Gesundheitstelegramm: Muskeln

News zu Muskeln

Sportschuhe: Dünnere Sohlen besser

Das Zeitalter der dicken Sohlen und gestützten Gelenke bei Joggingschuhen ist vorbei. Neue Studien zeigen, dass sie nicht vor Verletzungen schützen. Moderne Schuhe imitieren das natürliche Barfusslaufen auf weichen Unterlagen. Der Wechsel sollte jedoch schrittweise erfolgen - sonst droht Überlastung der verkümmerten Fussmuskeln. [2992]

1. Dezember 2011  –  Ärztezeitung

Ursache von ALS entdeckt

Eine gestörte Reparatur von Eiweissen im Gehirn und Rückenmark haben Forscher in den USA als Ursache der Nervenkrankheit ALS erkannt. Bei der Amyotrophen Lateralsklerose sterben Nerven ab, was danach Muskeln verkümmern lässt. Die Krankheit ist unheilbar. Nun hofft man auf Chancen, endlich Medikamente dagegen entwickeln zu können. [2928]

25. August 2011  –  Ärztezeitung

Harte Tastatur fördert Tennisarm

Wer einen Computer kauft, tut gut daran, auch auf eine leichtgängige Tastatur zu achten. Denn je höher der Widerstand beim Tippen, desto stärker belastet dies die Beugemuskeln von Finger, Hand und Unterarm. Das kann bei langer Arbeit am Computer zu Entzündungen führen, etwa einem Tennisarm. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich. [2820]

3. März 2011  –  Ärztezeitung

Stretching schützt nicht vor Verletzungen beim Joggen

Die einen Jogger dehnen ihre Muskeln vor dem Laufen. Die anderen laufen ohne Stretching los. Für das Risiko von Verletzungen spielt dies keine Rolle. Zu diesem Schluss kommt eine Studie bei über zweitausend Joggern in den USA. Am besten sei es, so weiterzumachen wie bisher, mit oder ohne Stretching. Denn das Risiko für Verletzungen nimmt zu, wenn man plötzlich damit beginnt oder damit aufhört. [2814]

22. Februar 2011  –  UPI Health News

Leichte Belastung lässt Muskeln schneller wachsen

Wer Kraft trainieren will, stemmt am besten relativ leichte Gewichte, allerdings so lange, bis er oder sie nicht mehr kann. Der entscheidende Reiz für das Wachstum der Muskeln kommt von der Erschöpfung, nicht aber von der maximalen Belastung. Dies lässt eine kanadische Studie an zwanzig jungen Freizeitsportlern vermuten. Das Ergebnis tönt plausibel, denn von leichten Belastungen können sich Muskeln schneller wieder erholen als von schweren. Wegen der kleinen Zahl von Teilnehmern ist es allerdings erst vorläufig und muss noch durch grössere Studien erhärtet werden. [2693]

20. August 2010  –  Scienceticker

Stöckelschuhe? Ja, aber nur mit Dehnübungen!

Bei Frauen, die oft High Heels tragen, verkürzt und verdickt sich die Achillessehne. Beim Tragen normaler Schuhe schmerzen dann die Waden. Ohne negative Folgen bleibt die Leidenschaft für hohe Absätze, wenn frau sie nicht zu lange trägt und regelmässig Stretching für die Wadenmuskeln macht. [2667]

16. Juli 2010  –  Welt

Viel Eiweiss beschleunigt Pubertät

Kinder, die sich besonders eiweissreich ernähren, kommen etwa ein halbes Jahr früher als andere in die Pubertät. Das zeigen Untersuchungen am Institut für Kinderernährung in Dortmund. Eiweiss ist auch wichtig für den Aufbau der Knochen und Muskeln in der Kindheit und Jugend - am besten kombiniert mit viel Obst und Gemüse. [2564]

30. April 2010  –  Ärztezeitung

Muskeldoping schwächt das Herz

Mit Anabolika dopen sich nicht nur Leistungssportler, sondern auch Freizeitsportler, die sich im Fitnessstudio mehr Muskeln antrainieren wollen. Dass solches Doping dem Herzen schadet, war schon bekannt. Doch wie gross die Schäden wirklich sind, zeigt eine neue Studie in Boston: Die Pumpleistung des Herzens sinkt unter Anabolika auf die Hälfte. Da mehr Muskeln aber das Herz mehr fordern, droht bei Anstrengung ein plötzlicher Tod durch Herzversagen. [2561]

29. April 2010  –  Focus

Starke Muskeln, starke Knochen und umgekehrt

Muskeln regen über Signalstoffe den Aufbau von Knochenmasse an. Umgekehrt sondern Knochen Hormone ab, die das Muskelwachstum fördern. Diese neue Erkenntnis bringt eine Studie in den USA. Bisher war man von einer bloss indirekten Wirkung ausgegangen: Anstrengung belastet die Knochen mechanisch, was sie zur Verstärkung anregt. [2559]

29. April 2010  –  Spiegel

Stretching vor dem Sport schadet

Wer sein Training mit Stretching beginnt, verhärtet die Muskeln, statt sie zu entspannen. Statt stärker und schneller werden sie schwächer und langsamer. Zu diesem Schluss kommen sportmedizinische Experimente an der Uni Limerick in Irland. Besser ist ein leichtes Aufwärmen vor dem Training, zum Beispiel durch langsames Joggen, leichtes Balljonglieren oder Ballwechsel im Fussball und Tennis. Die richtige Zeit fürs Stretching ist nach dem Training, wenn die Muskeln warm sind. [2534]

16. April 2010  –  Telegraph

Muskeln im Alter: Wadendicke messen!

Bei betagten Menschen nimmt die Muskelmasse ab. Ob dieser Muskelverlust den kritischen Grad einer Sarkopenie erreicht, lässt sich mit der Waage nicht feststellen, da alte Menschen oft auch mehr Fett ansetzen. Nur das Massband schafft Klarheit: Der Wadenumfang sollte mindestens 31 Zentimeter betragen, sagt Jürgen Schölmerich, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Muskelschwäche ist die häufigste Ursache für Stürze im Alter. [2529]

15. April 2010  –  Ärztezeitung

Mehr Muskeln im Alter halten gesund

Bis zum achtzigsten Lebensjahr verliert auch ein gesunder Mensch im Durchschnitt etwa ein Drittel seiner Muskelmasse. Besser ist wohl, die Sache positiv zu sehen: Zwei Drittel bleiben erhalten, und dieser Anteil lässt sich durch Krafttraining steigern. Muskelkraft ist einer der wichtigsten und oft unterschätzten Gesundheitsfaktoren im Alter, sagt Jürgen Schölmerich von der Uni Regensburg. Schwache Muskeln und ein schlechter Sinn für das Gleichgewicht - beides Folgen von Bewegungsmangel - sind die häufigsten Ursachen von Stürzen. Beim folgenden Aufenthalt im Spital bringen dann oft Thrombosen und Lungenentzündungen den vorzeitigen Tod. [2454]

4. März 2010  –  Ärzteblatt

Mit Bizeps gegen Alzheimer

Senioren, die zweimal pro Woche ihre Muskeln mit Hanteln und Kraftmaschinen stärken, sind geistig fitter als jene, die nie oder nur einmal pro Woche trainieren oder statt des Trainings nur leichte Gleichgewichtsübungen machen. Das zeigt eine Studie an über hundert älteren Damen in Vancouver. Die Leistungen in Gedächtnis- und Wortfindungstests verbessern sich im Lauf des Trainings. [2348]

27. Januar 2010  –  Ärzteblatt

Sieben Tipps gegen Spannungskopfschmerzen

Es ist ein Gefühl, als umspanne ein zu enges Stahlband den ganzen Kopf. Daran leidet die Mehrheit der Bevölkerung zwei bis dreimal pro Monat. Diese 7 Massnahmen können lindern helfen: Pfefferminzöl oder Tigerbalsam vorsichtig auf die Schläfen streichen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Autogenes Training, falls keine Depression vorliegt. Ausdauersport wie Jogging, Walking oder Schwimmen. Bei Bildschirmarbeit jede Stunde zwei bis drei Minuten Pause, leichte Gymnastik für die Schultern, Augen bewegen. Physiotherapie gegen Verspannung der Nackenmuskeln. Schmerzmittel nur nehmen, wenn alles andere nicht hilft; bei Schmerzen über mehr als drei Monate an den meisten Tagen einen Arzt aufsuchen. [2295]

14. Januar 2010  –  Welt

3D-Kino mit Nebenwirkungen

Nach dem Boom des 3D-Blockbusters Avatar rüstet jetzt die Kinobranche ihre Häuser weltweit für das dreidimensionale Erlebnis auf. Doch für einige Zuschauer endet das Vergnügen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Schuld daran ist die Tatsache, dass die Augen versuchen, sich auf die vorgegaukelte Distanz des 3D-Bildes zu fokussieren. Um das Bild aber scharf zu sehen, muss man diese natürliche Tendenz unterdrücken. Das kann die Augenmuskeln auf Dauer überanstrengen. Besonders schlimm ist es für Menschen mit extremen Unterschieden in der Sehschärfe beider Augen. [2281]

11. Januar 2010  –  Telegraph

Wer fit ist, kommt beruflich weiter

Eine Studie an über einer Million jungen Männern in Schweden zeigt: Männer mit starken Leistungen von Herz und Lunge sind in der Regel intelligenter, erreichen höhere Positionen im Beruf und verdienen besser als der Durchschnitt. Keine Rolle spielt dagegen die Stärke der Muskeln. Forscher vermuten, dass ein fitter Kreislauf wichtig ist, um das Hirn mit reichlich Sauerstoff zu versorgen. Dadurch vermag es mehr zu leisten. Die Fitness ist sogar noch wichtiger als die Erbanlagen, was Vergleiche an über dreitausend Zwillingspaaren zeigen. [2170]

8. Dezember 2009  –  Standard

Leichtes Training am besten für die Stimmung

Strenges Krafttraining ist am besten für starke Muskeln, doch leichtes Krafttraining mit längeren Pausen zwischen den einzelnen Übungen ist besser für eine positive Stimmung. Dies zeigt ein Vergleich verschieden strenger Trainingsprogramme in den USA. Fazit: Locker macht's mehr Spass. Und da man mit mehr Freude auch länger durchhält, ist es wohl auch für die Muskeln auf lange Sicht am besten. [2151]

10. November 2009  –  PubMed PMID: 19834350

Rücken liebt strengen Sport, aber nicht strenge Arbeit

Ein gesunder Rücken ohne Schmerzen braucht viel Bewegung, um die Muskeln des Rumpfes und der Wirbelsäule zu kräftigen. Bewegung in der Freizeit, zum Beispiel durch Sport, senkt das Risiko für Rückenschmerzen deutlich. Jedoch steigt das Risiko bei körperlich anstrengender Arbeit. Dies zeigt eine Studie der orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg an über dreitausend Angestellten.  [2144]

29. Oktober 2009  –  PubMed PMID: 19787333

Gesunder Kreislauf hilft Muskeln stärken

Ein wichtiger Risikofaktor für Herz und Kreislauf sind Entzündungen überall im Körper, ganz besonders in den Wänden der Blutgefässe. Ein Anzeichen dafür ist das c-reaktive Eiweiss CRP, dessen Pegel im Blut erhöht ist. Bei vielen älteren Menschen mit schwachen Muskeln findet man ebenfalls erhöhte CRP-Pegel. Dies zeigt eine Studie an über viertausend britischen Frauen und Männern. Fazit: Was gut ist für das Herz, hilft auch die Muskeln stärken. [2104]

4. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19466582

Starke Muskeln gegen Krebs

Männer mit kräftigen Muskeln haben ein um bis zu vierzig Prozent vermindertes Risiko, an Krebs zu sterben, verglichen mit ihren weniger gut trainierten Altersgenossen. Dies zeigt eine Langzeitstudie des Cooper-Instituts in Dallas, Texas. Und tröstlich für all jene, die es nicht schaffen, ihren Bauch wegzutrainieren: Die Muskeln senken auch bei Dicken das Krebsrisiko. [2090]

4. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19366909

Laktat ist Energie fürs Hirn

Milchsäure (Laktat) bildet sich bei starker Anstrengung in den Muskeln und reichert sich im Blut an. Zusammen mit dem Blutzucker dient es dem Hirn als Energiequelle. Steigt der Laktatwert beim Sport, drosselt das Hirn den Verbrauch an Blutzucker und steigert die Verwertung des Laktats. Dies zeigen Laborversuche an jungen gesunden Menschen in Kopenhagen. Dies könnte mit erklären, warum die Intelligenz bei körperlicher Anstrengung zunimmt. [2082]

17. April 2009  –  PubMed PMID: 19337275

Intensives Training auch mit Arthritis

Auch wer an rheumatischer Entzündung der Gelenke, also an Arthritis leidet, sollte sich so viel als möglich bewegen. Schonung ist nicht angesagt, im Gegenteil: Intensives Training stärkt die Muskeln, und starke Muskeln entlasten wiederum die Gelenke. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an siebzig Rheumatikern in Holland. Die sportlichen unter ihnen fühlten sich deutlich weniger behindert von der Arthritis als jene, die nur wenig oder gar keinen Sport trieben. Auch nach intensivem Sport waren keine stärkeren Schmerzen oder gar Schäden im Röntgenbild zu beobachten. [2060]

12. März 2009  –  PubMed PMID: 19247575

Schadet Milch der Gesundheit?

Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]

2. März 2009  –  PubMed PMID: 19232475

Besser mit Tinnitus umgehen lernen

Tinnitus, das pfeifende, zischende oder rauschende Geräusch im Ohr, tritt oft ohne erkennbare Ursache auf. Etwa zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung sind dauerhaft davon betroffen. Im Alter steigt dieser Anteil auf etwa ein Drittel. Tinnitus ist nicht heilbar. Doch durch eine gezielte Behandlung lässt sich die Lebensqualität markant verbessern. Dazu gehören progressive Entspannung der Muskeln nach der Methode von Jacobson, Physiotherapie, das Fokussieren der Aufmerksamkeit und schliesslich eine entspanntere, coolere Haltung gegenüber dem Tinnitus. Nach drei Monaten Training ist die Lebensqualität der Patienten deutlich besser als zuvor. Dies zeigt eine Studie am Tinnituszentrum der Charité-Universität in Berlin. [2033]

3. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19173149

Warum Krafttraining im Alter gesund ist

Muskeln sind der grösste Speicher des Körpers für lebenswichtige Aminosäuren. Ihre Tätigkeit kurbelt den gesamten Stoffwechsel an, wovon auch das Hirn profitiert. Muskeln speichern Zucker und verbrennen Fett, wodurch das Risiko für Diabetes sinkt. Wer starke Muskeln hat, wird bis ins höchste Alter kaum je Pflege benötigen. Deshalb raten Fachleute gerade auch im Alter zu intensivem Training der Muskeln. [2012]

5. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19074964

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Die Behandlung hat drei Ziele: erstens Schübe verhindern, zweitens deren Folgen bekämpfen und drittens das Fortschreiten der Krankheit bremsen.

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