Gesundheitstelegramm: Magen

News zu Magen

Pille gegen Magensäure schwächt Knochen

Medikamente, die im Magen die Bildung von Säure hemmen, können bei Frauen das Risiko für Knochenbrüche am Hüftgelenk um etwa ein Drittel steigern. Das zeigt eine Studie mit achtzigtausend Frauen ab den Wechseljahren. Sie hatten die Medikamente jahrelang genommen. Wie stark Männer von einer schnelleren Osteoporose betroffen sind, ist bisher nicht untersucht worden. Die Medikamente gegen Magensäure, Protonenpumpenhemmer, kenntlich an der Endung -prazol des Präparatnamens, werden meist gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre verschrieben. Sie sind teilweise auch rezeptfrei erhältlich. [3035]

1. Februar 2012  –  Telegraph

Schützt Mageninfektion vor Asthma?

Die Magenbakterie Helicobacter pylori führt zwar zu Entzündungen der Magenschleimhaut und zu Magengeschwüren, schützt aber wahrscheinlich vor allergischem Asthma. Das zeigen Versuche an Mäusen an den Universitäten von Zürich und Mainz. Sie liefern eine weitere Bestätigung der Hypothese, dass zuviel Hygiene für die Zunahme von Allergien in modernen Industrieländern verantwortlich ist. [2898]

4. Juli 2011  –  Ärztezeitung

Fördert Magenkeim Parkinson?

Die Bakterie Helicobacter pylori, Erreger von Magengeschwüren, fördert möglicherweise die «Schüttellähmung» Parkinson. Dieser Verdacht stützt sich auf Versuche an Mäusen im Labor, ist allerdings bei Menschen noch nicht erhärtet. [2878]

31. Mai 2011  –  Focus

Magenschrittmacher hilft beim Abnehmen

Einer Frau, die von 100 auf 75 Kilogramm abnehmen will, haben Chirurgen in Schwabach (Bayern) ein Gerät etwa vom Format einer Visitenkarte in der Nähe des Magens eingepflanzt. Der Magenschrittmacher sendet Impulse aus, die den Nerven vorgaukeln, die Frau sei satt. Sensoren messen darüber hinaus, wann und wieviel die Frau isst. Die Daten sind per Scanner von aussen ablesbar. Die Bayerin ist die erste deutsche Patientin mit einem Magenschrittmacher. Laut Studien sind die Erfolgsaussichten gut, sofern die Patienten nach der Operation intensiv ärztlich begleitet werden. [2838]

31. März 2011  –  Ärztezeitung

Erkältet: Küssen erlaubt, Hand schütteln verboten

Viren, die man beim Küssen aufgelesen hat, gelangen über den Speichel in den Magen und gehen dort in der Magensäure zugrunde. Wenn schon ein Verbot aus Vorsicht, dann müsste es das Händeschütteln betreffen: Reibt man sich die juckende Nase oder die brennenden Augen, gelangen die Viren in die Schleimhäute und von dort in den ganzen Körper. Deshalb ist es wichtig, sich nach Körperkontakt mit Erkälteten die Hände zu waschen. [2796]

21. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Zum Fondue besser Tee als Wein

Wer den traditionellen Weisswein zum Fondue trinkt, dem liegt die Käsespeise deutlich länger im Magen als mit Schwarztee oder Wasser. Auch ein Gläschen Schnaps danach hilft nicht beim Verdauen - ganz im Gegenteil. Alkohol in jeder Form ist also schlecht für die Verdauung. Zu diesem Schluss kommt ein Experiment mit zwanzig Freiwilligen an der Universität Zürich. [2773]

16. Dezember 2010  –  Ärztezeitung

Bei Delfinen ist Diabetes zeitweise normal

Eine Art von Diabetes Typ 2 tritt zeitweise oft bei Delfinen auf. Finden sie einen Fischschwarm, schlagen sie sich den Magen voll, aber zwischen solchen Fress-Attacken müssen sie mit längeren Fastenperioden leben. In dieser Zeit reagiert ihr Körper nicht mehr auf Insulin. Delfine haben ein Gen, das ihren «Diabetes» ein- und ausschalten kann. Von dieser Erkenntnis erhofft man sich Fortschritte im Kampf gegen die menschliche Zuckerkrankheit. [2427]

20. Februar 2010  –  Die Zeit

Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs

Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen. [2392]

9. Februar 2010  –  Standard

Äpfel gegen Darmkrebs

Äpfel enthalten bestimmte Antioxidantien, die auch dann noch wirken, nachdem sie Magen und Dünndarm passiert haben. Im Dickdarm machen sie freie Radikale unschädlich, die Krebs fördern. Das hat die Untersuchung von Stuhlproben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gezeigt. Bei Tieren senken die Antioxidantien aus dem Apfel das Krebsrisiko um 50 Prozent. [2385]

6. Februar 2010  –  Ärztezeitung

Expertin: Tee nur gesund ohne Zucker

Tee ist beliebt und gesund. Doch Christiana Gerbracht, leitende Beraterin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung, warnt vor dem Zucker im Tee: Das Getränk bleibt nur so kurze Zeit im Magen, dass man sich nicht satt fühlt, obwohl der Körper viel Energie aufnimmt. Eltern sollten ihre Kinder keinen gesüssten Tee trinken lassen, meint sie. Denn dies würde die Vorliebe für allerlei dick machende Süssgetränke wecken. [2347]

27. Januar 2010  –  Welt

Dicke Patienten überstehen Operation besser

Zu viel Fett am Körper mag im Normalfall ungesund sein. Doch für Patienten auf dem OP-Tisch gilt dies nicht. Jene, die übergewichtig oder gar leicht fettleibig sind, überleben Operationen besser als jene mit Untergewicht, Normalgewicht oder starker Fettleibigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als hunderttausend Patienten in den USA. Zum Vergleich sind alle Operationen untersucht worden ausser jene von Magenbypass gegen Fettleibigkeit. [2115]

6. Juli 2009  –  PubMed PMID: 19561456

Bei Nesselsucht Magenbakterie bekämpfen

Die Magenbakterie Helicobacter pylori kann nicht nur Magengeschwüre, sondern nach neueren Erkenntnissen auch Nesselsucht (Urticaria) verursachen. Das ist jetzt in Indien praktisch bestätigt worden: Nach Bekämpfung des Erregers im Magen hat die Nesselsucht bei den meisten von über sechzig Patienten deutlich abgenommen. [1860]

6. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18445982

Brustschmerz ohne Herz-Alarm

Bei unklaren Schmerzen in der Brust sollte man immer zuerst an das Herz denken. Doch ein beträchtlicher Teil der Brustschmerzen hat nichts mit dem Herzen zu tun. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Schmerzen, die von der Speiseröhre ausgehen und meist durch Rückfluss von Magensaft verursacht sind. [1835]

1. April 2008  –  PubMed PMID: 18364579

Magenband und Bypass schwächen Knochen

Fettleibige, die sich chirurgisch den Magen verkleinern lassen, verlieren nicht nur Gewicht, sondern auch Knochenmasse. Ein Magen-Bypass schwächt die Knochen stärker als ein Magenband. Das zeigt eine Auswertung aller in den letzten Jahren veröffentlichten Studien. [1764]

19. Dezember 2007  –  PubMed PMID: 18074189

Magenband erreicht Ziel nur selten

Bei extremem Übergewicht mindestens die Hälfte der überschüssigen Kilos zu reduzieren - dieses Ziel erreichen Operationen, bei denen der Magen mit einem Band eingeschnürt und so verkleinert wird, nur in etwas mehr als einem Drittel der Fälle. Ausgerechnet bei jenen Patienten, die am dringendsten auf einen Erfolg angewiesen sind, ist dieser am kleinsten. Zu diesem enttäuschenden Schluss kommt eine Studie an über siebzig Patienten in Deutschland. [1751]

30. November 2007  –  PubMed PMID: 18030543

Cholesterin senkt Risiko für Magenkrebs

Ein hoher Spiegel von Cholesterin im Blut senkt das Risiko für Magenkrebs. Dieses Ergebnis einer japanischen Studie an über zweitausend Personen zeigt, dass das oft als gefährlich verschriene Cholesterin auch seine guten Seiten hat. [1732]

2. November 2007  –  PubMed PMID: 17957783

Magenbakterie kann vor Entzündung der Speiseröhre schützen

Die Bakterie Helicobacter pylori, die im Magen des Menschen relativ häufig vorkommt, kann nicht nur Magengeschwüre auslösen, sondern hat auch ihre guten Seiten: Die Gefahr, bei saurem Aufstossen an einer Entzündung der Speiseröhre (Barrett-Oesophagus) zu erkranken, ist bei Trägern der Bakterie deutlich geringer. Das zeigt eine Studie an über neunhundert Patienten und gesunden Personen in den USA. [1712]

5. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17895354

Zähne ein möglicher Herd von Magen-Bakterien

Magengeschwüre behandelt man, indem man ihren Erreger, die Bakterie Helicobacter pylori, mit Medikamenten bekämpft. Ob diese Behandlung auf lange Sicht hilft, hängt unter anderem auch von den Zähnen ab: Eine Infektion im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches lässt das Risiko eines Rückfalls um bis das Fünffache ansteigen. Das zeigt eine Studie an über dreihundert Patienten in Taiwan. [1707]

28. September 2007  –  PubMed PMID: 17886199

Lebensqualität beeinflusst Verdauung

Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, leiden zwei- bis dreimal seltener an Magen- und Darmbeschwerden als Personen mit einer schlechten Lebensqualität. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Personen in Leeds. [1578]

1. April 2007  –  Gut 2007;56:321

Gemüse gegen Magenkrebs

Wer täglich zwei bis drei Portionen Gemüse isst, hat ein um etwa die Hälfte geringeres Risiko für Magenkrebs als eine Person, die weniger als eine Portion pro Tag konsumiert. Besonders günstig gegen Magenkrebs wirken grüne Blattgemüse und Wurzelgemüse. Das zeigen zwei Studien an insgesamt über achtzigtausend Personen in Schweden. [1451]

31. Oktober 2006  –  Cancer EB&P 2006;15:1998

Jogurt als Medikament für den Magen

Wenn Medikamente gegen Entzündung des Magens mit Helicobacter pylori versagen, kann eventuell AB-Jogurt helfen. Dieser Jogurt enthält die Bakterien-Arten Acidophilus und Bifidus. Sie können die Wirkung der Medikamente unterstützen, wie eine Studie an über hundert Patienten in Taiwan gezeigt hat. [1295]

28. April 2006  –  Am J Clin Nutrition 2006;83:864

Eisenmangel durch Magen-Bakterie

Bei Personen, in deren Magen der Erreger Helicobacter pylori haust, kommt Eisenmangel um 40 Prozent häufiger vor als bei nicht infizierten. Diese Aussage stützt sich auf eine Studie an über 7000 Personen in Texas. Man vermutet, dass der Erreger für den Eisenmangel verantwortlich ist: Er benötigt einen Teil des Eisens für sich selber, und wegen der Infektion kann der Körper das Eisen weniger gut aufnehmen. [1250]

28. Februar 2006  –  Am J Epidemiology 2006;163:127

Magen: Säurehemmer hemmen auch Krebs

Die Behandlung von Entzündungen mit Säurehemmern hilft auch gegen die Entwicklung von Krebs aus Magengeschwüren. Diese Gefahr droht vor allem bei einem Befall mit dem Erreger Helicobacter pylori. Das zeigt eine Studie an 38 Patienten in Korea. [1211]

4. Januar 2006  –  Gut 2006;55:26

Kampf dem Magenkrebs

Ist die Schleimhaut des Magens entzündet, nimmt die Gefahr zu, dass sich dort ein Krebs bildet. Fast immer ist die Bakterie Helicobacter pylori mit im Spiel. Seit Jahren bekämpft man sie mit Medikamenten. Nun hat eine Langzeitstudie an über 700 Patienten gezeigt, dass Vorformen von Magenkrebs um so besser ausheilen, je länger es gelingt, den Magen von den Bakterien zu befreien. [1187]

1. Dezember 2005  –  Gut 2005;54:1536

Übergewicht liegt schwer auf dem Magen

Menschen, die zuviel Gewicht mit sich herumschleppen, haben öfter als andere saures Aufstoßen, Sodbrennen und eine Entzündung der unteren Speiseröhre. Das zeigt eine repräsentative Studie an tausend Personen in Schweden. [1157]

20. Oktober 2005  –  Gut 2005;54:1377

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