
News zu Metastasen
Lungenkrebs: Metastasen mit Mikrowellen verschmoren
Durch die Haut wird eine Sonde an den Tumor herangeführt. Dann folgt eine fünf- bis zehnminütige Bestrahlung. Die Mikrowellen zerstören die Krebszellen durch Hitze. Mit dieser neuen, in Frankfurt erprobten Methode lässt sich die Behandlung von Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium deutlich verbessern. [2976]
8. November 2011 – Ärztezeitung
Wachstum von Krebszellen live beobachtet
Münchner Krebsforscher haben erstmals live die Zellen eines Tumors dabei beobachten können, wie sie in einem Mäusehirn Ableger (Metastasen) bilden. Die Metastasen sind bei den meisten menschlichen Patienten viel gefährlicher als der Tumor selbst. Die Forscher konnten beobachten, wie die Krebszellen sich an der Gabelung eines Blutgefässes andocken, dieses durchbohren, nach aussen dringen und sich dort festsetzen. Dann teilen sie sich bis zu einer Masse von höchstens fünfzig Zellen. Doch eine Metastase kann erst entstehen, wenn die Krebszellen den Körper dazu bringen, neue Blutgefässe für ihre Ernährung zu bilden. Die neuen Erkenntnisse lassen hoffen, durch neue Medikamente die verschiedenen Schritte von der Krebszelle zur Metastase blockieren zu können. [2236]
26. Dezember 2009 – Ärztezeitung
Haifischknorpel nützt nicht gegen Krebs
Haie bekommen offenbar nie Krebs. Daraus hat man ableiten wollen, dass ein Präparat aus Haifischknorpel gegen Krebs wirke. Diese Hoffnung der Komplementärmedizin ist nun in einer Doppelblind-Studie entkräftet worden. Das Präparat hat das Leben von Patienten mit Metastasen nicht verlängert. [1108]
12. August 2005 – Circulation 2005;112:862
Prostatakrebs: Besser operieren als abwarten
Wer seinen Prostatakrebs sofort operieren lässt, hat nahezu doppelt so gute Chancen zu überleben wie mit der Methode Abwarten und Beobachten. Das Risiko für Metastasen sinkt sogar um zwei Drittel. Das zeigt ein Vergleich von je über dreihundert Schweden, die jeweils mit einer der Methoden behandelt und danach über zehn Jahre lang beobachtet worden sind. [1044]
16. Mai 2005 – N Engl J Medicine 2005;352:1977
Venen: Massive Thrombose-Gefahr durch Krebs
In den ersten paar Monaten nach einer Diagnose Krebs ist die Gefahr einer Thrombose in den Venen um das 50-fache höher als bei gesunden Personen. Danach nimmt sie zwar ab, bleibt jedoch immer noch mindestens 7-mal höher. Bei Metastasen nimmt sie wiederum zu. Das zeigt eine Studie an je einigen tausend Krebspatienten und gesunden Personen in den Niederlanden. [979]
14. Februar 2005 – JAMA 2005;293:715
Hormonartiger Stoff gegen Metastasen
Der Stoff, ein Wachstumsfaktor für Bindegewebe, wird vom Körper produziert. Er hemmt bei Darmkrebs die Bildung von Ablegern, so genannten Metastasen. Das nährt die Hoffnung, eines Tages Medikamente dagegen entwickeln zu können. [963]
21. Januar 2005 – Gastroenterology 2005;128:9
Neues vom Krebs: Wie sich Ableger bilden
Je bösartiger ein Krebs, desto eher bildet er Ableger (Metastasen). Diese befallen zuerst Lymphknoten in der Nähe des ersten Tumors. Bösartige Tumore regen das umliegende Gewebe an, neue Lymphgefäße zu bilden. Über diese schwärmen Krebszellen aus, um gesundes Gewebe zu befallen. Die chemischen Signale, die die Krebszellen dabei verwenden, sind soeben entschlüsselt worden. Man hofft jetzt, damit besser erkennen zu können, wie bösartig ein Tumor ist. [523]
9. Juli 2003 – N Engl J Medicine 2003;349:139
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