Gesundheitstelegramm: Nase

News zu Nase

Baby versteht, bevor es sprechen kann

Schon ab einem Alter von sechs Monaten verstehen Babys Wörter, die einfache Dinge des Lebens bezeichnen, etwa «Apfel» oder «Nase». Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Universität von Pennsylvania, nachdem sie das Sprachverständnis von Säuglingen getestet haben. Jetzt ist also klar, warum Babys, kaum können sie sprechen, schon so viele Wörter beherrschen: Weil sie schon früh mit Lernen begonnen haben. [3079]

3. April 2012  –  Ärztezeitung

Keine Antibiotika bei Erkältung

Gegen akute Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen (Rhinosinusitis) nützen Antibiotika meist nichts - nicht einmal dann, wenn Bakterien die Ursache sind: Mit oder ohne Antibiotika heilt die Krankheit in einigen Wochen aus. Das zeigt eine US-Studie mit 166 Patienten. Antibiotika sind nur gegen chronische Rhinosinusitis zu empfehlen, die länger als etwa zwei Monate dauert. [3049]

21. Februar 2012  –  Ärztezeitung

Stammzellen aus der Nase

Aus der Nasenmuschel gewonnene Stammzellen wachsen in der Kulturschale zu Haut- und anderen Gewebearten heran. Diese könnten bei Verletzungen im Gesicht als «Ersatzteile» dienen. Die neue Methode, Stammzellen zu gewinnen, ist an der Universität Bielefeld entwickelt worden. Sie ist produktiver als andere Methoden, ethisch unbedenklich und liefert Zellen, die vom Körper nicht abgestossen werden. [3012]

29. Dezember 2011  –  Ärztezeitung

Chili befreit die Nase

Sind bei einem virusbedingten Schnupfen Nase und Nebenhöhlen verstopft, kann ein scharf mit Chili gewürztes Gericht Wunder wirken. Das hat sich jetzt auch die Pharmaindustrie zunutze gemacht und auf Chili-Basis ein Nasenspray entwickelt. Nicht wirksam ist Chili jedoch gegen allergisch bedingten Schnupfen. [2930]

29. August 2011  –  UPI Health News

Sieben Tipps gegen Schnarchen

1. Abends kein Alkohol. 2. Abends weniger essen, besonders weniger fett. 3. Keine Schlaf- und Beruhigungsmittel. 4. Kein Nikotin. 5. Nasenspülungen. 6. In Seiten- oder Bauchlage schlafen. 7. Abnehmen. Dazu raten Experten vom deutschen Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte. Wird das Schnarchen so stark, dass es die Atmung behindert (Schlaf-Apneu), schadet es der Gesundheit. [2842]

7. April 2011  –  Welt

Broccoli schonend gegart helfen gegen Krebs

Das Anti-Krebs-Enzym Myrosinase im Broccoli erträgt mässige Hitze beim schonenden Dampfgaren, wird jedoch beim Verkochen zerstört. Das Enzym aktiviert andere krebshemmende Stoffe im Broccoli, die auch starkes Kochen überstehen. Das haben Forscher in Illinois herausgefunden. [2802]

31. Januar 2011  –  Medical News Today

Erkältet: Küssen erlaubt, Hand schütteln verboten

Viren, die man beim Küssen aufgelesen hat, gelangen über den Speichel in den Magen und gehen dort in der Magensäure zugrunde. Wenn schon ein Verbot aus Vorsicht, dann müsste es das Händeschütteln betreffen: Reibt man sich die juckende Nase oder die brennenden Augen, gelangen die Viren in die Schleimhäute und von dort in den ganzen Körper. Deshalb ist es wichtig, sich nach Körperkontakt mit Erkälteten die Hände zu waschen. [2796]

21. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Bald bessere Nasensprays gegen Erkältung?

Eine neue Art von Immunabwehr ist von britischen Forschern entdeckt worden. Sie beruht auf Antikörpern, die Viren auch dann noch bekämpfen, wenn sie bereits in die Zellen der Schleimhaut eingedrungen sind. Nach bisheriger Meinung wären Antikörper nur ausserhalb von Zellen wirksam gewesen. Nun hofft man, mit Hilfe der neuen Antikörper künftig bessere Nasensprays gegen Erkältungen zu entwickeln. [2745]

3. November 2010  –  Daily Mirror

Nasensprays können abhängig machen

Nasensprays helfen oft schnell bei Heuschnupfen, und das verführt dazu, sie dauernd zu verwenden. Doch wenn sie die Schleimhaut abschwellende Wirkstoffe enthalten, sollte man sie nie länger als eine Woche verwenden. Denn die Wirkstoffe können abhängig machen: Mit der Zeit schwellen die Schleimhäute nur noch ab, wenn sie das Medikament bekommen. Unbedenklich sind dagegen Nasensprays mit Meersalz. [2582]

10. Mai 2010  –  20 Minuten

Nasenspray steigert Mitgefühl

Eine kleine Dosis des Hormons Oxytocin, per Nasenspray verabreicht, vermag Männer ebenso einfühlsam zu machen wie Frauen. Das zeigt ein Experiment an der Uni Bonn. Oxytocin, auch als Kuschelhormon bekannt, fördert die Bindung zwischen Partnern, steigert die Lust beim Sex, löst aber bei Frauen auch Geburtswehen aus. [2562]

30. April 2010  –  Die Zeit

Bindungshormon macht Autisten sozialer

Das Hormon Oxytocin, als Nasenspray verabreicht, verbessert die soziale Kompetenz von Autisten: Sie werden fähig, anderen Menschen in die Augen zu schauen, was sie sonst stets vermeiden. Das zeigt ein Experiment mit dreizehn Autisten in Frankreich. Oxytocin wird vom Gehirn ausgeschüttet, besonders in vertrauten Situationen wie beim Stillen oder in einer engen Liebesbeziehung. Es fördert Vertrauen und soziale Bindung und reduziert den Stress. [2417]

16. Februar 2010  –  Focus

Nasenspülungen fördern Infektionen

Menschen, die täglich ihre Nase mit Salzlösung spülen, leiden im Durchschnitt 50 Prozent öfter an Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen als jene, die ihre Nase in Ruhe lassen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien an insgesamt über neunzig Personen. Nach Ansicht deutscher Lungenärzte wäscht die Nasendusche wichtige Immunzellen aus der Schleimhaut und schwächt so die Abwehr. Nur bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung sei die Nasendusche höchstens eine Woche lang sinnvoll, weil sie den Schleimfluss anregt. [2367]

2. Februar 2010  –  Ärztezeitung

Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde

Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee. [2161]

3. Dezember 2009  –  Gesundheit-Sprechstunde

Gute Nasen bleiben geistig fit

Senioren, die Substanzen im Blindtest an ihren Gerüchen gut zu erkennen vermögen, haben die besten Chancen, innerhalb der nächsten fünf Jahre geistig fit zu bleiben: Ihr Risiko von Gedächtnisverlust und Demenz ist etwa sechsmal geringer als bei jenen mit einer schlechten Nase. [1960]

15. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18662205

Testosteron schärft weibliches Gedächtnis für Männer

Testosteron weckt nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen sexuelles Interesse, wie ein Versuch an der Uni Nijmegen zeigt: Junge Frauen haben per Nasenspray das männliche Hormon oder eine unwirksame Substanz (Placebo) erhalten; danach absolvierten sie einen Test, in dem es darum ging, sich an Gesichter zu erinnern. Die mit Testosteron behandelten Frauen konnten sich danach männliche Gesichter deutlich besser merken als weibliche, während die mit Placebo behandelten sich besser an die weiblichen Gesicher erinnerten. [1942]

19. September 2008  –  PubMed PMID: 18675364

Insektenhaut gegen Vogelgrippe?

In einem Nasenspray, vorbeugend gegen Vogelgrippe, testen Forscher zur Zeit die Substanz Chitin, aus dem die Häute und Panzer der Insekten bestehen. Bei Mäusen scheint es gut zu wirken. Doch bis zu einem Medikament für Menschen ist noch ein weiter Weg. [1600]

1. Mai 2007  –  PubMed PMID: 17457919

Schlechter riechen mit Viagra

Was gut für die Potenz ist offenbar schlecht für die Nase: Viele Männer, die Viagra nehmen, beklagen sich darüber, nicht mehr so gut wie früher riechen zu können. Da die Schleimhäute in der Nase mit Viagra stärker anschwellen, bekommt das Riechorgan weniger Luft. [1502]

10. Januar 2007  –  J Urology 2007;177:258

Die Nase und die Psyche

Patienten, die wegen Schizophrenie und ähnlichen Störungen in Behandlung sind, haben bessere Chancen, geheilt zu werden, wenn sie eine gute Nase haben. Zu diesem Schluss kommt ein Riech-Test mit über fünfzig Patienten in Kanada: Je besser sie verschiedene Düfte erkennen und benennen können, desto besser sind ihre Symptome nach einem Jahr Behandlung. [1334]

6. Juni 2006  –  Am J Psychiatry 2006;163:932

Schnarchen lässt sich nicht wegoperieren

Vierzig schnarchende Finnen sind an der Nase operiert worden, um die zu enge Atempforte zu erweitern. Zwar fällt ihnen danach das Atmen leichter. Doch sie schnarchen noch immer. [1242]

16. Februar 2006  –  Chest 2006;129:81

Gesichtslähmung nach Grippe-Spray

Nach einer Grippeimpfung in Form eines Nasensprays sind in der Schweiz mindestens 68 Fälle von Gesichtslähmung aufgetreten. Das Risiko einer solchen Lähmung ist durch die Impfung mindestens um das 19-fache erhöht worden. Die Impfung ist nicht mehr auf dem Markt. [725]

28. Februar 2004  –  N Engl J Medicine 2004;350:896

Mehr Schnupfen bei hohem Blutdruck

Wer sehr oft eine verstopfte Nase hat, hat möglicherweise einen zu hohen Blutdruck. Ein Test könnte sich lohnen. [399]

26. Februar 2003  –  Respiratory + Critical Care 2003;167:538

Rinderwahn in der Nase

In der Nasenschleimhaut von Patienten mit Creutzfeldt-Jakob (verwandt mit Rinderwahnsinn) hat man die Erreger (Prionen) gefunden. Das eröffnet neue Chancen für die Diagnose. Ob sich Menschen über die Nase infizieren, ist noch offen. [394]

21. Februar 2003  –  N Engl J Medicine 2003;348:711

Summen befreit die Nebenhöhlen

Beim Summen ist der Gasaustausch zwischen Nase und Nebenhöhlen viel besser als beim ruhigen Ausatmen. Das könnte bei Erkältungen hilfreich sein. [211]

5. August 2002  –  Respiratory + Critical Care 2002;166:144

Nase hilft Nerven heilen

Zellen aus der Nasenschleimhaut, in die Wirbelsäule verpflanzt, fördern die Heilung zerstörter Nervenzellen. [38]

10. Februar 2002  –  Brain 2002;125:14

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