Migräne: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Migräne, 16.7.2007 bis 14.6.2010

Ursachen von Kopfschmerzen in der Jugend

Jugendliche, die mindestens einmal pro Woche Alkohol und täglich mehr als eine Tasse Kaffee trinken, die täglich rauchen und keinen Sport treiben, leiden mehr als andere an Kopfschmerzen und Migräne. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend jungen Menschen zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland. [2643]

14. Juni 2010  –  Welt

Kaffee gegen Migräne

Eine Tasse Kaffee ist das günstigste Medikament gegen Migräne, und die Chancen, dass es hilft, stehen gut. Zum einen zieht es die Blutgefässe im Hirn zusammen, die sich zu stark ausgedehnt haben und durch zu hohen Druck Schmerzen verursachen. Zum anderen hilft Koffein dem Körper, andere Medikamente gegen Migräne besser aufzunehmen. Viele Migränemittel enthalten deshalb auch Koffein. Dieses regt zudem das Hirn an und hebt die Stimmung, was die Schmerzen besser erträglich macht. [2581]

10. Mai 2010  –  Daily Mail

Migräne? Aspirin probieren!

Jeder zweite Patient mit Migräne spürt nach Aspirin eine deutliche Besserung, bei jedem vierten verschwindet die Migräne sogar ganz. Zu diesem für Experten überraschend deutlichen Schluss kommt eine Auswertung von nicht weniger als 13 Studien mit insgesamt über viertausend Patienten durch die renommierte Cochrane Library. Die wirksamste Dosis sei meist drei Tabletten Aspirin innerhalb von zwei Stunden nach dem Auftreten der Symptome. Experten raten, es erst mit selbst gekauftem Aspirin zu versuchen und erst dann, wenn diese nicht wirken, einen Migränespezialisten zu konsultieren. [2528]

14. April 2010  –  Telegraph

Migräne nach Rotwein, nicht nach Schokolade

Viele Migräniker fühlen sich vor einem Anfall nervös und gereizt. Oft greifen sie dann zur Beruhigung nach Schokolade. So ist diese in den falschen Verdacht geraten, Migräne auszulösen. Versuche an der Ludwig-Maximilians-Uni in München zeigen aber, dass dies nicht der Fall ist - wohl aber nach dem Genuss von Rotwein. Schuld daran sei aber nicht der Alkohol, sondern andere Inhaltsstoffe im Rebensaft. [2506]

30. März 2010  –  Focus

Migräne verdoppelt Risiko für Herzinfarkt

Gewöhnliche Migräne lässt das Risiko eines Herzinfarkts auf den doppelten Wert einer Person ohne Kopfschmerzen ansteigen. Leiden die Patienten zusätzlich unter Aura, das heisst Lichtempfindlichkeiten und Sehstörungen, steigt das Risiko gar auf den dreifachen Wert. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. Kein Grund zur Panik, sagen Experten. Sie raten Migränikern nur, ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht und Neigung zu Diabetes gut zu kontrollieren. [2404]

12. Februar 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Schwangerschaft kann Migräne stoppen

Zwei von drei Frauen mit Migräne leiden seltener an Anfällen, nachdem sie schwanger geworden sind. Die Besserung zeigt sich besonders ab dem dritten Monat. Bei einigen Frauen verschwindet die Migräne sogar ganz. Dies kommt daher, dass bei Schwangeren die Hormonspiegel weniger stark schwanken, was sich beruhigend auf die Hirnströme auswirkt. Zu diesem Schluss kommen Messungen an schwangeren Migränikerinnen und gesunden Frauen in Deutschland. [2313]

19. Januar 2010  –  Standard

Migräne-Behandlung lässt zu wünschen übrig

Fast zwei Drittel aller Menschen, die an Migräne oder einer anderen Form von Kopfschmerz leiden, sind mit ihrer Behandlung unzufrieden. Meist klagen sie, die Behandlung wirke nicht, Spezialärzte seien nicht erreichbar, der Abstand zwischen den Behandlungen sei zu gross und der Arzt erkläre sie unzureichend. Zwar gibt es Kopfschmerzzentren, die eine spezialisierte Beratung und Behandlung anbieten. Doch nur etwas mehr als die Hälfte der Patienten weiss, dass es solche Zentren gibt. Soweit das Fazit einer Umfrage bei über 1600 Patienten in neun europäischen Ländern. [2276]

9. Januar 2010  –  Ärztezeitung

Auslöser meiden, Migräne verhindern

Migräniker tun gut daran, regelmässig zu essen, denn Fasten gehört zu den häufigsten Auslösern eines Anfalls. Viele reagieren empfindlich auf Alkohol und Schokolade. Frauen sind in den Tagen vor ihrer Periode besonders anfällig für Migräne. Wem es gelingt, seelisch ausgeglichen zu bleiben, hat einen Vorteil, denn emotionaler Stress und schlechter Schlaf gehören zu den wichtigsten Auslösern für Migräne. Sex löst dagegen nur bei weniger als drei Prozent der Migräniker einen Anfall aus.  [1987]

21. November 2008  –  PubMed PMID: 18813707

Nietzsche war Migräniker, nicht Syphilitiker

Friedrich Nietzsche, einer der einflussreichsten Philosophen der Neuzeit, litt nach einer neuen retrospektiven Diagnose seit seiner Kindheit an Migräne mit Aura. Später kamen Depressionen hinzu, gefolgt von Demenz und Hirnschlag im vorgerückten Alter. Für die oft behauptete Syphilis gibt es nach neuster Erkenntnis keine Hinweise. [1901]

4. Juli 2008  –  PubMed PMID: 18575181

Migräne: Aura bestimmt das Risiko

Migräne kann das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag erhöhen. Allerdings nur dann, wenn die Kopfschmerzen von einer Aura (z.B. Augenflimmern) begleitet sind. Gewöhnliche Migräne ohne Aura wirkt sich nicht negativ auf den Kreislauf aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zwanzigtausend Frauen in den USA. [1654]

16. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17622918

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