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Gesundheitstelegramm | Nerven

Bildung hilft gegen Alzheimer
28. Juli 2010 - Jedes zusätzliche Jahr Ausbildung nach der Schulpflicht verringert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken, im Durchschnitt um elf Prozent. Das haben britische und finnische Forscher berechnet, nachdem sie die Gehirne von über achthundert Personen untersucht hatten. Zwar kann Bildung die schädlichen Veränderungen der Nervenzellen nicht stoppen. Doch macht sie das Gehirn widerstandsfähiger dagegen.  [2675]
Quelle: Welt  
 
24-Wochen-Fötus spürt keinen Schmerz
28. Juni 2010 - Ein ungeborenes Baby im Mutterleib kann bis zum Alter von 24 Wochen keine Schmerzen spüren und kein Bewusstsein haben. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Experten am Royal College für Geburtshilfe und Gynäkologie in London. Deren Untersuchungen zeigen, dass die Nervenverbindungen im Hirn des Fötus, die für ein Schmerzempfinden nötig wären, sich noch nicht voll ausgebildet haben. Für Operationen im Mutterleib ist deshalb keine Anästhesie am Fötus nötig. Es bedeutet auch, dass der Fötus bei einer Abtreibung nicht leiden muss.  [2653]
Quelle: Telegraph  
 
Diabetes fördert auch Krebs
21. Mai 2010 - Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs.  [2605]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Kaputte Hirnzellen können nachwachsen
20. Mai 2010 - Ein einziges Protein reicht aus, um Stütz- und Versorgungszellen des Gehirns in Nervenzellen umzuwandeln. Das ist zwar erst im Reagenzglas gelungen, und erst mit Hirnzellen der Maus. Doch dieser Erfolg in einem Labor in München lässt hoffen, künftig Menschen nach Schlaganfall oder mit Alzheimer wirksamer behandeln zu können.  [2601]
Quelle: Spiegel  
 
Grüntee macht Alzheimer-Gift unschädlich
25. April 2010 - Ablagerung von giftigen Eiweissen im Gehirn gelten als eine mögliche Ursache von Alzheimer. Eine Substanz aus Grüntee, die zur Klasse der Catechine gehört, macht die giftigen Eiweisse unschädlich, so dass die Nervenzellen sie abbauen können und gesund bleiben. Das zeigt ein Versuch mit isolierten Zellen im Reagenzglas am Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin in Berlin.  [2550]
Quelle: Ärzteblatt  
 
WM-Besucher sollten gegen Masern geimpft sein!
24. April 2010 - In Südafrika wütet zur Zeit eine Masern-Epidemie. Wer zur Fussball-Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen will, sollte den Impfschutz überprüfen und sich wenn nötig impfen lassen. Masern ist sehr ansteckend: Sie verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel über eine in der Nähe stehende oder sitzende Person. Masern kann schwere Folgen haben, die in einem von tausend bis dreitausend Fällen zu schweren Schäden am Nervensystem oder zum Tod führt.  [2549]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Spiegelneuronen erstmals beim Menschen entdeckt
20. April 2010 - Die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen, schreiben Biologen bestimmten Nervenzellen zu: Diese sprechen beim Anblick von Trauer oder Schmerz bei anderen Menschen ebenso an wie bei eigener Trauer und eigenem Schmerz. Solche «spiegelbildlich» reagierende Nervenzellen hat man bei Affen schon vor Jahren entdeckt, beim Menschen aber erst vermutet. Jetzt haben zwei kalifornische Forscher sie auch im menschlichen Hirn entdeckt. Die Fundstelle, zuvor bei Affen noch unbekannt, lässt vermuten, dass Spiegelneuronen im menschlichen Hirn verbreiteter sind als bisher angenommen.  [2540]
Quelle: Welt  
 
Nervenstoff bremst Alzheimer
17. März 2010 - Noradrenalin, ein hormonähnlicher Stoff, überträgt Signale zwischen Nervenzellen, hemmt aber auch Entzündungen im Gehirn und damit das Fortschreiten von Alzheimer. Denn Entzündungen zerstören Hirnsubstanz. Die positive Wirkung des Noradrenalins ist bei Mäusen in einem Bonner Labor entdeckt worden. Ob er bei Menschen ebenso wirkt, muss sich erst noch zeigen. Und bis zu Medikamenten auf Noradrenalin-Basis ist noch ein weiter Weg.  [2479]
Quelle: Focus  
 
Wissen lindert Schmerzen
03. März 2010 - Schmerzen, deren Ursache man kennt, tun nur halb so weh wie solche mit unbekannter Ursache. Die Kraft der Gedanken, auch bekannt als Placebo-Effekt, lässt sich sogar im MRT-Scanner nachweisen: Die Schmerznerven sind messbar ruhiger. Wer sich also eine Bandscheibe operieren lässt, sollte sich die entfernte kaputte Bandscheibe unbedingt zeigen lassen und am besten als Souvenir mit nach Hause nehmen: Das Risiko für Beinschmerzen und Muskelschwäche sowie der Verbrauch von Schmerzmitteln nehmen dann deutlich ab, wie eine kontrollierte Studie gezeigt hat.  [2452]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Ausdauertraining gegen Depressionen
16. Februar 2010 - Zwei- bis dreimal pro Woche je eine halbe Stunde Joggen, Radfahren oder schnelles Gehen empfiehlt ein Forscher der Uni Tübingen depressiven Menschen. In einer Studie hat er nämlich festgestellt, dass ein Faktor im Blut, der das Wachstum von Nerven fördert, durch das Training wieder auf normale Werte ansteigt. Bei Depressiven ist dieser Spiegel dieses Faktors deutlich tiefer als bei Menschen mit ausgeglichener Stimmung.  [2415]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
Selbstmord-Gen gefunden
04. Februar 2010 - Ob ein Mensch sich selbst umbringen wird, hängt von vielen Faktoren ab - offenbar auch von seinen Genen. Das zeigen zwei Studien mit insgesamt über zweitausend Personen in Deutschland und den USA. Sind drei Gene für Stoffe, die Nerven ernähren, auf eine bestimmte Weise verändert, steigt das Risiko für Selbstmordversuche um das Vier- bis Fünffache an. Die Entdeckung könnte der Pharmaindustrie helfen, neue Medikamente für Selbstmordgefährdete zu entwickeln.  [2376]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Antidepressivum hilft nach Schlaganfall
02. Februar 2010 - Nach einem Hirnschlag erholen sich die geistigen Fähigkeiten der Patienten besser, wenn sie ein Antidepressivum vom Typ SSRI bekommen. Dieses Medikament hindert die Zellen daran, den Botenstoff Serotonin zu schnell aufzubrauchen. Serotonin regt die Aktivität der grauen Zellen an und hebt die Stimmung. Daneben sind sie auch für Wachstum und Regeneration von Nervenzellen wichtig.  [2365]
Quelle: Focus  
 
Forscher verwandeln Hautzellen in Nervenzellen
29. Januar 2010 - Mittels Viren haben Gen-Techniker die Erbmasse von Hautzellen bei Mäusen so verändert, dass sie sich innerhalb nur einer Woche in Nervenzellen verwandelt haben. Diese haben untereinander mittels von Synapsen Verbindung aufgenommen wie in einem normalen Hirn. Dass es bei Mäusen funktioniert, ist ein zwar wichtiger, aber bloss erster Schritt. Bevor man die Technik bei Menschen anwenden kann, muss man sicher sein, dass die eingeschleusten Gene die Hautzellen nicht in bösartige Krebszellen verwandeln.  [2356]
Quelle: Spiegel  
 
Ist Depression Folge einer Entzündung im Gehirn?
26. Januar 2010 - Da die üblichen Medikamente gegen Depression nur schlecht wirken, steht die bisher führende Theorie unter Druck, wonach ein Mangel an Botenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin die Ursache sei. Nun haben Psychiater der Uni Magdeburg in den Gehirnen verstorbener Depressiver deutliche Zeichen für Entzündungen entdeckt. Sie haben sich in den Zellen entwickelt, die die Nervenzellen im Gehirn stützen und nähren. Für die neue Theorie spricht auch, dass eine Erkältung aufs Gemüt schlägt und dass Entzündungshemmer die Wirkung von Antidepressiva verstärken.  [2343]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Beim Sex Handgelenke schonen
22. Januar 2010 - Sex macht Spass und ist gesund, doch die klassische Missionarsstellung belastet die Handgelenke des Mannes - oft zu stark, wie britische Experten behaupten. Seit Viagra auf dem Markt sei, hätten ältere Männer wieder mehr Sex. Dies und nicht etwa das viele Arbeiten am Computer sei der Grund für die Zunahme des Karpaltunnel-Syndroms: Schmerz und Taubheit in den Fingern, verursacht durch gequetschte Nerven.  [2328]
Quelle: Fox News  
 
Ein einfacher Drink hilft gegen Alzheimer
08. Januar 2010 - Ein simpler Cocktail aus Omega-3-Fetten, Uridin und Cholin kann den Abbau von Hirnzellen bei Alzheimer drastisch verlangsamen. Omega-3 kommt natürlich in Fischöl vor, Uridin ist ein wichtiger Bestandteil von menschlichen Zellen, und Cholin ist ein wichtiger Bestandteil des Stoffes, der Nervensignale überträgt. Der Cocktail wirkt vor allem gegen den Verlust von Synapsen, den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Zu diesem Ergebnis kommt ein klinischer Test an über zweihundert Alzheimer-Patienten in Cambridge, Massachusetts. Der Trank verbessert vor allem das Namens- und Wortgedächtnis. Er wirkt am besten in frühen Stadien der Krankheit. Einen bereits erfolgten Abbau kann er nicht rückgängig machen.  [2272]
Quelle: Welt  
 
Blinder kann wieder sehen dank Mikrochip
21. Dezember 2009 - Einem erblindeten Mann haben Ärzte der Uni Tübingen einen Mikrochip unter die Netzhaut ins Auge implantiert. Er misst 1500 Pixel und ersetzt zerstörte Sehzellen. Auf dem Chip befinden sich lichtempfindliche Fotozellen, die Licht in elektrische Ladungen umwandeln und so die noch gesunden Sehnerven reizen. Der erblindete Mann, ein Finne, hat nach der Operation seinen mit grossen Buchstaben geschriebenen Namen lesen können und bemerkte, dass dieser falsch geschrieben war.  [2225]
Quelle: Spiegel  
 
Endlich Hoffnung gegen Tinnitus?
20. Dezember 2009 - Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet irgendwann im Leben an Tinnitus, einem lästigen Läuten, Summen oder Pfeifen im Ohr. Eine Behandlung dagegen gibt es nicht - bisher. Nun hat aber die Forschung Fortschritte gemacht, die hoffen lassen. Es ist gelungen, die Nervensignale zu drosseln, die das Ohr an das Hirn sendet. Sollte die Behandlung allerdings Erfolg haben, muss sie früh erfolgen. Hält der Tinnitus länger als sechs Wochen an, senden die Gehörnerven ihre Signale unabhängig vom Ohr. Bis zu einer wirksamen Behandlung ist aber noch viel Forschungsarbeit zu leisten.  [2223]
Quelle: BBC  
 
Bio-Chip erkennt Hirnschäden
15. Dezember 2009 - Ob ein Gehirn nach einem Unfall einen Schaden erlitten hat, ist oft nur schwer festzustellen. Eine neue Methode könnte die Diagnose bald erleichtern: Ein elektronischer Chip, ausgestattet mit aus menschlicher Haut nachgezüchteten Nervenzellen. Der Bio-Chip wird mit dem Hirnwasser des Patienten umspült. Das Wasser eines beschädigten Hirns enthält Substanzen, auf die der Bio-Chip reagiert. Bei Mäusen hat es schon funktioniert. Jetzt ist die Erprobung bei Menschen geplant.  [2203]
Quelle: Standard  
 
MS-Forschung: Fortschritte mit Gen-Mäusen
08. Dezember 2009 - Multiple Sklerose (MS) ist eine Krankheit, die menschliche Nerven schädigt. Sie tritt meist in Schüben auf. Um sie besser zu erforschen, muss man bestimmte Vorgänge an Mäusen untersuchen. Nun ist es erstmals gelungen, gentechnisch veränderte Mäuse zu züchten, die spontan an einem Leiden erkranken, das der menschlichen MS sehr ähnlich ist. Die Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntisse über die Ursachen und den Verlauf der Krankheit und damit auf neue Möglichkeiten sie wirksamer zu behandeln.  [2173]
Quelle: FAZ  
 
Sich mehr bewegen, sich besser erinnern
02. September 2009 - Wenn Menschen damit beginnen, sich regelmässig zu bewegen, verbessern sie ihr Gedächtnis. In ihrem Hirn finden sich an bestimmten Stellen mehr graue Zellen als zuvor, ebenso wie Substanzen, die das Wachstum von Nervenzellen anregen. Um diese Wirkung zu erzielen, braucht man sich nicht einmal sehr anzustrengen: Schon mässiger Einsatz genügt. Allerdings sollte er regelmässig sein. Zu diesem Schluss kommt ein Versuch mit sechzig gesunden älteren Senioren in Münster.  [2127]
Quelle: PubMed  PMID: 19716631
 
Wirkt Vitamin D auch gegen Demenz?
18. Juni 2009 - In den letzten Jahren sind immer mehr günstige Wirkungen von Vitamin D entdeckt worden. Es stärkt unter anderem die Knochen, wirkt gegen zahlreiche Arten von Krebs und gegen Entzündungen, unter anderem auch im Bereich von Herz und Kreislauf. Neuerdings gibt es Hinweise, dass Vitamin D auch das Nervensystem vor Schäden schützt und somit Alzheimer und anderen Formen von Demenz entgegenwirkt. Forscher wollen dies jetzt durch Studien nachweisen.  [2112]
Quelle: PubMed  PMID: 19494440
 
Handbewegung schauen hilft gegen Demenz
03. April 2009 - Soziale Kontakte gelten als ein wichtiger Faktor, der bis zu einem gewissen Grad vor Demenz schützen und deren Fortschreiten bremsen kann. Sie aktivieren das Hirn auf vielfältige Weise. Ein überraschendes Detail hat man nun in Holland entdeckt: Menschen mit Alzheimer, die eine halbe Stunde pro Tag anderen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Hände bewegen, können sich Gesichter von Menschen besser merken als Patienten, die eine halbe Stunde pro Tag Naturfilme anschauen. Man vermutet, dass das Anschauen von Handbewegungen bestimmte Nervenzellen aktiviert, so genannte Spiegelneurone. Diese befinden sich in Regionen des Hirns, die von Alzheimer besonders stark betroffen sind.  [2076]
Quelle: PubMed  PMID: 19321984
 
Bewegung fördert Durchblutung und Nervenwachstum im Hirn
18. Februar 2009 - Mäuse, die in einem Käfig mit Laufrad gehalten werden, entwickeln in einer bestimmten Region des Hirns mehr Blutgefässe und junge Nervenzellen. Die betreffende Region, der Hippocampus, ist für das Kurzzeitgedächtnis und die räumliche Orientierung zuständig. Es ist auch die Region, die bei Alzheimer zuerst betroffen ist.  [2044]
Quelle: PubMed  PMID: 19212941
 
Mehrfach ungesättigte Fette in der Muttermilch
09. Januar 2009 - Nach der Geburt enthält die Muttermilch besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie DHA und Arachidonsäure. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Im Lauf der Stillzeit nimmt ihr Gehalt ständig ab, vor allem wenn die Mutter zu wenig von den gesunden Fetten mit der Nahrung aufnimmt. Eine gute Quelle ist fetter Fisch. Auch Ergänzungspräparate können in solchen Fällen nützlich sein.  [2016]
Quelle: PubMed  PMID: 19118992
 
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