Gesundheitstelegramm | Musik
Nach Schlaganfall erst singen, dann sprechen
23. Februar 2010 - Menschen, die nach einem Hirnschlag nicht mehr sprechen können, hilft Singen weiter. Während das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte sitzt, ist der Sinn für Musik auf beide Seiten des Gehirns verteilt. Von dort aus knüpfen die grauen Zellen neue Verbindungen zum zerstörten Sprachzentrum. Die Musiktherapie erfordert aber Geduld, denn der Fortschritt stellt sich bei täglichem Üben erst nach zwei bis drei Monaten ein. [2432]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Sport ist gesund für 80 Prozent
05. Februar 2010 - Eine satte Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung ist in der glücklichen Lage, durch Jogging, Aerobic oder Krafttraining ihre Atmung und ihren Kreislauf fitter machen zu können. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Personen in Europa und in den USA. Bei den restlichen 20 Prozent sprechen Herz und Kreislauf nicht wesentlich auf das Training an. Diese Menschen zu entdecken und individuell zu beraten ist das Ziel der Genomik. Bisher hat man 30 Gene entdeckt, die für die Leistung von Herz und Kreislauf zuständig sind. Deren Bestimmung auf breiter Front ist allerdings noch Zukunftsmusik. [2383]
Quelle: Telegraph
Schlafphasen-App fällt bei Test durch
03. Februar 2010 - Das Programm «Sleep Cycle» für das iPhone von Apple, eine der beliebtesten Anwendungen, ist beim Test im Schlaflabor kläglich durchgefallen. Es soll anhand der Erschütterungen der Matratze ermitteln, ob der Schläfer sich im Tiefschlaf, in der Traumphase oder im leichten Schlaf befindet. Nur in diesem soll das iPhone den Schläfer mit sanfter Musik wecken - bis zu einer halben Stunde vor dem gewünschten Aufstehen. Ein falsches Versprechen, wie Test im Schlaflabor gezeigt hat: Das Programm hat Leichtschlaf falsch als Tiefschlaf klassiert und die Phasen des Traumschlafs nicht erkannt. [2369]
Quelle: Spiegel
Baby mit Mozart ruhiger, wächst schneller
11. Januar 2010 - Zu früh geborene Babys gedeihen besser mit Musik von Mozart. Sie liegen ruhiger in ihren Bettchen, verbrauchen weniger Energie und müssen demnach weniger Kalorien aufnehmen, um zu wachsen als Babys ohne Musik. Schon eine halbe Stunde Mozart pro Tag macht den Unterschied aus, wie Versuche an einer Klinik in Tel Aviv zeigen. Weitere Versuche sollen nun klären, ob Musik anderer Komponisten oder etwa zeitgenössischer Pop oder Rap ebenso gut wirken. [2278]
Quelle: Welt
Tango ist die beste Medizin
30. Dezember 2009 - Argentinischer Tango hat sich gegen Depression, Stress und Eheprobleme, aber auch gegen Parkinson als wirksam gezeigt, wie mehrere Studien belegen. Um zu entschlüsseln, warum Tango, nicht aber Walzer und Foxtrott so günstig auf die Gesundheit wirkt, haben Forscher der Uni Frankfurt in Speichelproben der Tänzer die Konzentration der Hormone vor und nach dem Tanz gemessen. Fazit: Tango regt einerseits, durch die erotische Nähe zum Partner, das Testosteron an. Andererseits senkt die rhythmische Musik das Stresshormon Cortisol. Die Bewegung steigert zudem die Fitness. [2243]
Quelle: Focus
Massgeschneiderte Musik gegen Tinnitus
29. Dezember 2009 - Neue Hoffnung gegen die Geräusche im Ohr kommt aus der Uni Münster in Deutschland. Die Patienten hören ihre Lieblingsmusik, allerdings leicht verändert: Die Frequenzen des Tinnitus sind ausgefiltert. So übertönt die Musik den Tinnitus, ohne ihn gleichzeitig zu verstärken. Nach einem Jahr dieser Behandlung ist der Tinnitus deutlich leiser geworden. [2240]
Quelle: 20 Minuten
Alzheimer-Patienten bleiben musikalisch
16. Februar 2009 - Die Fähigkeit, den Charakter eines Musikstücks auf einer Skala zwischen fröhlich und traurig zu erkennen, ist bei Menschen mit Alzheimer noch ebenso gut entwickelt wie bei gesunden Menschen. Dies zeigt ein Test mit je einem Dutzend Patienten und gesunden Personen in Kanada. Das Ergebnis bestätigt, dass Musik ein wichtiges Mittel der Kommunikation mit dementen Personen ist. [2042]
Quelle: PubMed
PMID: 19210036
Klassische Musik verbessert Schlaf
28. April 2008 - Nach entspannender klassischer Musik vor dem Einschlafen schläft man besser. Das zeigt ein Versuch mit ungarischen Studenten, die an Schlaflosigkeit litten. Auch die Stimmung am Tag danach hat sich deutlich verbessert. [1854]
Quelle: PubMed
PMID: 18426457
Mit Musik schneller vom Hirnschlag erholt
25. Februar 2008 - Patienten, die nach einem Schlaganfall regelmässig Musik hören, erholen sich schneller als solche, die Hörbücher hören oder gar keine Tonkonserven nutzen. Die Fortschritte sind vor allem beim Wortgedächtnis und in der Aufmerksamkeit zu beobachten. Die Musikhörer sind auch weniger depressiv. Das zeigt ein Experiment mit sechzig Patienten in Finnland. [1810]
Quelle: PubMed
PMID: 18287122
Musik verbessert Pflege bei Demenz
15. Februar 2008 - Pflegende, die bei der Arbeit singen, verbessern die Stimmung von dementen Patienten. Sie zeigen mehr positive Gefühle und weniger Aggression, und die gegenseitige Kommunikation wird verbessert. Hintergrundmusik von Tonträgern hat eine ebenso günstige Wirkung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch in Schweden, wo man in einem Pflegeheim den Einfluss der Musik mittels Auswertung von Videos genau unter die Lupe genommen hat. [1804]
Quelle: PubMed
PMID: 18241869
Besser erholt mit Musik
30. Januar 2008 - Wer sich nach dem Training mit sanfter Musik entspannt, erholt sich schneller und besser als ohne Musik. Das zeigt ein Versuch mit dreissig Studenten in China. [1792]
Quelle: PubMed
PMID: 18212717
Aktives Musizieren hilft Krebs bewältigen
26. November 2007 - Kinder mit Krebs kommen mit ihrer Krankheit besser klar, wenn sie aktiv musizieren als wenn sie bloss Musik hören. Zu diesem Schluss kommt ein Versuch mit über achtzig jungen Patienten an mehreren Kliniken in den USA. [1747]
Quelle: PubMed
PMID: 18033724
Musik üben und besser lesen
25. Oktober 2007 - Kinder mit Legasthenie haben guten Chancen, ihre Schwäche im Lesen und Schreiben dadurch abzubauen, dass sie ein Instrument spielen oder singen. Versuche in Frankreich haben gezeigt, dass Musik und Sprache zum Teil auf die gleichen Strukturen im Hirn zurückgreifen, und dass sich diese durch musikalisches Üben verbessern. [1726]
Quelle: PubMed
PMID: 17943015
Frauen reagieren empfindlicher auf Lärm
24. August 2007 - Musik löst im Hirn eine stärkere Reaktion aus als Lärm derselben Lautstärke. Dieser Unterschied ist bei Männern viel deutlicher ausgeprägt als bei Frauen. Das liegt daran, dass das Hirn der Frauen auf Lärm stärker reagiert als das Hirn der Männer. Das haben Versuche mit einem Scanner an je zehn Frauen und Männern in Holland gezeigt.
[1682]
Quelle: PubMed
PMID: 17703299
Blasmusik gegen Atemnot
06. Februar 2006 - Eine neue, ungewöhnliche Behandlung hat sich an einer Zürcher Höhenklinik bewährt: Patienten, die an nächtlicher Atemnot (Apneu) leiden, spielen täglich zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde auf dem australischen Blasinstrument Didgeridoo. Dann schlafen sie deutlich ruhiger, und am Tag fühlen sie sich wacher. [1234]
Quelle: British Medical Journal
2006;332:266
Lesen und Schach gegen Alzheimer
21. Juni 2003 - Bleibt das Hirn länger in Form, wenn man es regelmäßig braucht? Ja, sagt eine Studie am Albert Einstein College in New York. Wer oft liest, Brettspiele wie Schach oder ein Musikinstrument spielt oder tanzt, hat ein deutlich kleineres Risiko für Alzheimer. [505]
Quelle: N Engl J Medicine
2003;348:2508





