
News zu Mutter
Jeder sechste Krebsfall ist Folge einer Infektion
Der Magenkeim Helicobacter pylori, Hepatitis-Viren (Erreger von Gelbsucht) und Papilloma-Viren in der weiblichen Gebärmutterschleimhaut sind die Keime, die weltweit am häufigsten Krebs erzeugen. Alle Keime zusammen verursachen etwa 16 Prozent aller Krebserkrankungen. Am meisten Menschen sterben daran in den Entwicklungsländern, wie die Internationale Agentur für Krebsforschung IARC mitteilt. [3102]
9. Mai 2012 – Ärzteblatt
Füttern nach Bedarf macht Baby intelligenter
Ein fester Rhythmus für Brust oder Fläschchen mag für die Mutter bequemer sein, jedoch ist es für Babys Intelligenz besser, wenn es seinen Bedarf selber anmelden darf. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie. Der Intelligenzgewinn durch Füttern nach Bedarf macht im Schulalter etwa vier bis fünf Punkte auf der IQ-Skala aus. [3072]
23. März 2012 – UPI Health News
Baby mit der Hand essen lassen
Früh übt sich gesundes Essen: Wenn Babys ihre erste Nahrung nach der Muttermilch selber mit der Hand zum Mund führen dürfen, entwickeln sie weniger Lust auf Süsses und bleiben schlanker als jene, die mit Brei und Löffel gefüttert werden. Das zeigt eine Studie mit über hundertfünfzig Babys in Nottingham. [3039]
7. Februar 2012 – Welt
Weisser Hautkrebs durch Viren und UV
Nur wenn Viren die Zellen der Haut geschädigt haben, kann UV-Strahlung weissen Hautkrebs auslösen. Das vermuten Krebsforscher nach Versuchen an Labormäusen. Die Hautkrebs-Viren sind verwandt mit solchen, die Warzen oder Gebärmutterhalskrebs auslösen. Jetzt wollen Forscher einen Impfstoff gegen weissen Hautkrebs entwickeln. [2910]
20. Juli 2011 – Welt
Zweisprachige Kleinkinder aufmerksamer
Kinder, die mit zwei Sprachen aufwachsen, lassen sich von einer Aufgabe weniger leicht ablenken als Kinder mit nur einer Muttersprache. Das zeigt eine Studie an Zweijährigen in den USA, in Kanada und in Frankreich. Die zweisprachigen kanadischen Kleinkinder haben etwa den gleich grossen Wortschatz wie die gleichaltrigen amerikanischen und französischen. Daneben sind sie schon in der Lage, schnell von einer Sprache in die andere zu wechseln. [2798]
25. Januar 2011 – UPI Health News
Stress in Schwangerschaft vergrössert Plazenta
Je mehr Stress eine schwangere Frau belastet, desto stärker wächst die Plazenta, die das ungeborene Baby mit Nährstoffen versorgt. Das zeigt eine dänisch-schweizerische Studie mit Daten aus über siebzigtausend Geburten. Offenbar sorgt so die Natur dafür, die Entwicklung im Mutterleib trotz ungünstiger Bedingungen zu schützen. [2790]
11. Januar 2011 – Scienceticker
Schwanger: Paracetamol fördert Asthma beim Kind
Nehmen schwangere Frauen Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Fieber und Schmerzen, kann sich das Risiko für Asthma in den ersten Lebensjahren des Kindes erhöhen. Ob dies der Fall ist, hängt unter anderem auch von einem bestimmten Gen der Mutter ab. Das zeigt eine britische Studie an vierzehntausend Kindern. [2756]
23. November 2010 – Ärzteblatt
24-Wochen-Fötus spürt keinen Schmerz
Ein ungeborenes Baby im Mutterleib kann bis zum Alter von 24 Wochen keine Schmerzen spüren und kein Bewusstsein haben. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Experten am Royal College für Geburtshilfe und Gynäkologie in London. Deren Untersuchungen zeigen, dass die Nervenverbindungen im Hirn des Fötus, die für ein Schmerzempfinden nötig wären, sich noch nicht voll ausgebildet haben. Für Operationen im Mutterleib ist deshalb keine Anästhesie am Fötus nötig. Es bedeutet auch, dass der Fötus bei einer Abtreibung nicht leiden muss. [2653]
28. Juni 2010 – Telegraph
Muttermilch enthält Stoffe, die Zellen von bis zu vierzig verschiedenen Krebsarten abtöten können. Von diesem Schutz sollen nicht nur gestillte Babys profitieren: Schwedische Forscher haben aus krebshemmenden Substanzen der Muttermilch einen Cocktail gemixt und diesen an Patienten mit Blasenkrebs getestet. Die ersten Erfolge sind vielversprechend: Krebszellen sind abgestorben. Ob sich Krebs aber damit heilen lässt, muss sich erst noch zeigen. [2546]
23. April 2010 – Welt
Ernährungswissenschaftler: Bewegung ist wichtiger
Um gesund zu bleiben, soll man sich bewegen. Ernährung habe dagegen kaum einen Einfluss auf die Gesundheit. Das sagt Nahrungs-Experte Paolo Colombani von der ETH Zürich in einem Interview der SonntagsZeitung. Wer sich bewege, könne fast alles essen, weil sich (wieder) ein natürliches Gleichgewicht von Hunger und Sättigung einstelle. Die übrigen Empfehlungen seien ganz einfach: Nichts kaufen, was Grossmutter nicht gekannt hat, was aus mehr als fünf Inhaltsstoffen besteht oder aus Stoffen, die schwer auszusprechen sind; im Supermarkt aussen herum einkaufen und den Innenraum mit den Konserven meiden. [2437]
24. Februar 2010 – SonntagsZeitung
Känguruh-Methode kann «tote» Babys retten
In Südamerika, Afrika, Indien und Pakistan sind Totgeburten dank einer einfachen, aber wirksamen Methode um ein Drittel zurückgegangen: Das vermeintlich tote Baby wird auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es Wärme bekommt und den Herzschlag der Mutter spürt. Zusätzlich weckt sanfte Massage am Rücken und an den Fusssohlen die Lebensgeister. Diese «Känguruh-Methode» hat sich auch im Westen bewährt, vor allem nach Frühgeburten. [2431]
22. Februar 2010 – Ärzteblatt
Gen-Test ermittelt Risiko für Frühgeburt
Das Gen IL6R steuert bestimmte Substanzen, mit denen das Immunsystem Infektionen bekämpft. Kommt dieses Gen bei Mutter und Fötus in ungünstigen Varianten vor, verdoppelt sich das Risiko für eine Frühgeburt. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 13 Millionen Babys zu früh zur Welt. Viele haben ein Leben lang Probleme mit der Gesundheit. Allerdings ist auch der Gen-Test bei Ungeborenen nicht ohne Risiko: In einem von hundert Fällen löst er eine Fehlgeburt aus. [2381]
5. Februar 2010 – Spiegel
Keine Abmagerungskur in der Stillzeit
Wer hungert, baut Fettreserven ab. Das Körperfett enthält aber viele Schadstoffe, die sich im Lauf der Jahre dort abgelagert haben. Beim Hungern gelangen sie ins Blut und bei einer stillenden Frau auch in die Muttermilch. Stillende Mütter benötigen pro Tag etwa 500 bis 700 zusätzliche Kalorien. Baut sich das Gewicht innerhalb von sechs Monaten nicht von selbst auf den Wert vor der Schwangerschaft ab, sollten Abnehmversuche bis nach der Stillzeit warten, meint Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes deutscher Frauenärzte. [2332]
23. Januar 2010 – Standard
Früher Sex, mehr Gebärmutterhalskrebs
Je früher in ihrem Leben eine Frau ihren ersten Sex hat, desto höher ist ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Keine Rolle spielt jedoch, entgegen früheren Studien, die Zahl der Sexpartner. Ursache für den Krebs ist das Papillomavirus HPV, das beim Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Je früher die Infektion, desto länger hat sie Zeit, sich zu einem Krebs zu entwickeln. [2230]
22. Dezember 2009 – BBC
Kinder im Rauch werden zappelig
Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko. [2162]
4. Dezember 2009 – Süddeutsche Zeitung
Hormone steuern Sinn für Gefühle
Frauen gelingt es in der Regel besser als Männern, den Ausdruck von negativen Gefühlen wie Ärger, Furcht oder Trauer in einem Gesicht zu lesen. Zahlreiche Studien haben diesen Unterschied erforscht, doch die Ergebnisse sind zum Teil widersprüchlich. Nun kennt man den Grund: Die Treffsicherheit für das Lesen von Gefühlen ist in der ersten Phase des weiblichen Zyklus am höchsten. Mit dem nahenden Eisprung, wenn der Pegel des Hormons Östrogen ansteigt, verwischt sich der scharfe Blick für negative Emotionen und gleicht sich jenem der Männer an. Dies zeigt eine Studie an vierzig Frauen und zehn Männern in Brasilien. So sorgt Mutter Natur offenbar dafür, dass sich Frauen und Männer in der empfängnisbereiten Zeit besser vertragen. [2071]
27. März 2009 – PubMed PMID: 19297103
Lust auf Alkohol beginnt schon im Mutterleib
Kinder von Alkoholikerinnen neigen mehr als andere dazu, später als Erwachsene ebenfalls süchtig nach Alkohol zu werden. Eine mögliche Ursache hat man jetzt im Versuch an Ratten erforscht. Füttert man trächtige Rättinnen mit viel Alkohol, konsumiert der Nachwuchs später ebenfalls mehr davon: In exakten Wahlversuchen hat sich gezeigt, dass den Ratten Alkohol besser schmeckt, wenn sie sich im Mutterleib daran gewöhnt haben. Dieser Befund lässt sich zwar nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen, liefert jedoch eine mögliche Erklärung und einen weiteren Grund, in der Schwangerschaft abstinent zu bleiben. Alkohol schädigt die Entwicklung zahlreicher Organe und Organsysteme beim Fetus. [2064]
18. März 2009 – PubMed PMID: 19273846
Mehrfach ungesättigte Fette in der Muttermilch
Nach der Geburt enthält die Muttermilch besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie DHA und Arachidonsäure. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Im Lauf der Stillzeit nimmt ihr Gehalt ständig ab, vor allem wenn die Mutter zu wenig von den gesunden Fetten mit der Nahrung aufnimmt. Eine gute Quelle ist fetter Fisch. Auch Ergänzungspräparate können in solchen Fällen nützlich sein. [2016]
9. Januar 2009 – PubMed PMID: 19118992
Sport auch in der Schwangerschaft gesund
Sowohl die Mutter als auch das werdende Kind profitieren von massvollem Sport in der Schwangerschaft: Das Risiko von Komplikationen bei der Geburt wird kleiner, und die bessere Fitness wird der Mutter helfen, die Anstrengungen der Geburt besser zu verkraften. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung zahlreicher Studien. [1867]
16. Mai 2008 – PubMed PMID: 18463475
Nach Gebärmutter-OP zufriedener mit Sex
Frauen, die eine Hysterektomie machen lassen, sind danach mit ihrem Sexualleben meist zufriedener als vor der Entfernung der Gebärmutter. Das eine Auswertung der bisher gemachten Umfragen bei den Patientinnen vor und nach der Operation. [1834]
31. März 2008 – PubMed PMID: 18353739
Frauen zufriedener nach Teil-OP der Gebärmutter
Bei der Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) gibt es zwei verschiedene Methoden: Bei der einen wird das Organ ganz entfernt, bei der anderen nur teilweise. Nach beiden Arten der Operation haben die Frauen besseren Sex. Doch in Bezug auf das Körperbild fühlen sich die Frauen nach teilweiser Operation deutlich zufriedener als nach der totalen Entfernung. Das zeigt eine Studie an über hundert Frauen in Italien. [1829]
21. März 2008 – PubMed PMID: 18338177
Mutter raucht, Kind allergisch
Ist ein Baby im ersten Jahr seines Lebens dem Rauch seiner Mutter ausgesetzt, steigt sein Risiko für allergische Leiden in den ersten fünf Jahren auf mehr als das Doppelte. Umgekehrt senkt Stillen dieses Risiko, aber nur wenn die Mutter nicht raucht. Durch Stillen lassen sich die Schäden des Rauchs nicht verringern. [1794]
1. Februar 2008 – PubMed PMID: 18208466
Pap hilft entdecken und auch verhüten
Der Pap-Abstrich hilft Krebs der Gebärmutter nicht nur früh entdecken, sondern auch bis zu einem gewissen Grad verhüten. Das zeigt eine Studie bei über tausend Frauen in Südafrika. [1761]
14. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18049186
Eine gute Versorgung mit Vitamin C ist wichtig in der Schwangerschaft: Je höher der Spiegel des Vitamins im Blut der Mutter, desto besser die Chancen, dass das Baby mit einem gesunden Gewicht auf die Welt kommt. [1758]
11. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18049868
Wurzeln der Angst im Mutterleib
Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft Angst und Stress erlebt haben, sind im Alter von einem bis zwei Jahren deutlich ängstlicher und geistig weniger weit entwickelt als Kinder, die im Mutterleib keinem Stress ausgesetzt waren. Dies zeigt eine Studie in London. [1757]
10. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18049295
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