagen zu einem etwa acht Prozent höheren Preis wieder verkaufen als ein vergleichbarer Raucherwagen. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität von San Diego. [1982]
Quelle: PubMed
PMID: 18822157
Passivrauchen erschwert das Aufhören
10. November 2008 - Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, tut gut daran, verrauchte Räume zu meiden. Das Risiko, mit diesem Vorsatz zu scheitern, ist in rauchfreier Luft etwa dreimal geringer als wenn man dem Passivrauchen ausgesetzt ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweihundert Patienten, die in der Türkei an einem Entzugsprogramm teilgenommen haben. [1978]
Quelle: PubMed
PMID: 18932029
Passivrauchen erhöht das Risiko für Hirnschlag
29. Oktober 2008 - Ein Paar lebt in der gleichen Wohnung. Der eine Partner hört mit dem Rauchen auf, der andere raucht weiter. In einem solchen Fall ist das Risiko des Ex-Rauchers, einen Hirnschlag zu bekommen, ähnlich hoch wie beim rauchenden Partner. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechzehntausend verheirateten Rentnern in den USA. [1970]
Quelle: PubMed
PMID: 18692737
Passivrauchen fördert Durchfall bei Baby
25. September 2008 - Wenn Mütter rauchen, setzt dies ihre Babys vielen Gefahren für die Gesundheit aus. Besonders stark betroffen sind natürlich die Atemwege. Doch das Passivrauchen kann auch die Verdauung angreifen, wie eine türkische Studie an über zweihundert Säuglingen und Kleinkindern zeigt: Das Risiko für Durchfall steigt um mehr als das Doppelte an. [1946]
Quelle: PubMed
PMID: 18661811
Passivrauchen schadet dem Lernen
27. Juni 2008 - Der Nachwuchs von trächtigen Mäusen findet sich in Labyrinthen weniger schnell zurecht, wenn diese dem Rauch aus Zigaretten ausgesetzt sind. Das zeigt ein Versuch an einem Institut für Prävention in Peking. [1897]
Quelle: PubMed
PMID: 18548854
Passivraucherinnen stillen weniger
11. März 2008 - Frauen, die in der Schwangerschaft passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, stillen ihr Baby in den ersten sechs Monaten nach der Geburt deutlich weniger als Frauen, die in rauchfreier Umgebung leben. Das zeigt eine Studie an über vierhundert nicht rauchenden Polinnen. [1821]
Quelle: PubMed
PMID: 18317783
Gesetze senken Belastung durch Passivrauchen wirksam
06. März 2008 - In Ländern ohne Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen sind öffentliche Räume durchschnittlich mit über 300 Mikrogramm Feinstaub aus Tabakrauch belastet, wie zum Beispiel in Syrien, Rumänien und im Libanon. Das ist deutlich höher als der von der WHO als gesundheitsschädlich erwiesen erachtete Wert. Mindestens zehnmal geringer ist die Belastung in Ländern mit gesetzlich vorgeschriebenen rauchfreien Räumen, wie zum Beispiel in Irland, Uruguay und Neuseeland. [1818]
Quelle: PubMed
PMID: 18303089
Schlaganfall durch Passivrauchen
04. Dezember 2007 - Passivrauchen kann das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um 45 Prozent erhöhen, wie eine Studie an über vierhundert spanischen Senioren gezeigt hat. [1753]
Quelle: PubMed
PMID: 18008261
Raucher weichen nicht nach Hause aus
15. November 2007 - Auch seit Gesetze die Besucher von Bars und Restaurants in Boston vor dem Passivrauchen schützen, gehen Raucher nach wie vor gerne aus und rauchen zu Hause nicht häufiger als zuvor. Dies zeigt eine Umfrage bei Rauchern in verschiedenen Städten von Massachusetts. [1741]
Quelle: PubMed
PMID: 17984718
Lungenkrebs durch den Ehepartner
22. August 2007 - Wer nicht raucht, aber mit einem rauchenden Partner verheiratet ist, hat ein um rund ein Viertel höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Das hat die Auswertung von 55 weltweit publizierten Studien ergeben. Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass Passivrauchen eine Ursache für Lungenkrebs ist. [1680]
Quelle: PubMed
PMID: 17690135
Gendefekte durch Passivrauchen in der Schwangerschaft
11. Juli 2007 - Bei schwangeren Frauen, die nicht rauchen, aber passiv dem Rauch von anderen ausgesetzt sind, hat man ein vierfach höheres Risiko für Genschäden gefunden als bei nicht belasteten Schwangeren. Dadurch steigt das Risiko für Behinderungen bei den Neugeborenen. [1651]
Quelle: PubMed
PMID: 17610937
Kinder-Asthma durch Passivrauchen
28. Mai 2007 - Von Kindern, die passiv rauchen müssen, erkranken überdurchschnittlich viele an Asthma. Im zwanzigsten Jahrhundert hat Asthma bei Kindern und das Rauchen bei Erwachsenen stark zugenommen: Beide Kurven laufen parallel. Das Passivrauchen könnte also eine, vielleicht sogar die wichtigste Ursache für den starken Anstieg des Asthmas bei Kindern sein. [1619]
Quelle: PubMed
PMID: 17521029
Herz- und Hirntod durch Passivrauchen
06. April 2007 - Bis zu einem Drittel höher ist das Risiko, frühzeitig den Tod durch Herz- oder Hirninfarkt (Schlaganfall) zu erleiden, für Personen, die nie selber geraucht haben, aber jahrelang dem Rauch von anderen ausgesetzt waren - im Vergleich mit Personen, in deren Wohnung nie geraucht worden ist. Diese Berechnung stützt sich auf Daten von Volkszählungen in Neuseeland. [1583]
Quelle: Am J Epidemiology
2007;165:530
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