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Gesundheitstelegramm | Osteoporose

Erstmals gelungen, Knochen wieder aufzubauen
07. Januar 2010 - Die Behandlung von Knochenschwund (Osteoporose) muss sich darauf beschränken, den weiteren Abbau zu stoppen. Verlorene Knochenmasse wieder aufzubauen, ist bisher gescheitert. Dies liegt daran, dass Auf- und Abbau von Knochen eng miteinander verkoppelt sind. Nun ist Forschern bei Mäusen erstmals gelungen, die beiden Vorgänge zu trennen und neue Knochenmasse gezielt aufzubauen. Dies lässt hoffen, dass dies mit künftigen Medikamenten auch beim Menschen möglich werden könnte.  [2266]
Quelle: Focus  
 
Freizeitsport stärkt die Knochen
16. Dezember 2009 - Wer mindestens dreissig Jahre lang in seiner Freizeit Sport treibt, hat danach stärkere Knochen - am Schienbein gemessen im Durchschnitt um über zehn Prozent dicker und damit bruchfester als bei vergleichbaren Menschen, die keinen Sport treiben. Dies hat eine Studie an Zwillingspaaren in Finnland gezeigt. Sport empfiehlt sich auch für Menschen, die schon an Osteoporose erkrankt sind. Das macht den Abbau zwar nicht rückgängig, aber verlangsamt ihn wesentlich.  [2206]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Medikament gegen Osteoporose wirkt auch gegen Brustkrebs
14. Dezember 2009 - Bei älteren Frauen, die gegen Osteoporose ein Mittel mit dem Wirkstoff Biphosphonat nehmen, ist Brustkrebs um etwa ein Drittel seltener als bei gleichaltrigen Frauen ohne eine solche Behandlung. Dieses Ergebnis ist an einem Fachkongress in Texas vorgestellt worden. Man vermutet, dass Biphosphonat für Krebszellen giftig ist, nicht aber für gesunde Zellen.  [2194]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Rauchen schwächt die Knochen
04. November 2009 - Bei Raucherinnen ist das Risiko, wegen Osteoporose geschwächte Knochen zu haben, etwa doppelt so hoch wie bei Frauen, die nie geraucht haben. Was sonst erst im hohen Alter auftritt, daran leiden Raucherinnen schon im Alter zwischen zwanzig und vierzig Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebenhundert Frauen in Japan.  [2148]
Quelle: PubMed  PMID: 19830380
 
Starke Knochen, starkes Hirn
14. August 2009 - Menschen mit starken Knochen haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, und ihre geistigen Leistungen sind besser als bei jenen, die an Osteoporose leiden. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich zwischen je siebzig Menschen mit Alzheimer und solchen ohne Demenz in einer amerikanischen Studie. Man vermutet, dass ein Abbau des Hirns auf eine noch nicht bekannte Art auch zum Abbau von Knochenmasse führt.  [2121]
Quelle: PubMed  PMID: 19661621
 
Mit schwachen Knochen erst recht Sport treiben
17. September 2007 - Ältere Frauen, denen der Arzt gesagt hat, sie hätten eine Osteoporose, haben oft unnötig Angst um ihre Knochen und bewegen sich deshalb weniger. Das zeigt eine Umfrage bei dänischen Patientinnen. Gerade das schwächt aber die Knochen noch mehr und erhöht das Risiko von Brüchen. Experten raten deshalb: Mit Osteoporose erst recht Sport treiben.  [1698]
Quelle: PubMed  PMID: 17846934
 
Aids-Behandlung schwächt Knochen
23. November 2006 - Die moderne, aggressive Behandlung gegen HI-Viren kann deren Ausbreitung zwar deutlich bremsen, hat jedoch negative Nebenwirkungen. Zu diesen zählt auch der Abbau von Knochen. Das Risiko für Osteoporose ist bei Aids-Patienten mehr als dreimal so hoch als bei gesunden Personen. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von zwanzig Studien.  [1468]
Quelle: AIDS  2006;20:2165
 
Zuviel Vitamin A geht an die Knochen
17. März 2006 - Was Vitamin A betrifft, leiden in den Industrieländern offenbar mehr Menschen an einer Vergiftung als an einem Mangel. Wer Präparate mit Vitamin A nimmt, kann unter Umständen mehr als die täglich empfohlene Menge zu sich nehmen. Die Sicherheitsspanne ist nicht sehr breit. Schon ab dem Doppelten der täglich empfohlenen Dosis nimmt das Risiko für Osteoporose und Brüche des Hüftgelenks deutlich zu. Davor warnen zwei Forscherinnen aus Wisconsin.  [1263]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2006;83:191
 
Schwanger? Vitamin D wichtig für Baby!
09. Januar 2006 - Schwangere Frauen tun gut daran, Präparate mit Vitamin D zu nehmen, vor allem im Winter. Das nützt nicht nur den Frauen, sondern auch den werdenden Babys. Ihre Knochen werden stärker und sind später besser geschützt vor Brüchen durch Osteoporose. Zu diesem Befund kommt eine Langzeitstudie an 198 Kindern in Southampton.  [1214]
Quelle: Lancet  2006;367:36
 
Zink macht Knochen stark
23. September 2004 - Wer viel von dem Mineral zu sich nimmt, hat stärkere Knochen und leidet weniger unter Osteoporose. Das zeigt eine Studie an fast 400 Männern. Zink kommt in Rinds- und Lammfleisch, Geflügel, Fisch, Vollkorn- und Milchprodukten vor. [877]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2004;80:715
 
Mini-Dosis Hormon für starke Knochen
27. August 2003 - Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen hat man älteren Frauen oft gegen Verlust an Knochen (Osteoporose) verschrieben. Doch das ist in Verruf geraten, nachdem viele Studien in letzter Zeit unerwünschte Wirkungen aufgedeckt hatten. Eine neue Studie zeigt nun, dass schon ein Viertel der bisher üblichen Dosis genügt, die Knochen zu stärken. Die Nebenwirkungen sind sehr gering. [565]
Quelle: JAMA  2003;290:1042
 
Knochen brüchiger, dafür dicker
25. Juli 2003 - Die schlechte Nachricht: Frauen nach den Wechseljahren verlieren Knochenmasse, der Knochen wird dadurch brüchiger (Osteoporose). Die gute Nachricht: die Knochen werden dafür dicker, was den Verlust teilweise wieder ausgleicht. Das zeigt eine Studie in Schweden. [539]
Quelle: N Engl J Medicine  2003;349:327
 
Hüftschutz nützt nicht
16. April 2003 - Betagte stürzen oft und brechen sich wegen Osteoporose den Oberschenkelhals am Hüftgelenk. In Holland hat man einen Hüftschutz an einigen hundert Personen getestet. Fazit: Wer einen solchen Schutz trägt, hat ein unvermindertes Risiko für Knochenbruch. [444]
Quelle: JAMA  2003;289:1957
 
Gen für starke Knochen entdeckt
17. Mai 2002 - Eine seltene Veränderung an einem Gen, das den Stoffwechsel des Cholesterins steuert, regt die Knochen zu stärkerem Wachstum an. Jetzt hofft man, dieses Gen genauer zu untersuchen und so neue Wege zur Behandlung von Osteoporose zu finden.  [133]
Quelle: N Engl J Medicine  2002;346:1513
 

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