Gesundheitstelegramm: Passivrauch

News zu Passivrauch

Schlechter hören wegen Passivrauchen

Jugendliche, deren Eltern rauchen, hören schlechter als solche, die ohne Tabakrauch aufgewachsen sind. Das zeigen Hörtests bei über 1500 jungen Menschen zwischen zwölf und neunzehn Jahren in den USA. Man vermutet, dass Tabakrauch bei Kindern die Durchblutung des Innenohrs stört. [2911]

21. Juli 2011  –  Ärzteblatt

Rauchfreie Restaurants mit mehr Umsatz

Strenge Gesetze zum Schutz vor Passivrauchen wirken sich positiv auf den Umsatz von Restaurants aus. Das zeigt eine Analyse von Umsatzzahlen aus drei deutschen Bundesländern. Vor allem Speiserestaurants profitieren von rauchfreien Räumen. [2901]

7. Juli 2011  –  Ärztezeitung

Rauchen verdoppelt Risiko für Diabetes

Tabakrauch, egal ob durch Rauchen oder Passivrauchen eingeatmet, verdoppelt das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt die Organisation diabetesDE. [2882]

7. Juni 2011  –  Ärztezeitung

Passivrauchen fördert Nikotinsucht

Wer eine Stunde lang in einem verrauchten Auto sitzt, nimmt so viel Nikotin auf, dass dieses die Suchtzentren im Gehirn beeinflusst. Das zeigen Versuche mit über zwanzig jungen Erwachsenen in Los Angeles. Die Raucher unter den Versuchspersonen spürten nach dem Experiment einen stärkeren Drang, unbedingt eine Zigarette rauchen zu müssen. [2860]

5. Mai 2011  –  Ärzteblatt

Passivrauchen erhöht Blutdruck bei Knaben

Bei jungen Menschen kann der Blutdruck deutlich über den Normalwert steigen, wenn sie passiv dem Tabakrauch ausgesetzt sind. Jungen und Burschen reagieren offenbar viel empfindlicher als Mädchen. Das zeigt eine Studie bei über sechstausend Kindern und Jugendlichen zwischen acht und siebzehn Jahren in den USA. Noch ist unklar, ob der Blutdruck wieder sinkt, wenn die Belastung durch Tabakrauch aufhört. [2859]

4. Mai 2011  –  UPI Health News

Passivrauchen schädigt Ungeborenes

Das Risiko von Totgeburt oder genetischen Schäden beim Baby steigt um 13 bis 23 Prozent, wenn der werdende Vater zu Hause bei seiner schwangeren Frau raucht. Das zeigt die Auswertung von 19 Studien. Schon zehn Zigaretten pro Tag wirken sich schädlich aus. Sie betreffen auch die Gesundheit der Spermien. Wer gesunden Nachwuchs will, tut also gut daran, rechtzeitig mit dem Rauchen aufzuhören. [2827]

16. März 2011  –  Ärzteblatt

Jährlich 600'000 Tote durch Passivrauchen

Weltweit sterben jedes Jahr 600'000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens, darunter 165'000 Kinder. Diese Schätzung von WHO-Experten stützt sich auf Daten aus 192 Ländern. Weltweit waren 2004 im Durchschnitt vierzig Prozent der Kinder dem Tabakrauch anderer ausgesetzt. [2759]

26. November 2010  –  Die Zeit

Weniger Passivrauchen, weniger Asthma bei Kindern

In Gebieten, die einen einem gesetzlichen Schutz vor dem Passivrauchen eingeführt haben, sinkt die Zahl der Kinder, die wegen Asthma ins Spital eingeliefert werden müssen, innerhalb von drei Jahren im Durchschnitt um 36 Prozent. Das zeigen neuste Studien aus den USA. Sie zeigen, dass Eltern auch zu Hause weniger rauchen, wenn sie dies per Gesetz in der Öffentlichkeit nicht mehr tun können. Die oft geäusserte Befürchtung, sie würden zu Hause als Ausgleich mehr rauchen, ist damit klar widerlegt. [2743]

1. November 2010  –  Ärztezeitung

Passivrauchen kann depressiv machen

Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]

11. Juni 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Passivrauchen fördert Diabetes

Wer am Arbeitsplatz oder zu Hause regelmässig dem Tabakrauch von anderen ausgesetzt ist, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Personen, die weder aktiv noch passiv rauchen. Das zeigt eine Studie an über 800 Personen in Deutschland. [2623]

31. Mai 2010  –  Standard

Passivraucher-Gen: Variante erhöht Krebsrisiko

Ein Viertel der Lungenkrebspatienten hat nie zuvor geraucht. Bei ihnen haben jetzt Forscher zwei Varianten eines Gens auf dem Chromosom 13 entdeckt. Dieses Gen hat offenbar eine wichtige Schutzfunktion gegen Krebs. Die beiden entdeckten Varianten schwächen diese Funktion, so dass schon kleine Mengen Rauch, etwa beim Passivrauchen, Krebs auslösen können. [2491]

23. März 2010  –  Spiegel

Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend

Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]

5. März 2010  –  Ärztezeitung

Auch Passivrauchen kann nikotinsüchtig machen

Ratten, die länger in verqualmter Luft leben, werden mit der Zeit süchtig nach Nikotin. Dies zeigt ein Experiment an der Uni Florida. Die dem Rauch ausgesetzten Nager reagieren gestresst und versuchen mehr Nikotin zu bekommen. Die Veränderungen finden in jenen alten Teilen des Gehirns statt, die bei Ratte und Mensch sehr ähnlich sind. Deshalb ist zu vermuten, dass ähnliches auch bei menschlichen Passivrauchern geschieht. [2187]

11. Dezember 2009  –  Medical Tribune

Kinder im Rauch werden zappelig

Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko. [2162]

4. Dezember 2009  –  Süddeutsche Zeitung

Passivrauchen fördert Herzrisiko bei Kindern

Dass Passivrauchen dem Herzen schadet, zeigen zahlreiche Studien. Eine neue Studie der Universität Ulm zeigt nun, dass diese Schäden schon in früher Kindheit beginnen. Bei Kinderen, deren Eltern rauchen, verschieben sich die Blutfette in den ungesunden Bereich und zeigt sich eine Neigung zu Entzündungen. Beides gilt als Risikofaktor für Arteriosklerose im späteren Alter. [2102]

2. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19468010

Positive Bilanz rauchfreier Arbeitsplätze

Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen am Arbeitsplatz verbessern die Gesundheit, senken die Zahl der Spitaleintritte, insbesondere wegen Herzinfarkt, und haben einen neutralen oder leicht positiven Einfluss auf die Wirtschaft. Diese positive erste Bilanz ziehen irische Forscher aus den Studien, die bisher zu diesem Thema publiziert worden sind. [2056]

6. März 2009  –  PubMed PMID: 19231902

Passivrauchen fördert Demenz

Personen, die selber nicht rauchen, aber oft dem Rauch anderer ausgesetzt sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Personen im Alter von über fünfzig Jahren in England. Bei allen Personen ist die Belastung durch das Passivrauchen durch Messung des Kotinins im Blut nachgewiesen worden. Kotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins. [2049]

25. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19213767

Passivrauchen verhärtet Wände der Aorta

Die Wände der Aorta, der Hauptschlagader des Menschen, sind elastisch. So federn sie das aus dem Herzen pulsierende Blut ab und sorgen für einen gleichmässigeren Blutfluss in den Körper hinaus. Am elastischsten ist die Aorta in jungen Jahren; mit dem Alter wird sie härter. Das Passivrauchen beschleunigt diesen Vorgang. So hat man in Finnland schon bei elfjährigen Kindern, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, deutlich härtere Aortenwände gefunden als bei nicht belasteten Kindern. [2035]

5. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19171579

Das zweitausendste Gesundheitstelegramm

In den letzten sieben Jahren sind an dieser Stelle 2000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Die häufigsten Themen sind Ernährung, Bewegung und Fitness, Herz und Kreislauf, Risikofaktoren wie Rauchen und Passivrauchen, Alzheimer und andere Formen der Demenz, das psychische Wohlbefinden und ein gesundes Alter. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. [2000]

10. Dezember 2008  –  PubMed

Passivrauchen schadet dem Kreislauf

Chinesinnen, die mit einem Raucher verheiratet sind, leiden häufiger als andere an schlecht durchbluteten Beinen bis hin zu zeitweisem Hinken oder der so genannten Schaufensterkrankheit. In China sind etwa vierzig Prozent aller Frauen zu Hause oder am Arbeitsplatz dem Passivrauchen ausgesetzt. [1986]

20. November 2008  –  PubMed PMID: 18809795

Rauchen mindert Wert von Gebrauchtwagen

Im eigenen Wagen nicht zu rauchen lohnt sich doppelt. Erstens schützt man so die Mitfahrer vor dem Passivrauchen. Zweitens lässt sich der Wagen zu einem etwa acht Prozent höheren Preis wieder verkaufen als ein vergleichbarer Raucherwagen. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität von San Diego. [1982]

14. November 2008  –  PubMed PMID: 18822157

Passivrauchen erschwert das Aufhören

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, tut gut daran, verrauchte Räume zu meiden. Das Risiko, mit diesem Vorsatz zu scheitern, ist in rauchfreier Luft etwa dreimal geringer als wenn man dem Passivrauchen ausgesetzt ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweihundert Patienten, die in der Türkei an einem Entzugsprogramm teilgenommen haben. [1978]

10. November 2008  –  PubMed PMID: 18932029

Passivrauchen erhöht das Risiko für Hirnschlag

Ein Paar lebt in der gleichen Wohnung. Der eine Partner hört mit dem Rauchen auf, der andere raucht weiter. In einem solchen Fall ist das Risiko des Ex-Rauchers, einen Hirnschlag zu bekommen, ähnlich hoch wie beim rauchenden Partner. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechzehntausend verheirateten Rentnern in den USA. [1970]

29. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18692737

Passivrauchen fördert Durchfall bei Baby

Wenn Mütter rauchen, setzt dies ihre Babys vielen Gefahren für die Gesundheit aus. Besonders stark betroffen sind natürlich die Atemwege. Doch das Passivrauchen kann auch die Verdauung angreifen, wie eine türkische Studie an über zweihundert Säuglingen und Kleinkindern zeigt: Das Risiko für Durchfall steigt um mehr als das Doppelte an. [1946]

25. September 2008  –  PubMed PMID: 18661811

Passivrauchen schadet dem Lernen

Der Nachwuchs von trächtigen Mäusen findet sich in Labyrinthen weniger schnell zurecht, wenn diese dem Rauch aus Zigaretten ausgesetzt sind. Das zeigt ein Versuch an einem Institut für Prävention in Peking. [1897]

27. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18548854

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