Gesundheitstelegramm: Muttermilch

News zu Muttermilch

Baby mit der Hand essen lassen

Früh übt sich gesundes Essen: Wenn Babys ihre erste Nahrung nach der Muttermilch selber mit der Hand zum Mund führen dürfen, entwickeln sie weniger Lust auf Süsses und bleiben schlanker als jene, die mit Brei und Löffel gefüttert werden. Das zeigt eine Studie mit über hundertfünfzig Babys in Nottingham. [3039]

7. Februar 2012  –  Welt

Muttermilch schützt vor Krebs

Muttermilch enthält Stoffe, die Zellen von bis zu vierzig verschiedenen Krebsarten abtöten können. Von diesem Schutz sollen nicht nur gestillte Babys profitieren: Schwedische Forscher haben aus krebshemmenden Substanzen der Muttermilch einen Cocktail gemixt und diesen an Patienten mit Blasenkrebs getestet. Die ersten Erfolge sind vielversprechend: Krebszellen sind abgestorben. Ob sich Krebs aber damit heilen lässt, muss sich erst noch zeigen. [2546]

23. April 2010  –  Welt

Keine Abmagerungskur in der Stillzeit

Wer hungert, baut Fettreserven ab. Das Körperfett enthält aber viele Schadstoffe, die sich im Lauf der Jahre dort abgelagert haben. Beim Hungern gelangen sie ins Blut und bei einer stillenden Frau auch in die Muttermilch. Stillende Mütter benötigen pro Tag etwa 500 bis 700 zusätzliche Kalorien. Baut sich das Gewicht innerhalb von sechs Monaten nicht von selbst auf den Wert vor der Schwangerschaft ab, sollten Abnehmversuche bis nach der Stillzeit warten, meint Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes deutscher Frauenärzte. [2332]

23. Januar 2010  –  Standard

Mehrfach ungesättigte Fette in der Muttermilch

Nach der Geburt enthält die Muttermilch besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie DHA und Arachidonsäure. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Im Lauf der Stillzeit nimmt ihr Gehalt ständig ab, vor allem wenn die Mutter zu wenig von den gesunden Fetten mit der Nahrung aufnimmt. Eine gute Quelle ist fetter Fisch. Auch Ergänzungspräparate können in solchen Fällen nützlich sein. [2016]

9. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19118992

Bifidus mit der Muttermilch

Muttermilch enthält vier Arten von Bifidus-Bakterien, die für eine gesunde Darmflora des Menschen wichtig sind. Babys, die mit der Brust gestillt werden, haben deshalb deutlich weniger Probleme mit der Verdauung als Flaschenkinder. [1645]

3. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17596738

Stillen auch für die Mutter gesund

Die Muttermilch und der enge Kontakt beim Stillen sind gesund für das Baby. Doch auch für die Mutter ist das Stillen gesund: Stillende Mütter erleiden zu 19 Prozent weniger einen Herzinfarkt als Mütter, die ihrem Baby die Flasche geben. Das zeigt eine Studie an fast hunderttausend Frauen in den USA. Man nimmt an, dass eine Schwangerschaft den Körper einer Frau stark belastet, unter anderem durch das Speichern von Fett. Stillen hilft der Frau, sich wieder auf den Zustand vor der Schwangerschaft umzustellen. [1538]

20. Februar 2007  –  Ann Rheumatic Diseases 2007;66:158

Stillen macht gesünder, aber nicht intelligenter

Dass Stillen gesund ist für das Baby, zeigen viele Studien. Doch es hat auch seine Grenzen. Zwar sind gestillte Babys, statistisch gesehen, intelligenter als solche, die mit der Flasche aufgezogen werden. Doch das liegt vor allem daran, dass Mütter mit einem hohen IQ eher stillen als solche mit einem niedrigen IQ. Die höhere Intelligenz der gestillten Kinder kommt also eher von den Genen als von der Muttermilch. [1456]

7. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:945

Sechs Monate lang stillen

Babys, die sechs Monate oder länger an der Brust gestillt werden, sind deutlich weniger oft und weniger schwer erkältet als Babys, die nur vier Monate lang Muttermilch bekommen haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Kindern in den USA. Die Ärzte empfehlen, Babys im ersten Halbjahr zu stillen wenn immer möglich. [1262]

16. März 2006  –  Pediatrics 2006;117:425

Baby-Kolik: Es kommt darauf an, was Mama isst

Meidet eine stillende Mutter Kuhmilch, Eier, Erdnüsse, Weizen, Soja und Fisch, dann leidet das Baby weniger unter Kolik. Das zeigt eine Studie an über hundert Babys in Australien. Die erwähnten Nahrungsmittel können bei empfindlichen Menschen Allergie auslösen, die sich über die Muttermilch auf das Baby überträgt. [1197]

15. Dezember 2005  –  Pediatrics 2005;116:e709

Stillen: 20 Prozent weniger Babys sterben

Man nimmt an, dass Muttermilch die Lebenskraft des Babys verbessert. [798]

4. Juni 2004  –  Pediatrics 2004;113:e435

Stillen beugt Verkalkung vor

Bei Kindern, die Muttermilch bekommen, sinkt später das Risiko eines hohen Spiegels von Cholesterin und einem für Entzündungen typischen Protein. Das lässt die Arterien weniger verkalken. [784]

17. Mai 2004  –  Lancet 2004;363:1571

Schlanker bleiben mit Muttermilch

Babys, die gestillt worden sind, bleiben schlanker. Besonders positiv wirkt das Stillen, wenn die Mutter es über den sechsten Monat hinaus fortsetzt. [716]

18. Februar 2004  –  Pediatrics 2004;113:e81

Langes Stillen bringt Vorteile

Babys, die sechs Monate lang ausschließlich Muttermilch bekommen, sind im Alter von einem Jahr größer und haben einen größeren Kopfumfang als Babys, die nur drei Monate lang gestillt werden. Stillen zwischen dem dritten und dem sechsten Monat reduziert auch markant das Risiko für Verdauungsstörungen. [548]

4. August 2003  –  Am J Clin Nutrition 2003;78:291

Ideal: 3 Monate stillen

Babys wachsen am schnellsten mit Muttermilch. Das ist schon lange bekannt. Doch wann soll man sie von der Brust entwöhnen? Nach 3 Monaten, wenn man einem weltweit einmaligen Experiment in Weißrussland glauben will. Dort wurden über 17000 Babys ein Jahr lang regelmäßig untersucht. Die Babys, die 3 Monate gestillt und dann entwöhnt wurden, nahmen am schnellsten zu. [239]

2. September 2002  –  Pediatrics 2002;110:343

Muttermilch ist auch ein Schmerzmittel

Babys, die an der Brust saugen, reagieren weniger empfindlich auf Schmerzen. [93]

7. April 2002  –  Pediatrics 2002;109:590

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