Gesundheitstelegramm: Ohr

News zu Ohr

Kaugummi gegen Mittelohrentzündung

Kinder, die mit Xylit gesüssten Kaugummi kauen, erkranken um ein Viertel seltener an Mittelohrentzündung. Zu diesem Schluss kommen drei finnische Studien mit über 1800 Kindern. Xylit hemmt das Wachstum von Bakterien im Mundraum. Jedoch hilft der Süssstoff nur vorbeugend - nicht aber, wenn die Kinder schon erkrankt sind. [2980]

14. November 2011  –  Ärztezeitung

Schlechter hören wegen Passivrauchen

Jugendliche, deren Eltern rauchen, hören schlechter als solche, die ohne Tabakrauch aufgewachsen sind. Das zeigen Hörtests bei über 1500 jungen Menschen zwischen zwölf und neunzehn Jahren in den USA. Man vermutet, dass Tabakrauch bei Kindern die Durchblutung des Innenohrs stört. [2911]

21. Juli 2011  –  Ärzteblatt

Sieben Tipps gegen Schnarchen

1. Abends kein Alkohol. 2. Abends weniger essen, besonders weniger fett. 3. Keine Schlaf- und Beruhigungsmittel. 4. Kein Nikotin. 5. Nasenspülungen. 6. In Seiten- oder Bauchlage schlafen. 7. Abnehmen. Dazu raten Experten vom deutschen Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte. Wird das Schnarchen so stark, dass es die Atmung behindert (Schlaf-Apneu), schadet es der Gesundheit. [2842]

7. April 2011  –  Welt

Vuvuzela ist auch Virenschleuder

Die südafrikanische Fan-Tröte schadet nicht nur den Ohren, sondern hilft auch Grippe- und andere Viren verbreiten. Durch die Plastikröhre verbreitet sich die Atemluft eines kranken Menschen viel weiter als durch Husten und Schreien. Auf diese Gefahr weist das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hin. Die Tröpfchen aus der Vuvuzela sind kleiner als beim Husten und bleiben deshalb länger in der Luft. In Südafrika ist zur Zeit Grippesaison. [2644]

15. Juni 2010  –  Focus

Hörschäden durch Viagra

Viagra kann Männer schwerhörig machen. Dazu kommt es, weil das Potenzmittel den Blutfluss steigert, leider nicht nur am gewünschten Ort. Im Innern des Ohres kann sich ein zu hoher Blutfluss negativ auf das Hörvermögen auswirken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an elftausend Männern in den USA. [2607]

22. Mai 2010  –  Bild

Softdrinks verschlechtern die Fettwerte

Süsse Getränke und Fertignahrung aus industrieller Produktion haben einen ungünstigen Einfluss auf die Blutfette: Sie verringern das «gute» HDL-Cholesterin, erhöhen die Triglyzeride und bei Frauen auch das «schlechte» LDL-Cholesterin. Dadurch steigt das Risiko für Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine US-Studie an über sechstausend Personen. Zum Süssen verwendet die Industrie vor allem aus Mais gewonnenen Fruchtzucker, der billiger ist und kräftiger süsst als Rohrzucker und Traubenzucker. [2544]

22. April 2010  –  Ärztezeitung

Ohrkerzen unwirksam, nicht ohne Gefahr

Ohrenkerzen (Hopi-Kerzen) sollen Ohrenschmalz entfernen und sogar den Körper entgiften und allerlei Krankheiten heilen. Diese Versprechen der Anbieter entbehren jeder Grundlage. Zudem ist Ohrenschmalz nützlich, da es den Gehörgang schützt. Amerikanische Ohrenärzte warnen vor den Ohrkerzen, da sie nicht selten Fälle von Verbrennungen an der Ohrmuschel und durch Wachs verstopfte Gehörgänge behandeln müssen - immer häufiger auch bei Kindern. [2434]

23. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Australisches Blasrohr gegen Asthma

Asthmatiker, die regelmässig auf dem Didgeridoo üben, können so innerhalb eines halben Jahres ihre Atmung deutlich verbessern. Das australische Blasinstrument, ursprünglich aus einem von Termiten ausgehöhlten Baumstämmchen gefertigt, erfordert eine besondere Atemtechnik, die Zirkuläratmung. Daneben könnten auch die Vibrationen durch die Basstöne günstig auf die Atemwege wirken. [2307]

18. Januar 2010  –  Telegraph

Massgeschneiderte Musik gegen Tinnitus

Neue Hoffnung gegen die Geräusche im Ohr kommt aus der Uni Münster in Deutschland. Die Patienten hören ihre Lieblingsmusik, allerdings leicht verändert: Die Frequenzen des Tinnitus sind ausgefiltert. So übertönt die Musik den Tinnitus, ohne ihn gleichzeitig zu verstärken. Nach einem Jahr dieser Behandlung ist der Tinnitus deutlich leiser geworden. [2240]

29. Dezember 2009  –  20 Minuten

Wachstum von Krebszellen live beobachtet

Münchner Krebsforscher haben erstmals live die Zellen eines Tumors dabei beobachten können, wie sie in einem Mäusehirn Ableger (Metastasen) bilden. Die Metastasen sind bei den meisten menschlichen Patienten viel gefährlicher als der Tumor selbst. Die Forscher konnten beobachten, wie die Krebszellen sich an der Gabelung eines Blutgefässes andocken, dieses durchbohren, nach aussen dringen und sich dort festsetzen. Dann teilen sie sich bis zu einer Masse von höchstens fünfzig Zellen. Doch eine Metastase kann erst entstehen, wenn die Krebszellen den Körper dazu bringen, neue Blutgefässe für ihre Ernährung zu bilden. Die neuen Erkenntnisse lassen hoffen, durch neue Medikamente die verschiedenen Schritte von der Krebszelle zur Metastase blockieren zu können. [2236]

26. Dezember 2009  –  Ärztezeitung

Endlich Hoffnung gegen Tinnitus?

Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet irgendwann im Leben an Tinnitus, einem lästigen Läuten, Summen oder Pfeifen im Ohr. Eine Behandlung dagegen gibt es nicht - bisher. Nun hat aber die Forschung Fortschritte gemacht, die hoffen lassen. Es ist gelungen, die Nervensignale zu drosseln, die das Ohr an das Hirn sendet. Sollte die Behandlung allerdings Erfolg haben, muss sie früh erfolgen. Hält der Tinnitus länger als sechs Wochen an, senden die Gehörnerven ihre Signale unabhängig vom Ohr. Bis zu einer wirksamen Behandlung ist aber noch viel Forschungsarbeit zu leisten. [2223]

20. Dezember 2009  –  BBC

Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde

Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee. [2161]

3. Dezember 2009  –  Gesundheit-Sprechstunde

Fieber: Richtig messen, richtig beurteilen

Am einfachsten und genauesten ist ein Stabthermometer im After. Bei modernen digitalen Fieberthermometern misst man so lange bis das Signal ertönt (in der Regel wenige Minuten). Im Mund gibt das Thermometer 0.3 bis 0.5 Grad zu tiefe Werte an, unter der Achsel mindestens 0.5 Grad zu tiefe. Ohrthermometer mit Infrarotsensor sind sekundenschnell, aber nur genau, wenn man sie richtig anwendet. Körpertemperatur bis 37.4 Grad normal, 37.5 bis 38.0 Grad erhöhte Temperatur (subfebril), 38.1 bis 38.5 Grad leichtes Fieber, ab 39 Grad hohes, ab 40 Grad sehr hohes und ab 41 Grad lebensbedrohliches Fieber.
 [2160]

2. Dezember 2009  –  gesundheit.ch

Besser mit Tinnitus umgehen lernen

Tinnitus, das pfeifende, zischende oder rauschende Geräusch im Ohr, tritt oft ohne erkennbare Ursache auf. Etwa zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung sind dauerhaft davon betroffen. Im Alter steigt dieser Anteil auf etwa ein Drittel. Tinnitus ist nicht heilbar. Doch durch eine gezielte Behandlung lässt sich die Lebensqualität markant verbessern. Dazu gehören progressive Entspannung der Muskeln nach der Methode von Jacobson, Physiotherapie, das Fokussieren der Aufmerksamkeit und schliesslich eine entspanntere, coolere Haltung gegenüber dem Tinnitus. Nach drei Monaten Training ist die Lebensqualität der Patienten deutlich besser als zuvor. Dies zeigt eine Studie am Tinnituszentrum der Charité-Universität in Berlin. [2033]

3. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19173149

Stiche gegen die Angst

Gegen Angst, vor allem vor und nach einer Operation, ist Akupunktur am Ohr wahrscheinlich ebenso wirksam wie ein Beruhigungsmittel. Das ist das Fazit aus insgesamt zehn Studien, die in den letzten Jahren veröffentlich worden sind. [1660]

24. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17641561

Handy-Entwarnung: Kein Tumor der Speicheldrüse

Wer regelmäßig mobil telefoniert, hat kein höheres Risiko für Tumore der Ohrspeicheldrüse zu erwarten. Das zeigt eine Auswertung der Krebsregister in Schweden und Dänemark in den Jahren 2000 bis 2002. [1435]

9. Oktober 2006  –  Am J Epidemiology 2006;164:637

Schwimmen gegen Entzündung in Haut und Ohr

Seit man in abgelegenen Gegenden Australiens Pools für die Kinder gebaut hat, erkranken sie viel seltener an Mittelohrentzündungen und an bakteriellen Infektionen der Haut. [564]

26. August 2003  –  British Medical Journal 2003;327:407

Karaoke kann Ohr und Stimme schaden

Auf den meisten Karaoke-Bühnen sind 95 und mehr Dezibel Schallstärke gemessen worden. Das ist lauter, als das Gehör ohne Schaden verträgt. Wer mit ungeübter Stimme in einer so lauten Umgebung singt, kann auch seiner Stimme schaden. Experten empfehlen, ein Glas Wasser mit auf die Bühne zu nehmen und nicht längere Zeit ohne Pausen zu singen. [519]

5. Juli 2003  –  British Medical Journal 2003;327:12f

Warum junge Erwachsene schlecht hören

Mittelohrentzündung in der Kindheit schadet mehr als der spätere Gebrauch von persönlichen Stereogeräten, sagt eine holländische Studie. [452]

28. April 2003  –  Pediatrics 2003;111:e304

Ohr-Thermometer zu ungenau

Fieberthermometer, die mittels Infrarot die Körpertemperatur im Ohr messen, sind zwar schnell und bequem, aber zu ungenau. Das zeigt die Auswertung von 25 Studien. Fachleute warnen, dass falsche Messungen zu falschen Behandlungen führen können. [233]

27. August 2002  –  Lancet 2002;360:603

Hörschaden durch Scanner

Magnetresonanz (MRI) Scanner, wie sie zur Diagnose von Krebs und anderen Veränderungen an inneren Organen verwendet werden, erzeugen Lärm zwischen 120 und 130 dB. Viele Patienten, die ihre Ohren zu wenig schützen, bekommen deshalb einen Gehörschaden. [117]

1. Mai 2002  –  Lancet 2002;359:9316

Kinder schwerhörig wegen Magensaft

Mittelohrentzündungen können bei Kindern das Gehör schwer schädigen. Ursache ist oft ein Rückfluss von sauren Magensäften in die Speiseröhre und durch die eustachische Röhre ins Mittelohr. [40]

13. Februar 2002  –  Lancet 2002;359

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