Migräne: Archiv 21 bis 30

Archiv zu Migräne, 14.10.2002 bis 25.7.2006

Migräne kann bei Frauen ein Risiko für das Herz sein

Zum Glück trifft das für die meisten Fälle nicht zu. Gewöhnliche Migräne ohne Aura ist kein Risiko für Herz und Kreislauf. Nur bei etwa zwanzig bis dreißig Prozent der Fälle, wo eine Aura in Form von Sehstörungen und Kribbeln in den Nerven auftritt, ist das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag etwa doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Migräne. Das zeigt eine Studie an über fünftausend Frauen in den USA. [1381]

25. Juli 2006  –  JAMA 2006;296:283

Mehr Migräne wegen der «Pille»?

Bei Frauen, die eine Antibabypille mit Östrogen nehmen, hat man in Norwegen ein um 40 Prozent höheres Risiko für Migräne festgestellt. Als Vergleich dienen Frauen, die keine «Pille» nehmen. Pillen auf Basis von Gestagen ohne Östrogen haben keinen Einfluss auf die Migräne. [1261]

15. März 2006  –  Neurology 2006;66:349

Akupunktur gegen Migräne

Sie wirkt. Das hat eine nach allen Regeln der Schulmedizin durchgeführte Studie an über 300 Patienten in Deutschland gezeigt. Doch für Aufregung in der Welt von TCM sorgt die Studie trotzdem: Nach dieser spielt es nämlich keine Rolle, ob die Nadeln nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) exakt gesetzt oder bewusst an falschen Stellen eingestochen werden. [1043]

13. Mai 2005  –  JAMA 2005;293:2118

Migräne: Risiko für Herz und Kreislauf

Personen, die an Migräne leiden, haben eine Tendenz zu höherem Blutdruck und schlechteren Werten für Cholesterin; beides lässt das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag steigen. Für Migräniker lohnt es sich also, diese Risikofaktoren gut im Auge zu behalten. [999]

14. März 2005  –  Neurology 2005;64:614

Migräne: Risiko für Hirninfarkt bestätigt

Migräniker haben ein doppelt so hohes Risiko für Hirninfarkt wie Menschen ohne Migräne. Das zeigt eine Zusammenfassung von 14 verschiedenen Studien. [955]

11. Januar 2005  –  British Medical Journal 2005;330:63

Migräne: Risiko für Hirninfarkt steigt

Menschen, die oft an einer Migräne mit oder ohne Aura leiden, haben ein deutlich höheres Risiko für einen Hirnschlag durch verengte Blutgefäße, einen so genannten Hirninfarkt. [701]

29. Januar 2004  –  JAMA 2004;291:427

Migräne und Depression

Migräniker sind häufiger depressiv als Menschen mit anderen Kopfschmerzen. Depressive leiden häufiger an Migräne als Menschen ohne Depressionen. Neuste Studien zeigen, dass beide Leiden sowohl Ursache als auch Folge des anderen Leidens sein können. [447]

23. April 2003  –  Neurology 2003;60:1308

Warnsignale der Migräne

Migräniker können bis zu 72% der Anfälle richtig voraussagen. Klarster Vorbote ist Müdigkeit, weitere sind Konzentrationsschwäche und Nackenstarre. Am wahrscheinlichsten ist ein Anfall, wenn man in den Verrichtungen des Alltags beeinträchtigt ist. [432]

31. März 2003  –  Neurology 2003;60:935

Migräne durch Viagra

Viagra kann bei den meisten Migränikern einen Anfall auslösen. Männer, die nie an Migräne leiden, brauchen diese unerwünschte Nebenwirkung in der Regel nicht zu befürchten. [368]

26. Januar 2003  –  Brain 2003;126:241

Migräne beeinträchtigt Sprachvermögen

Patienten, die an Migräne leiden, schneiden in Sprachtests schlechter ab als Patienten mit anderen Kopfschmerzen und als schmerzfreie Personen. Die Leistungen bei Lesen, Schreiben, Rechnen und räumlichem Vorstellungsvermögen sind jedoch nicht beeinträchtigt. [279]

14. Oktober 2002  –  Neurology 2002;59:904

Aktueller    1   2   3    Früher

Mehr



 
30 Kurznachrichten

 

Ähnlich

Alle Themen

Meistgelesen

Schmerzen

Icon

Wie Schmerz entsteht. Was er bewirkt. Wie er sich anfühlt. Was dagegen tun?

mehr

Kopfschmerzen

Icon

Wann sind sie Folgen einer Krankheit, wann selber eine Krankheit? Was tun?

mehr

Migräne

Icon

Vorboten erkennen, auslösende Faktoren meiden, Schmerzen behandeln. Leben mit Migräne.

mehr

Aspirin

Icon

Anwendungen, Nutzen und Risiken. Beipackzettel online. Die Substanz und wie sie funktioniert.

mehr