Gesundheitstelegramm: Musik

News zu Musik

Musik verbessert Lebensqualität im Alter

Wer von klein auf regelmässig ein Musikinstrument spielt, hat im Alter zwei Vorteile: Ein besseres Gedächtnis und eine bessere Fähigkeit, Sprache bei hohem Lärmpegel zu verstehen. Dies zeigen Tests mit je über einem Dutzend Musikern und Nichtmusikern in den USA. Dank Musik bleiben offenbar bestimmte Nervenzellen im Gehirn länger leistungsfähig. [2866]

13. Mai 2011  –  Spiegel

Musik und Lachen können Blutdruck senken

Wer oft Musik hört und viel lacht, kann seinen Blutdruck um fünf bis sechs Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) senken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie bei 79 Personen mittleren Alters in Japan. [2835]

28. März 2011  –  WebMD

Nach Schlaganfall erst singen, dann sprechen

Menschen, die nach einem Hirnschlag nicht mehr sprechen können, hilft Singen weiter. Während das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte sitzt, ist der Sinn für Musik auf beide Seiten des Gehirns verteilt. Von dort aus knüpfen die grauen Zellen neue Verbindungen zum zerstörten Sprachzentrum. Die Musiktherapie erfordert aber Geduld, denn der Fortschritt stellt sich bei täglichem Üben erst nach zwei bis drei Monaten ein. [2432]

23. Februar 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Sport ist gesund für 80 Prozent

Eine satte Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung ist in der glücklichen Lage, durch Jogging, Aerobic oder Krafttraining ihre Atmung und ihren Kreislauf fitter machen zu können. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Personen in Europa und in den USA. Bei den restlichen 20 Prozent sprechen Herz und Kreislauf nicht wesentlich auf das Training an. Diese Menschen zu entdecken und individuell zu beraten ist das Ziel der Genomik. Bisher hat man 30 Gene entdeckt, die für die Leistung von Herz und Kreislauf zuständig sind. Deren Bestimmung auf breiter Front ist allerdings noch Zukunftsmusik. [2383]

5. Februar 2010  –  Telegraph

Schlafphasen-App fällt bei Test durch

Das Programm «Sleep Cycle» für das iPhone von Apple, eine der beliebtesten Anwendungen, ist beim Test im Schlaflabor kläglich durchgefallen. Es soll anhand der Erschütterungen der Matratze ermitteln, ob der Schläfer sich im Tiefschlaf, in der Traumphase oder im leichten Schlaf befindet. Nur in diesem soll das iPhone den Schläfer mit sanfter Musik wecken - bis zu einer halben Stunde vor dem gewünschten Aufstehen. Ein falsches Versprechen, wie Test im Schlaflabor gezeigt hat: Das Programm hat Leichtschlaf falsch als Tiefschlaf klassiert und die Phasen des Traumschlafs nicht erkannt. [2369]

3. Februar 2010  –  Spiegel

Baby mit Mozart ruhiger, wächst schneller

Zu früh geborene Babys gedeihen besser mit Musik von Mozart. Sie liegen ruhiger in ihren Bettchen, verbrauchen weniger Energie und müssen demnach weniger Kalorien aufnehmen, um zu wachsen als Babys ohne Musik. Schon eine halbe Stunde Mozart pro Tag macht den Unterschied aus, wie Versuche an einer Klinik in Tel Aviv zeigen. Weitere Versuche sollen nun klären, ob Musik anderer Komponisten oder etwa zeitgenössischer Pop oder Rap ebenso gut wirken. [2278]

11. Januar 2010  –  Welt

Tango ist die beste Medizin

Argentinischer Tango hat sich gegen Depression, Stress und Eheprobleme, aber auch gegen Parkinson als wirksam gezeigt, wie mehrere Studien belegen. Um zu entschlüsseln, warum Tango, nicht aber Walzer und Foxtrott so günstig auf die Gesundheit wirkt, haben Forscher der Uni Frankfurt in Speichelproben der Tänzer die Konzentration der Hormone vor und nach dem Tanz gemessen. Fazit: Tango regt einerseits, durch die erotische Nähe zum Partner, das Testosteron an. Andererseits senkt die rhythmische Musik das Stresshormon Cortisol. Die Bewegung steigert zudem die Fitness. [2243]

30. Dezember 2009  –  Focus

Massgeschneiderte Musik gegen Tinnitus

Neue Hoffnung gegen die Geräusche im Ohr kommt aus der Uni Münster in Deutschland. Die Patienten hören ihre Lieblingsmusik, allerdings leicht verändert: Die Frequenzen des Tinnitus sind ausgefiltert. So übertönt die Musik den Tinnitus, ohne ihn gleichzeitig zu verstärken. Nach einem Jahr dieser Behandlung ist der Tinnitus deutlich leiser geworden. [2240]

29. Dezember 2009  –  20 Minuten

Alzheimer-Patienten bleiben musikalisch

Die Fähigkeit, den Charakter eines Musikstücks auf einer Skala zwischen fröhlich und traurig zu erkennen, ist bei Menschen mit Alzheimer noch ebenso gut entwickelt wie bei gesunden Menschen. Dies zeigt ein Test mit je einem Dutzend Patienten und gesunden Personen in Kanada. Das Ergebnis bestätigt, dass Musik ein wichtiges Mittel der Kommunikation mit dementen Personen ist. [2042]

16. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19210036

Klassische Musik verbessert Schlaf

Nach entspannender klassischer Musik vor dem Einschlafen schläft man besser. Das zeigt ein Versuch mit ungarischen Studenten, die an Schlaflosigkeit litten. Auch die Stimmung am Tag danach hat sich deutlich verbessert. [1854]

28. April 2008  –  PubMed PMID: 18426457

Mit Musik schneller vom Hirnschlag erholt

Patienten, die nach einem Schlaganfall regelmässig Musik hören, erholen sich schneller als solche, die Hörbücher hören oder gar keine Tonkonserven nutzen. Die Fortschritte sind vor allem beim Wortgedächtnis und in der Aufmerksamkeit zu beobachten. Die Musikhörer sind auch weniger depressiv. Das zeigt ein Experiment mit sechzig Patienten in Finnland.  [1810]

25. Februar 2008  –  PubMed PMID: 18287122

Musik verbessert Pflege bei Demenz

Pflegende, die bei der Arbeit singen, verbessern die Stimmung von dementen Patienten. Sie zeigen mehr positive Gefühle und weniger Aggression, und die gegenseitige Kommunikation wird verbessert. Hintergrundmusik von Tonträgern hat eine ebenso günstige Wirkung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch in Schweden, wo man in einem Pflegeheim den Einfluss der Musik mittels Auswertung von Videos genau unter die Lupe genommen hat.  [1804]

15. Februar 2008  –  PubMed PMID: 18241869

Besser erholt mit Musik

Wer sich nach dem Training mit sanfter Musik entspannt, erholt sich schneller und besser als ohne Musik. Das zeigt ein Versuch mit dreissig Studenten in China. [1792]

30. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18212717

Aktives Musizieren hilft Krebs bewältigen

Kinder mit Krebs kommen mit ihrer Krankheit besser klar, wenn sie aktiv musizieren als wenn sie bloss Musik hören. Zu diesem Schluss kommt ein Versuch mit über achtzig jungen Patienten an mehreren Kliniken in den USA. [1747]

26. November 2007  –  PubMed PMID: 18033724

Musik üben und besser lesen

Kinder mit Legasthenie haben guten Chancen, ihre Schwäche im Lesen und Schreiben dadurch abzubauen, dass sie ein Instrument spielen oder singen. Versuche in Frankreich haben gezeigt, dass Musik und Sprache zum Teil auf die gleichen Strukturen im Hirn zurückgreifen, und dass sich diese durch musikalisches Üben verbessern. [1726]

25. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17943015

Frauen reagieren empfindlicher auf Lärm

Musik löst im Hirn eine stärkere Reaktion aus als Lärm derselben Lautstärke. Dieser Unterschied ist bei Männern viel deutlicher ausgeprägt als bei Frauen. Das liegt daran, dass das Hirn der Frauen auf Lärm stärker reagiert als das Hirn der Männer. Das haben Versuche mit einem Scanner an je zehn Frauen und Männern in Holland gezeigt.
 [1682]

24. August 2007  –  PubMed PMID: 17703299

Blasmusik gegen Atemnot

Eine neue, ungewöhnliche Behandlung hat sich an einer Zürcher Höhenklinik bewährt: Patienten, die an nächtlicher Atemnot (Apneu) leiden, spielen täglich zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde auf dem australischen Blasinstrument Didgeridoo. Dann schlafen sie deutlich ruhiger, und am Tag fühlen sie sich wacher. [1234]

6. Februar 2006  –  British Medical Journal 2006;332:266

Lesen und Schach gegen Alzheimer

Bleibt das Hirn länger in Form, wenn man es regelmäßig braucht? Ja, sagt eine Studie am Albert Einstein College in New York. Wer oft liest, Brettspiele wie Schach oder ein Musikinstrument spielt oder tanzt, hat ein deutlich kleineres Risiko für Alzheimer. [505]

21. Juni 2003  –  N Engl J Medicine 2003;348:2508

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